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Numantia

archäologische Stätte in Spanien
Ruinen von Numantia
Blick auf die archäologischen Ausgrabungen von Numantia
Rekonstruktionen einfacher Häuser aus Stein und Lehm

Numantia (spanisch: Numancia) war die Hauptstadt der Keltiberer oder der Kelten im Norden der Iberischen Halbinsel.

LageBearbeiten

Die Ausgrabungsstätte Numantia liegt im Norden der heutigen spanischen Provinz Soria in der Nähe von Garray auf der ca. 1100 m hohen Erhebung Muela de Garray oberhalb des Flusses Duero etwa 12 km nordöstlich der heutigen Stadt Soria und ca. 160 km westlich von Saragossa.

GeschichteBearbeiten

Numantia war in der Antike ein keltisches Oppidum, das seit der Bronzezeit besiedelt war. Während der iberischen Kriege (154–133 v. Chr.) zwischen Rom und den Keltiberern, die von Viriatus angeführt wurden, war die Stadt ein stark befestigtes Widerstandszentrum. Der erste römische Angriff von 153 v. Chr. scheiterte daran, dass die eingesetzten Elefanten das eigene Lager niedertrampelten, nachdem sie von den Keltiberern mit Steinen beworfen worden waren. Im Jahr 141 v. Chr. versuchten die Römer unter Quintus Pompeius erneut ohne Erfolg, die Stadt einzunehmen. 8 Jahre später wurde Numantia von dem jüngeren Scipio (Aemilianus), dem Enkel des Siegers von Zama, für Rom als Folge der Belagerung von Numantia erobert – er kesselte die Stadt ein und löste somit eine Hungersnot in Numantia aus. Die Eroberung der Stadt bedeutete das Ende der Spanischen Kriege, in deren Verlauf viele römische Soldaten ihr Leben verloren hatten.

Numantia wurde von Kaiser Augustus (reg. 31 v. Chr. bis 14 n. Chr.) neugegründet und lebte als nicht unbedeutende Römerstadt auch in der Spätantike weiter; die Stadt war mit Calagurris Iulia (Calahorra) über eine viel genutzte Straße verbunden.

LiteraturBearbeiten

  • Alfred Heuss: Römische Geschichte. 5. Auflage, Lizenzausgabe. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 120.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Numantia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 41° 48′ 34″ N, 2° 26′ 39″ O