Ronnie Baxter

englischer Dartspieler
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Ronnie Baxter Zwaantje Masters 2019 (cropped).jpg
Ronnie Baxter, 2019
Zur Person
Spitzname The Rocket
Nation England England
Geburtsdatum 5. Februar 1961
Geburtsort Blackpool, Lancashire, England
Wohnort Blackpool, Lancashire, England
Dartsport
Dart seit 1980er
Wurfhand rechts
Darts 23 Gramm Tommy's Darts
Einlaufmusik Don’t Stop Me Now von Queen
BDO/WDF 1991–2001
PDC 2001–2018
Wichtigste Erfolge

BDO-Weltmeisterschaft: Finale 1999, 2000
BDO World Masters: Finale 1997
World Trophy: Halbfinale 2006
International League: Gruppenphase 2006
Finder Masters: Halbfinale 2001
News of the World Championship: Viertelfinale 1988
PDC-Weltmeisterschaft: Viertelfinale 2002, 2010
World Matchplay: Finale 1998
Premier League: 5. Platz 2006, 2010
World Grand Prix: Halbfinale 2004
Grand Slam: Achtelfinale 2010
UK Open: Halbfinale 2009
Players Championship Finals: Halbfinale 2009
European Championship: Viertelfinale 2008, 2010
Desert Classic: Finale 2002
Championship League: 2. Hauptrunde 2012

Infobox zuletzt aktualisiert: 16. November 2022

Ronnie Baxter (* 5. Februar 1961 in Blackpool, North West England) ist ein ehemaliger englischer Dartspieler mit dem Spitznamen „The Rocket“, der unter anderem für seinen roboterartigen Wurfstil bekannt ist.

KarriereBearbeiten

1980er und 1990erBearbeiten

Baxter machte sich Mitte der 80er Jahre zuerst in der nordamerikanischen Dartszene einen Namen, bevor er auch in England bekannter wurde.

Mitte der 1990er galt Baxter als einer der herausragenden Spieler auf der Weltbühne; er erreichte 1999 und 2000 zwei Mal in Folge das Finale des Embassy World Professional Darts Championship. Er verlor diese jedoch gegen Raymond van Barneveld und Ted Hankey. Zuvor hatte er bereits beim World Masters 1997 und dem World Matchplay 1998 den zweiten Platz belegt. Diverse Siege in größeren Turnieren brachten ihm aber dennoch Platz 1 des WDF-Rankings ein. Zu seinen größten Erfolgen zählen sicherlich die Siege beim British Matchplay 1992 und 1998.

2000erBearbeiten

2002 wechselte er von der British Darts Organisation (BDO) zur damals konkurrierenden Professional Darts Corporation (PDC). Dort war Baxter auch schnell und vor allem langfristig auf einem der oberen Weltranglistenplätze zu finden und das, obwohl er kein einziges PDC-Major-Turnier für sich entscheiden konnte. Zwischen 2002 und 2005 gewann „The Rocket“ fünf Turniere auf der Tour, erreichte das Viertelfinale der Weltmeisterschaft, stand zweimal in der Vorschlussrunde des World Matchplay, einmal im Halbfinale des World Grand Prix und war ein Finalist der Las Vegas Desert Classics. So gab es 2006 die Einladung zur Premier League, in der der fünfte Rang heraussprang. Neben einem weiteren Titel auf der Tour und einem Halbfinale bei der World Darts Trophy gelangen allerdings immer weniger Erfolge. 2007 waren ein Viertelfinale beim World Matchplay und ein weiterer Turniersieg auf der Pro Tour die größten Erfolge. 2008 war Baxter bei der Premiere der European Championship einer der Viertelfinalisten und holte sich noch den weiteren Sieg bei einer Players Championship. 2009 zeigte Baxter eine gute Leistung bei der PDC-Weltmeisterschaft, als er in der ersten Runde den Finnen Marko Kantele und in der zweiten Runde Denis Ovens bezwingen konnte, bevor er äußerst knapp in einem Sudden-Death Leg im letzten Satz gegen Raymond van Barneveld unterlag. In der Folge schaffte Baxter 2009 Halbfinalteilnahmen beim World Matchplay, den UK Open sowie den Players Championship Finals.

2010erBearbeiten

Bei der PDC-Weltmeisterschaft 2010 musste er sich erst im Viertelfinale, erneut gegen van Barneveld, geschlagen geben. Anschließend erhielt er erneut eine Einladung zur Premier League und schloss wie bereits 2006 auf Rang Fünf ab. Zudem gelang ihm ein Viertelfinale bei den European Championships und ein Sieg auf der Pro Tour. 2011 lief es bei den TV-Turnieren nicht gut, dafür waren die Ergebnisse auf der Tour sehr gut, unter anderem gelangen zwei Turniersiege. Baxter gewann im ersten Players Championship Wochenende 2011 das Finale des Sonntagsevents gegen Antonio Alcinas mit 6:4. Sein zweites Players Championship Turnier 2011 gewann er beim Canadian Masters Players Championship am 28. August 2011 mit 6:2 gegen Kevin Painter. 2012 erspielte sich der damals 51-Jährige noch einmal ein Halbfinale beim World Matchplay, das in seiner Heimatstadt Blackpool ausgespielt wird und konnte sich auf der Pro Tour erneut in die Siegerliste eintragen. 2013 konnte Baxter dann erstmals seit 2002 keinen nennenswerten Titel gewinnen, erreichte aber das Viertelfinale bei den UK Open.

Während Baxter 2014 gerade auf der Pro Tour weiter gut mithalten konnte, fielen seine Leistungen 2015 stark ab. Somit verpasste er letztlich auch die Teilnahme an der PDC World Darts Championship 2016 und spielte somit das erste Mal seit seinem Debüt 1991 keine Weltmeisterschaft. Ein Halbfinale und mehrere Achtelfinale auf der Tour konnten nicht verhindern, dass Anfang 2017 der Gang zur Q-School anstand. Dort holte sich Baxter noch einmal die Tourkarte. Mehr als 10.000 britische Pfund konnte er jedoch in den nächsten 18 Monaten nicht einspielen. Eine Players Championship in Barnsley am 27. Juni 2018 war sein letztes Turnier bei der PDC. Danach zog sich Baxter aus internationalen Wettkämpfen zurück. Seine letzte Partie verlor er mit 2:6 gegen Andrew Gilding.

Baxter nimmt seit 2022 vereinzelt wieder an Turnieren, der World Seniors Darts Tour (WSDT) teil, jedoch bislang ohne größere Erfolge.

PrivatesBearbeiten

Ronnie Baxter betrieb mit seiner Frau Rachael in Cirencester eine Pension. Zuvor war er in Church, Lancashire wohnhaft. Von der Pension und seiner Frau hat er sich allerdings mittlerweile getrennt und lebt wieder in seiner Heimatstadt Blackpool.

TitelBearbeiten

BDOBearbeiten

  • Weitere
    • 1991: Welsh Open
    • 1993: Welsh Open
    • 1995: German Open
    • 1997: British Pentathlon

PDCBearbeiten

WeltmeisterschaftsresultateBearbeiten

BDOBearbeiten

PDCBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten