Albaret-Sainte-Marie

französische Gemeinde

Albaret-Sainte-Marie (okzitanisch: Aubaret) ist ein Ort und eine südfranzösische Gemeinde mit 565 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Lozère in der Region Okzitanien.

Albaret-Sainte-Marie
Aubaret
Albaret-Sainte-Marie (Frankreich)
Albaret-Sainte-Marie
Staat Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Lozère (48)
Arrondissement Mende
Kanton Saint-Chély-d’Apcher
Gemeindeverband Terres d’Apcher-Margeride-Aubrac
Koordinaten 44° 53′ N, 3° 15′ OKoordinaten: 44° 53′ N, 3° 15′ O
Höhe 767–1139 m
Fläche 15,72 km²
Einwohner 565 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 36 Einw./km²
Postleitzahl 48200
INSEE-Code

Albaret-Sainte-Marie – Église

LageBearbeiten

Der Ort Albaret-Sainte-Marie liegt im Nordosten der zum Zentralmassiv gehörenden Berglandschaft der Margeride in einer Höhe von ca. 1050 m ü. d. M.; nächstgelegene Stadt ist das circa 57 Kilometer südöstlich gelegene Mende. Die Autoroute A75 quert das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung.

WirtschaftBearbeiten

Jahrhundertelang lebten die Bewohner von Albaret-Sainte-Marie weitgehend als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten sowie von ein wenig Viehzucht; aber auch Handwerker, Kleinhändler und Dienstleistungsberufe siedelten sich allmählich im Ort an. Auch heute noch spielt die Landwirtschaft direkt oder indirekt die zentrale Rolle im Wirtschaftsleben, doch ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) als Erwerbszweig hinzugekommen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2018
Einwohner 387 479 469 374 452 565

Der leichte Bevölkerungsanstieg im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die verkehrstechnisch günstige Lage des Ortes zurückzuführen.

GeschichteBearbeiten

Im Mittelalter gehörte der Ort zur Baronie d’Apcher, einer von mehreren Baronien im Gévaudan.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die im 13. oder 14. Jahrhundert aus exakt behauenen und vergleichsweise großen Steinen gemauerte Pfarrkirche zeigt den Übergang von der Spätromanik zur provinziellen Frühgotik. Die ungegliederte und mit Rundbogenfenstern versehene Apsis schließt nach oben mit einem umlaufenden Konsolenfries ab. Die Grenze zwischen Apsis und Kirchenschiff wird von einem imposanten Glockengiebel (clocher mur) überhöht, zu dem ein seitlicher Treppenaufgang hinaufführt. Das mit einem Überfangbogen aufwartende Südportal mit seinen eingestellten Säulen zeigt insgesamt einen romanischen Charakter. Die Langhauswand ist von Strebepfeilern stabilisiert.
  • Das ehemalige nur ca. 20 m² große Backhaus des Ortes ist zu einem kleinen ländlichen Museum umgebaut worden. Es ist im Guinness-Buch der Rekorde als kleinstes Museum der Welt eingetragen.

WeblinksBearbeiten

Commons: Albaret-Sainte-Marie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien