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Diakonissenkrankenhaus Leipzig

Krankenhaus der Regelversorgung in Leipzig
Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig
Logo
Trägerschaft Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig gGmbH
Ort Leipzig
Bundesland Sachsen
Koordinaten 51° 20′ 35″ N, 12° 19′ 13″ OKoordinaten: 51° 20′ 35″ N, 12° 19′ 13″ O
Geschäftsführer Michael Kühne
Versorgungsstufe Krankenhaus der Regelversorgung
Betten 250[1]
Mitarbeiter 387[2]
davon Ärzte 70[2]
Zugehörigkeit edia.con-Gruppe
Gründung 1900
Website www.diako-leipzig.de

Das Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig im Leipziger Stadtteil Lindenau ist ein Krankenhaus der Regelversorgung, das zum mitteldeutschen Diakonie-Verbund edia.con gehört, an dem auch Agaplesion beteiligt ist.

Es ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. Das vor über einhundert Jahren erbaute Diakonissenmutterhaus steht unter Denkmalschutz. Das Krankenhaus verfügt über 272 Betten.

GeschichteBearbeiten

 
Diakonissenhaus um 1900
 
Ehemaliges Poliklinik-Gebäude, dahinter Turmaufbau des Mutterhauses
 
Haupteingang (2010)

Die Anfänge des Diakonissenkrankenhauses Leipzig gehen auf das Jahr 1891 zurück, als auf Initiative des Superintendenten der Thomaskirche Oskar Pank mit der praktischen Krankenpflegeausbildung im „Städtischen Hospital St. Jacob“ begonnen wurde. Als offizielles Gründungsjahr gilt das Jahr 1900, in dem das Diakonissenmutterhaus eingeweiht und das Krankenhaus eröffnet wurde. Erster Chefarzt der Chirurgie war Heinrich Braun. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurde das Haus als Lazarett bereitgestellt.

Im Jahr 1925 erhielt die Krankenpflegeschule die Staatliche Anerkennung, 1928 wurde ein Poliklinik-Gebäude eingeweiht. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Krankenhaus als Reservelazarett übergeben und 1945 erfolgte die Wiederaufnahme des regulären Krankenhausbetriebes. Im Jahr 1954 wurde ein Operations- und Röntgengebäude eingeweiht.

Nach der Wende wurde das Haus 1995 in die Trägerschaft der Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig gGmbH mit dem Ev.-Luth. Diakonissenhaus Leipzig e.V. als alleinigem Gesellschafter überführt. 1996 wurde die Poliklinik geschlossen, in deren Gebäude ab 1997 Praxisniederlassungen eingerichtet wurden. 1998 erfolgte die Neueröffnung der Notaufnahme.

Im Jahr 2000, in dem das 100-jährige Bestehen des Diakonissenkrankenhauses gefeiert wurde, erfolgte die Zusammenlegung mit dem Krankenhaus Bethanien Leipzig, erste Belegklinik Sachsens. Gesellschafter sind seitdem der Ev.-Luth. Diakonissenhaus Leipzig e.V., die Diakoniekliniken Leipzig gGmbH und die Bethanien Krankenhaus Chemnitz gGmbh.

2004 wurde der Neubau des Krankenhauses eingeweiht, der auch einen Andachtsraum (Glasgestaltung: Matthias Klemm) enthält.

Das Haus erhielt 2004 die Zertifizierung nach KTQ mit zusätzlicher Zertifizierung proCum Cert für kirchlich getragene Einrichtungen.

Im August 2008 wurde die Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig gGmbH als Tochtergesellschaft in die neu gegründete edia.con gGmbH eingebracht.

StrukturBearbeiten

Das Diakonissenkrankenhaus ist gegliedert in eine Klinik für Chirurgie (mit den Abteilungen Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie), eine Klinik für Innere Medizin, eine Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, die Physiotherapie und die Notaufnahme, die dem zentralen Rettungsdienst der Stadt Leipzig angeschlossen ist. Die Abteilung Viszeralchirurgie ist als Darmzentrum zertifiziert.

Außerdem gibt es mehrere Belegabteilungen (Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde, Urologie, Angiologie und Anästhesie) und Konsiliarärzte. Im Gebäude des Hauses befindet sich eine Gemeinschaftspraxis für Radiologie mit einer Mammographie-Screeningeinheit. Im Haus arbeiten Grüne Damen.

Angeschlossen an das Diakonissenkrankenhaus sind das Betreute Seniorenwohnheim im Diakonissenhaus, das Altenpflegeheim am Diakonissenhaus, die Kurzzeitpflegestation am Diakonissenhaus und das Altenpflegeheim Bethanien in Leipzig-Plagwitz.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Weisse Liste: Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig gemeinnützige GmbH
  2. a b Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig: Zahlen & Fakten von Leipzig