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Heinrich Timmerevers

deutscher Geistlicher, römisch-katholischer Bischof des Bistums Dresden-Meißen

Herkunft und AusbildungBearbeiten

Heinrich Timmerevers wurde als zweites von sechs Kindern einer Landwirtsfamilie geboren.1972 absolvierte er das Abitur am Clemens-August-Gymnasium in Cloppenburg. Im Anschluss begann er ein Studium der Theologie und der Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und trat ins Konvikt Collegium Borromaeum ein. Er setzte das Studium 1974 an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau fort. 1975 wechselte er wieder nach Münster und beendete dort 1977 das Studium. Im Münsteraner Priesterseminar kam er mit der Fokolarbewegung in Kontakt.[1] Von 1977 bis 1978 besuchte er einen Kurs für Spiritualität der Fokolarbewegung in Rom.

Priesterliches WirkenBearbeiten

Am 25. Mai 1980 empfing Timmerevers im Hohen Dom zu Münster die Priesterweihe durch den damaligen Bischof von Münster Reinhard Lettmann. Von 1980 bis 1984 war er Vikar in St. Vitus Visbek. 1984 wurde er Subdirektor am Collegium Borromaeum in Münster und Domvikar am St.-Paulus-Dom. 1990 kehrte er als Pfarrer zurück nach Visbek, wo er seit 1993 zudem als Landesfrauenseelsorger und Landespräses der kfd im Offizialatsbezirk Oldenburg tätig war. Ab 2000 war er zusätzlich Pfarrverwalter der Gemeinde St. Antonius in Visbek.

Bischöfliches WirkenBearbeiten

Weihbischof im Bistum Münster und Bischöflicher Offizial in VechtaBearbeiten

 
Wappen von Heinrich Timmerevers als Weihbischof

Am 6. Juli 2001 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Münster mit dem Titularbistum Tulana. Gleichzeitig wurde er von Bischof Reinhard Lettmann zum Bischöflichen Offizial in Vechta ernannt. Am 2. September desselben Jahres empfing Timmerevers die Bischofsweihe durch Reinhard Lettmann im Hohen Dom zu Münster. Mitkonsekratoren waren der Münsteraner Weihbischof Werner Thissen sowie der emeritierte Weihbischof und Timmerevers’ Vorgänger im Amt des Oldenburger Offizials Max Georg Freiherr von Twickel. Als Wahlspruch wählte Timmerevers „Suchet, wo Christus ist“. 2002 wurde er als nichtresidierender Domkapitular in das Münsteraner Domkapitel aufgenommen.

Bistum Dresden-MeißenBearbeiten

 
Wappen von Heinrich Timmerevers als Bischof von Dresden-Meißen

Papst Franziskus ernannte ihn am 29. April 2016 zum Bischof von Dresden-Meißen.[2] Die Amtseinführung fand am 27. August desselben Jahres statt.[3]

Wirken in der Deutschen BischofskonferenzBearbeiten

In der Deutschen Bischofskonferenz war Timmerevers von 2001 bis 2009 Mitglied der Jugendkommission. Er ist zurzeit Mitglied der Pastoralkommission und der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste.[4] Seit 2008 ist er Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Institute des geweihten Lebens“. Die Bischofskonferenz berief ihn 2012 auf Bitte des Malteser-Präsidiums zum Bundesseelsorger des Malteser Hilfsdienstes. Timmerevers ist seit 2011 Kaplan des Malteserordens.[5]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Heinrich Timmerevers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Timmerevers im Interview auf der Seite des Bistums Münster, abgerufen am 18. März 2014
  2. Nomina del Vescovo di Dresden-Meißen (Germania). In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 29. April 2016, abgerufen am 29. April 2016 (italienisch).
  3. Meldung auf katholisch.de, abgerufen am 17. Mai 2016
  4. Deutsche Bischofskonferenz: Pressemeldung vom 20. September 2016 - Nr. 175
  5. Timmerevers zum Bundesseelsorger der Malteser berufen auf der Seite des Bistums Münster
VorgängerAmtNachfolger
Max Georg Freiherr von TwickelBischöflich Münsterscher Offizial im Offizialatsbezirk Oldenburg
2001–2016
Wilfried Theising
Heiner KochBischof von Dresden-Meißen
seit 2016
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