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Gemeinde Nájera
Nájera
Nájera
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Nájera
Nájera (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: La RiojaLa Rioja La Rioja
Comarca: Nájera
Koordinaten 42° 25′ N, 2° 44′ WKoordinaten: 42° 25′ N, 2° 44′ W
Höhe: 485 msnm
Fläche: 37,44 km²
Einwohner: 8.088 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 216,03 Einw./km²
Postleitzahl: 26300
Gemeindenummer (INE): 26102 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Nájera

Nájera ist eine Kleinstadt und eine 8.088 Einwohner (Stand 1. Januar 2017) zählende Gemeinde (municipio) am Jakobsweg (Camino Francés) in der autonomen Region La Rioja. Der Name kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie „Ort zwischen den Felsen“.

Inhaltsverzeichnis

Lage und KlimaBearbeiten

Die Kleinstadt Nájera liegt am Río Najerilla knapp 30 km (Fahrtstrecke) westlich der Provinzhauptstadt Logroño in einer mittleren Höhe von etwa 485 m. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 555 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 2.945 2.836 3.346 7.076 8.088[3]

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert hatte einen kontinuierlichen Verlust an Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft und somit eine Abwanderung vieler Menschen in die Städte zur Folge.

WirtschaftBearbeiten

Früher lebten die Bewohner des Ortes direkt oder indirekt (als Bauern, Landarbeiter oder Handwerker) von der Feld- und Viehwirtschaft. Heute spielt der Dienstleistungssektor und hier vor allem der Tourismus eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

 
Klosterkirche Santa María la Real

GeschichteBearbeiten

Bereits in der Jungsteinzeit war die Gegend um Nájera besiedelt. In der Antike entstand in ca. 2 km Entfernung von der heutigen Stadt die Römerstadt Tritium Magallum. Die Mauren gründeten eine Festung auf dem Cerro de la Mota über dem Fluss. Im Jahr 923 eroberte der in Pamplona residierende König Sancho I. von Navarra die Gegend um Nájera; nach der Zerstörung Pamplonas durch die Truppen des cordobesischen Emirs Abd ar-Rahmans III. im Jahr 924 verlagerte sein Sohn García I. die Hauptstadt nach Nájera, doch nach den siegreichen Feldzügen Almansors (um 990) mussten die Herrscher Navarras Tribute an Córdoba entrichten. Sancho III. (reg. 999–1035) gewährte der Stadt Nájera umfangreiche Privilegien (fueros) und förderte den Pilgerweg nach Santiago de Compostela durch den Bau von Herbergen und Hospitälern. Unter seinen Söhnen entstanden vier Kleinreiche, die jedoch die jedoch nach erfolgreichen Kämpfen gegen die Mauren im Rahmen der Reconquista die Wiege von Navarra, Kastilien und Aragón bildeten. Auch in der Folgezeit statteten die jeweiligen Machthaber die Stadt mit Bauten und weiteren Privilegien aus – so erhielt Nájera im Jahr 1438 die vollen Stadtrechte (villa) und in den Jahren 1435 bis 1516 entstand das Kloster Santa María la Real.[4][5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Bedeutendstes Bauwerk von Nájera ist die von außen beinahe festungsartig wirkende Klosterkirche Santa María la Real, in deren Krypta sich die Grablege der Könige Navarras befindet; der Kreuzgang (claustro) mit seinem Maßwerk im Übergangsstil von der Gotik zu Renaissance enthält weitere Grabmäler. Beachtenswert ist die aufstrebende Schlankheit der gotischen Architektur der dreischiffigen Kirche, deren überaus reich ornamentierter spätbarocker Hauptaltar (retablo) im 18. Jahrhundert im Stil des Churriguerismus gefertigt wurde.
  • Mit dem Bau der Iglesia de la Santa Cruz wurde im Jahr 1611 begonnen.
  • Der Convento de Santa Elena war ein Klarissenkloster.
  • Das Museo Najerillense präsentiert zahlreiche Exponate aus der Stadtgeschichte.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Cordula Rabe: Spanischer Jakobsweg. Von den Pyrenäen bis Santiago de Compostela. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-4330-0 (Rother Wanderführer).
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3. überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nájera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Nájera – Klimatabellen
  3. Nájera – Bevölkerungsentwicklung
  4. Königreich Nájera – Geschichte
  5. Nájera – Geschichte
Navigationsleiste Jakobsweg „Camino Francés

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