Puéchabon

französische Gemeinde

Puéchabon (okzitanisch Puèg-Abon) ist ein südfranzösischer Ort und eine Gemeinde (commune) mit 492 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Hérault in der Region Okzitanien.

Puéchabon
Puèg-Abon
Wappen von Puéchabon
Puéchabon (Frankreich)
Puéchabon
Region Okzitanien
Département (Nr.) Hérault (34)
Arrondissement Lodève
Kanton Gignac
Gemeindeverband Vallée de l’Hérault
Koordinaten 43° 43′ N, 3° 37′ OKoordinaten: 43° 43′ N, 3° 37′ O
Höhe 54–483 m
Fläche 31,32 km²
Einwohner 492 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km²
Postleitzahl 34150
INSEE-Code

Puechabon – Ortsansicht

Lage und KlimaBearbeiten

Der etwa 160 m hoch gelegene Ort Puéchabon liegt im Gebiet der Garrigue in den südlichen Ausläufern der Cevennen im Quellgebiet mehrerer Bäche, deren Wasser in den nur etwa 5 km westlich gelegenen Fluss Hérault gelangt. Nächstgelegene Großstadt ist das ca. 40 km (Fahrtstrecke) südöstlich gelegene Montpellier, aber auch die südlich gelegene Küstenstadt Sète ist nur ca. 55 km entfernt. Im Umkreis von nur etwa 10 km liegen die historisch und kulturell bedeutsamen Orte Aniane und Saint-Guilhem-le-Désert. Das sowohl vom Mittelmeer als auch von den Bergen des Zentralmassivs beeinflusste Klima ist mild bis gemäßigt; Regen (ca. 710 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2018
Einwohner 669 893 651 270 346 492
Quellen: Cassini und INSEE

Die Reblauskrise im Weinbau, die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe („Höfesterben“) und die daraus resultierende Arbeitslosigkeit auf dem Lande haben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen geführt, von dem sich der Ort nur langsam erholt.

WirtschaftBearbeiten

In der zerklüfteten und felsigen Umgebung waren traditionell der Weinbau und die Viehwirtschaft von Bedeutung.

GeschichteBearbeiten

 
Église Saint-Sylvesre-des-Brousses

Der Ort wird möglicherweise bereits in einer Urkunde aus der Zeit Karls des Großen (777) erwähnt. Vielleicht schon im 10. Jahrhundert wurde er als Runddorf (circulade) neugebaut.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die Église Notre-Dame oder auch Saint-Pierre-aux-Liens ist ein einschiffiger spätgotischer Bau mit einem Glockenturm (clocher) aus dem 18. Jahrhundert.
  • Ein nach allen Seiten offener Waschplatz (lavoir) befindet sich am Ortsrand.
Umgebung
  • Die zu einem längst aufgegebenen Dorf gehörende romanische Kirche Saint-Sylvestre-de-Montcalmès oder Saint-Sylvestre-des-Brousses (43° 42′ 53″ N, 3° 35′ 33″ O) steht ungefähr 2 km westlich des Ortes. Während die im Äußern deutlich abgegrenzte Apsis des einschiffigen Baus eingewölbt ist, wird das Kirchenschiff von Holzdecken überspannt. Die Kirche ist bereits seit dem Jahr 1918 als Monument historique anerkannt.[1]
  • Der Boscorre Dolmen und der "Dolmen Carrière de l'Espinasse" befinden sich im Umkreis von etwa 5 km.

WeblinksBearbeiten

Commons: Puéchabon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Puéchabon – Kirche