S-Bahn Tirol

schienengebundenes Nahverkehrssystem in Nordtirol

Koordinaten: 47° 15′ 47,8″ N, 11° 24′ 3,6″ O

S-Bahn Österreich
S-Bahn Tirol
S-Bahn Tirol - Liniennetz.png
Liniennetz 2021
Staat Österreich
Verkehrs- /
Tarifverbund
VVT
Linien 8
Streckenlänge 271 km
Stationen 68
Fernbahnhöfe 6
Tunnelbahnhöfe 0
kleinste Taktfolge 15 / 30 / 60 min
Passagiere ≈42.000/Tag[1]
Bewohner im Einzugsbereich 500.000
Fahrzeuge ÖBB 4024
Betreiber ÖBB
Stromsystem 15 kV / 16,7 Hz ~, Oberleitung

S-Bahnen in Österreich

Talent-Triebwagen der S-Bahn Tirol vor Matrei am Brenner.
Talent-Triebwagen mit lackiertem neuen Logo im Bahnhof Kirchbichl
Detail des lackierten Logos

Die S-Bahn Tirol ist ein ab dem Jahr 2007 eingeführtes Nahverkehrsprojekt im Bundesland Tirol, das zunächst nur dem Namen nach eine S-Bahn war. In den letzten Jahren wurde sukzessive der gesamte regionale Schienennahverkehr in das System integriert und durch Taktverdichtungen und Angebotserweiterungen qualitativ stark ausgebaut. Seit 2016 werden insbesondere in der Agglomeration Innsbruck neue Haltestellen und Umsteigeknoten errichtet, welche die S-Bahn enger mit dem städtischen und regionalen Nahverkehr verknüpfen.[2] Mit 40.000 Fahrgästen am Tag wies das System 2013 nach der Wiener S-Bahn und der S-Bahn Steiermark die dritthöchste Fahrgastfrequenz der österreichischen S-Bahnen auf.[3][4]

Linien und BetriebBearbeiten

LiniennetzBearbeiten

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 umfasst das Liniennetz der S-Bahn Tirol insgesamt acht Linien (S1 bis S8). Im Großraum Innsbruck verkehren die Linien S3, S4, S5, und S6. Die S1 und S2 der Drautalbahn, die S8 der Salzburg-Tiroler-Bahn und die S7 der Außerfernbahn sind ebenfalls Teil der S-Bahn Tirol. Somit werden in Tirol sämtliche Nahverkehrszüge mit Halt an allen Station als S-Bahn bezeichnet. Die S-Bahn Linien verkehren werktags in der Regel im Stundentakt. An den Tagesrandzeiten bzw. an Sonn- und Feiertagen ist das Angebot zum Teil reduziert. Die Regionalexpresszüge der Linien REX1, REX2 und REX3 verkehren werktags meist stündlich und bedienen nur ausgewählte Stationen.

Liniennetz S-Bahn Tirol
Linie Strecke Kursbuchstrecke (ÖBB) Verlauf
S1 Drautalbahn 223 Lienz – Spittal-Millstättersee (– Friesach – St. Veit an der Glan)
S2 Drautalbahn, Pustertalbahn 223 Lienz – Sillian – San Candido/Innichen (– Fortezza/Franzensfeste)
S3 Brennerbahn, Unterinntalbahn 300, 301 (Hall in Tirol –) Innsbruck HbfSteinach in Tirol (– Brennero/Brenner)
S4 Arlbergbahn, Unterinntalbahn 300, 301, 400 KufsteinInnsbruck Hbf – Telfs-Pfaffenhofen (–Landeck-Zams)
S5 Arlbergbahn, Unterinntalbahn 300, 301, 400 JenbachHall in TirolInnsbruck HbfÖtztal (– Imst-Pitztal – Landeck-Zams)
S6 Mittenwaldbahn 410 Innsbruck HbfSeefeld (– Scharnitz – Garmisch-PartenkirchenMünchen Hbf)
S7 Außerfernbahn 410 Garmisch-Partenkirchen – Reutte in Tirol – Pfronten-Steinach
S8 Salzburg-Tiroler-Bahn 201 Wörgl Hbf – St. Johann in Tirol – Hochfilzen (– Saalfelden)
REX1 Arlbergbahn 400 Innsbruck HbfLandeck-Zams
REX2 Unterinntalbahn 300 Innsbruck HbfWörgl HbfKufstein
REX3 Salzburg-Tiroler-Bahn 200, 201 Wörgl Hbf – Hochfilzen – Saalfelden – (Schwarzach-St. VeitSalzburg Hbf)
ZB1 Zillertalbahn 310 Jenbach – Mayrhofen

S4 und S5: Arlbergbahn und UnterinntalbahnBearbeiten

Die Linie S4 verkehrt stündlich zwischen Kufstein und Telfs-Pfaffenhofen. Ergänzend dazu fährt die S5 ebenfalls stündlich zwischen Jenbach und Ötztal. Zwischen Jenbach und Telfs-Pfaffenhofen entsteht durch die S4 und S5 ein 30-Minutentakt. Einzelne Leistungen der S4 und S5 werden bis Imst-Pitztal oder Landeck-Zams verlängert. Zu den Hauptverkehrszeiten und zu den Tagesrandzeiten befahren einzelne Züge der S4 und S5 nur einen Teilabschnitt des regulären Linienverlaufs.

S3: BrennerbahnBearbeiten

Die S3 verkehrt im 30-Minutentakt von Innsbruck Hbf bis Steinach in Tirol und stündlich weiter bis Brennero/Brenner. Einmal pro Stunde verkehrt die S3 von Innsbruck Hbf aus weiter bis nach Hall in Tirol. Diese Leistungen zwischen Innsbruck Hbf und Hall in Tirol werden zwar als S5 bezeichnet, aber bedienen die Haltestelle Hall-Thaur nicht. Zwischen Innsbruck Hbf und Hall in Tirol entsteht ein 15-Minutentakt durch die Linien S4, S5, REX2, und den bis Hall in Tirol verlängerten Fahrten der S3. Die Stationen Unterberg-Stefansbrücke und Patsch werden nur von einzelnen Leistungen der S3 bedient.

S6: MittenwaldbahnBearbeiten

Die S6 verkehrt stündlich von Innsbruck Hbf nach Seefeld in Tirol und meistens darüber hinaus weiter bis nach Scharnitz. Zusätzlich verkehren alle zwei Stunden Züge von Innsbruck Hbf bis nach Garmisch-Partenkirchen und teilweise weiter bis München Hbf. Diese Leistungen werden zwischen Innsbruck Hbf und Scharnitz als S6 und ab Mittenwald als RB 6 bezeichnet. Des Weiteren verkehren zweistündlich Regionalexpresszüge zwischen Seefeld in Tirol und München Hbf.

S7: AußerfernbahnBearbeiten

Die Regionalzüge der Außerfernbahn werden als S7 bezeichnet und verkehren werktags meist stündlich zwischen Garmisch-Partenkirchen und Pfronten-Steinach über Reutte in Tirol. Einige Leistungen befahren nur einen Teilabschnitt der Strecke.

S8: Salzburg-Tiroler-BahnBearbeiten

Die S8 verkehrt im Stundentakt zwischen Wörgl Hbf und Hochfilzen. Einzelne Züge der S8 fahren weiter nach Saalfelden. Stündliche Regionalexpresszüge der Linie REX 3 ergänzen das Angebot auf dieser Strecke.

S1 und S2: Drautalbahn und PustertalbahnBearbeiten

Die S1 fährt stündlich zwischen Lienz und Spittal-Millstättersee. Darüber hinaus fährt die S1 meist weiter bis Friesach oder St. Veit an der Glan und geht in die Linie S1 der S-Bahn Kärnten über. Zwischen Lienz und San Candido/Innichen fährt die S2 im Stundentakt. Diese Verbindungen werden meistens über San Candido/Innichen hinaus bis Fortezza/Franzensfeste verlängert und in Südtirol als Regionalzuglinie R400 bezeichnet.

REX1: ArlbergbahnBearbeiten

Die Regionalexpresszüge der Linie REX1 fahren großteils stündlich zwischen Innsbruck Hbf und Landeck-Zams. Zwischen Ötztal und Landeck-Zams bedienen die Züge der Linie REX1 meistens alle Stationen, da dieser Abschnitt nicht regelmäßig von einer S-Bahn befahren wird. Zu den Hauptverkehrszeiten verkehren zusätzliche Regionalexpresszüge zwischen Innsbruck-Hbf und Landeck-Zams.

REX2: UnterinntalbahnBearbeiten

Die Linie REX2 fährt in der Regel stündlich zwischen Innsbruck Hbf und Kufstein. Zu den Hauptverkehrszeiten verkehren zusätzliche Regionalexpresszüge zwischen Innsbruck Hbf und Kufstein, welche vereinzelt zugunsten einer Fahrzeitverkürzung über die großteils im Tunnel verlaufende Neubaustrecke geführt werden. Vereinzelte Züge der Linie REX2 gehen ab Wörgl Hbf in die Linie REX3 über.

REX3: Salzburg-Tiroler-BahnBearbeiten

Die Regionalexpresszüge der Linie REX3 verkehren im Stundentakt zwischen Wörgl Hbf und Schwarzach-St. Veit oder Salzburg Hbf. Einzelne Leistungen beginnen bzw. enden in Saalfelden.

ZB1: ZillertalbahnBearbeiten

Die Zillertalbahn ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 760 mm und verbindet Jenbach mit Mayrhofen. Es verkehren hauptsächlich Regionalzüge in einem S-Bahn-ähnlichen 30-Minutentakt, welche im Liniennetz als ZB1 bezeichnet werden.

TaktfahrplanBearbeiten

Die Linien der S-Bahn Tirol verkehren weitgehend nach einem Taktfahrplan. Die folgende Netzgrafik stellt die Eisenbahnverbindungen Nordtirols an Werktagen dar:

Netzgrafik des Schienenverkehrs in Nordtirol im Fahrplan 2018/2019

Ehemalige LinienbezeichnungenBearbeiten

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 verkehrten sechs S-Bahn-Linien in Tirol:

Liniennetz Nordtirol bis Dezember 2020
Linie Strecke Kursbuchstrecke (ÖBB) Zugziele Länge
  Arlbergbahn, Unterinntalbahn 300, 301, 400 KufsteinInnsbruck – Telfs-Pfaffenhofen (– Landeck-Zams) 118–144 km
  Arlbergbahn, Unterinntalbahn 300, 301, 400 (Landeck-Zams –) ÖtztalInnsbruck – Hall in Tirol – Jenbach 80 km
  Brennerbahn, Unterinntalbahn 300, 301 Steinach in TirolInnsbruck – Hall in Tirol 31 km
  Brennerbahn 300 Brenner – Steinach in Tirol – Innsbruck 36 km
  Mittenwaldbahn 410 InnsbruckSeefeldScharnitz 33 km
  Salzburg-Tiroler-Bahn 201 Wörgl HbfSt. Johann in TirolHochfilzen (– Saalfelden) 80 km
  Rex 1 300 InnsbruckKufstein 80 km
  Rex 2 201 Wörgl - Hochfilzen (- Salzburg)
  Rex 3 400 Landeck - Innsbruck 73 km
  Rex 4 410 Innsbruck - Garmisch (- Reutte)
  Achenseebahn 311 Jenbach - Seespitz 7 km
  Zillertalbahn 310 Jenbach - Mayrhofen 32 km

Die S1 verkehrte zwischen Telfs-Pfaffenhofen und Kufstein im 60-Minuten-Takt. Die S2 verdichtete diesen Takt von Telfs-Pfaffenhofen bis Jenbach auf 30 Minuten und bediente zudem den Abschnitt Ötztal – Telfs-Pfaffenhofen. Die Linie S2 verkehrte nur werktags, sonntags wurden die Halte der S2 zwischen Ötztal und Telfs-Pfaffenhofen vom Regionalexpress mitbedient. Einzelne Züge der S1 und S2 bedienten als Hauptverkehrszeitverstärker und in Schwachverkehrszeiten auch den Abschnitt Landeck-Zams – Ötztal, auf dem ansonsten keine S-Bahnen verkehrten.

Die Linie S4 verkehrte von Brenner bis Innsbruck Hbf, teilweise ging sie dort auf REX-Züge in Richtung Wörgl über. Einzelne Züge verkehrten ab Innsbruck weiter bis Völs, Zirl oder Telfs-Pfaffenhofen. Die Verstärkerlinie S3 fuhr nur werktags von Steinach in Tirol über Matrei am Brenner nach Innsbruck, montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit weiter nach Hall. S4 und S3 bildeten zusammen von Innsbruck Hbf bis Steinach einen 30-Minuten-Takt, zwischen Innsbruck Hbf und Hall bestand montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit ein 15-Minuten-Takt, wobei der vierte Zug je Stunde ein Regionalexpress war. Die Haltepunkte Patsch und Unterberg-Stefansbrücke wurden nur von einzelnen Fahrten bedient.

Die bestehende Regionalzuglinie auf der Mittenwaldbahn verkehrte über Seefeld nach Scharnitz als S5 im 120-Minuten-Takt, montags bis freitags wurde bis Seefeld auf einen 60-Minuten-Takt verdichtet. Die überlagernde Linie über Garmisch-Partenkirchen nach München verkehrte als REX im 120-Minuten-Takt.

Zwischen Wörgl und Hochfilzen fuhr die Linie S6 im Stundentakt, einige Züge wurden bis Saalfelden bzw. ein Zug am Wochenende nach Zell am See weitergeführt. An Werktagen wurde die Schnellbahnlinie von den Regionalexpress- (REX-) Zügen (Wörgl – Saalfelden – Schwarzach-St. Veit (– Salzburg Hbf)) zu einem groben Halbstundentakt verdichtet.

Die S-Bahn-Linien wurden teilweise zur Verstärkung mit Regionalexpresszügen überlagert. Ein durchgehender Taktverkehr bestand aber nur in Richtung München über Mittenwald im 120-Minuten-Takt. In Richtung Kufstein bestand montags bis freitags ein 60-Minuten-Takt mit mehreren Taktlücken, in Richtung Landeck-Zams wurde alle 60 bis 180 Minuten gefahren. Von Wörgl über Saalfelden nach Schwarzach-St. Veit bzw. Salzburg bestand montags bis freitags ein Stundentakt mit Regionalexpresszügen, an den Wochenenden werden nur einzelne Fahrten angeboten. Weitere REX-Züge waren als Verstärkung zu den Hauptverkehrszeiten im Einsatz.

GeschichteBearbeiten

Die erste Linie verband seit 9. Dezember 2007 die Tiroler Landeshauptstadt zwischen 6 und 22 Uhr im 30-Minuten-Intervall zunächst über die entlang der Inntalachse in der Agglomeration gelegenen Haltepunkte Hall in Tirol, Rum bei Innsbruck, Innsbruck Hbf, Innsbruck Westbahnhof, Völs, Kematen in Tirol, Zirl, Inzing, Hatting, Flaurling, Oberhofen im Inntal und Telfs-Pfaffenhofen. Diese Züge befuhren damit die Unterinntalbahn sowie die Arlbergbahn.

Am 14. Dezember 2008 wurde der zweite Streckenast auf der Wipptal-Bahn als S-Bahn in Betrieb genommen. Mit ihm wurden die im Wipptal gelegenen Vororte und Dörfer entlang der Brennerbahn mit einem 30-Minuten-Takt an das Liniennetz angeschlossen.[5][6]

Obwohl über den Eingängen des Innsbrucker Hauptbahnhofes, des Westbahnhofes und weiterer Stationen als deutliches Signal bereits von Beginn an große S-Bahn-Logos montiert wurden, waren die Züge erst seit Dezember 2008 auch im Fahrplan als S-Bahnen geführt.

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wurde das Linienschema S1–S6 eingeführt.

Ein Jahr nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke im Unterinntal wurde im Dezember 2013 die Linie S2 bis nach Jenbach verlängert.[7]

Seit Dezember 2015 verkehren drei Nacht-S-Bahnen von Innsbruck nach Kufstein und zwei in die Gegenrichtung.[8][9] Im ersten Jahr beförderte die Nacht-S-Bahn 42.000 Personen.[10][11] Die beiden S-Bahn-Züge ab Kufstein werden sind seit Dezember 2017 ins Oberinntal bis Landeck durchgebunden; dafür entfielen zwei Nightliner-Bus-Kurse.[12][10][13] Die Beförderung von 100.000 Fahrgästen mit der Nacht-S-Bahn wurde am 23. Feber 2018 mit zwei Konzerten in der Nacht-S-Bahn als „Music on the train“ gefeiert.[14]

AusbaupläneBearbeiten

In den Jahren 2007 und 2008 wurden dazu im Auftrag der ÖBB Netz- und Streckenentwicklung GmbH durch ein Planungsbüro mögliche Haltestellenneubauten untersucht und planerisch ausgearbeitet und durch ein Eisenbahn-Consulting-Unternehmen eine Betriebssimulation erstellt.

Im Jahr 2013 wurden konkrete Pläne für den Bau von drei neuen Stationen rund um Innsbruck (Innsbruck Messe, Innsbruck WIFI, Hall-Thaur Industriegebiet) bekannt. Zusätzlich sollen die bestehenden Stationen Allerheiligenhöfe und Innsbruck-Hötting an verkehrstechnisch günstigere Punkte verlegt werden.[15][16][17][18] Die Kosten für die neuen bzw. verlegten oder modernisierten S-Bahn-Haltestellen belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Ursprünglich war eine Fertigstellung bis 2016 geplant, später ein Baubeginn bis 2016. Bis 2017 soll nach aktuellen Planungen (März 2016) lediglich die Haltestelle Hall-Thaur gebaut werden[19]; im Jahr 2020 starteten die Arbeiten an der neuen Haltestelle "Innsbruck Messe".

  • Hall-Thaur Industriegebiet: Im Oktober 2016 starteten die ersten Vorbereitungsarbeiten.[20] Die Inbetriebnahme erfolgte mit Fahrplanwechsel im Dezember 2017.[13]
  • Innsbruck Messe: Während laufenden Bahnbetrieb wird die neue Haltestelle in unmittelbarer Nähe der Messe Innsbruck gebaut und erschließt die Stadtteile Saggen, Dreiheiligen und das nördliche Pradl[21]. Die Hauptarbeiten sollen bis Herbst 2021 abgeschlossen sein.

Weiters ist die Modernisierung des Innsbrucker Westbahnhofes geplant.[15]

Zwischen Wörgl Hbf und Kundl ist in Höhe des Güterterminals Wörgl eine neue Haltestelle Wörgl West – Terminal angedacht.

Die Planungen an der vor mehreren Jahren ins Auge gefassten Haltestelle Kufstein Süd (oder Kufstein Endach) wurden eingestellt; diese Station wird langfristig nicht errichtet.

Die Haltestelle Münster-Wiesing an der Grenze der beiden Gemeinden soll nach Münster in die Nähe des neu entstandenen und stark frequentierten Reha-Zentrums verlegt werden.[22][23][24]

ReichweiteBearbeiten

Beim Start im Dezember 2007 lebten laut Betreiber ÖBB im Einzugsgebiet der S-Bahn 200.000 Bürger, das seien 30 % der Tiroler.[25]

Vom Start 2007 bis 2013 konnten Fahrgaststeigerungen von 60 % erreicht werden.[15] Im Jahr 2017 wurden 14,3 Millionen Fahrgäste und damit doppelt so viele wie im Jahr 2007 befördert; täglich verkehren 390 Nahverkehrszüge.[13]

FahrzeugeBearbeiten

Die Linien werden mit Triebwagen des Typs Bombardier Talent der Reihe 4024 von den ÖBB betrieben. Mit dem Triebwagen wird für den ganzen Verkehrsverbund geworben.[26] Zusätzlich kommen fallweise ältere Garnituren der Marke CityShuttle zum Einsatz.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die ÖBB betreiben 6 S-Bahn-Linien in Tirol (Memento vom 27. Dezember 2016 im Internet Archive)
  2. 240 Millionen Euro für Bahnausbau: „Tiroler Vertrag 2“ auf Schiene. 25. Februar 2021, abgerufen am 2. Juni 2021.
  3. So bewegen wir Österreich – Die ÖBB in Zahlen. (PDF; 2,5 MB) 26. Februar 2014, S. 23, abgerufen am 7. August 2014.
  4. Die S-Bahn Steiermark. Abgerufen am 21. November 2019.
  5. S-Bahn soll auch ins Wipptal kommen. Verkehrsverbund Tirol, 27. Mai 2008, archiviert vom Original am 28. März 2016; abgerufen am 28. März 2016.
  6. Fahrplanwechsel bringt Rekordwert an Zügen und Bussen. Verkehrsverbund Tirol, 4. Dezember 2008, archiviert vom Original am 28. März 2016; abgerufen am 28. März 2016.
  7. Mehr S-Bahn ab Dezember für Jenbach und Schwaz. Verkehrsverbund Tirol, 21. November 2013, archiviert vom Original am 28. März 2016; abgerufen am 28. März 2016.
  8. Nightliner fährt künftig bis Kufstein. In: tirol.orf.at. 17. Oktober 2015, abgerufen am 19. Oktober 2016.
  9. Nacht S-Bahn kommt gut an. In: tirol.orf.at. 19. Mai 2016, abgerufen am 19. Oktober 2016.
  10. a b Nacht-Öffis im Oberland werden verstärkt. In: tirol.orf.at. 26. April 2017, abgerufen am 1. Mai 2017.
  11. Züge für Nachtschwärmer im Westen. In: Die Presse. 28. April 2017 (diepresse.com [abgerufen am 1. Mai 2017]).
  12. Land plant Nachtschiene auch ins Oberland. In: tirol.orf.at. 15. Oktober 2016, abgerufen am 19. Oktober 2016.
  13. a b c S-Bahn macht Tirol zum Land der Bahnfahrer. Verkehrsverbund Tirol, 4. Dezember 2017, archiviert vom Original am 6. Dezember 2017; abgerufen am 5. Dezember 2017: „Dass dieses Angebot auch reichlich genutzt wird, belegen die eindrucksvollen Zahlen. 14,3 Millionen Fahrgäste sind jährlich mit den Zügen des Nahverkehrs der ÖBB im ganzen Land unterwegs. Die Fahrgastzahlen haben sich seit Einführung der S-Bahn vor 10 Jahren verdoppelt.“
  14. Nacht S-Bahn, Event "Music on the train". In: Verkehrsverbund Tirol. 19. Februar 2018, abgerufen am 11. Dezember 2018.
  15. a b c Sechs neue S-Bahn-Haltestellen im Großraum Innsbruck. Amt der Tiroler Landesregierung, 15. Januar 2014, abgerufen am 28. März 2016.
  16. Haltestelle statt Industriegleis. In: tirol.orf.at. 17. Januar 2013, abgerufen am 28. März 2016.
  17. Sonja Pitscheider: Neue S-Bahn-Haltestellen in Innsbruck. 20. April 2013, abgerufen am 28. März 2016.
  18. Großraum Innsbruck: Sechs neue Haltestellen, Artikel auf tirol.orf.at vom 15. Jänner 2014, abgerufen am 16. Jänner 2014
  19. ÖBB investieren 308 Millionen in Tirol. In: tirol.orf.at. 10. März 2016, abgerufen am 28. März 2016: „Als erstes Projekt soll 2016 mit dem Bau der neuen S-Bahn Haltestelle Hall-Thaur in der Industriezone begonnen und diese bis 2017 abgeschlossen werden.“
  20. Nachtlärm durch ÖBB-Baustelle bei Hall. In: tirol.orf.at. 17. Oktober 2016, abgerufen am 19. Oktober 2016.
  21. S-Bahn Haltestellenoffensive: Nächster Meilenstein auf Schiene. Abgerufen am 18. April 2020.
  22. Langer Kampf um Haltestelle auf www.reha-muenster.at, abgerufen am 15. März 2018
  23. Bahnhof Münster-Wiesing: Generalsanierung dringend notwendig, auf www.meinbezirk.at am 2. Dezember 2016, abgerufen am 15. März 2018
  24. Münster will neue Bahn-Haltestelle, auf www.tt.com, abgerufen am 15. März 2018
  25. Fahrplanwechsel 2007 Tirol. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) ÖBB, 3. Dezember 2007, ehemals im Original; abgerufen am 3. Dezember 2007.@1@2Vorlage:Toter Link/www.oebb.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  26. Talent ist… kein Jahr im Stau zu verbringen. Verkehrsverbund Tirol, 12. Oktober 2007, archiviert vom Original am 28. März 2016; abgerufen am 28. März 2016.

WeblinksBearbeiten

Commons: S-Bahn Tirol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien