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S-Bahn Mitteldeutschland

Rückgrat des ÖPNV im Ballungsraum Leipzig-Halle

Die S-Bahn Mitteldeutschland ist ein schienengebundener Verkehrsträger des öffentlichen Personennahverkehrs im Ballungsraum Leipzig-Halle und stellt – gemessen an der Länge des Streckennetzes – das zweitgrößte S-Bahn-Netz Deutschlands dar. Die Linienstruktur ist, abgesehen von der S-Bahn-Linie S7, radial auf die Leipziger Innenstadt ausgerichtet.

S-Bahn Deutschland
S-Bahn Mitteldeutschland
S-Bahn Mitteldeutschland - Liniennetz.svg
Liniennetz seit Dezember 2015
Staat Deutschland
Verkehrs- /
Tarifverbund
Mitteldeutscher Verkehrsverbund (überwiegend),
VBB, VMS, VVO
Linien 7
Streckenlänge 455 km
Stationen 125
Fernbahnhöfe 4
Tunnelbahnhöfe 5
kleinste Taktfolge 30 min
5 min (Stammstrecke)
Passagiere 60.421 (pro Tag)[1]
Bewohner im Einzugsbereich ca. 1,2 Mio.
Fahrzeuge 80 Bombardier Talent 2, ergänzt durch 143 mit Doppelstockwagen
Betreiber DB Regio Südost
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz ~, Oberleitung

S-Bahnen in Deutschland

Das Netz der S-Bahn wird im Auftrag des Zweckverbands für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) und des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) im Freistaat Sachsen sowie der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA), der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen (NVS) und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) von DB Regio Südost, Verkehrsbetrieb Mitteldeutschland betrieben. Zum Einsatz kommen elektrische Triebzüge des Typs Bombardier Talent 2 mit Ausnahme der Linie S7.

Halle (Saale) und Leipzig erhielten jeweils im Jahr 1969 S-Bahn-Betrieb. Diese beiden wurden 2004 verbunden und ab diesem Zeitpunkt als S-Bahn Leipzig–Halle bezeichnet. Am 15. Dezember 2013 nahm schließlich die erste Betriebsstufe der S-Bahn Mitteldeutschland ihren Betrieb auf. Das Netz wurde dafür neu geordnet und erheblich vergrößert. Der zeitgleich eröffnete City-Tunnel Leipzig fungiert als Stammstreckentunnel und führt die Linien der S-Bahn erstmals direkt durch die Leipziger Innenstadt.[2]

Laut Angaben der Deutschen Bahn nutzten im ersten Betriebsjahr etwa 55.000 Fahrgäste pro Tag die auf dem zu dieser Zeit rund 430 km langen Streckennetz verkehrenden Züge.[3] In den ersten beiden Betriebsjahren seien jeweils rund 20 Millionen Fahrgäste gezählt worden.[4]

Inhaltsverzeichnis

LiniennetzBearbeiten

AktuellBearbeiten

Die europaweite Ausschreibung zum Betrieb der ersten Stufe des neuen S-Bahn-Netzes erfolgte im August 2008, ursprünglich vorgesehen mit Betriebsbeginn im Dezember 2011[5][6], wobei die Betriebsaufnahme durch zwei Korrekturbekanntmachungen schließlich auf Dezember 2013 verschoben wurde.[7] Der von Dezember 2013 bis Dezember 2025 laufende Verkehrsvertrag sieht eine jährliche Leistung von neun Millionen Zug-Kilometern vor.[8]

Nach Ablauf der Einspruchsfrist gab der ZVNL als federführender SPNV-Aufgabenträger am 21. September 2010 endgültig die Vergabe des nunmehr S-Bahn Mitteldeutschland genannten, neu strukturierten Netzes an die DB-Tochter S-Bahn Mitteldeutschland GmbH bekannt. Dieses Unternehmen wurde im Jahr 2008 mit dem Zweck gegründet, an dieser Ausschreibung teilzunehmen. Im Jahr 2011 wurde es allerdings mit DB Regio verschmolzen.[9] Der Mitbewerber Veolia erhob hiergegen zwar keinen Einspruch, kritisierte aber, dass die DB ihr Angebot auf der Grundlage eines noch nicht zugelassenen Fahrzeugs – des Bombardier Talent 2 – kalkuliert hatte.[10]

Mit Freigabe des Leipziger City-Tunnels wurde am 15. Dezember 2013 diese erste Betriebsstufe des neuen Netzes der S-Bahn Mitteldeutschland in Betrieb genommen. Die Linien führen aus dem Großraum Leipzig / Halle (Saale) heraus bis in die angrenzenden Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Endpunkte sind unter anderem Zwickau, Halle (Saale), Bitterfeld und Hoyerswerda. Das Netz umfasst eine Länge von 430 Kilometern und 104 S-Bahn-Stationen. 51 Fahrzeuge der Baureihe 442 (Bombardier Talent 2) kommen zum Einsatz.[8]

Im Mai 2012 wurde als zweite Betriebsstufe das Netz Mitteldeutsche S-Bahn II ausgeschrieben, die u. a. die verlängerte Linie S2 Dessau/Lutherstadt Wittenberg – Bitterfeld – Leipzig – Markkleeberg-Gaschwitz und die neue Linie S8 Dessau/Lutherstadt Wittenberg – Bitterfeld – Halle beinhaltet. [11] Im März 2013 hat die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) die Vergabe an die Abellio Rail Mitteldeutschland bekanntgegeben.[12] Anfang Oktober 2013 erklärte die NASA jedoch, dass die Angebote in Teilen neu zu bewerten sind. Aufgrund der dadurch zu erwartenden Verzögerung zog Abellio sein Angebot zurück. Die Vergabe erfolgte an die DB Regio als Zweitplatzierten.[13] Die Linie Halle (Saale) – Lutherstadt Eisleben sollte ab 13. Dezember 2015 von Abellio Rail Mitteldeutschland als S7 gefahren werden.[14] Nach Planungen mit Stand Februar 2015 kommt es dazu jedoch vorerst nicht, da diese Linienbezeichnung bei der bisherigen S7 verbleibt. Die Strecke wird vom Betreiber als RB75 gefahren.

Da zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 nicht genügend Fahrzeuge zur Verfügung standen, wurde die S8 (Halle (Saale) – Dessau / Lutherstadt Wittenberg) auch im Zusammenhang mit den bis 2019 stattfindenden Bauarbeiten im Hallenser Bahnhofsbereich vorerst nicht eingeführt, jedoch fährt die S2 stündlich nach Dessau Hbf und wird ab Dessau im Zweistundentakt nach Magdeburg durchgebunden. Lutherstadt Wittenberg wird bis auf wenige Einzelzüge der S2 nach Jüterbog zunächst weiterhin von den Regionalbahnlinien 51 und 80/81 angebunden. Die RB51 verkehrt aufgrund der Verlängerung der S2 nunmehr erst ab Dessau statt ab Leipzig Hbf, die RB80 verblieb auf ihrem ursprünglichen Linienweg ab Halle (Saale) und wird ab Bitterfeld durch die RB81 nach Falkenberg(Elster) ergänzt. Auf ihrem südlichen Streckenast endet die S2 aufgrund von Baumaßnahmen im Bahnhof Markkleeberg-Gaschwitz bis voraussichtlich Ende 2017 auch werktags tagsüber in Leipzig-Connewitz, nur zur Hauptverkehrszeit werden fünf Zugpaare bis und ab Markkleeberg-Gaschwitz geführt. Zur Vermeidung von Fahrplankonflikten mit dem Fernverkehr müssen die Linien S5 und S5X ihren nördlichen Endpunkt tauschen. Aufgrund sehr umfangreicher Baumaßnahmen im Bahnhof Halle (Saale) Hbf wurde der Laufweg der Linie S7 zum 13. Dezember 2015 auf die Strecke Halle (Saale) Hbf – Halle-Nietleben verkürzt. Ihr bisheriger Nordast Halle (Saale) Hbf – Halle-Trotha wird bis zum Ende der Baumaßnahmen mit je einem Stundentakt von Zügen des HarzElbeExpress nach Könnern und Bernburg und der S3 bedient.[15] Dafür wurde im Bahnhof Halle-Trotha im März 2015 wieder eine Weichenverbindung zwischen S- und Fernbahn eingebaut. Allerdings entsteht durch die Überlagerung kein Halbstundentakt. Der Haltepunkt Wohnstadt Nord in Halle (Saale) wird von den Zügen der Linie S3 während des Umbaues des Bahnhofes Halle (Saale) Hbf wegen der zu kurzen Wendezeit in Halle-Trotha nicht bedient.[16]

Im Süden von Leipzig gab es bei den Linien S1, S3 und S4 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 einen Tausch der Linienäste. Die von Halle (Saale) über Schkeuditz nach Leipzig fahrende S3 verkehrt nun über Borna (b Leipzig) nach Geithain (bisher S4), die aus Richtung Hoyerswerda und Taucha kommende S4 endet seit diesem Zeitpunkt in Wurzen/Oschatz (bisher S1). Die S1 endet seither in Leipzig Stötteritz. Der angekündigte Viertelstundentakt der Linie S1 auf dem Abschnitt Leipzig-Stötteritz – Leipzig Miltitzer Allee wurde zum 13. Dezember 2015 nicht eingerichtet und wird frühestens 2019[17] eingeführt, da dann der Fernverkehr vollständig über die Neubaustrecke nach Erfurt geführt wird. Die Ergänzungslinie S1 (seit 11. Dezember 2016: S11) bis Leipzig Messe blieb bestehen, änderte sich allerdings auch in ihrer Fahrplanlage. Auf dem Abschnitt Leipzig Hbf (tief) – Leipzig-Stötteritz gibt es einen 15-Minuten-Takt, der von den Linien S1 und S4 gebildet wird. Die zusätzlich verkehrende S11 nach Leipzig Messe ergänzt diesen Takt und sorgt dafür, dass auf dieser Relation auch weiterhin sechs Züge pro Stunde und Richtung verkehren, allerdings nicht mehr im genauen Zehnminutentakt.

Folgende sieben S-Bahn-Linien verkehren seit dem 25. Februar 2017:

Linie Zuglauf Takt (min.)
S 1 Leipzig Miltitzer Allee – L.-Karlsruher Straße – Leipzig Allee Center – L.-Grünauer Allee – Leipzig-Plagwitz – L.-Lindenau – Leipzig-Leutzsch – L.-Möckern – L.-Coppiplatz – Leipzig-Gohlis – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – L.-Völkerschlachtdenkmal – Leipzig-Stötteritz 30
S 11
Ergänzungslinie
Leipzig Messe – Leipzig Nord – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – L.-Völkerschlachtdenkmal – Leipzig-Stötteritz 30
S 2 Magdeburg Hbf – Magdeburg-Neustadt – Magdeburg-Herrenkrug – BiederitzKönigsbornWahlitzGommernPrödel – Lübs (b Magdeburg) – Güterglück – ZerbstRodlebenRoßlau – Dessau Hbf
als RB mit Gattungswechsel zur S 2 in Dessau Hbf
120
Falkenberg(Elster) – Fermerswalde – Annaburg – Jessen(Elster) – Elster(Elbe) – Mühlanger – Luth.-Wittenberg-Labetz – Lutherstadt Wittenberg Hbf – Luth.-Wittenberg Altstadt – Luth.-Wittenberg-Piesteritz – Griebo – Coswig (Anh) – Klieken – Meinsdorf – Roßlau (Elbe)Dessau Hbf
als RB mit Gattungswechsel zur S 2 in Dessau Hbf
[18]
Einzelfahrt (morgens, Mo-Fr)
Jüterbog – Niedergörsdorf – Blönsdorf – Zahna – Bülzig – Zörnigall – Lutherstadt Wittenberg Hbf – Pratau – Bergwitz – Radis – Gräfenhainichen – Burgkemnitz – Muldenstein – Bitterfeld
als RB mit Gattungswechsel zur S 2 in Bitterfeld
[19]
Einzelfahrten (Mo-Fr)
Dessau Hbf – Dessau-Süd – Marke – Raguhn – Jeßnitz(Anh) – Wolfen(Bitterfeld) – Greppin – Bitterfeld – Petersroda – Delitzsch unt Bf 60
Delitzsch unt Bf – Zschortau – Rackwitz(Leipzig) – Leipzig Messe – Leipzig Nord – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz 30
Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Markkleeberg-Großstädteln – Markkleeberg-Gaschwitz Einzelfahrten
S 3 Halle-Trotha – Halle Zoo – Halle Dessauer Brücke – Halle Steintorbrücke – Halle (Saale) Hbf
Der Haltepunkt Halle Wohnstadt Nord wird stündlich vom HarzElbeExpress sowie einer Einzelfahrt als Linie S5 bedient.[20]
60
Halle (Saale) Hbf – Halle Messe – Dieskau – Gröbers – Großkugel – Schkeuditz West – Schkeuditz – L.-Lützschena – Leipzig-Wahren – L.-Slevogtstraße – L.-Olbrichtstraße – Leipzig-Gohlis – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Markkleeberg-Großstädteln – Markkleeberg-Gaschwitz – Großdeuben – Böhlen (Leipzig) – Böhlen Werke – Neukieritzsch – Lobstädt – Borna (b Leipzig)
Bedarfshalt am Haltepunkt Böhlen Werke.
30
Borna(b Leipzig) – Petergrube – Neukirchen-Wyhra – Frohburg – Geithain
Bedarfshalt am Haltepunkt Petergrube und Neukirchen-Wyhra.
60
S 4 Hoyerswerda – Schwarzkollm – Lauta (NI) – HosenaRuhland – Lauchhammer – Plessa – Elsterwerda-Biehla – Bad Liebenwerda – Falkenberg(Elster) – Rehfeld (Falkenberg) – Beilrode – Torgau 120
(Torgau – Mockrehna – Doberschütz – Eilenburg Ost –) Eilenburg – Jesewitz (Leipzig) – Pönitz (Leipzig) – Taucha (Leipzig) – L.-Heiterblick – Leipzig-Thekla
Bedarfshalt am Haltepunkt Leipzig-Heiterblick.
30/60/30 (Torgau–Eilenburg nur HVZ)
Leipzig-Thekla – Leipzig Nord – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – L.-Völkerschlachtdenkmal – Leipzig-Stötteritz – L.-Anger-Crottendorf – Engelsdorf – Borsdorf – Gerichshain – Machern(Sachs) – Altenbach – Bennewitz – Wurzen 30
Wurzen – Kühren – Dahlen(Sachs) – Oschatz – Riesa Einzelfahrten
S 5 Halle (Saale) Hbf – Flughafen Leipzig/Halle – Leipzig Messe – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Böhlen (b Leipzig) – Neukieritzsch – Deutzen – Regis-Breitingen – Treben-Lehma – Altenburg
Bedarfshalt am Haltepunkt Böhlen Werke.
60
Altenburg – Lehndorf (Altenburg) – Gößnitz – Ponitz – Crimmitschau – Schweinsburg-Culten – Werdau Nord – Werdau – Steinpleis – Lichtentanne (Sachs) – Zwickau (Sachs) Hbf 120
S 5X Halle (Saale) Hbf – Flughafen Leipzig/Halle Einzelfahrten
Flughafen Leipzig/Halle – Leipzig Messe – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Böhlen (b Leipzig) – Altenburg – Gößnitz – Crimmitschau – Werdau – Zwickau (Sachs) Hbf 60
S 7 Halle (Saale) Hbf – Halle Rosengarten – Halle-Silberhöhe – Halle-Südstadt – Halle Zscherbener Straße – Halle-Neustadt – Halle-Nietleben 30

Seit der Betriebsaufnahme konnte die S-Bahn Mitteldeutschland jährlich steigende Fahrgastzahlen verbuchen und zählt heute über 60.000 Passagiere je Werktag. Die 2015 am stärksten nachgefragte Linie war die kombinierte Linie S5/S5X mit täglich über 15.200 Reisenden, gefolgt von der S1 (13.900), S3 (13.700), S4 (11.500) und der S2 (4.000). Diese Zahlen beziehen sich noch auf den Betriebszustand vor der Netzreform im Dezember 2015 und sind daher für das heutige Netz nicht repräsentativ. Die Linie S7 wurde 2014 von ca. 4.000 Reisenden genutzt.[1]

In den Jahren 2014, 2015 und 2016 wurden auf allen Linien Fahrgastzuwächse beobachtet. Auf der S-Bahn Mitteldeutschland wurden im S-Bahn-Netz 2014 57.765 Fahrgäste pro Tag gezählt. Mit 60.421 Fahrgästen pro Tag (montags bis freitags, 2015)[21] sei das der Verkehrsprognose des City-Tunnels zu Grunde liegende Niveau erreicht worden.[22] Die Zahl der S-Bahn-Fahrgäste zwischen Leipzig und Halle stieg von 18.000 (2014) auf 21.500 (2015).[23]

Linie S1/S11Bearbeiten

Geplant ist für die S1 im Leipziger Stadtgebiet ein 15-Minuten-Takt. Dieser kann jedoch ab Dezember 2013 noch nicht bis Miltitzer Allee gefahren werden. Grund dafür ist die hohe Streckenbelastung zwischen Leipzig Hauptbahnhof und Leipzig-Leutzsch durch den derzeit dort noch verkehrenden Fernverkehr in Richtung München. Somit gibt es vorerst nördlich und westlich des Citytunnels zwei Endpunkte für diese Linie: Leipzig Messe und Miltitzer Allee. Diese bilden durch Überlagerung zumindest auf der Stammstrecke (Leipzig Hbf (tief)–Leipzig Stötteritz) einen 20/10-Minuten-Takt der S1. Nach Verlagerung des Fernverkehrs von der Strecke über Leutzsch auf die Schnellfahrstrecke über Erfurt (fertiggestellt im Dezember 2015) nach Nürnberg (geplant Ende 2017) sowie dem Neubau von drei Brücken im Leipziger Auenwald kann die S1 ab Ende 2019 dann auch auf dem westlichen Abschnitt alle 15 Minuten verkehren. Derzeit prüft der ZVNL sowohl Grünau als auch Markranstädt als Endpunkt.[17] Zum 11. Dezember 2016 wurde die „S1-Ergänzungslinie“ (Leipzig Messe – Leipzig-Stötteritz) in S11 umbenannt.

Linien S2 – S7Bearbeiten

Die übrigen Linien verkehren in einen Halbstundengrundtakt, wobei es auch hier Abweichungen gibt. So verkehrte die S2 bis Dezember 2015 nur im Stundentakt. Die S3 verkehrte bis Dezember 2015 im reinen Halbstundentakt. Die geplante Durchbindung der S3 von Halle (Saale) Hbf nach Halle-Nietleben kann allerdings erst nach Schaffung notwendiger infrastruktureller Voraussetzungen in Halle (Saale) Hbf erfolgen[2], insbesondere durch Einbau von dafür notwendigen Weichenverbindungen. Somit wird die bisherige S7 vorerst weiter in einem eigenen Halbstundentakt betrieben. Die S7 war nicht in der Ausschreibungsleistung »Mitteldeutsches S-Bahnnetz I« enthalten, wird aber wie die anderen Linien von DB Regio Südost betrieben und ist Teil des S-Bahn-Netzes. Die S3 fährt zwischen Borna (b Leipzig) und Geithain nur im Stundentakt. Die Linie S4 verkehrt im Abschnitt Leipzig-Thekla – Wurzen im Halbstundentakt, auf dem Abschnitt von Leipzig-Thekla nach Eilenburg wird im 30/60/30-Minuten-Takt gefahren, auf den Außenästen verlängern sich die Taktzeiten. Die Züge der Linien S5 und S5X fahren jeweils im Stundentakt und bilden durch Überlagerung zwischen Flughafen Leipzig/Halle und Markkleeberg einen Halbstundentakt. Die S5X hat einen Express-Charakter und bedient im Sinne einer beschleunigten Fahrzeit zwischen Markkleeberg und Zwickau nur die Bahnhöfe Böhlen(b Leipzig), Altenburg, Gößnitz, Crimmitschau und Werdau.

Taktverdichtend wirken auf der Strecke nach Bitterfeld die zusätzlich verkehrenden Regionalexpresszüge zwischen Leipzig, Dessau und Magdeburg mit Verkehrshalt lediglich in Leipzig Messe und Delitzsch. Zwischen Leipzig, Eilenburg und Falkenberg(Elster) halten die Regionalexpresszüge von und nach Cottbus zusätzlich in Leipzig Nord,um auf diesen Strecken gemeinsam mit den S-Bahnen einen Halbstundentakt zu ermöglichen.

Betriebsstufe ab Dezember 2017Bearbeiten

Ab Dezember 2017 wird es Änderungen in der Linienführung der S-Bahn Mitteldeutschland geben. Die S2 soll Dessau und Lutherstadt Wittenberg über Bitterfeld mit Leipzig-Stötteritz verbinden, parallel verkehrt die neue Linie S8 zwischen Dessau und Lutherstadt Wittenberg über Bitterfeld nach Halle (Saale) Hbf.[24] Zeitweise fahren diese beiden S-Bahn Linien weiter nach Jüterbog. Die S3 verkehrt nur noch zwischen Halle (Saale) Hbf und Leipzig-Connewitz, ein Teil der Züge beginnt beziehungsweise endet in Halle-Trotha und in Markkleeberg-Gaschwitz. Die S4 verkehrt aufgrund von Bauarbeiten zwischen Leipzig Nord und Taucha mit verändertem Betriebskonzept. Aufgrund von Baumaßnahmen in Thekla verkehren die dort endenden Züge weiter nach Eilenburg und bedienen dabei nur einige Unterwegsbahnhöfe. Die S5X fährt wieder durchgehend nach Halle (Saale) Hbf und wird in den Hauptverkehrszeiten vormittags und nachmittags durch die S5 verstärkt, welche in diesen Zeiten bis Halle durchgebunden wird. Die S5 bedient nicht mehr den Haltepunkt Böhlen Werke.[25] Die S7 behält ihre Streckenführung zwischen Halle (Saale) Hauptbahnhof und Halle-Nietleben. Neu eingeführt wird die Linie S9, welche Halle über Delitzsch mit Eilenburg verbinden soll. Die neue Linie S6 ersetzt die S11 auf dem nördlichen Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Messe und übernimmt gleichzeitig die Bedienung des südlichen Astes der S3, sodass die Bezeichnung S11 nach zwei Jahren wieder aus dem Netz der S-Bahn Mitteldeutschland verschwindet.[26]. Die Linie S1 bleibt unverändert.[27]

Linie Zuglauf Takt (min.)
S 2 Jüterbog – Niedergörsdorf – Blönsdorf – Zahna – Bülzig – Zörnigall – Lutherstadt Wittenberg Hbf Einzelfahrten
Lutherstadt Wittenberg Hbf – Pratau – Bergwitz – Radis – Gräfenhainichen – Burgkemnitz – Muldenstein – Bitterfeld 120
Magdeburg Hbf – Biederitz – Zerbst – Roßlau(Elbe) – Dessau Hbf 120als RB 42
Dessau Hbf – Dessau-Süd – Marke – Raguhn – Jeßnitz – Wolfen – Greppin – Bitterfeld 120
Bitterfeld – Petersroda – Delitzsch unterer Bf 30/30/60 (Mo-Fr)
60 (Sa+So)
Delitzsch unterer Bf – Zschortau – Rackwitz(Leipzig) – Leipzig-Messe – L.- Nord – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – L.-Völkerschlachtdenkmal – Leipzig-Stötteritz 30
S 3 Halle-Trotha – Halle Wohnstadt Nord – Halle Zoo – Halle Dessauer Brücke – Halle Steintorbrücke – Halle (Saale) Hbf 60
Halle (Saale) Hbf – Halle Messe – Dieskau – Gröbers – Großkugel – Schkeuditz West – Schkeuditz – Lützschena – Leipzig-Wahren – L.- Slevogtstraße – L.- Olbrichtstraße – Leipzig-Gohlis – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz 30
Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Markkleeberg-Großstädteln – Markkleeberg-Gaschwitz 30 (Mo-Fr)
S 4 Hoyerswerda – Schwarzkollm – Lauta (NI) – HosenaRuhland – Lauchhammer – Plessa – Elsterwerda-Biehla – Bad Liebenwerda – Falkenberg(Elster) – Rehfeld (Falkenberg) – Beilrode – Torgau 120
Torgau – Mockrehna – Doberschütz – Eilenburg Ost
120
30/60/30 (HVZ)
Eilenburg – Jesewitz (Leipzig) – Pönitz (Leipzig) – Taucha (Leipzig) – L.-Heiterblick – Leipzig-Thekla – Leipzig Nord – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – L.-Völkerschlachtdenkmal – Leipzig-Stötteritz – L.-Anger-Crottendorf – Leipzig-Engelsdorf – Borsdorf – Gerichshain – Machern(Sachs) – Altenbach – Bennewitz – Wurzen
Bedarfshalt am Haltepunkt L.-Heiterblick. Jesewitz, Pönitz und L.-Heiterblick im 30/60/30'-Takt.
30
Wurzen – Kühren – Dahlen(Sachs) – Oschatz – Riesa Einzelfahrten
S 5 Halle (Saale) Hbf – Flughafen Leipzig/Halle 60 (HVZ)
Flughafen Leipzig/Halle – Leipzig Messe – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.- Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Böhlen(Leipzig) – Neukieritzsch – Deutzen – Regis-Breitingen – Treben-Lehma – Altenburg 60
Altenburg – Lehndorf (Altenburg) – Gößnitz – Ponitz – Crimmitschau – Schweinsburg-Culten – Werdau Nord – Werdau – Steinpleis – Lichtentanne(Sachs) – Zwickau(Sachs)Hbf 120
S 5X Halle (Saale) Hbf – Flughafen Leipzig/Halle – Leipzig Messe – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Böhlen (Leipzig) – Altenburg – Gößnitz – Crimmitschau – Werdau – Zwickau(Sachs) Hbf 60
S 6 Leipzig Messe – Leipzig Nord – Leipzig Hbf (tief) – Leipzig Markt – L.-Wilhelm-Leuschner-Platz – L.-Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Markkleeberg-Großstädteln – Markkleeberg-Gaschwitz – Großdeuben – Böhlen (Leipzig) – Böhlen Werke – Neukieritzsch – Lobstädt – Borna (b Leipzig)
Bedarfshalt am Haltepunkt Böhlen Werke.
30
Borna(b Leipzig) – Petergrube – Neukirchen-Wyhra – Frohburg – Geithain
Bedarfshalt am Haltepunkt Petergrube und Neukirchen-Wyhra.
60
S 7 Halle (Saale) Hbf – Halle Rosengarten – Halle-Silberhöhe – Halle-Südstadt – Halle Zscherbener Straße – Halle-Neustadt – Halle-Nietleben 30
S 8 Jüterbog – Niedergörsdorf – Blönsdorf – Zahna – Bülzig – Zörnigall – Lutherstadt Wittenberg Hbf Einzelfahrten
Lutherstadt Wittenberg Hbf – Pratau – Bergwitz – Radis – Gräfenhainichen – Burgkemnitz – Muldenstein – Bitterfeld 120
Dessau Hbf – Dessau-Süd – Marke – Raguhn – Jeßnitz – Wolfen – Greppin – Bitterfeld 120
Bitterfeld – Roitzsch – Brehna – Landsberg(b Halle/Saale) – Hohenthurm – Halle (Saale) Hbf 30
S 9 Halle (Saale) Hbf – Peißen – Reußen – Landsberg(b Halle/Saale) Süd – Klitschmar – Kyhna – Delitzsch oberer Bahnhof – Hohenroda – Krensitz – Kämmereiforst – Eilenburg 120
60 (HVZ)

Zukünftige ErweiterungenBearbeiten

Durch die Ende 2013 abgeschlossene vollständige Elektrifizierung der Bahnstrecke Leipzig–Hof (als Teil der Sachsen-Franken-Magistrale) südlich von Reichenbach im Vogtland hatte sich die Möglichkeit eröffnet, S-Bahn-Züge auch bis ins oberfränkische Hof (Saale) durchzubinden. Informationen vom Oktober 2013 zufolge wäre dies jedoch frühestens ab Dezember 2015 umsetzbar gewesen. Daher wurde eine schnelle Zubringerlinie Hof–Plauen–Werdau eingerichtet, die in Werdau einen bahnsteiggleichen, schnellen Anschluss zur Linie S5X herstellt.[28] Anfang April 2015 wurde vom Verkehrsverbund Vogtland bekannt gegeben, dass zum Fahrplanwechsel im Juni 2015 diese Zubringerlinie entfallen wird. Auch direkte Zugverbindungen Hof–Leipzig seien in den nächsten drei bis vier Jahren aus finanziellen Gründen und mangels Fahrzeugen kein Thema. Größtenteils wird sich die Reisezeit auf fast drei Stunden verlängern, obwohl die durchgehend elektrische Verbindung Zeiten von unter zwei Stunden ermöglichen würde. Jedoch bietet die Erfurter Bahn von Leipzig Hbf ab Fahrplanwechsel 2015 einen zweistündlichen Takt mit einer Reisezeit von 2½ Stunden nach Hof an.[29][30]

Bei der Bahnstrecke Leipzig–Gera sind, laut dem ZVNL, die fehlende Elektrifizierung und das Alter der Strecke die größten Hinderungsgründe für einen ständigen S-Bahn-Verkehr in den Leipziger Südwesten und darüber hinaus.[31]

Mitte 2017 forderten die Oberbürgermeister der Städte Naumburg, Weißenfels und Zeitz sowie der Landrat des Burgenlandkreises in einem offenen Brief die Anbindung der Region an das S-Bahn-Netz. Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (Nasa) steht dem Ausbau der S-Bahn-Verbindung grundsätzlich positiv gegenüber. Auch im Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) ist die Erweiterung des Leipziger Netzes nach Westen und bis Naumburg derzeit Thema. Im Mittelpunkt steht beim ZVNL aber zunächst eine eventuelle Anbindung von Markranstädt an das Netz der S-Bahn Mitteldeutschland. Sollten sich alle beteiligten Partner einigen, käme mit der S-Bahn eine weitere Verbindung Naumburg-Leipzig im 60-Minuten-Takt hinzu. Zusammen mit den von Abellio gefahrenen RE-Zügen Leipzig-Erfurt und Leipzig-Saalfeld könnten Fahrgäste aus halbstündlichen Angeboten wählen. Die Erweiterung wäre gleichbedeutend mit der Beibehaltung des 30 Minuten-Taktes auf der Linie S1. [32]

VorgeschichteBearbeiten

Das Hallesche NetzBearbeiten

 
Eröffnungszug am 27. September 1969
Halle-Dölau ↔ Halle-Trotha
Halle-Dölau
Halle Heidebahnhof
Halle-Nietleben
S-Bahntunnel Halle-Neustadt
Halle-Neustadt Tunnelbahnhof
Halle Zscherbener Straße
Halle-Südstadt
Halle-Silberhöhe (ehem. Halle Brühlstraße)
Halle-Rosengarten
Halle (Saale) Hauptbahnhof
Halle Steintorbrücke
Halle Dessauer Brücke
Halle Zoo
Halle Wohnstadt Nord
Halle-Trotha

Die einzige Strecke der S-Bahn Halle verband den nördlich gelegenen Stadtteil Trotha in Form eines U über den Bahnhof Halle (Saale) Hbf mit der Wohnvorstadt Halle-Neustadt am westlichen Saaleufer bis zur Endhaltestelle Halle-Dölau. Gegenwärtig besteht die Strecke nur noch bis Halle-Nietleben.

Die Grundsteinlegung Halle-Neustadts am 15. Juli 1964 war quasi auch die der Halleschen S-Bahn, denn die 100.000 Einwohner sollten dem Zeitgeist entsprechend statt per Straßenbahn mit Bus und S-Bahn ans Nahverkehrsnetz angeschlossen werden. Wie auch in anderen Bezirksstädten wurde auch in Halle eine S-Bahn eingerichtet, für die östlich von Angersdorf ein Abzweig von der seinerzeitigen Strecke Halle–Arenshausen nach Norden gebaut wurde. Im April 1967 nahmen Triebwagen der Baureihe VT 2.09 den Verkehr vom Haltepunkt (Hp) Zscherbener Straße ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof auf.

 
S-Bahntunnel Halle-Neustadt Südportal, unmittelbar dahinter der Tunnelbahnhof

Mit der Station Halle-Neustadt wurde dort auch ein zentraler Tunnelbahnhof gebaut und der elektrische Betrieb aufgenommen. Die Strecke Halle–Arenshausen wurde gleichzeitig bis zum Bahnhof Angersdorf mitelektrifiziert, um den Knoten Halle von Lokwechseln zu entlasten. Weil ein zusätzliches S-Bahn-Streckengleis im Bereich der Saalequerung nicht verlegt werden konnte, erhielt der Streckenabschnitt zweimal eingleisigen Streckenblock. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen verkehrten die S-Bahn-Züge in beiden Richtungen auf dem nördlichen Gleis. Nördlich mündete die S-Bahn vor Halle-Nietleben auf die Strecke der Halle-Hettstedter Eisenbahn-Gesellschaft. Diese wurde von Halle-Nietleben bis Halle-Dölau, einschließlich des Heidebahnhofs saniert. Bis 1970 war der Südteil der S-Bahn vollendet, nur der Hp. Rosengarten kam noch hinzu.

Nördlich des Hauptbahnhofs wurde zunächst die Eisenbahnstrecke nach Halberstadt bis Halle-Trotha ausgebaut und an dieser die neuen Haltepunkte Wohnstadt Nord, Zoo und Dessauer Brücke angelegt, der Hauptbahnhof selbst erhielt zusätzlich das Bahnsteiggleis 1a für die S-Bahn. Auf eine Elektrifizierung wurde zunächst verzichtet. Deshalb wurde der Nordteil nach Trotha nach der offiziellen Eröffnung am 27. September 1969 mit Diesellokomotiven betrieben. Von 1971 bis 1972 baute die DR diesen Streckenabschnitt nochmals aus. Dabei wurde neben dem Neubau von 2,4 Kilometer Gleis auch der gesamte Streckenteil bis Halle-Trotha elektrifiziert. So konnte ab 1. Oktober 1972 der durchgehende elektrische Betrieb der Hallenser S-Bahn aufgenommen werden.

Für die vielen Pendler von Halle-Neustadt in die Chemiebetriebe um Merseburg wurden bald nach Eröffnung der S-Bahn im Berufsverkehr Personenzüge über die Verbindung Merseburg – Buna-Werke – Halle-Nietleben eingerichtet. Die letzten verbliebenen Züge auf dieser Strecke wurden im Dezember 2007 abbestellt.[33]

Neben der Steintorbrücke erhielt auch das Neubaugebiet Südstadt am 30. Mai 1979[34] einen eigenen Haltepunkt. Für das Wohngebiet Halle-Silberhöhe wurden dann gleich zwei Haltepunkte errichtet: An den neu errichteten, parallel zur bisherigen Strecke verlaufenden S-Bahn-Gleisen wurde am 1. Juli 1979 der Hp. Halle Brühlstraße eröffnet. Am 30. September 1979 eröffnete man am nach Halle Süd (heute Halle-Ammendorf) abzweigenden Gleis auf gleicher Höhe den Hp. Halle-Silberhöhe. Dadurch wurde es möglich, einige Pendlerzüge von Halle-Neustadt nach Merseburg über Halle-Silberhöhe und Schkopau statt Buna zu führen, um die Südstadt direkt an die Chemiebetriebe anzubinden.[35] Die letzten Züge mit diesem Laufweg verkehrten Anfang der 2000er Jahre. Die Züge von Halle in Richtung Sangerhausen und Nordhausen bedienten diesen Haltepunkt jedoch nie. Anfang der 1990er Jahre wurde der Hp. Brühlstraße ebenfalls in Halle-Silberhöhe umbenannt.

Nicht realisiert wurden Pläne, die Strecke von Dölau bis Salzmünde zu verlängern und dort einen Regionalbusbahnhof oder einen Ring über die Bahnstrecke Teutschenthal–Salzmünde anzulegen. Ende der 1980er Jahre wurde gar an einen Wiederaufbau bis Hettstedt gedacht, um die Arbeitskräfte des schwindenden Kupferbergbaues im Mansfelder Land im Chemiedreieck zu beschäftigen.

Mitte der 1980er Jahre bestanden weitere Planungen darin, die Taktdichte auf zehn Minuten zu verkürzen, um die Anbindung Halle-Neustadts und des Südens der Stadt mit dem Halleschen Hauptbahnhof zu verbessern und somit die damaligen hohen Fahrgastzahlen besser zu bewältigen. Dieses Vorhaben hätte allerdings einen zweigleisigen Ausbau im Bereich des Haltepunktes Silberhöhe erfordert. Spuren davon sind heute noch sichtbar, beispielsweise findet sich dort Schotter für das benötigte Gleisbett auf der gleisabgewandten Seite. Des Weiteren sind Mastgründungen für die Oberleitungsmasten in diesem Bereich zu erkennen. Ein weiteres Indiz ist die Breite der Unterführung unter der Paul-Suhr-Straße, zwischen den Haltepunkten Silberhöhe und Südstadt, die ausreichend Platz für ein zweites Gleis bietet. Dieses gesamte Vorhaben wurde jedoch nicht umgesetzt, da im Zuge der deutschen Wiedervereinigung Anfang der 1990er Jahre die Einwohnerzahl der Stadt Halle drastisch sank, parallel dazu der Individualverkehr zunahm und der öffentliche Personennahverkehr seitdem mit rückläufigen Fahrgastzahlen zu kämpfen hat. Zeitgleich mit den ersten Preiserhöhungen führte man in Halle schon 1991 mit der Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Halle (VTG) einen gemeinsamen Tarif mit Straßenbahn und Linienbus ein. Seit dem 9. Dezember 2007 wird die Strecke nur noch im Halbstundentakt bedient, um einerseits der sinkenden Auslastung gerecht zu werden und sich andererseits dem 15-Minuten-Takt der Straßenbahn sowie dem Halbstundentakt der Linie S10 und den damit verbundenen Umsteigebeziehungen anzupassen.

Am 1. August 2002 wurde der Verkehr im Abschnitt von Nietleben über den Heidebahnhof nach Halle-Dölau eingestellt. Nachdem die HAVAG einer Aufforderung des Landes zur Einstellung des parallelen Busverkehrs nicht nachkam, wurde die Strecke zum 30. September 2002 abbestellt, am 1. August 2002 vorzeitig und am 31. Dezember 2003 formal stillgelegt. Begründet wurde dies weiterhin mit dem desolaten Zustand der Gleise in diesem Abschnitt und den gesunkenen Fahrgastzahlen. Eine Reaktivierung des Streckenabschnitts seitens der Deutschen Bahn AG ist nicht geplant. So wurden bereits weite Teile der Oberleitung mit den zugehörigen Auslegern im Bereich zwischen Nietleben und dem Heidebahnhof seit 2008 entfernt.

Das Leipziger NetzBearbeiten

Das Leipziger Streckennetz führte von der nördlichen Ausfahrt des Hauptbahnhofs – einem Kopfbahnhof – zu beiden Seiten um die Stadt und vereinigte sich im Süden in Markkleeberg. Dieses charakteristische Herz wurde von einer Linie ringförmig in beiden Richtungen befahren, wobei im Süden bis Gaschwitz gefahren wurde. Um in Leipzig Hbf von der Ost- auf die Westseite zu gelangen, verkehrten die Züge durch den Verkehrstunnel I. Später folgten Linien in das östlich gelegene Wurzen und das Neubaugebiet Grünau im Westen.

Am 29. Februar 1968 beschloss der Leipziger Bezirkstag den Aufbau eines S-Bahn-Netzes. Bereits zur Frühjahrsmesse verkehrte zwischen Hauptbahnhof und dem neu eingerichteten Haltepunkt (Hp) Messegelände an der Technischen Messe ein „S-Bahn-ähnlicher Schnellverkehr“, am 12. Juli 1969 wurde dann der S-Bahn-Verkehr auf dem ganzen Herzen aufgenommen, um das Verkehrsaufkommen des V. Turn- und Sportfestes bewältigen zu können. Die beiden Fahrtrichtungen wurden anfangs mit den Bezeichnungen S1 und S2 unterschieden. An den ersten beiden Tagen verkehrten die Züge kostenlos, was zu Überfüllung der Züge führte. Der Fahrpreis war danach ungewöhnlich hoch, eine Einzelfahrt kostete 50 Pfennige, eine Kurzstrecke bis zu fünf Halten 30. Umsteigen auf die Verkehrsmittel der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) oder des Kraftverkehrs erforderte eine neue Fahrkarte, es wurden jedoch kombinierte Monatskarten ausgegeben. Im Vergleich dazu kostete eine Fahrt im Stadtgebiet von Berlin (mit Umsteigeberechtigung), die deutlich länger sein konnte, 20 Pfennige, eine Einzelfahrt bei den LVB bei Nutzung von Sammelkarten 16,7 Pfennige. Von Anfang an und bis zur Teilung der Linie A, später S1 in einen West- und einen Ostteil verkehrten die Züge im Bahnhof Leipzig Hbf von wenigen Ausnahmen abgesehen in Richtung Osten über das Bahnsteiggleis 6, in Richtung Westen über das Gleis 7.

Auf der Osthälfte, die bis Leipzig-Connewitz die »zweite Verbindungsbahn« und dann die Ferngleise der Bahnstrecke Leipzig–Hof nutzte, wurden die neuen Haltepunkte Anger-Crottendorf, Messegelände und Marienbrunn, auf der Westhälfte Coppiplatz, Industriegelände West und Lindenau eingerichtet. Alle wurden mit Außenbahnsteigen ausgestattet, da meist nur für diese in den Einschnitten und auf den Dämmen der Strecken Platz war. Seit der Umgestaltung der Leipziger Eisenbahnanlagen zu Anfang des 20. Jahrhunderts bestand zwischen Leipzig-Stötteritz und Gaschwitz in Fortsetzung des Leipziger Güterringes ein viergleisiger Ausbau. Die S-Bahn verkehrte über die östlichen, ursprünglichen Ferngleise. Wegen des zu geringen Gleisabstandes zu den ursprünglichen Vorortgleisen war es nicht möglich, für Messegelände und Marienbrunn Bahnsteige am Streckengleis Stötteritz–Connewitz anzulegen. Man richtete deshalb auf dem Streckengleis Connewitz–Stötteritz eingleisigen Streckenblock mit Erlaubniswechsel ein. Die S-Bahn-Züge verkehrten in diesem Abschnitt Richtung Connewitz planmäßig auf dem linken Gleis. Die dafür eingerichteten Weichenverbindungen und zusätzliche Signale ermöglichten, Zugfahrten signalmäßig am Bahnsteig Messegelände enden und beginnen zu lassen. Die 36,4 km lange Strecke um die Stadt wurde in 61 Minuten zurückgelegt und mit Ausnahme der Vormittagsstunden im Zwanzigminutentakt bedient. Bereits im Rahmen der Elektrifizierung in Richtung Zwickau und Reichenbach (Vogtl) ob Bf wurden die Sicherungsanlagen teilweise modernisiert. Die Bahnhöfe Stötteritz und Connewitz erhielten Lichtsignale mit zentralisierter Signalstellung durch die Fahrdienstleiter, der Bahnhof Gaschwitz ein Gleisbildstellwerk der Bauform GS II DR. Problematisch war der eingleisige Abschnitt zwischen Plagwitz und Gaschwitz. Wegen der Belastung des Bahnhofes Gaschwitz insbesondere durch Güterzüge und bestehenden Fahrstraßenausschlüssen musste etwa die Hälfte der Züge auf der Westseite im Bahnhof Markkleeberg West enden. Dieser Bahnhof erhielt einen etwas günstiger gelegenen neuen Bahnsteig mit Zugang von der Koburger Straße. Weil die Umsteigeverhältnisse trotzdem in jeder Beziehung unbefriedigend waren, wurde in den Folgejahren ein weiterer Haltepunkt Markkleeberg Mitte an der Rathausstraße in unmittelbarer Nähe zum Haltepunkt Markkleeberg eingerichtet. Ein zusätzliches Stumpfgleis ermöglichte es, alle Züge mindestens bis zu diesem neuen Haltepunkt verkehren zu lassen, durch den gleichzeitigen Bau eines Bahnsteiges am zweiten Bahnhofsgleis in Markkleeberg West wurden Zugkreuzungen von Reisezügen möglich. Mit der Inbetriebnahme des Haltepunktes Markkleeberg Mitte wurde das Umsteigen für Fahrten zwischen der Ost- und der Westseite auch tariflich ermöglicht. Dafür erhielten die Bahnsteige in Markkleeberg und Markkleeberg Mitte als erste die später im ganzen Netz üblichen Lochentwerter. Reisende mussten die Rollenfahrscheine beim Umsteigen in Längsrichtung falten und lochen. Auch Kurzstreckenfahrkarten galten auf dieser Umsteigeverbindung. Ein Jahr nach der Eröffnung wurde zwischen Leipzig Hbf und Anger-Crottendorf der neue Haltepunkt Sellerhausen und im Bahnhof Plagwitz zusätzlich ein Bahnsteig an der Schwartzestraße eingerichtet.

Der Schnellverkehr zwischen Leipzig Hbf und Messegelände wurde während der Messen auch in den folgenden Jahren zusätzlich zu den regulären S-Bahn-Zügen beibehalten. Er war in den S-Bahn-Tarif einbezogen, jedoch waren Fahrkarten der Preisstufe 2 erforderlich.

Im Jahr 1971 wurden etwa 13 Millionen Fahrgäste mit der Leipziger S-Bahn befördert. Zur Verfügung standen dafür acht Züge mit 45 Wagen.[36]

 
Zug der Linie S1 an der Endstation Leipzig Miltitzer Allee

Am 26. Mai 1974 kam eine Linie B nach Wurzen hinzu, dabei wurden die Haltepunkte Sellerhausen (untere Bahnsteige) und Industriegelände Ost im Bahnhof Engelsdorf neu errichtet. Die vorgesehenen Übergänge zu den oberen Bahnsteigen in Sellerhausen wurden nie gebaut, ein nennenswerter Übergang zwischen beiden Strecken entwickelte sich wegen des unnötig langen Weges und der nicht abgestimmten Fahrpläne nicht. Neu war auf der Strecke nach Wurzen die Einbeziehung aller Personenzüge Richtung Dresden, Riesa, Großbothen und Trebsen in den S-Bahn-Tarif (bis Borsdorf bzw. Wurzen), der dafür um die Preisstufen 3 (1,- M), 4 (1,50 M) und 5 (2,- M) erweitert wurde. Wegen der starken Streckenbelegung war allerdings kein Taktfahrplan möglich. Wegen des abnehmenden Verkehrsbedarfs und der hinter Borsdorf wegen der langen Blockabschnitte geringeren Durchlassfähigkeit endeten insbesondere im Berufsverkehr einige Züge in Borsdorf. Dafür musste eine Kehrmöglichkeit im Gleis 5 dieses Bahnhofes eingerichtet und ein zusätzliches Ausfahrsignal aufgestellt werden. Die bisherige Linie erhielt gleichzeitig die Linienbezeichnung A, die Richtungsbezeichnungen S1 und S2 entfielen wenig später. Mit der Errichtung des Neubaugebietes Grünau wurde vom 25. September 1977 schrittweise bis 1983 eine Neubaustrecke dorthin in Betrieb genommen, die zunächst von der Linie C im Pendelverkehr (daher der Spitzname „Betonpendel“) bis Plagwitz befahren wurde, wo in die Ringlinie A umgestiegen werden konnte. Der erste Abschnitt bis zum neuen Haltepunkt (Hp) Hermann-Matern-Allee wurde am 25. September 1977 eröffnet. Dieser Hp wurde 1980 kurz vor der Eröffnung des nächsten Bauabschnitts zur Wilhelm-Pieck-Allee am 18. Dezember 1980 in Grünauer Allee umbenannt.[37] Bis 1983 wurden dann noch der Haltepunkte Ho-Chi-Minh-Straße und der Bahnhof Miltitzer Allee erbaut. Dieser Bahnhof erhielt als Einziger einen Inselbahnsteig und eine Kehranlage. Die Weiterführung der Strecke nach Markranstädt war damit baulich vorbereitet, wurde jedoch nie ausgeführt.

C/S2 „Waldbahn“ Plagwitz–Gaschwitz
A/S1 vom Hbf
Plagwitz
A/S1 zur Miltitzer Allee
Schwartzestraße
Kleinzschocher
Markkleeberg West
Markkleeberg Mitte
A/S1 vom Hbf
Markkleeberg-Großstädteln
Gaschwitz

Ab 1984 wurde die Strecke Grünau–Plagwitz–Hauptbahnhof–Gaschwitz durchgängig von der Linie A befahren und Grünau–Plagwitz–Markkleeberg zur einzelnen Linie C, die aufgrund ihrer Strecke auf der Plagwitz-Gaschwitzer Verbindungsbahn durch den Leipziger Auwald „Waldbahn“ genannt wurde. Gemeinsam mit der Linie A wurde damit zwischen Plagwitz und Miltitzer Allee ein Zehnminutentakt angeboten. In Plagwitz wurde ein Anschluss an die Straßenbahnzüge der Linie 2 eingerichtet. Diese Umsteigeverbindung, die sowohl im Vergleich mit den S-Bahn-Zügen der Linie A und auch mit der reinen Straßenbahnbenutzung die kürzeste Verbindung ins Stadtzentrum darstellte, wurde jedoch wegen der fehlenden Durchtarifierung kein Erfolg.

Mit der Wende kamen viele neue Namen, so wurde aus der Wilhelm-Pieck- die Stuttgarter Allee und aus der Ho-Chi-Minh- die Karlsruher Straße, was auch Umbenennungen der gleichnamigen Haltepunkte nach sich zog. Auch die Linien wurden westlichem Standard entsprechend mit Nummern statt Buchstaben versehen, aus der S-Bahn-Linie A wurde die S1, aus der B nach Wurzen die S3 (hier wurde ein Taktfahrplan, wenn auch nur mit Stundentakt, eingeführt) und aus der C die S2. Nachdem letztere durch Kürzung auf das Stück Plagwitz–Gaschwitz, Stundentakt außerhalb des Berufsverkehrs, eine unglückliche Anschlussgestaltung[38] in Plagwitz (der Zug Richtung Gaschwitz verließ Plagwitz eine Minute, bevor der von Leipzig Hbf eintraf, meist konnte man den ausfahrenden Zug noch sehen) und einen höheren Fahrpreis im Vergleich zur Fahrt über Leipzig Hbf immer weniger genutzt wurde, wurde sie zum Fahrplanwechsel im Dezember 2002 eingestellt und durch die Buslinie 65 ersetzt. 2004 wurde die S1 aufgeteilt, der Westteil behielt die Bezeichnung S1, der Ostteil bekam die Bezeichnung S2. Mit dem Umzug der Messe ins Neue Messegelände im Norden der Stadt wurde der Haltepunkt Messegelände in Völkerschlachtdenkmal umbenannt, später der Haltepunkt Stuttgarter Allee auf Betreiben des benachbarten Einkaufszentrums in Allee-Center. Um Baufreiheit für den City-Tunnel zu schaffen, wurde die RB 130 Leipzig Bayer Bf – Altenburg mit der Schließung des Bahnhofs Leipzig Bayer Bf im Juni 2001 ab Neukieritzsch mit der S-Bahn verbunden und damit auch die Regionalbahnzüge aus Altenburg an den Hauptbahnhof angebunden. Die zunächst nur als vorübergehende Maßnahme während der Tunnelbauarbeiten angekündigte Dehnung der Taktzeiten auf 30 Minuten machte die S-Bahn im Vergleich zu den Verkehrsmitteln der LVB spürbar unattraktiver. Am 30. April 2011 wurde der Betrieb des verbliebenen Abschnitts der Linie S1 eingestellt, am 24. November 2012 auch der der Linie MRB2. Damit schloss die Bahn den oberen Teil des S-Bahnhofs Sellerhausen und den Haltepunkt Leipzig Ost. Nachdem auch die Linie S/MRB11 im Zuge des Umbaus zur S-Bahn Mitteldeutschland am 15. Dezember 2013 eingestellt wurde, verlor der Leipziger Osten seine S-Bahn-Anbindung völlig.

Die S-Bahn Leipzig-HalleBearbeiten

Halle (Saale) Hbf – Leipzig Hbf
Halle (Saale) Hbf
Halle Messe
Dieskau
Gröbers
Großkugel
Schkeuditz West
Schkeuditz
Leipzig-Lützschena
Leipzig-Wahren
Leipzig Slevogtstraße
Leipzig Olbrichtstraße
Leipzig-Gohlis
Leipzig Hbf
 
Schriftzug auf einem Wagen der S-Bahn-Linie Halle–Leipzig
 
Ein Zug der Linie S10 im Hp Olbrichtstraße

Obwohl es zwischen Leipzig und Halle schon seit Jahrzehnten einen verdichteten Vorortverkehr gab, ab 1928 verkehrten hier die Triebwagen der späteren Baureihe ET 41, wurde auf dieser Strecke nie ein besonderer Tarif eingeführt.

Am 19. März 2002 begannen in Halle die Bauarbeiten für den Neubau der S-Bahn-Strecke zwischen den beiden Städten. Die Inbetriebnahme des 234-Millionen-Euro-Vorhabens war für Dezember 2004 geplant. Die Baukosten wurden im Wesentlichen durch den Bund (135 Millionen Euro) sowie die Länder Sachsen-Anhalt (39 Millionen Euro) und Sachsen (34 Millionen Euro) aufgebracht.[39] Die Inbetriebnahme erfolgte planmäßig am 12. Dezember 2004.

In Leipzig führt diese Strecke vom Hauptbahnhof direkt über die seit Jahrzehnten nur von Güterzügen benutzten ursprüngliche Strecke Wahren–Leipzig Hbf der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft nach Leipzig-Wahren. Die bisherige Regionalbahn-Linie RB 56 mit dem Umweg über Wiederitzsch wurde durch die neue S-Bahn-Strecke ersetzt. Dadurch änderte sich die Fahrtzeit von 36 Minuten nicht, obwohl fünf Halte hinzukamen. Seit dem 5. Dezember befuhren die Züge der RB 56 die reaktivierte Strecke im Probebetrieb mit Fahrgästen. Die zusätzlichen Regionalexpress-Züge der Linie RE 5, die hier die Rolle einer »Express-S-Bahn« übernahmen, verkehrten seit 30. Juni 2003 in einem eigenen Stundentakt über den Bahnhof Flughafen Leipzig/Halle. Einen besonderen Tarif musste man wegen des seit dem 1. August 2001 bestehenden Mitteldeutschen Verkehrsverbundes nicht mehr einführen.

Über eine Verlängerung der Grünauer Strecke nach Markranstädt wurde nachgedacht. Aufgrund der Kosten und der damit verbundenen Auflassung der Bahnhöfe Miltitz und Rückmarsdorf wird diese derzeit nur als Option für später gehandelt und im Nahverkehrsplan nach wie vor freigehalten.

Liniennetz von 1969 bis 2009Bearbeiten

 
S-Bahn-Zug Wurzen–Leipzig Hbf in Sellerhausen, vor dem Beginn der Ausbauarbeiten 1995

Zu DDR-Zeiten hatten die Leipziger Linien die Bezeichnung A, B und C. Später wurde dies geändert in S1, S2 und S3. Die Linie S2 („Waldbahn“) wurde 2002 eingestellt. Die Linie S1 wurde 2004 in die Linien S1 und S2 geteilt, um die Gleise Richtung Bitterfeld, Halle (S) und Eilenburg im Bahnhof Leipzig Hbf während des Baus des City-Tunnels nicht unnötig oft queren zu müssen.

  • S1, ehemals A: Leipzig Miltitzer Allee – Leipzig-Plagwitz – Leipzig Hbf – Markkleeberg-Gaschwitz – Borna
  • S2, ehemals C („Waldbahn“): Leipzig-Plagwitz – Markkleeberg-Gaschwitz
  • S3, S 11, ehemals B: nach Wurzen

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 wurde die Linie S10 Halle – Leipzig eingeführt.

Liniennetz von 2009 bis 2013Bearbeiten

 
Liniennetz 2009

Mit dem Fahrplanwechsel im Jahr 2009 verkleinerte sich das Netz der S-Bahn Leipzig-Halle, da der Betrieb der Linien östlich des Bahnhofs Leipzig Hbf – dies betraf die S2 (Leipzig Hbf – Borna (– Geithain)) und die S11 (Leipzig Hbf – Wurzen (– Oschatz)) der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) als MRB 2 bzw. MRB 11 übertragen wurde und daher nicht mehr die Bezeichnung S-Bahn trugen. An der Fahrplanstruktur und Taktfrequenz änderte sich dabei auf den betroffenen Strecken nichts. Die MRB setzte auf den elektrifizierten Strecken ausschließlich Dieseltriebwagen ein. Lediglich in Wochenendnächten bediente die DB einzelne Fahrten auf der Linie 11 noch selbst als S11.

Wegen Finanzmittelkürzung wurde die S1 am 30. April 2011 eingestellt und erst wieder mit Eröffnung des City-Tunnels in Betrieb genommen. Als Ersatz verkehrten zwei Buslinien sowie zusätzliche Straßenbahnleistungen der LVB.[40]

Die S-Bahn Leipzig-Halle umfasste somit von 2009 bis 2011 die Linien S1, S7 und S10, von 2011 bis 14. Dezember 2013 nur die zwei Linien S7 und S10. Die Züge verkehrten tagsüber im Halbstundentakt.

Mit Betriebsschluss am 24. November 2012 wurde die Bahnstrecke Leipzig Hbf–Leipzig-Connewitz betrieblich gesperrt und zwischen den Bahnhöfen Leipzig Dresdener Gbf und Leipzig-Stötteritz sofort stillgelegt. Damit war der letzte Rest der ehemaligen Linie A Vergangenheit. Die Züge wurden über den Westring umgeleitet, doch erreichte dieser Betrieb mit nur wenigen Halten (in Leipzig-Gohlis, Möckern und Plagwitz sowie Markkleeberg Mitte) keine S-Bahn-Qualität.

Liniennetz von 2013 bis 2015Bearbeiten

 
Liniennetz Dezember 2013 bis Dezember 2015

Am 15. Dezember 2013 wurde der Leipziger Citytunnel zwischen Hauptbahnhof und Bayerischem Bahnhof eröffnet. Zusammen mit diesem nahm die S-Bahn Mitteldeutschland mit neuen Fahrzeugen den Betrieb auf. Die vorherige S10 verkehrte fortan als S3 von Halle (Saale) Hauptbahnhof nach Leipzig-Stötteritz, der RE 5 ging in den Linien S5 und S5X auf.

Linie Zuglauf Takt (min.)
S 1 Leipzig Miltitzer Allee – Le Karlsruher Str. – Le Allee Center – Le Grünauer Allee – Le-Plagwitz – Le-Lindenau – Le-Leutzsch – Le-Möckern – Le Coppiplatz – Le-Gohlis – Leipzig Hbf (tief) – Le Markt – Le Wilhelm-Leuschner-Platz – Le Bayerischer Bahnhof – Le MDR – Le Völkerschlachtdenkmal – Le-Stötteritz – Le-Anger-Crottendorf – Engelsdorf – Borsdorf – Gerichshain – Machern (Sachsen) – Altenbach – Bennewitz – Wurzen 30
Wurzen – Kühren – Dahlen (Sachs) – Oschatz – Riesa Einzelfahrten
S 1
Ergänzungslinie
Leipzig Messe – Le Nord – Leipzig Hbf (tief) – Le Markt – Le Wilhelm-Leuschner-Platz – Le Bayerischer Bahnhof – Le MDR – Le Völkerschlachtdenkmal – Le-Stötteritz 30
S 2 Bitterfeld – Petersroda – Delitzsch unterer Bf 60 (Mo–Fr)
Delitzsch unterer Bf – Zschortau – Rackwitz (Leipzig) – Le-Messe – Le Nord – Leipzig Hbf (tief) – Le Markt – Le Wilhelm-Leuschner-Platz – Le Bayerischer Bahnhof – Le MDR – Leipzig-Connewitz 60
Leipzig-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Markkleeberg-Großstädteln – Markkleeberg-Gaschwitz 60 (Mo–Fr)
S 3 Halle (Saale) Hbf – Halle Messe – Dieskau – Gröbers – Großkugel – Schkeuditz West – Schkeuditz – Le-Lützschena – Le-Wahren – Le Slevogtstraße – Le Olbrichtstraße – Le-Gohlis – Leipzig Hbf (tief) – Le Markt – Le Wilhelm-Leuschner-Platz – Le Bayerischer Bahnhof – Le MDR – Le Völkerschlachtdenkmal – Leipzig-Stötteritz 30
S 4 Hoyerswerda – Schwarzkollm – Lauta (NI) – HosenaRuhland – Lauchhammer – Plessa – Elsterwerda-Biehla – Bad Liebenwerda – Falkenberg (Elster) – Rehfeld (Falkenberg) – Beilrode – (Torgau – Mockrehna – Doberschütz – Eilenburg OstEilenburg) 120
(Torgau – Mockrehna – Doberschütz – Eilenburg Ost –) Eilenburg – Jesewitz (Leipzig) – Pönitz (Leipzig) – Taucha (Leipzig) – Le-Heiterblick – Leipzig-Thekla 30/60/30 (Torgau–Eilenburg nur HVZ)
Leipzig-Thekla – Le Nord – Leipzig Hbf (tief) – Le Markt – Le Wilhelm-Leuschner-Platz – Le Bayerischer Bahnhof – Le MDR – Le-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Markkleeberg-Großstädteln – Markkleeberg-Gaschwitz – Großdeuben – Böhlen (Leipzig) – Böhlen Werke – Neukieritzsch – Lobstädt – Borna (Leipzig) 30
Borna (Leipzig) – Petergrube – Neukirchen-Wyhra – Frohburg – Geithain 60
S 5 Halle (Saale) Hbf – Flughafen Leipzig/Halle Einzelfahrten
Flughafen Leipzig/Halle – Le Messe – Leipzig Hbf (tief) – Le Markt – Le Wilhelm-Leuschner-Platz – Le Bayerischer Bahnhof – Le MDR – Le-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Böhlen (Leipzig) – Böhlen Werke – Neukieritzsch – Deutzen – Regis-Breitingen – Treben-Lehma – Altenburg 60
Altenburg – Lehndorf (Altenburg) – Gößnitz – Ponitz – Crimmitschau – Schweinsburg-Culten – Werdau Nord – Werdau – Steinpleis – Lichtentanne (Sachs) – Zwickau (Sachs) Hbf 120
S 5X Halle (Saale) Hbf – Flughafen Leipzig/Halle – Le Messe – Leipzig Hbf (tief) – Le Markt – Le Wilhelm-Leuschner-Platz – Le Bayerischer Bahnhof – Leipzig MDR – Le-Connewitz – Markkleeberg Nord – Markkleeberg – Böhlen (Leipzig) – Altenburg – Gößnitz – Crimmitschau – Werdau – Zwickau (Sachs) Hbf 60
S 7 Halle-Trotha – Halle Wohnstadt Nord – Halle Zoo – Halle Dessauer Brücke – Halle Steintorbrücke – Halle (Saale) Hbf – Halle-Rosengarten – Halle-Silberhöhe – Halle-Südstadt – Halle Zscherbener Str. – Halle-Neustadt – Halle-Nietleben 30

InfrastrukturausbauBearbeiten

City-Tunnel LeipzigBearbeiten

Hauptartikel: City-Tunnel Leipzig
 
S-Bahn-Triebzug an der Station Leipzig Markt (Oktober 2013)
 
Triebzug 1442 203 auf der Nordwestrampe des City-Tunnels.

Die wichtigste Baumaßnahme für das neue mitteldeutsche S-Bahn-Netz war der City-Tunnel in Leipzig. Dieser kostete etwa 960 Millionen Euro (Stand: 2013) und führt als Stammstrecke die S-Bahn-Linien S1 bis S5 und S5X gebündelt durch die Leipziger Innenstadt. Der Tunnel unterquert dabei das Stadtzentrum auf einer Länge von 3,9 Kilometern in bis zu 25 Metern Tiefe. Gebaut wurden die vier Tunnelstationen Hbf tief, Markt, Wilhelm-Leuschner-Platz und Bayrischer Bahnhof sowie die Station Leipzig MDR / Semmelweisstraße im südlichen Trogbereich des Tunnels.

Nördlich der Station Hauptbahnhof befindet sich unterirdisch ein Überwerfungsbauwerk, das die Strecken in Richtung Leipzig-Gohlis und Leipzig Nord / Berliner Brücke trennt. Der Tunnel umfasst somit eine West- und eine Nordrampe. Zwischen der Westrampe und der Station Leipzig-Gohlis trennen sich die Strecken Richtung Schkeuditz und Leipzig-Leutzsch wiederum niveaufrei am neu errichteten Überwerfungsbauwerk MTh (Magdeburg-Thüringer Bahnhof). Zur niveaufreien Ausfädelung südlich der Tunnelstrecke wurde auf Höhe der Richard-Lehmann-Straße ein Überwerfungsbauwerk errichtet. Das Richtungsgleis in Richtung Stötteritz unterquert hier die Gleise von und nach Connewitz durch einen etwa 70 Meter langen Tunnel.

Netzergänzende MaßnahmenBearbeiten

 
Umbau des Bahnhofs Leipzig-Plagwitz, im Hintergrund die alten Bahnsteige (August 2011)
 
Montage des Mittelbahnsteigs in Leutzsch mit Fertigteilen (2010)

Um die Vorteile des Tunnels voll nutzen zu können, ist die Umsetzung netzergänzender Maßnahmen (NEM) notwendig.

Im Bereich der Anbindung Nord auf der Strecke Richtung Bitterfeld wurde nördlich der Berliner Brücke die S-Bahn-Station Leipzig Nord an der Theresienstraße neu gebaut. Die Inbetriebnahme fand im Dezember 2013 statt. In Planung befindet sich der in Richtung Nordosten anschließende zweigleisige Ausbau der Strecke Richtung Eilenburg bis zur Eisenbahnüberführung Wilhelm-Busch-Straße und im weiteren Verlauf der Neubau der Station Mockauer Straße. Für den Bahnhof Taucha ist ein kompletter Umbau geplant, um diesen auch als Endpunkt für aus Leipzig kommende S-Bahnzüge nutzen zu können. Neu gebaut werden soll außerdem die Station Essener Straße im Zuge der Neuerrichtung der gleichnamigen Eisenbahnüberführung.

Verhältnismäßig aufwändig war die Einbindung Südost, welche durch die NEM Gaschwitz – Engelsdorf realisiert wurde. Auf der Strecke Richtung Engelsdorf wurde der bisherige S-Bahn-Halt Leipzig-Völkerschlachtdenkmal am bisherigen Richtungsgleis Connewitz–Leipzig Hbf aufgelassen und direkt unter der Prager Straße mit einem 140 Meter langen Inselbahnsteig zwischen den Gleisen der Strecke Engelsdorf–Connewitz inkl. Treppenanlagen und einem Aufzug neu gebaut. Hierbei berücksichtigte man bereits einen zusätzlichen Zugang zum Alten Messegelände. Auch der Bahnhof Leipzig-Stötteritz wurde mit neuen Brücken über die Papiermühlstraße und dreigleisiger Bahnsteiganlage völlig neu gebaut. Dieser Bahnhof erhielt eine eingleisige Kehranlage, auf welcher Züge die Richtung wechseln oder abgestellt werden können. Die LVB beabsichtigen, ihre Straßenbahnhaltestelle direkt unter dem S-Bahnhof im Sinne besserer Umsteigemöglichkeiten umzubauen. Der S-Bahn-Haltepunkt Leipzig Anger-Crottendorf wurde auf dem derzeitigen Güterring an der Zweinaundorfer Straße neu gebaut. Ein späterer Neubau der Station Leipzig-Paunsdorf im Bereich des heutigen Güterbahnhofs ist geplant. Auf der Strecke Richtung Gaschwitz erhielt der Bahnhof Leipzig-Connewitz ein zusätzliches Hauptgleis mit Außenbahnsteig für Züge Richtung Süden. Der Bahnsteig zwischen den ehemaligen Ferngleisen und der Fußgängertunnel wurden entfernt, die Fußgängerbrücke von der Karl-Jungbluth-Straße ersetzte man durch einen Neubau, der sie mit beiden neuen Bahnsteigen verbindet. Die direkte Verbindung zur Straßenbahnhaltestelle an der Klemmstraße wurde dabei allerdings nur vorbereitet. Die Station Markkleeberg Nord wurde komplett neu errichtet, die Stationen Markkleeberg, Markkleeberg-Großstädteln und Markkleeberg-Gaschwitz zeitgemäß umgestaltet.

Im Bereich der Anbindung West fanden Aus- und Umbaumaßnahmen auf der Strecke Leipzig-Leutzsch–Leipzig-Plagwitz statt. Es wurden Brücken, Stellwerke, Gleise und Oberleitungen erneuert sowie Lärmschutzwände aufgestellt. Die Bahnsteige im Bahnhof Leipzig-Leutzsch und der Haltepunkt Leipzig Industriegelände West wurden aufgelassen und durch neue Bahnsteige direkt unter der Georg-Schwarz-Straße ersetzt. Im weiteren Verlauf wurden der Haltepunkt Leipzig-Lindenau und die Reiseverkehrsanlagen des Bahnhofs Leipzig-Plagwitz komplett erneuert. Die Bahnsteige in Plagwitz wurden in diesem Zusammenhang nach Norden direkt an die Karl-Heine-Straße verschoben und erhielten dort neue Zugänge. Im Zeitraum zwischen April und September 2013 wurden auf der Bahnstrecke Leipzig-Plagwitz–Leipzig Miltitzer Allee, der durch den Leipziger Stadtteil Grünau führenden S-Bahn-Strecke zum Endpunkt Leipzig Miltitzer Allee, die Gleisanlagen, die Oberleitungen sowie die Haltepunkte erneuert. Ausbauarbeiten fanden auch auf der Strecke Leipzig-Leutzsch – Bad Dürrenberg statt. Auf diesem Ast wird zwar auch in den kommenden Jahren keine S-Bahn-Linie verkehren, dafür aber die von Abellio Rail Mitteldeutschland betriebenen Expresszüge von Leipzig über Weißenfels und Naumburg in Richtung Erfurt und Jena.

Der Streckenabschnitt Borna–Geithain wurde ebenfalls als netzergänzende Maßnahme im Sommer 2010 elektrifiziert. Diese Baumaßnahme war Grundvoraussetzung für die Nutzung der Strecke durch die bisher in Borna endenden S-Bahn-Züge.

Weitere BaumaßnahmenBearbeiten

Bereits 2004 wurde der Bau der neuen S-Bahn-Strecke Halle (S) Hbf–Leipzig Hbf über Schkeuditz abgeschlossen, in deren Verlauf die neue Haltepunkte Leipzig-Gohlis (neben dem bisherigen an der Strecke Leipzig–Großkorbetha), Olbrichtstraße und Slevogtstraße entstanden.

Von Oktober 2008 bis Sommer 2009 erfolgte eine Sanierung des Tunnelbahnhofs Halle-Neustadt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 3,5 Millionen Euro. Modernisiert wurden die Bahnsteige und Treppenaufgänge, an der Hauptverkehrslinie wurden Aufzüge gebaut. Die Bauarbeiten am Haltepunkt der heutigen S7 und der späteren S3 waren im Sommer 2009 fertiggestellt.

Die Wartung der Talent-2-Züge der S-Bahn Mitteldeutschland erfolgt in der DB-Regio-Werkstatt in Halle (Saale) an der Volkmannstraße. Hierzu entstand eine Mehrzweckhalle mit Dacharbeitsstand sowie eine Lackierwerkstatt.[41]

Geplante Umbauten und ErweiterungenBearbeiten

Für die Zukunft sind folgende Erweiterungen der Infrastruktur im Netz der S-Bahn-Mitteldeutschland vorgesehen:

  • Neubau Haltepunkt Leipzig Essener Straße: Zwischen dem Haltepunkt Leipzig Nord und Leipzig Messe der Bahnstrecke von Bitterfeld nach Leipzig soll in Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnhofs Leipzig-Mockau ein neuer Haltepunkt Essener Straße entstehen.[42][43] Als Fertigstellungstermin wird Ende 2017 angestrebt.[44]
  • Neubau Haltepunkt Leipzig Mockauer Straße: Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Brücken Beuthstraße und Mockauer Straße an den Strecken Leipzig–Eilenburg und Leipzig-Wahren–Leipzig-Engelsdorf (Güterring) soll bis Ende 2018 ein neuer Haltepunkt Mockauer Straße entstehen.[42][45]
  • Ersatzneubau Haltepunkt Thekla: Im Zusammenhang mit dem Neubau der Eisenbahnüberführung Theklaer Straße erfolgt als Ersatz für die bestehende Station der Neubau des Haltepunktes Thekla mit direktem Zugang von der Theklaer Straße. Die Bauzeit ist bis Ende 2019 veranschlagt.
  • Umbau Bahnhof Taucha: Der Bahnhof Taucha soll zu einer SPNV-Verknüpfungsstelle umgebaut werden, was den Bau von barrierefrei erreichbaren Bahnsteigen für Züge und Busse umfasst.[46] Nach dem Umbau sollen die bisher in Thekla wendenden Züge der Linie S4 bis Taucha geführt werden und hier Anschluss an die Züge der Linie RE10 Richtung Cottbus bieten.
  • Ersatzneubau Haltepunkt Anger-Crottendorf: Der 2013 eröffnete Haltepunkt soll im Zusammenhang mit dem Neubau der Eisenbahnüberführung Zweinaundorfer Straße als Inselbahnsteig neu entstehen. Ein Baubeginn steht noch nicht fest.
  • Erweiterung Haltepunkt Leipzig-Paunsdorf: Um den Bereich Paunsdorf besser an die S-Bahnen des City-Tunnels aus Richtung Wurzen anzubinden, soll auf dem Gelände des Rangierbahnhofs Engelsdorf ein neuer Haltepunkt auf der Strecke Leipzig-Wahren–Leipzig-Engelsdorf (Güterring) entstehen. Wegen baulicher Besonderheiten (Dammlage und Platzmangel) kann dies erst nach Aufgabe des Ablaufbetriebs in Engelsdorf, welche nach Fertigstellung des Rangierbahnhofes Halle (Saale) Nord geplant ist, erfolgen.[42] Der Bau ist vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben.
  • Neubau Haltepunkt Radefeld/GVZ: Zur Erschließung des Gewerbegebietes mit seinen mehreren tausend Mitarbeitern ist dieser Haltepunkt für die Linie S5/S5X geplant. Der ZVNL rechnet mit täglich 2000 Reisenden. Der Freistaat Sachsen hat die Unterstützung des Vorhabens angekündigt. Ein Zeitplan für die Realisierung besteht noch nicht.[1]

Weitere Baumaßnahmen werden diskutiert, sind aber nicht absehbar. Dies betrifft zum Beispiel den Neubau einer Verbindungsstrecke – eines Verbindungsbogens – nördlich des Kulkwitzer Sees von der Grünauer Endhaltestelle der Linie S1, Miltitzer Allee, zur Bahnstrecke Leipzig–Großkorbetha in Richtung Markranstädt, was auch eine Weiterführung der S-Bahnlinie über Großkorbetha auf der Strecke Halle–Bebra nach Weißenfels beziehungsweise Merseburg ermöglichen würde.[47][48][49]

FahrzeugeBearbeiten

VergangenheitBearbeiten

In den ersten Jahren wurden auf der Linie A in Leipzig Wendezüge aus LOWA-E5-Wagen in den Stadtfarben – blau mit gelbem Fensterband, schwarzem Langträger und grauen Zierstreifen – eingesetzt. Fahrausweise waren an Zahlboxen in den Mitteleinstiegsräumen erhältlich – eine Besonderheit bei der DR. Auf der Linie B nach Wurzen wurden die Personenzüge Richtung Riesa und Dresden sowie nach Großbothen (und weiter Richtung Glauchau oder Döbeln) und Trebsen (Mulde) in den S-Bahn-Tarif einbezogen. Deshalb konnte man alle im Nahverkehr der DR eingesetzten Fahrzeuge antreffen. Die echten, zusätzlich eingesetzten S-Bahn-Züge zwischen Leipzig und Wurzen bzw. Borsdorf verkehrten anfangs mit fünfteiligen Doppelstockgliederzügen der Bauart 1970.

In Halle kamen zunächst für den Wendezugdienst umgebaute belgische M1-Wagen zum Einsatz, die ursprünglich in den 1930er Jahren gebaut wurden und nach dem Zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone verblieben waren. Ab 1970 wurden diese ebenfalls durch fünfteilige Doppelstock-Gliederzüge ersetzt. Diese wurden nach den Hallenser Stadtfarben gestaltet und erhielten eine weinrote Lackierung.

Sowohl in Halle als auch in Leipzig wurde der Wagenpark 1977–1979 durch neubeschaffte Doppelstock-Einzelwagen in zu Anfang dunkelgrüner, später beige/brauner Lackierung ersetzt.

Bespannt wurden die Züge mit Elektrolokomotiven der Baureihen 211 und 242, die bis Anfang der 1990er Jahre durch die Baureihe 243 abgelöst wurden. 1992 wurden diese Baureihen in 109, 142 und 143 umgezeichnet.

Um die lokbespannten Wendezüge zu ersetzen, wurden 1973 und 1974 zwei Prototypen eines neuen elektrischen Triebzugs (Baureihe 280) gebaut und ab 1974 auf der Linie nach Wurzen und auf der Magdeburger S-Bahn intensiv erprobt. Da der Lokomotivbau Elektrotechnische Werke Hans Beimler Hennigsdorf zu dieser Zeit jedoch in seiner Kapazität voll ausgelastet war, wurden diese nicht in Serie produziert. Die Prototypen wurden nach einem Fahrmotorschaden 1986 endgültig abgestellt. Die klotzgebremsten Doppelstockeinzelwagen der ersten Baujahre wurden ab 1986 durch neugelieferte mit Scheibenbremsen ersetzt. Damit wurde eine Entlastung der Radscheiben und zusätzlich eine deutliche Lärmminderung erreicht.

Auf der S 2 (Plagwitz–Gaschwitz) fuhren in den letzten Betriebsjahren Triebwagen der Baureihe 771/772. Auf der Linie S7 wurden die modernisierten Doppelstockwagen aus den 1970er Jahren eingesetzt, teilweise mit ab 1992 gefertigten Steuerwagen. Für die S-Bahn-Linie S10 wurden 2004 neue Doppelstockwagen beschafft, die in der Regel nur auf dieser Linie eingesetzt wurden. Die Doppelstockwagen von 2004 fuhren bis zum 14. Dezember 2013 auf der S 10, danach wurden sie bis Juni 2016 auf der Linie RE 3 (Dresden–Hof) eingesetzt. Auf den Leipziger S-Bahn-Linien wurden ab den 1990er Jahren ebenfalls modernisierte Doppelstockwagen mit ab 1992 gefertigten Steuerköpfen eingesetzt, nachdem auf der Linie S3 schon 1992 der Baumusterwagen für die erste Modernisierungsstufe erprobt worden war.

GegenwartBearbeiten

Für die Inbetriebnahme des neuen S-Bahn-Netzes im Dezember 2013 bestellte die S-Bahn Mitteldeutschland GmbH insgesamt 51 elektrische Triebzüge der Baureihe 442 (Bombardier Talent 2). Davon sind 36 Triebzüge dreiteilig und 15 vierteilig. Die neuen Fahrzeuge haben eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und erhielten – abweichend vom „Verkehrsrot“ der Deutschen Bahn – ein Design in silber und grün. Das Investitionsvolumen für die neuen Züge betrug über 200 Millionen Euro.[50] Die Züge sind klimatisiert und verfügen über 150 bis 400 Sitzplätze, der Fahrgastraum ist mit Monitoren zur Fahrgastinformationen und einer Videoüberwachung ausgestattet.[2]

Ab dem Frühjahr 2013 wurden die bereits angelieferten Triebzugeinheiten zunächst zur Personalschulung verwendet, am 18. August 2013 begann dann ein Vorlaufbetrieb mit Reisenden auf der Linie RE 5 zwischen Leipzig und Halle (Saale) über Leipzig/Halle Flughafen. Am 29. September folgte der Einsatz dieser Züge auf der S-Bahn-Linie S10 zwischen Halle (Saale) und Leipzig über Schkeuditz.[50]

Triebzüge dieser Baureihe kamen in Mitteldeutschland bis 2013 nur auf den Linien RE 50 Leipzig–Dresden sowie RE 10 Leipzig–Cottbus zum Einsatz. Seit Dezember 2015 kommen derartige Fahrzeuge auch auf dem Saale-Thüringen-Südharz-Netz, das an Abellio Rail Mitteldeutschland vergeben wurde, zum Einsatz. Dies betrifft unter anderem die Relationen von Leipzig und Halle über Naumburg nach Erfurt und Jena.

Auf den S-Bahn-Linien S1–S5 und S5X verkehren seit Dezember 2013 ausschließlich die elektrischen Triebzüge der Baureihe 442 (Bombardier Talent 2). Die Linie S7 wird seit Dezember 2013 mit mindestens drei Zugeinheiten aus jeweils einer Lokomotive der DR-Baureihe 143 und zwei modernisierten Doppelstockwagen bedient. Teilweise werden auf dieser Linie auch „Sandwich“-Einheiten mit je einer Lokomotive an beiden Enden eingesetzt. Seit Dezember 2016 verkehren teilweise auf der S7 auch dreiteilige Triebzüge der Baureihe 1442.

 
Bf Leipzig Hbf, Triebzug und lokbespannter Wendezug
 
Hp Markt, Doppelstockwendezüge auf der Linie S2

Ende 2014 standen von 51 Triebzügen 10 aufgrund von Unfallschäden, Gewährleistungsmängeln und fehlender Auslieferung nicht zur Verfügung.[51]

Die DB Regio Südost bestellte 29 weitere elektrische Triebzüge der Baureihe 442 (Bombardier Talent 2) für das Netz Mitteldeutsche S-Bahn II. Diese kommen seit August 2016 schrittweise zum Einsatz. Von diesen Triebzügen sind 19 drei- und 10 fünfteilig. Ursprünglich war ihr Einsatz bereits im Dezember 2015 geplant, sie wurden jedoch nicht rechtzeitig ausgeliefert. Seit 13. Dezember 2015 verkehrten deswegen bis Herbst 2016 bis zu sechs mit Lokomotiven der Reihen 182, 143 oder 146 bespannten Doppelstockwagenzüge, ähnlich wie die der ehemaligen S10. Diese werden auf der Linie S2 eingesetzt. Aufgrund der Brandschutzbestimmungen im Tunnel enden mit der Baureihe 143 bespannte Züge im oberen Teil des Leipziger Hauptbahnhofs.

KundenbetreuungBearbeiten

Fünf Mobilitätszentralen – sogenannte S-Punkte – in Altenburg, Borna, Delitzsch, Eilenburg und Leipzig Markt bieten im personenbedienten Verkauf sowohl Fahrkarten als auch Reisebedarf an und nehmen Kundenanliegen sowie Beschwerden entgegen. Jeder Zug ist mit einem Kundenbetreuer besetzt, auch hier ist der Erwerb von Fahrscheinen möglich.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Wolfram Sturm: Eisenbahnzentrum Leipzig. Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Pro Leipzig, Leipzig 2003, ISBN 3-9807201-9-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Neue Haltestellen für Leipzigs S-Bahn-Netz in: Leipziger Volkszeitung, Nr. 292, 15. Dezember 2016, Seite 13
  2. a b c d S-Bahn Mitteldeutschland nimmt planmäßigen Betrieb auf. Deutsche Bahn AG, 15. Dezember 2013, abgerufen am 11. Februar 2015.
  3. DB Mobility Logistics AG (Hrsg.): Einjähriges Jubiläum S-Bahn Mitteldeutschland und City- Tunnel Leipzig. Presseinformation vom 11. Dezember 2014.
  4. Franziska Höhnl: Pendlerstrecke Halle-Leipzig sorgt für Unmut. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 30. Dezember 2015, S. 4.
  5. Ausschreibung Mitteldeutsches S-Bahn-Netz. In: newstix.
  6. Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union: D-Leipzig: Personenbeförderung per Bahn 2008/S 157-212269, 14. August 2008
  7. Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union: D-Leipzig: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung 2010/S 3-001741, 6. Januar 2010
  8. a b Zahlen – Daten – Fakten. S-Bahn Mitteldeutschland, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  9. Veröffentlichungen aus dem Handelsregister: S-Bahn Mitteldeutschland GmbH, abgerufen am 15. Dezember 2013
  10. Pressemeldung des ZVNL vom 23. September 2010
  11. Nasa startet europaweite Ausschreibung im Netz Mitteldeutsche S-Bahn II. Abgerufen am 10. März 2013.
  12. Mitteldeutsches S-Bahn-Netz Teil II: Vergabeentscheidung ist gefallen. Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, 8. März 2013, abgerufen am 12. März 2013.
  13. Netz MDSB II: DB Regio soll nun zum Zuge kommen. NASA GmbH, 1. Oktober 2013, abgerufen am 2. Oktober 2013.
  14. Flyer Mitteldeutsches S-Bahn-Netz (PDF)
  15. Künftig durchgehende S-Bahn von Halle-Trotha bis Leipzig. Halle Spektrum, 13. August 2015, abgerufen am 25. November 2015.
  16. http://hallespektrum.de/nachrichten/umwelt-verkehr/aenderungen-bei-der-mitteldeutschen-s-bahn-zum-fahrplanwechsel/192376/
  17. a b LVZ-Online: Planungen haben begonnen – Leipzigs S-Bahn soll bis nach Naumburg rollen – LVZ - Leipziger Volkszeitung. Abgerufen am 12. Mai 2017.
  18. https://www.mdv.de/site/uploads/161112_DB_501_2_r.pdf
  19. https://www.mdv.de/site/uploads/161112_DB_501_2_h.pdf
  20. https://www.mdv.de/site/uploads/151213_DB_501_3_h.pdf
  21. Andreas Tappert, Martin Pelzl: „Leipzigs City-Tunnel ist super geworden“. In: lvz.de. Abgerufen am 21. Dezember 2016 (deutsch).
  22. Andreas Tappert: Milliardenprojekt City-Tunnel ist eine Erfolgsstory. In: Leipziger Volkszeitung. 15. Dezember 2016, ISSN 0232-3222, S. 1.
  23. Michael Falgowski: Fahrgastzahlen S-Bahn Halle-Leipzig in der Erfolgsspur. In: mz-web.de. 24. Dezember 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  24. https://www.nasa.de/presse/aktuell/detail/news/ab-dezember-2017-mehr-zuege-im-dreieck-halle-leipzig-und-bitterfeld-unterwegs/
  25. LVZ-Online: Nachteile für Industriestandort? S 5 hält künftig nicht mehr in Böhlen Werke. Abgerufen am 16. November 2017.
  26. Änderungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017. Abgerufen am 15. September 2017.
  27. Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) – Änderungen zum kleinen und großen Fahrplanwechsel 2017. Abgerufen am 19. Mai 2017.
  28. Nahverkehrsjournal Vogtland – Informationen aus dem Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (40. Ausgabe). "Shuttleverkehr" auf der VLE 16 zwischen Hof und Werdau. Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland, Göltzschtalstraße 16, 08209 Auerbach, 2. Oktober 2013, S. 7, archiviert vom Original am 11. Januar 2014, abgerufen am 29. November 2015 (PDF; 969 kB).
  29. Weniger Vogtlandbahn-Züge nach Hof. Frankenpost Verlag GmbH, 11. April 2015, abgerufen am 11. April 2015.
  30. Fahrplan EB Leipzig – Gera – Hof. Erfurter Bahn GmbH, 8. Dezember 2015, abgerufen am 8. August 2015 (PDF).
  31. Antwortschreiben des Zweckverbandes Nahverkehr Leipzig. 8. Dezember 2014, abgerufen am 1. September 2015.
  32. Franziska Fiedler und Harald Boltze: Nahverkehr : Signale für S-Bahnanbindung positiv. In: Naumburger Tageblatt/MZ. (naumburger-tageblatt.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  33. Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Magdeburg: Pressemitteilung Nr.: 041/07 – Kürzung der Regionalisierungsmittel führt zu Angebotsreduzierung im Schienenpersonennahverkehr. Magdeburg 2007, abgerufen 15. Mai 2007
  34. Die S-Bahn in Halle/Saale – ein Überblick 1969–1993. (abgerufen 22. Mai 2007)
  35. EK-Themen 39: Die Deutsche Reichsbahn vor 25 Jahren – 1979. EK-Verlag, Freiburg 2004, S. 19
  36. 13 Millionen Fahrgäste mit der Leipziger S-Bahn. In: Berliner Zeitung, Jahrgang 28, Ausgabe 4, 4. Januar 1972, S. 2
  37. EK-Themen 40: Die Deutsche Reichsbahn vor 25 Jahren – 1980. EK-Verlag, Freiburg 2005, S. 22
  38. Martin Böttcher/Carsten Schulze: Neuer Bahn-Fahrplan: kaum Verbesserungen, 2. Absatz. In: Leipziger Nahverkehr, Archiv Juni 2000. Stand: Freitag, 18. August 2006 11:17:28, abgerufen am 9. Mai 2007
  39. Meldung Baubeginn für S-Bahn Halle – Leipzig. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2002, ISSN 1421-2811, S. 211.
  40. Kürzungen der Finanzmittel für den öffentlichen Personennahverkehr. Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (MDV), 28. April 2011, archiviert vom Original am 17. Dezember 2013, abgerufen am 29. November 2015 (Pressemitteilung).
  41. Vorbereiten auf die Silberlinge. In: DB Welt. Nr. 5, 2013, S. 18.
  42. a b c Andreas Tappert: Drei S-Bahn-Stationen bleiben auf der Strecke. Abgerufen am 26. Dezember 2015 (PDF).
  43. Frank Eritt: S-Bahn-Station Leipzig Essener Straße auf www.citytunnelleipzig.info. Abgerufen am 28. Dezember 2015.
  44. Gilbert Weise: Schwerpunkt: Mitteldeutsches S-Bahn-Netz, Interview mit Oliver Mietzsch, Geschäftsführer ZVNL. In: Neue Wege. Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Elbe-Saale e. V., 17. Dezember 2015, S. 5, abgerufen am 28. Dezember 2015 (PDF).
  45. Frank Eritt: S-Bahn-Station Leipzig Mockauer Straße auf www.citytunnelleipzig.info. Abgerufen am 28. Dezember 2015.
  46. Frank Eritt: Bahnhof Taucha auf www.citytunnelleipzig.info. Abgerufen am 28. Dezember 2015.
  47. Planung Transport Verkehr AG, Intraplan Consult GmbH und Leipziger Institut für Energie GmbH: Nahverkehrsplan Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL). Fortschreibung, Kurzfassung. Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), 8. Dezember 2008, abgerufen am 10. Februar 2017 (PDF).
  48. S-Bahn nach Markranstädt - Miltitzer Ortsvorsteher Walther ist genervt. In: LVZ-Online. 6. November 2014, abgerufen am 10. Februar 2017.
  49. Frank Eritt: Verbindungskurve Markranstädt - Grünau (Kulkwitzer Kurve). In: Homepage von Frank Eritt. 19. Juli 2015, abgerufen am 10. Februar 2017.
  50. a b Ab Sonntag moderne Talent 2-Züge auch auf der S-Bahn zwischen Halle (Saale) und Leipzig unterwegs. Deutsche Bahn AG, 27. September 2013, archiviert vom Original am 5. Oktober 2013, abgerufen am 29. November 2015.
  51. Jan-Dirk Franke: Nach Nürnberg nur noch mit Umsteigen. In: Freie Presse (Chemnitzer Zeitung). 12. Dezember 2014, ZDB-ID 1085204-9, S. 6 (online).