Hauptmenü öffnen

Bistum Pelplin

römisch-katholisches Bistum in Polen
(Weitergeleitet von Bistum Kulm)

Das Bistum Pelplin (lateinisch Dioecesis Pelplinensis, polnisch Diecezja pelplińska) ist eine in Polen gelegene römisch-katholische Diözese mit Sitz in Pelplin.

Bistum Pelplin
Basisdaten
Staat Polen
Metropolitanbistum Erzbistum Danzig
Diözesanbischof Ryszard Kasyna
Weihbischof Arkadiusz Okroj
Emeritierter Weihbischof Piotr Krupa
Generalvikar Piotr Krupa
Fläche 12.890 km²
Pfarreien 290 (2016 / AP 2017)
Einwohner 775.000 (2016 / AP 2017)
Katholiken 725.000 (2016 / AP 2017)
Anteil 93,5 %
Diözesanpriester 528 (2016 / AP 2017)
Ordenspriester 89 (2016 / AP 2017)
Katholiken je Priester 1.175
Ständige Diakone 1 (2016 / AP 2017)
Ordensbrüder 93 (2016 / AP 2017)
Ordensschwestern 184 (2016 / AP 2017)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Polnisch, Kaschubisch[1]
Kathedrale Bazylika Katedralna Wniebowzięcia Najświętszej Maryi Panny
Website www.diecezja-pelplin.pl

GeschichteBearbeiten

Bistum KulmBearbeiten

Das Bistum Kulm wurde 1222 von Christian von Preußen mit Genehmigung des Papstes Honorius III. gegründet.[2] 1243 wurde es mit drei weiteren Bistümern durch den Päpstlichen Legaten Wilhelm von Modena im Deutschordensland umorganisiert.

 
Lage des Bistums im Deutschordensland (14./15. Jahrhundert)
 
Kathedrale Mariä Himmelfahrt, Pelplin,
ehemalige Zisterzienserkirche

Der Bischof erhielt 600 Hufen Land im Löbauer Anteil der Diözese, sowie die üblichen Abgaben des Zehnten. In den übrigen Gebieten hingegen hatte er, wie es in den Diözesen des Deutschordenslandes üblich war, ein Drittel des Bistumssprengels als Eigenland. Wie auch in den anderen drei Bistümern Preußens gab hiervon der Bischof ein Drittel an das Domkapitel, welches dem Deutschen Orden inkorporiert war, weiter.

Das Bistum, welches seine Kathedrale in Culmsee (heute Chełmża) hatte, wurde 1255 in die Kirchenprovinz Riga eingegliedert. Es fiel mit dem Zweiten Frieden von Thorn am 19. Oktober 1466 an Polen und wurde damit in ein Säkularbistum gewandelt. Bis dahin war es dem Deutschen Orden inkorporiert, weshalb es seine Landesherrschaft auch nicht voll entfalten konnte. In den folgenden Jahrhunderten übten deutsche und polnische Bischöfe das Amt aus. 1920 wurde das Bistum in einen polnischen und einen deutschen Teil gespalten, der von der Prälatur Schneidemühl übernommen wurde.

Bistum PelplinBearbeiten

Das Bistum Chełmno (Culma, Kulm) wurde am 25. März 1992 durch Papst Johannes Paul II. mit der Päpstlichen Bulle Totus tuus Poloniae populus, nach Gebietsabtretungen an das Bistum Thorn, in Bistum Pelplin umbenannt und dem Erzbistum Danzig als Suffragandiözese unterstellt.[3] Die Kathedrale ist die Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters.

LiteraturBearbeiten

  • Andrzej Radzimiriski: Entstehung, Inkorporation und ursprüngliche Ausstattung des mittelalterlichen Domkapitels in Kulmsee. In: Radosław Biskup, Mario Glauert (Hrsg.): Die Domkapitel des Deutschen Ordens in Preußen und Livland. Aschendorff, Münster 2004, ISBN 3-402-00541-7, S. 33–51.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Europaseminar – Mecklenburg, Pommern, Kaschubien 05-07 Maja 2006 roku, Parchim (Memento vom 18. Dezember 2014 im Internet Archive)
  2. Max Toeppen: Historisch-komparative Geographie von Preußen, Gotha 1858, S. 111 ff..
    Scriptores rerum Prussicarum I, Leipzig 1861, Fußnote 2 auf S. 33–34.
  3. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Totus Tuus Poloniae populus, AAS 84 (1992), n. 3, S. 1099–1112.