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Olesko

Siedlung städtischen Typs in der Ukraine
Olesko
Олесько
Wappen von Olesko
Olesko (Ukraine)
Olesko
Olesko
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Rajon Busk
Höhe: 234 m
Fläche: 1,99 km²
Einwohner: 1.510 (1. Januar 2011)
Bevölkerungsdichte: 759 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 80533
Vorwahl: +380 3264
Geographische Lage: 49° 58′ N, 24° 54′ OKoordinaten: 49° 57′ 51″ N, 24° 53′ 38″ O
KOATUU: 4620655600
Verwaltungsgliederung: 1 Siedlung städtischen Typs, 3 Dörfer
Bürgermeister: Anatolij Tryndjuk
Adresse: 80533 смт. Олесько
Statistische Informationen
Olesko (Oblast Lwiw)
Olesko
Olesko
i1

Olesko (ukrainisch Олесько; russisch Олеско, polnisch Olesko) ist eine Siedlung städtischen Typs im Rajon Busk der Oblast Lwiw im Westen der Ukraine etwa 72 Kilometer östlich der Oblasthauptstadt Lemberg am Flüsschen Liberka gelegen.

Schloss in Olesko

Zur Siedlungsratsgemeinde zählen neben der Siedlung städtischen Typs auch die Dörfer Wolujky (Волуйки), Terebeschi (Теребежі) und Zykiw (Циків).

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1327 zum ersten Mal schriftlich erwähnt und gehörte zunächst zum Königreich Polen, er lag hier zuletzt in der Woiwodschaft Ruthenien[1]. Im Schloss kam 1629 Johann III. Sobieski zur Welt. Nachdem er 1674 König von Polen geworden war, kaufte er es und ließ es restaurieren und umbauen. Ab 1687 hielt er zeitweise Hof in Olesko. Infolge der ersten Teilung Polens von 1772 wurde die Ortschaft als ein Teil von Galizien Österreich einverleibt und war von 1854 bis 1867 Sitz einer Bezirkshauptmannschaft[2], danach wurde hier ein Bezirksgericht des Bezirks Złoczów eingerichtet.[3]

Der Erste Weltkrieg beendete die österreichische Herrschaft und das Dorf wurde Teil der Westukrainischen Volksrepublik, fiel aber dann an Polen (in die Woiwodschaft Tarnopol, Powiat Złoczów, Gmina Olesko). Während des Zweiten Weltkrieges wurden diese Gebiete zunächst von der Sowjetunion (17. September 1939 bis Juni 1941) besetzt. Unter sowjetischer Besatzung bekam der Ort 1940 den Status einer Siedlung städtischen Typs. Von Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges an bis Mitte 1944 wurde Olesko von Deutschland besetzt.

Nach dem Ende des Krieges wurde der Ort der Sowjetunion zugeschlagen. Dort kam die Stadt zur Ukrainischen SSR und ist seit 1991 ein Teil der unabhängigen Ukraine.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Johann III. Sobieski (1629–1696), polnischer Aristokrat, Staatsmann, Großhetman, König von Polen und Großfürst von Litauen
  • Aleksander Kobzdej (1920–1972), polnischer Maler, Bühnenbildner und Architekt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Olesko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rizzi Zannoni, Woiewodztwo Ruskie, Część Krakowskiego, Sędomirskiego y Bełzkiego z granicami Węgier, y Polski, ktore gory Karpackie nakształt łańcucha wyciągnione, od góry Wolska aż do Talabry, wyznaczaią.; 1772 (Memento vom 20. November 2015 im Internet Archive)
  2. Reichsgesetzblatt vom 24. April 1854, Nr. 111, Seite 401
  3. Reichsgesetzblatt vom 23. Jänner 1867, Nr. 17, Seite 51