Hauptmenü öffnen

Bistum Kopenhagen (römisch-katholisch)

römisch-katholische Diözese in Dänemark

Das Bistum Kopenhagen (lateinisch Dioecesis Hafniae) ist die einzige katholische Diözese Dänemarks und umfasst das gesamte Königreich Dänemark, einschließlich der Färöer und Grönlands. Es ist flächenmäßig eines der größten Bistümer der Welt. Als exemte Diözese ist es direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt. Der Bischofssitz befindet sich in der Hauptstadt Kopenhagen. Diözesanpatron ist der Heilige Ansgar, der Apostel Skandinaviens.

Bistum Kopenhagen (römisch-katholisch)
Karte Bistum Kopenhagen (römisch-katholisch)
Basisdaten
Staat Dänemark
Kirchenprovinz Immediat
Diözesanbischof Czeslaw Kozon
Fläche 2.160.570 km²
Pfarreien 45 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Einwohner 5.699.000 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Katholiken 44.000 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Anteil 0,8 %
Diözesanpriester 39 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Ordenspriester 28 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Katholiken je Priester 657
Ständige Diakone 9 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Ordensbrüder 33 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Ordensschwestern 98 (31. Dezember 2015 / AP 2017)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Dänisch
Kathedrale St. Ansgar
Website www.katolsk.dk
Wappen
Kathedrale St. Ansgar, Kopenhagen

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Katholische Kirche in Dänemark

Das Königreich Dänemark führte 1536 die Reformation ein; die katholischen Bischöfe wurden abgesetzt und durch neue lutherische Superintendenten ersetzt worden (die im 17. Jahrhundert wieder den Bischofstitel annahmen). Erst im 19. Jahrhundert kamen wieder katholische Missionare des Apostolischen Vikariat des Nordens ins Land und gründeten am 7. August 1868 das Apostolische Vikariat Nordmission, das direkt dem Heiligen Stuhl unterstand und das Gebiet Dänemark umfasste. Dazu kam die Insel Bornholm vom schwedischen Vikariat und Island, Grönland und Färöer aus der Nordpolmission. Schon ein Jahr später wurde es zur Apostolischen Präfektur Dänemark herabgestuft um am 15. März 1892 zum Apostolischen Vikariat Dänemark erhoben zu werden. 1920 kam Nordschleswig von der Apostolischen Präfektur Schleswig-Holstein mit dem Breve Quae catholico an das dänische Vikariat. Am 12. Juni 1923 gab es Island zur Gründung der Apostolischen Präfektur Island ab. Am 29. April 1953 wurde mit der Bulle Certiores facti durch Pius XII. das Bistum Kopenhagen gegründet. Die ca. 35.000 Diözesanen sind überwiegend Einwanderer und deren Nachkommen.

GrönlandBearbeiten

Nach der Chronik des Adam von Bremen von 1076 war Grönland damals schon christlich. Im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts hatte es einen eigenen Bischof im heutigen Igaliku. Die Ankunft der Inuit auf Grönland scheint ab 1400 der katholischen Kirche auf der Insel ein Ende gesetzt zu haben. Ab dem 18. Jahrhundert fand eine Neumissionierung durch protestantische Prediger statt. Die rund 300 Katholiken auf Grönland gehören heute zur einzigen katholischen Pfarrei Grönlands, der 1958 gegründeten Pfarrei Christ König in Nuuk.[1] Sie ist die flächenmäßig größte katholische Pfarrei der Welt.

Katholische Bischöfe von KopenhagenBearbeiten

 
Bischof Czeslaw Kozon
lfd. Nr. Bischof von bis Anmerkungen
Johannes von Euch 15. März 1892 18. März 1922 Apostolischer Präfekt von Dänemark (1884–1892)
Titularbischof von Anastasiopolis (1892–1922)
Apostolischer Vikar von Dänemark (1892–1922)
Josef Ludwig Brems 10. Oktober 1922 1938 OPraem
Apostolischer Vikar von Dänemark (1922–1938)
Titularbischof von Roskilde (1922–1958)
1 Johannes Theodor Suhr 13. Dezember 1938 6. Oktober 1964 OSB
Apostolischer Vikar von Dänemark (1938–1953)
Titularbischof von Balecium (1938–1953)
Diözesanbischof von Kopenhagen 1953–1964
Titularbischof von Apisa Maius (1964–1976)
2 Hans Ludvig Martensen 22. März 1965 22. März 1995 SJ
3 Czeslaw Kozon 22. März 1995

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grönland auf der Webseite des Bonifatiuswerkes, abgerufen am 28. Juni 2018.