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Markranstädt

Stadt im Landkreis Leipzig, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Markranstädt
Markranstädt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Markranstädt hervorgehoben
Koordinaten: 51° 18′ N, 12° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Leipzig
Höhe: 119 m ü. NHN
Fläche: 58,46 km2
Einwohner: 15.619 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 267 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04420
Vorwahlen: 034205, 0341, 034444
Kfz-Kennzeichen: L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR
Gemeindeschlüssel: 14 7 29 270
Stadtgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
04420 Markranstädt
Website: markranstaedt.de
Bürgermeister: Jens-Reiner Spiske (Freie Wähler Markranstädt e. V.)
Lage der Stadt Markranstädt im Landkreis Leipzig
Sachsen-AnhaltThüringenLandkreis MittelsachsenLandkreis NordsachsenLeipzigBennewitzBöhlen (Sachsen)BornaBorsdorfBrandisColditzFrohburgGrimmaGroitzschGroßpösnaKitzscherLossatalMachernMarkkleebergMarkranstädtNeukieritzschNeukieritzschThallwitzTrebsen/MuldeBad LausickOtterwischGeithainBelgershainNaunhofParthensteinElstertrebnitzPegauPegauRegis-BreitingenWurzenZwenkauRöthaKarte
Über dieses Bild

Markranstädt [Betonung auf der ersten Silbe[2]] ist eine Kleinstadt im Landkreis Leipzig in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und LageBearbeiten

 
Kulkwitzer See mit Blick nach Markranstädt

Markranstädt befindet sich in der Leipziger Tieflandsbucht etwa zehn Kilometer südwestlich vom Leipziger Zentrum. Die Stadt grenzt im Norden an Schkeuditz, im Osten an Leipzig, im Süden an Pegau sowie im Westen an die in Sachsen-Anhalt liegenden Städte Lützen, Bad Dürrenberg und Leuna. Sie liegt am Westufer des Kulkwitzer Sees.

OrtsteileBearbeiten

OrtsgliederungBearbeiten

Markranstädt besteht neben dem eigentlichen Stadtgebiet aus den 17 Ortsteilen in sechs Ortschaften:

Ortschaft Ortsteile
Frankenheim Frankenheim, Lindennaundorf, Priesteblich
Göhrenz Albersdorf, Göhrenz
Großlehna Altranstädt, Großlehna, Kleinlehna
Kulkwitz Gärnitz, Kulkwitz, Seebenisch
Markranstädt Markranstädt
Quesitz Döhlen, Quesitz, Thronitz
Räpitz Meyhen, Räpitz, Schkeitbar, Schkölen

EingemeindungenBearbeiten

Ehemalige
Gemeinde
Datum Anmerkung
Albersdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Göhrenz
Altranstädt 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Großlehna
Döhlen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Thronitz
Frankenheim 1. Januar 1997 Eingemeindung nach Markranstädt
Gärnitz 1. April 1936 Eingemeindung nach Kulkwitz
Göhrenz 1. März 1994 Eingemeindung nach Markranstädt
Großlehna 1. Januar 2006 Eingemeindung nach Markranstädt
Kleinlehna 1. Oktober 1939 Eingemeindung nach Großlehna
Kulkwitz 1. Januar 1999 Eingemeindung nach Markranstädt
Lindennaundorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Frankenheim
Meyhen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Räpitz
Priesteblich 1. Juni 1973 Eingemeindung nach Dölzig
1994 Eingemeindung nach Bienitz
1. Januar 2000 Umgliederung nach Markranstädt
Quesitz 1. Januar 1994 Eingemeindung nach Markranstädt
Räpitz 1. Januar 1994 Eingemeindung nach Markranstädt
Schkeitbar 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Räpitz
Schkölen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Räpitz
Seebenisch 1. Juli 1948 Eingemeindung nach Kulkwitz
Thronitz 1. Juni 1973 Eingemeindung nach Quesitz

GeschichteBearbeiten

 
Altranstädt, Jubiläumsobelisk

Die erste urkundliche Erwähnung Markranstädts erfolgte im Jahre 1285 als Gerichtsstuhl. Vermutlich als eine Tochtergründung des benachbarten Klostergutes Altranstädt entstanden, wird es 1287 als Marktort und 1354 als Städtchen erwähnt. Aus der Gründung leitet sich auch der Name ab: Als Ranstädt (ran = „Ort auf gerodetem Boden“) gegründet, während zeitgleich aus Ranstädt Altranstädt wurde. Ranstädt bekam dann das Marktrecht, woraus sich der heutige Name Markranstädt ableitet. Aus dem Jahr 1285 stammt eine Urkunde, die den Verkauf des Gerichtsstuhls Ranstete (Markranstädt) mit 29 Dörfern vom Markgrafen von Landsberg an den Bischof von Merseburg belegt.[3] In der Folgezeit gehörte Markranstädt bis 1815 zum hochstift-merseburgischen Amt Lützen, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte.[4]

Im Jahre 1633, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Stadt von den Holk’schen Reitern niedergebrannt. Dem Brand fiel unter anderem das Rathaus mit sämtlichen Schriften zum Opfer. Die 1634 herrschende Pestepidemie und die Hungersnot von 1639 führten zu einem drastischen Bevölkerungsrückgang. Im Jahre 1650 zählte Markranstädt weniger als 150 Einwohner. Die nächste lokale Katastrophe ereignete sich 1671, als bei einem Großfeuer 31 Wohnhäuser zerstört wurden. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts erholte sich die Stadt wieder. Das Schloss Altranstädt war von 1706 bis 1707 das politische Zentrum Nordeuropas, als der schwedische König dort sein Hauptquartier nahm.

Seinen zweiten Berührungspunkt mit der Weltgeschichte hatte Markranstädt am 23. Juli 1807, als Napoléon Bonaparte samt Gefolge zum ersten Mal im Gasthof „Zum Rosenkranz“ nächtigte, und am 19. Oktober 1813, als Napoleon auf seinem Rückzug nach der Völkerschlacht bei Leipzig auf dem Weg von Lindenau nach Lützen wiederum im Wirtshaus „Zum Rosenkranz“ gastierte[5]. Im Verlauf der Völkerschlacht bei Leipzig wurde die Stadt 1813 erneut stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurde der Westteil des Amts Lützen und die zum Kreisamt Leipzig gehörige Exklave Altranstädt im Jahr 1815 an Preußen abgetreten. Markranstädt verblieb jedoch mit dem Ostteil des Amts beim Königreich Sachsen und wurde dem Kreisamt Leipzig angegliedert. Es lag nun an der Grenze zu Preußen. Ab 1856 war Markranstädt Hauptort des Gerichtsamts Markranstädt und ab 1875 gehörte der Ort zur Amtshauptmannschaft Leipzig.[6]

 
Rauchwaaren-Zurichterei und Färberei AG. vorm. Walter's Nachf. (um 1900)

Eine wirtschaftliche Blüte erlebte Markranstädt gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Durch die Nähe zum Pelzhandelszentrum des Leipziger Brühls florierte hauptsächlich die Pelzzurichtung, die Pelzveredlung und das Kürschnergewerbe. Hinzu kamen der Maschinenbau, die Markranstädter Automobilfabrik, aber vor allem die Markranstädter Brauerei. Sie war bis zum Zweiten Weltkrieg weithin bekannt für ihr „Markranstädter Pilsener“. 1886 wurde das erste Krankenhaus eröffnet, 1895 wurden das Wasserwerk und die Gasanstalt, der Wasserturm und die zugehörigen Leitungen gebaut.

 
Wasserturm

Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden Gegner des NS-Regimes verfolgt und eingesperrt. Am 11. März 1933 wurde dabei der Kommunist Oswald Jäckel von SA-Männern ermordet. Zu seinem Gedenken trugen in der DDR-Zeit ein Altenheim und die heutige Krakauer Straße seinen Namen.

1947 wurde in der Marienstraße das Stadtkrankenhaus eröffnet, die später als gynäkologische Abteilung fungierte. 1993 wurde das Krankenhaus geschlossen, so dass die Einwohner seitdem zum Beispiel in das ca. 10 km entfernte Diakonissenkrankenhaus Leipzig fahren müssen.

EingemeindungenBearbeiten

Frankenheim und Lindennaundorf wurden am 1. Januar 1997 eingemeindet.[7] Am 1. Januar 1999 wurden von der aufgelösten Gemeinde Kulkwitz die Gemarkungen Gärnitz, Kulkwitz und Seebenisch mit damals 1091 Einwohnern auf 5,98 km² in die Stadt eingegliedert.[8] Am 1. Januar 2000 folgte von der aufgelösten Gemeinde Bienitz der Ortsteil Priesteblich. Am 1. Januar 2006 kam Großlehna hinzu.[9]

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014[10]
Wahlbeteiligung: 47,5 % (2009: 43,3 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,5 %
12,8 %
14,3 %
2,4 %
n. k.
6,8 %
19,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-6,6 %p
-9,4 %p
-1,9 %p
-3,5 %p
-4,6 %p
+6,8 %p
+19,2 %p
 
Rathaus

StadtratBearbeiten

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 22 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 11 Sitze
  • Freie Wähler Markranstädt e. V. (FWM): 4 Sitze
  • LINKE: 3 Sitze
  • SPD: 3 Sitze
  • Bürger für Markranstädt (BfM): 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

Am 30. September 2012 wurde der ehemalige Bundeswehrarzt Jens-Reiner Spiske (FWM e.V.) mit 51,6 % der Stimmen zum Bürgermeister der Stadt Markranstädt gewählt. Amtsinhaberin Carina Radon (CDU) erhielt 48,4 %.[11] Sein Amt konnte er aufgrund einer Wahlanfechtung (Klage) über ein Jahr nicht antreten. Mit Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Bautzen vom 7. November 2013 wurde die Wahlanfechtung unanfechtbar abgewiesen. Am 21. November 2013 trat Jens-Reiner Spiske sein Amt an, seine Vereidigung erfolgte öffentlich während der 45. Stadtratsitzung am 5. Dezember 2013. Spiske ist der erste parteilose Bürgermeister in der neueren Geschichte Markranstädts.

Wappen und FlaggeBearbeiten

Das Wappen zeigt einen in Gold auf grünem Boden nimbierten Heiligen in rotem Gewand und blauem Mantel, in der rechten Hand hält er ein silbernes Messer mit der Klinge nach oben, über dem linken Unterarm hat er einen gewebeartigen Gegenstand. Dargestellt wird der Heilige Bartholomäus, der Schutzheilige der Stadt, mit seinen Attributen Schindermesser und der ihm abgezogenen Haut.

Die Stadtfarben sind gelb - grün, untereinander angeordnet.[12]

PartnerstadtBearbeiten

KulturBearbeiten

 
Stadthalle

Mit der 1999 errichteten Stadthalle besitzt die Stadt ein Gebäude, in dem vielfältige Veranstaltungen stattfinden können.

Markranstädt wird im Volksmund auch Lallendorf genannt. Dies ist sogar in das Motto des Markranstädter Carneval Club e. V. eingeflossen (Lallendorf -oho-, Markranstädt -oho-, MCC -oho-).

Seit dem Jahr 2000 findet jährlich ein Markranstädter Musiksommer in der Stadtkirche St. Laurentius statt, der sich zu einer festen Größe in der Stadt Markranstädt und darüber hinaus entwickelt hat. Neben regionalen „Jungmusikern“ traten auch international bekannte Künstler auf. Für Abwechslung im Programm sorgten neben weiteren bekannten Musikern auch die Jazzer David Timm und Reiko Brockelt. Tradition sind jeweils das Eröffnungs- und Abschlusskonzert mit dem Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V., das neben Profimusikern auch aus Laien besteht.

Das Gymnasium Markranstädt bietet Schülern der 5. und 6. Klasse an, im Rahmen des Musikunterrichts ein Blasinstrument ihrer Wahl oder Schlagzeug zu lernen und gemeinsam mit ihren Mitschülern sogar auf Konzerten zu spielen. Schüler, die nach diesen zwei Jahren weiter spielen möchten, können dem klassenübergreifendem Youth Brass Orchester beitreten.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
St. Laurentius
 
Baumhaus-Hort in Markranstädt
  • siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Markranstädt
  • Kulkwitzer See mit 160 Hektar Wasserfläche und 200 Hektar Uferzone, der sich insbesondere bei Wassersportlern, Urlaubern und Wanderern großer Beliebtheit erfreut
  • St.-Laurentius-Stadtkirche, erbaut 1518–1525, Umbau und Aufstockung des Kirchturms 1899–1900 durch Julius Zeißig
  • romanische Kirchen in Kulkwitz und Frankenheim (Turm aus dem Jahr 1513)
  • barocke Kirchen in Schkeitbar und Quesitz (erbaut 1757, Orgel während der Völkerschlacht zerstört, 1819 neue Orgel, 2010 neue Glocken)
  • katholische Kirche Maria Hilfe der Christen in Markranstädt, erbaut 1896
  • Altranstädter Schloss mit Kirche, Pfarrhaus und Kapelle der Grafen von Hohenthal-Dölkau
  • funktionstüchtige Bockwindmühle im Ortsteil Lindennaundorf
  • Baumhaus-Hort in Markranstädt und Grundschule in Großlehna aus dem 21. Jahrhundert (Markurt Architekturkontor aus Leipzig)
  • Skulptur Anima Urbana von Christian Schmit im Stadtpark
  • Bockwindmühle Frankenheim-Lindennaundorf

GedenkstättenBearbeiten

  • Am Ehrenmal für die Opfer des Faschismus auf dem Friedhof ist die Urne von Oswald Jäckel beigesetzt.
  • An der Grabstätte für sowjetische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Zwangsarbeit wurden, erinnert eine Gedenktafel an sechs namentlich bekannte und ein unbekanntes Opfer.
  • Auf dem Friedhof des Ortsteiles Kulkwitz befinden sich die Grabstätten und ein Gedenkstein für zwei unbekannte Personen, vermutlich aus der Sowjetunion, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.
  • Auf dem Friedhof des Ortsteiles Räpitz erinnern Grabstätten an zwei namentlich bekannte sowjetische Frauen, die nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.
  • Unter der sogenannten Friedenseiche des Ortsteiles Frankenheim steht ein Gedenkstein zum gedenken an die gefallenen Frankenheimer sowie alle Opfer von Krieg und Gewalt.
  • Stolpersteine, zum Beispiel der Leipziger Straße. Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

SportBearbeiten

 
Sportcenter

Markranstädt bezeichnet sich selbst als „Sportstadt“; das 2007 neu eröffnete Sportcenter ist die größte Ballsporthalle im Landkreis Leipzig.

Das Freibad bietet neben einem großen Schwimmbecken einen abgetrennten Nichtschwimmerbereich, ein Kinderbecken, Sprungtürme und Beachvolleyballplätze an.

Die Frauenhandballmannschaft des SC Markranstädt spielte 9 Jahre erfolgreich in der 2. Bundesliga. Die Männer des Volleyball-Club VC Markranstädt erreichten 2006 das Viertelfinale in der 1. Bundesliga. Im selben Jahr fusionierte der Verein mit dem VV Leipzig zum VC Leipzig.

Im 1990 gegründeten SSV Markranstädt gingen die meisten Sektionen des Vorgängers der Großbetriebssportgemeinschaft BSG Turbine auf. Seit 2011 ist der SSV ein reiner Fußballverein mit zirka 300 Mitgliedern in 16 Mannschaften. Die 1. Herrenmannschaft wurde zur Saison 2009/10 an den Getränkekonzern Red Bull abgegeben, die neue 1. Herrenmannschaft spielt in der Saison 2018/19 in der sechstklassigen Sachsenliga.

Der Kanu- & Freizeitclub Markranstädt bietet Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit zur sportlichen Betätigung.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

Markranstädt verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung an die Großstadt Leipzig. Die Stadt verfügt über zwei Anschlüsse an die A 9 sowie zwei Anschlüsse an die A 38. Im Stadtgebiet kreuzen sich die Bundesstraßen 87 und 186. Zu dem ist der Flughafen Leipzig-Halle (zwölf Kilometer entfernt) über die A 9 bzw. die Bundesstraßen sehr gut zu erreichen.

SchienenverkehrBearbeiten

 
Bahnhof Markranstädt

Markranstädt liegt an der Bahnstrecke Leipzig–Großkorbetha–Erfurt und war ab dem 22. März 1856 mit der Eröffnung des Teilstückes Corbetha–Leipzig an das Eisenbahnnetz angeschlossen.[13]

Der Bahnhof ist Verkehrshalt der im Stundentakt verkehrenden Linie RB20 nach Leipzig, Naumburg, Erfurt und Eisenach. Seit Dezember 2015 gibt es am Bahnhof von Markranstädt ein Kundencenter, welches von Abellio Rail Mitteldeutschland betrieben wird.

Im Stadtgebiet wird außerdem der Haltepunkt Großlehna bedient.

NahverkehrBearbeiten

Durch die LeoBus GmbH, einem Tochterunternehmen des LVB-Konzerns, ist Markranstädt über die Buslinie 65 mit der Stadt Leipzig, dem Cospudener See und der Stadt Markkleeberg verbunden. Außerdem verkehren die Linien 61, 130, 161, 163, 164 und 165 nach Leipzig und Lützen, in die Ortsteile der Stadt Markranstädt sowie zum Einkaufspark Nova Eventis. Durch die Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt (PNVG) wird Markranstädt mit der Linie 743 Richtung Bad Dürrenberg und Merseburg verbunden.

Im Nachtverkehr wird die Stadt vom Nightliner N2 (Leipzig Hbf. – Markranstädt) bedient. Eine Besonderheit stellt Albersdorf dar. Hier gibt es öffentlichen Verkehr nur in Nachtstunden (Nightlinier N1), tagsüber wird dieser Ortsteil nicht angefahren.

Die Stadt liegt im Mitteldeutschen Verkehrsverbund; Markranstädt gehört mit seinen Ortsteilen zur Tarifzone 156.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Im Zentrum befinden sich vor allem entlang der Leipziger Straße zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte. Die Gewerbegebiete Kulkwitz, Großlehna, Frankenheim und Ranstädter Mark machen Markranstädt aber auch für größere Industrie- und Gewerbebetriebe interessant.

SchulenBearbeiten

 
Oberschule

Markranstädt hat eine Oberschule und ein Gymnasium mit sprachlichem, naturwissenschaftlichem und künstlerischem Profil. In Markranstädt sowie in den Ortsteilen Kulkwitz und Großlehna gibt es je eine Grundschule.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Heinrich Engelbert Schwartze: Leipziger Land-Chronik (dritter Theil, 1. Capitel: Von Marck-Rannstaedt), 2006, Leipzig, PRO LEIPZIG - Verlag, ISBN 3-936508-23-2
  • Christa Berbig: Markranstädter Spätlese, September 2007, Schwerin, Eigenverlag
  • Günther Kluge, Hanna Kämmer: Markranstädt: Die Stadt am See – Geschichte und Geschichten, Dezember 2002, Geiger-Verlag, ISBN 3-89570-825-9
  • Cornelius Gurlitt: Markranstädt. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 84.
  • Cornelius Gurlitt: Quesitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 108.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Markranstädt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Markranstädt – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Duden online. Bibliographisches Institut GmbH, abgerufen am 15. Mai 2012.
  3. Webseite des Heimatvereins Frankenheim-Lindennaundorf
  4. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 84 f.
  5. Vive L'Empereur - Napoleon in Leipzig, 1. Aufl., Leipzig, PRO Leipzig Verlag, 2008 - ISBN 978-3-936508-40-6
  6. Die Amtshauptmannschaft Leipzig im Gemeindeverzeichnis 1900
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2006
  10. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  11. http://www.lvz.de/Region/Markranstaedt/Buergermeisterwahl-in-Markranstaedt-Jens-Spiske-loest-Carina-Radon-ab
  12. http://www.markranstaedt.de/markranstaedt/module/ortsrecht/dateien/dokumente/Hauptsatzung.pdf
  13. Markranstädt - Die Stadt am See, 1. Aufl., Horb am Neckar, Geiger-Verlag, 2002 - ISBN 3-89570-825-9