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Gemeinde Munilla
Munilla – Ortsbild
Munilla – Ortsbild
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Munilla (La Rioja) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: La RiojaLa Rioja La Rioja
Comarca: Arnedo
Koordinaten 42° 11′ N, 2° 18′ WKoordinaten: 42° 11′ N, 2° 18′ W
Höhe: 790 msnm
Fläche: 54,19 km²
Einwohner: 108 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,99 Einw./km²
Postleitzahl: 26568
Gemeindenummer (INE): 26098 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Munilla

Munilla ist ein abgelegenes kleines Bergdorf und eine aus dem Ort und dem Weiler (pedanía) Peroblasco bestehende Gemeinde (municipio) mit 108 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Süden der Autonomen Gemeinschaft La Rioja in Spanien.

LageBearbeiten

Der Ort Munilla liegt am Río Manzanares nahe der Grenze zur Provinz Soria in einer Höhe von etwa 790 m. Die Entfernung zur nördlich gelegenen Provinzhauptstadt Logroño beträgt ca. 45 km (Fahrtstrecke). Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 565 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2001 2018
Einwohner 2.342 1.725 1.017 120 108[3]

Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Zahl der Einwohner seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen.

WirtschaftBearbeiten

Das kleine Bergdorf war und ist in hohem Maße geprägt von der Landwirtschaft, vor allem von der Viehzucht (Milch, Käse). In früheren Zeiten diente der Ort als Handwerks- und Marktzentrum für einige – mittlerweile meist verlassene – kleinere Einzelgehöfte und Weiler in der Umgebung. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es eine bedeutende Tuch- und Schuhproduktion. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus (Wandern und Ferienwohnungen) eine wichtige Rolle als Einnahmequelle für die Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Ein römischer Inschriftstein weist darauf hin, dass der Ort in der Antike an einer Straße von Calagurris Iulia (Calahorra) nach Numantia (bei Soria) lag. Im 6. Jahrhundert drangen die Mauren bis in den Norden der Iberischen Halbinsel vor. Im Zuge der Rückeroberung der besetzten Gebiete durch die Christen (reconquista) lag die Gegend um Munilla im Grenzbereich beider Kulturen – in einer Urkunde des Jahres 1024 wird der Ort erstmals namentlich erwähnt.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
verlassenes Dorf La Santa
  • Die örtliche Pfarrkirche San Miguel ist dem Erzengel Michael geweiht; sie zeigt spätgotische Stileinflüsse und stammt noch aus dem 15. Jahrhundert. Sie besitzt mehrere sehenswerte Altarretabel (retablos) aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.[5]
  • Die Iglesia de Santa Maria de la Asunción ist der Himmelfahrt Mariens geweiht. Auch sie entstammt dem 15./16. Jahrhundert und besitzt mehrere Altarretabel.
  • Die barocke Ermita de La Soledad steht in der Nachbarschaft.
  • Eine doppelbogige Steinbrücke aus dem 15./16. Jahrhundert (puente romano) überspannt den Río Manzanares.[6]
Umgebung
  • Vier im 19. und. 20. Jahrhundert verlassene Weiler (despoblados) in der Umgebung (La Monija, La Santa, Ribalmaguillo und San Vicente de Munilla) lohnen einen Besuch.
  • Der nur noch ca. 10 Einwohner zählende Weiler Peroblasco liegt auf einem Felsen oberhalb des Río Cidacos.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Munilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Munilla – Klimatabellen
  3. Munilla – Bevölkerungsentwicklung
  4. Munilla – Geschichte
  5. Munilla – Kirche San Miguel
  6. Munilla – Brücke