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Bistum Dresden-Meißen

römisch-katholisches Bistum in Deutschland

Das Bistum Dresden-Meißen (lateinisch Dioecesis Dresdensis-Misnensis, obersorbisch biskopstwo Drježdźany-Mišno), bis 1979 Bistum Meißen, ist ein Bistum der römisch-katholischen Kirche mit Sitz in Dresden. Die Diözese wurde 1921 wiedererrichtet. Kathedrale ist die unter Kurfürst Friedrich August II. 1739–1751 errichtete ehemalige Katholische Hofkirche Ss. Trinitatis in Dresden, Konkathedrale der Dom St. Petri in Bautzen. Der Schutzpatron des Bistums ist der heilige Benno von Meißen. Weitere Diözesanpatrone sind der hl. Donatus von Arezzo und die hl. Afra von Augsburg.

Bistum Dresden-Meißen
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Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz Berlin
Metropolitanbistum Erzbistum Berlin
Diözesanbischof Heinrich Timmerevers
Emeritierter Diözesanbischof Joachim Reinelt
Generalvikar Andreas Kutschke
Fläche 16.934 km²
Dekanate 9 (31. Dezember 2015[1])
Pfarreien 95 (31. Dezember 2018[2])
Einwohner 4.098.614 (31. Dezember 2018[2])
Katholiken 142.340 (31. Dezember 2018[2])
Anteil 3,5 %
Diözesanpriester 165 (31. Dezember 2018[2])
Ordenspriester 44 (31. Dezember 2018[2])
Katholiken je Priester 681
Ständige Diakone 10 (31. Dezember 2018[2])
Ordensbrüder 49 (31. Dezember 2018[2])
Ordensschwestern 121 (31. Dezember 2018[2])
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Latein
Deutsch
Obersorbisch
Kathedrale Kathedrale Sanctissimæ Trinitatis (Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit)
Konkathedrale Dom St. Petri (Bautzen)
Website www.bistum-dresden-meissen.de
Kirchenprovinz
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Über dieses Bild

Inhaltsverzeichnis

BistumsgebietBearbeiten

Das Gebiet des Bistums erstreckt sich nahezu über den gesamten Freistaat Sachsen (ausgenommen die ehemals preußischen Teile der Oberlausitz und der Südosten der vormaligen preußischen Provinz Sachsen). Zusätzlich gehören zum Bistum Teile des Freistaats Thüringen und zwar die Gebiete der ehemaligen Thüringer Kleinstaaten:

BistumsgliederungBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Zur Geschichte des Bistums vor der Reformation siehe: Bistum Meißen

Das alte Bistum Meißen wurde 968 gegründet. Im Zuge der Reformation hörte das katholische Bistum 1581 in seinem kursächsischen Kerngebiet mit Meißen auf zu existieren. Allein im meißnischen Diözesangebiet in Ober- und Niederlausitz bedrängte der dortige Landesherr Katholiken und Kirche nicht, da die Lausitzen zu der Zeit noch königlich-böhmisches Lehen der katholischen Kaiser waren.

Der letzte Bischof des Altbistums Meißen, Johann IX. von Haugwitz, hatte für das lausitzische Diözesangebiet Johann Leisentrit als Diözesanadministrator mit Sitz in Bautzen eingesetzt. Dessen Bemühen ein nur das lausitzische Gebiet des Altbistums Meißen umfassendes Bistum Bautzen zu gründen, schlug fehl.

Apostolische Präfektur MeißenBearbeiten

1567 verselbständigte der Heilige Stuhl das lausitzische Diözesangebiet als Apostolische Präfektur Meißen mit Johann Leisentrit als Präfekt.[3] Dabei stellt eine Apostolische Präfektur kirchenrechtlich ein Bistum auf Probe dar.

Nach ihrer Lage bzw. ihrem Sitz wurde die Präfektur auch Apostolische Präfektur der Lausitzen oder Apostolische Präfektur Bautzen genannt. Der kaiserliche Landesherr wehrte in den Lausitzen nur wenig die Ausbreitung der Reformation, die durch die jeweils regionalen Landstände mit ganz unterschiedlichem Erfolg gefördert wurde. Als die Lausitzen 1635 ans lutherische Kursachsen fielen, sicherte dieses im Übergabevertrag (Traditionsrezess) zu, die religiösen Verhältnisse nicht zu ändern. Zudem verpflichtete der Westfälische Friede 1648 alle Vertragsstaaten, auch Kursachsen, in neu erworbenen Gebieten den Bekenntnisstand, der im Referenzjahr 1624 bestanden hatte, nicht mehr anzutasten.[4]

Nach der preußischen Annexion der Niederlausitz und der östlichen, nunmehr schlesischen, Oberlausitz schlug der Heilige Stuhl das dortige Präfekturgebiet – mit damals nur noch zwei Pfarreien in Neuzelle und Wittichenau – 1821 dem Fürstbistum Breslau zu. Seither bürgerte sich für das Restgebiet die Bezeichnung Apostolische Präfektur der (Sächsischen) Oberlausitz ein.

Neues Bistum MeißenBearbeiten

Am 24. Juni 1921 erhob Papst Benedikt XV. mit der Apostolischen Konstitution Sollicitudo omnium ecclesiarum die Apostolische Präfektur Meißen zum neuen Bistum Meißen, wobei der Sitz der Präfektur in Bautzen als Bischofssitz beibehalten wurde.[3] Das in Dresden ansässige Apostolische Vikariat in den Sächsischen Erblanden, das neben dem übrigen Sachsen noch Sachsen-Altenburg und Reuß ältere und jüngere Linie umfasste, wurde gleichzeitig aufgehoben und sein Gebiet dem neuen Bistum Meißen eingegliedert.[3]

1923 fand die erste Bistumssynode im Kloster St. Marienstern statt; dabei wurden vor allem Beschlüsse über die Organisation der Pfarreien und der Diözesanverwaltung gefasst. In der Zeit des Nationalsozialismus hatte das kleine Diaspora-Bistum sehr unter den Attacken der besonders kirchenfeindlichen sächsischen NS-Führung zu leiden, wenngleich nur wenige Katholiken sich aktiv am Widerstand beteiligten. Drei Priester der Diözese starben im KZ.

Nach 1945 hat sich die Zahl der im Bistum Meißen lebenden Katholiken durch die Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten im Osten und Süden außerhalb Sachsens mehr als verdoppelt. Infolgedessen wurden zahlreiche neue Pfarreien und Seelsorgestellen eingerichtet. Vier katholische Pfarreien im Diözesangebiet östlich der Neiße, deren Pfarrkinder meist durch Polen vertrieben worden waren, gingen verloren. Am 24. Januar 1948 übertrug Bischof Petrus Legge die Jurisdiktion für das polnisch annektierte Diözesangebiet dem Apostolischen Administrator für das ebenfalls nunmehr polnische Erzdiözesangebiet Breslaus, Karol Milik, der schon seit April 1946 darauf gedrängt hatte.[5] Im Zuge der Neuumschreibung der Bistumsgrenzen 1972 wurde das in Polen gelegene meißnische Diözesangebiet mit der Administratur des polnischen Diözesangebietes Breslaus Teil des gleichzeitig um die Apostolische Administratur Görlitz verkleinerten Erzbistums Breslau.

1969 berief Bischof Otto Spülbeck die zweite Diözesansynode ein, für die er bei Papst Paul VI. eine päpstliche Dispens erwirkt hatte, mit der erstmals die Teilnahme von Laien an einer Bistumssynode ermöglicht wurde. Die Kirchenversammlung fasste verschiedene Beschlüsse zur Umsetzung der Intentionen des Zweiten Vatikanischen Konzils auf der Bistumsebene. In der Berliner Bischofskonferenz stießen diese fortschrittlichen Intentionen auf den Widerstand vieler Bischöfe. Trotzdem führte, als Spülbeck 1970 plötzlich verstarb, sein Nachfolger Gerhard Schaffran die Synode zu Ende.[6]

Sitz- und Namensänderung – Bistum Dresden-MeißenBearbeiten

Am 15. November 1979 wurde die Bezeichnung des Bistums auf Dresden-Meißen geändert und Bischof Gerhard Schaffran verlegte im folgenden Jahr am 25. März 1980 den Bischofssitz nach Dresden.

Seit seiner Wiedererrichtung 1921 war das Bistum exemt, d. h. direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt, bis es 1994 durch Papst Johannes Paul II. mit der Apostolischen Konstitution Certiori christifidelium der neu geschaffenen Kirchenprovinz Berlin zugeordnet wurde.[7]

Nach Artikel 14 des Reichskonkordats von 1933, das bis heute in Geltung steht, richtet sich die Besetzung des Bischofsstuhles nach den Regelungen des Badischen Konkordats von 1932.

StrukturprozesseBearbeiten

Der erste Strukturprozess "Gemeinden im Aufbruch" wurde 2002 von Bischof Joachim Reinelt beendet. Bei diesem Prozess wurden die Zahl der Pfarreien von 165 auf 97 und Dekanate von 14 auf neun deutlich minimiert.

2014 stieß Bischof Heiner Koch den Pastoralen Erkundungsprozess „Berufen zur eucharistischen Kirche“ an. Dieser Prozess greift in die pastoralen und verwaltungstechnischen Strukturen des Bistums ein. Das Ziel ist es, dass bis zum Bistumsjubiläum 2021 alle Pfarreien in neuen, größeren Gemeinden aufgegangen sind. Als Vorstufe und Zwischenschritt zur Neugründung einer größeren Pfarrgemeinde wurden sogenannte „Verantwortungsgemeinschaften“ – Zusammenschlüsse mehrerer Pfarrgemeinden – eingerichtet.

Bereits erfolgte Neugründungen:

  • Pfarrei Mariä Himmelfahrt Leutersdorf, 11. Dezember 2017 (ehem. Pfarreien St. Joseph Ebersbach-Neugersdorf, St. Antonius Oppach und Mariä Himmelfahrt Leutersdorf)
  • Pfarrei Hl. Mutter Theresa Chemnitz, 22. April 2018 (ehem. Pfarreien St. Antonius, St. Franziskus, St. Joseph und Propstei St. Johann Nepomuk Chemnitz)
  • Pfarrei St. Benno Meißen, 17. Juni 2018 (ehem. Pfarreien Hl. Kreuz Coswig, Christus König Radebeul und St. Benno Meißen)
  • Pfarrei St. Heinrich und Kunigunde Pirna, 2. September 2018 (ehem. Pfarreien St. Maria, Mittlerin aller Gnaden Bad Schandau – Königstein, St. Georg Heidenau, St. Gertrud Neustadt – Sebnitz und St. Kunigunde Pirna)
  • Pfarrei St. Martin Dresden-Nord, 11. November 2018 (ehem. Pfarreien St. Josef Dresden-Pieschen, St. Hubertus Dresden-Weißer Hirsch und St. Franziskus Xaverius Dresden-Neustadt)
  • Pfarrei St. Elisabeth Gera, 9. Dezember 2018 (ehem. Pfarreien Mariä Verkündigung Eisenberg, St. Elisabeth Gera, Hl. Maximilian Kolbe Gera-Süd, St. Josef Hermsdorf, Hl. Geist Stadtroda-Kahla)
  • Pfarrei Mariä Geburt Aue, 6. Januar 2019 (ehem. Pfarreien Mater dolorsa Aue, Hl. Familie Schwarzenberg, St. Marien Stollberg und St. Peter und Paul Zwönitz)
  • Pfarrei St. Bonifatius Leipzig-Süd, 20. Januar 2019 (ehem Pfarreien St. Bonifatius Leipzig-Connewitz und St. Peter und Paul Markkleeberg)
  • Pfarrei St. Barbara Riesa, 24. März 2019 (ehem. Pfarreien St. Katharina Großenhain, St. Barbara Riesa und St. Hubertus Wermsdorf)
  • Pfarrei St. Franziskus Wurzen, 5. Mai 2019 (ehem. Pfarreien St. Trinitatis Grimma und Herz Jesu Wurzen)
  • Pfarrei St. Maria Magdalena Kamenz, 26. Mai 2019 (ehem. Pfarreien St. Benno Bischofswerda, St. Maria Magdalena Kamenz und St. Laurentius Radeberg)
  • Pfarrei Hl. Philipp Neri Leipzig-West, 16. Juni 2019 (ehem Pfarreien Liebfrauen Leipzig-Lindenau, St. Martin Leipzig-Grünau)
 
Heinrich Timmerevers

BischöfeBearbeiten

Seit 2016 ist Heinrich Timmerevers Bischof von Dresden-Meißen, der 50. in der Reihe der Diözesanbischöfe. Zuvor hatte Heiner Koch das Amt zwei Jahre inne.

Kirchliche EinrichtungenBearbeiten

 
Kathedrale Ss. Trinitatis in Dresden
 
Konkathedrale St. Petri, Bautzen
 
Ordinariatsgebäude Dresden 1980
 
St. Benno-Gymnasium Dresden

KirchenBearbeiten

KlösterBearbeiten

StudentengemeindenBearbeiten

  • KSG Chemnitz
  • KSG Dresden Thomas von Aquin
  • Studentengemeinde Freiberg
  • KSG Leipzig
  • Studentengemeinde Mittweida
  • Studentengemeinde Zwickau

WallfahrtsstättenBearbeiten

Bildungs- und TagungshäuserBearbeiten

SchulenBearbeiten

KirchenschließungenBearbeiten

Im Gebiet des Bistums Dresden-Meißen wurde, wie auch in vielen anderen katholischen Bistümern in Deutschland, in den letzten Jahren aus Kostengründen der Immobilienbestand reduziert. Unter anderem wurden folgende Gotteshäuser profaniert:

  • Bad Brambach, Filialkirche St. Walburga, am 23. Juni 1935 geweiht, am 26. Juli 2018 aufgehoben
  • Bretnig-Hauswalde, Filialkirche St. Michael, am 1. Dezember 1950 geweiht, am 20. Dezember 2017 aufgehoben
  • Crossen, Hauskapelle Verspermann-Villa, 31. März 2007 aufgehoben
  • Crottendorf, Marienkapelle, 15. Oktober 2002 aufgehoben
  • Demitz-Thumitz, Maria-Friedens-Kirche:[8] 6. November 1955 geweiht, 2011 geschlossen
  • Dresden, Hauskapelle Bischo-Wienken-Haus, 25. August 2016 aufgehoben
  • Dresden, Kapelle St. Kamillus, 30. November 2017 aufgehoben
  • Dresden, Kapelle im Bennostift am 30. September 1999 aufgehoben
  • Dresden, Kapelle im Albertstift am 30. September 1999 aufgehoben
  • Dresden, St. Josef-Stift, Herz-Jesu-Kapelle, 13. Dezember 1999 aufgehoben
  • Eibau, Kirche Hl. Apostel Thomas: 27. März 1966 geweiht, 31. Dezember 2016 aufgehoben
  • Geising, Kapelle St. Bonifatius: am 3. Juni 1978 geweiht, 24. April 2016 profaniert/geschlossen[9]
  • Geringswalde, Kapelle St. Josef der Arbeiter, aufgegeben
  • Glashütte, Kirche St. Christophorus: 31. Oktober 1954 geweiht, 6. November 2017 aufgehoben
  • Glaubitz, Kapelle St. Pius X. geweiht 22. April 1957, aufgehoben letzter Gottesdienst 3. Mai 2019[10]
  • Gößnitz, Kirche Maria Regina: am 1. Januar 1994 aufgehoben
  • Grünhainichen, Kapelle St. Thomas Morus: aufgegeben
  • Hohndorf/E., Kapelle St. Laurentius: 27. August 1933 geweiht, 1. August 2002 aufgehoben
  • Jonsdorf, Kapelle St. Bernhard von Menthon, 8. April 2005 aufgehoben
  • Kahnsdorf, Kapelle St. Hedwig, am 20. Juni 1991 aufgehoben
  • Königswartha, Kapelle Herz Jesu am 9. November 1996 aufgehoben
  • Langenleuba-Niederhain, Kirche St. Josef: aufgegeben, privatisiert
  • Leipzig, Propsteikirche St. Trinitatis: 1982 geweiht, 2015 profaniert, durch Neubau ersetzt
  • Leipzig, Kapelle St. Trinitatis im Kolpinghaus, am 26. Oktober 1994 aufgehoben
  • Leipzig-Leutzsch, Kapelle der Fokolarbewegung am 25. August 1998 aufgehoben
  • Leipzig-Süd, Kapelle St. Hedwig/Kochstr.: 22. März 2003 geweiht, 25. November 2012 profaniert
  • Leipzig, Kapelle St. Ignatius, Studentengemeinde 1. September 2017 aufgehoben, ersetzt!
  • Lengefeld, Kapelle St. Josef am 20. Dezember 1996 aufgehoben
  • Lichtenstei/Sa. St. Elisabeth, Kirche im Schloß, APH 7. Juli 2004 aufgehoben
  • Lößnitz, Kapelle St. Elisabeth, am 26. Mai 1958 geweiht, 14. Juni 2004 aufgehoben
  • Lunzenau, Kapelle St. Heinrich: aufgegeben
  • Maxen, Kapelle St. Josef, 18. Oktober 1954 geweiht, 15. Dezember 2003 aufgehoben
  • Neukieritzsch, Kapelle ca. 1998 aufgegeben
  • Neusalza-Spremberg, St. Franziskus: 15. Februar 1971 geweiht, 23. Dezember 2015 profaniert
  • Niederwiesa, Kapelle im St.-Josef-Haus am 16. August 1996 aufgehoben
  • Plauen, Kapelle im Kolpinghaus, 1. August 2002 aufgehoben
  • Reitzenhain, Simultankapelle am 26. November 1996 aufgehoben
  • Riesa, Stadtteil Weida, Kapelle: 1971 geweiht, 1. September 2008 geschlossen[11]
  • Rittersgrün, Kapelle St. Barbara: 12. Juni 1966 geweiht, 12. Mai 1997 aufgehoben
  • Rodameuschel, Kapelle am 12. März 1996 aufgehoben
  • Rötha, Kapelle St. Hedwig: am 23. November 1995 aufgehoben
  • Saalburg, Kapelle am 30. Oktober 1997 aufgehoben
  • Schweinerden, Kapelle im APH St. Ludmilla, 12. Dezember 2002 aufgehoben
  • Seifhennersdorf, Kirche St. Antonius: 1937 gebaut, 1. November 2008 aufgehoben
  • Serbitz (Treben), Kapelle 1949 erbaut, am 11. Dezember 1997 aufgehoben
  • Stollberg, Marienkapelle am 16. August 1996 aufgehoben
  • Strehla, St.-Hedwigs-Kapelle: 28. Februar 1971 geweiht, am 10. September 2016 Abschiedsgottesdienst[12]
  • Tanna, Kapelle St. Maria von der immerw. Hilfe, 25. März 2002 aufgehoben
  • Thammenhain, Kapelle St Hedwig APH, 10. September 2000 aufgehoben (neu in Wurzen)
  • Thum, Johannes-Maria-Vianney-Kapelle: 15. Januar 1961 geweiht, 2011 geschlossen
  • Trebnitzgrund, Kapelle im Caritasheim am 30. September 1999 aufgehoben
  • Treuen, Kapelle St. Josef: 31. Juli 2017 aufgehoben
  • Triebes, Kapelle St. Bonifatius am 11. Mai 1991 aufgehoben
  • Ullersdorf, Kapelle am 12. März 1996 aufgehoben
  • Wolkenburg, Kapelle im Festsaal des Schlosses seit 1945, am 13. Februar 1991 aufgehoben
  • Wurzbach, Kapelle St. Josef am 1. Dezember 1993 aufgehoben

Finanzielle SituationBearbeiten

Laut Jahresbericht für 2014, den das Bistum am 9. Dezember 2015 vorlegte, hatte das Bistum 2014 Einnahmen in Höhe von 30,5 Millionen Euro aus der Kirchensteuer; hinzu kamen Unterstützungszahlungen der finanzstärkeren Bistümer der alten Bundesländer in Höhe von 17,8 Millionen Euro und Staatsleistungen 2014 in Höhe von 757.728 Euro, von denen 470.629 Euro vom Freistaat Sachsen und 288.104 Euro vom Freistaat Thüringen erbracht wurden. Hinzu kamen Refinanzierungsleistungen des Freistaats Sachsen für den Betrieb der Bischöflichen Schulen in Höhe von 13,5 Millionen Euro, ferner Umsatzerlöse der Bildungshäuser in Höhe von 1,2 Millionen und Spendeneinnahmen, Zuschüsse und sonstige betriebliche Erträge; die Gesamteinnahmen des Bistums betrugen im Jahr 2014 vor Finanzergebnis 74,2 Millionen Euro. Dem standen Gesamtaufwendungen in Höhe von 71,1 Millionen Euro gegenüber, darunter Personalkosten in Höhe von 31,2 Millionen Euro. Das Bistum zahlte Zuschüsse an Pfarreien, Schulen, Kindertagesstätten und an die Caritas in Höhe von 16,9 Millionen Euro. Das Immobilienvermögen des Bistums beläuft sich auf 53,6 Millionen Euro und besteht aus bebauten und unbebauten sowie im Erbbaurecht vergebenen Grundstücken; die 17 bebauten Grundstücke werden überwiegend von den Schulen und Bildungshäusern genutzt.[13]

LiteraturBearbeiten

  • Hans Friedrich Fischer: Die Wiedererrichtung des Bistums Meissen 1921 und ihre Vorgeschichte. (= Studien zur katholischen Bistums- und Klostergeschichte, Bd. 34), Leipzig 1992.
  • Dieter Grande & Daniel Fickenscher (Hrsg.): Eine Kirche – zwei Völker. Deutsche, sorbische und lateinische Quellentexte und Beiträge zur Geschichte des Bistums Dresden-Meißen. Von der Wiedererrichtung 1921 bis 1929, Bautzen/Leipzig 2003. ISBN 3-7420-1926-0
  • Birgit Mitzscherlich: Diktatur und Diaspora. Das Bistum Meißen 1932–1951. Paderborn 2005. ISBN 3-506-71799-5
  • Konrad Zdarsa (Hrsg.): Eine Kirche – zwei Völker. Bd. 2: 1930 bis 1945. Deutsche und sorbische Quellentexte zur Geschichte des Bistums Dresden-Meißen, Bautzen und Leipzig 2008. ISBN 978-3-7420-2086-4.
  • Dieter Grande & Peter-Paul Straube (Hrsg.): Die Synode des Bistums Meißen 1969 bis 1971. Die Antwort einer Ortskirche auf das Zweite Vatikanische Konzil. Leipzig 2005. ISBN 3-7462-1806-3
  • Dieter Grande: Die Verhandlungen zum Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Sachsen vom 2. Juli 1996 aus der Sicht der katholischen Kirche, in: Reiner Tillmanns (Hrsg.): Staatskirchenverträge im Freistaat Sachsen (= Leipziger juristische Studien. Öffentlich-rechtliche Abt. 8), Leipzig 2001, S. 151–162. ISBN 3-935693-27-3.
  • Heinrich Meier: Die Ordensgemeinschaften im Gebiet des 1921 wiedererrichteten Bistums Meißen. (= Studien zur katholischen Bistums- und Klostergeschichte, Bd. 33), Leipzig 1990.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bistum Dresden-Meißen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bistum Dresden-Meißen: Zahlen und Fakten. 31. Dezember 2015, abgerufen am 22. Juli 2016.
  2. AP2019
  3. a b c Eintrag zu Diözese Dresden-Meißen auf catholic-hierarchy.org; abgerufen am 18. Juli 2016
  4. Georges Hellinghausen, Kampf um die Apostolischen Vikare des Nordens J. Th. Laurent und C. A. Lüpke: der Hl. Stuhl und die protestantischen Staaten Norddeutschlands und Dänemark um 1840, Rom: Editrice Pontificia Università Gregoriana, 1987, (=Miscellanea historiae Pontificiae; Bd. 53), pp. 15seq. ISBN 88-7652-568-8.
  5. Jerzy Pietrzak, Działalność kard. Augusta Hlonda jako wysłannika papieskiego na Ziemiach Odzyskanych w 1945 r. (Memento vom 18. Juli 2011 im Internet Archive), Abschnitt 'Objęcie Rządów'.
  6. Fritz Rebbelmund: Die Synode des Bistums Meißen 1969–71. Ein kirchenpolitisches und spirituelles Ereignis. Datei auf den Webseiten des Aktionskreises Halle
  7. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Certiori christifidelium, AAS 87 (1995), n. 3, S. 217 f.
  8. Entweihung der Kirche auf Internetpräsenz der Gemeindeverwaltung Demitz-Thumitz, abgerufen am 23. September 2016
  9. Schließung der Kapelle in Geising auf Internetpräsenz des Bistums Dresden-Meißen, abgerufen am 23. September 2016
  10. Tag des Herrn 17/2019.
  11. Chronik auf Internetpräsenz der Kirchengemeinde Riesa (Memento vom 14. April 2016 im Internet Archive), abgerufen am 23. September 2016
  12. Tag des Herrn (Zeitung), Ausgabe 36/2016 vom 4. September 2016, S. 13
  13. bistum-dresden-meißen.de: Jahresbericht 2014, 9. Dezember 2015, abgerufen am 16. Dezember 2015.