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Sancho I. Garcés († 11. Dezember 925) war von 905 bis 925 König von Navarra aus dem Haus Jiménez.

Er war ein Sohn eines García (II.) Jiménez und dessen zweiter Frau Dadildis von Pallars.[1] Der Vater war vermutlich ein Angehöriger des baskischen Hauses des Íñigo Arista und war vielleicht mit einem gleichnamigen König aus der Mitte des 9. Jahrhunderts identisch. Im Jahr 905 hatte Sancho seinen entfernten Vetter Fortún Garcés entmachtet, ihn in das Kloster San Salvador de Leire verbannt und sich so der Herrschaft über Pamplona bemächtigt.[2]

Sancho beendete die traditionelle Allianz Pamplonas mit den Banu Qasi und begann im Bund mit König Ordoño II. von León eine Expansionspolitik gegen das Kalifat von Córdoba (Al-Andalus). Bis 918 unterwarf er das Umland von Logroño, Nájera und Tudela.[3] Am 26. Juli 920 wurden die Verbündeten in der Schlacht von Valdejunquera von dem Kalif Abd ar-Rahman III. geschlagen, aber Sancho konnte nach dessen Rückzug nach Córdoba 921 die Burg Viguera erobern, damit das Tal des Río Iregua sichern und einen Brückenkopf südlich des Ebro gewinnen. Ordoño II. hatte zwar 923 Nájera erobert, provozierte damit allerdings eine erneute Strafexpedition des Kalifen, der 924 Nájera zurückeroberte und anschließend Pamplona brandschatzte. Sancho wartete den Rückzug des Kalifen in den Bergen ab, um im Frühjahr 925 nun seinerseits Nájera zu erobern, das er dauerhaft sichern konnte. Das so für Navarra neu gewonnene Land entsprach damit dem Gebiet der oberen (Alta) und mittleren (Media) Rioja. In den eroberten Gebieten siedelte er christliche Bevölkerungsgruppen und Mönche an, um dort seine Herrschaft zu stabilisieren. So gründete er am 5. Januar 924 die Abtei San Martín de Albelda.[4] Am 11. Dezember 925 starb Sancho, bestattet wurde er in der Kapelle der Burg San Estebán bei Villamayor de Monjardín.[5] Weil sein Sohn zu diesem Zeitpunkt noch unmündig war, folgte ihm zunächst sein Bruder Jimeno in der Herrschaft nach.

Verheiratet war Sancho mit Toda Aznárez, die im Gegensatz zu ihm eine direkte Nachkommin des Íñigo Arista war. Offenbar hatte er sich durch diese Ehe für seine Herrschaft legitimierende Würden versprochen. Mit ihr hatte er mehrere Kinder:

Außerdem hatte Sancho eine uneheliche Tochter, Lupa Sánchez, die in das Grafenhaus von Bigorre verheiratet wurde.

LiteraturBearbeiten

Charles Julian Bishko: Salvus of Albelda and Frontier Monasticism in Tenth-Century Navarre. In: Speculum 23 (1948) 559–590.

AnmerkungenBearbeiten

  1. Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Vol. 1 (1945), §10 und 13, S. 234 und 236. (Memento des Originals vom 3. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cema.unizar.es
  2. Libro de Regla, hrsg. von José Yanguas y Miranda in: Adiciones al diccionario de antigüedades del reino de Navarra. Pamplona 1843, S. 259.
  3. Chronicon Albeldense, hrsg. von Enríque Flórez in: España Sagrada. Bd. 13 (1782), S. 463.
  4. Für die Gründungsurkunde siehe: España Sagrada. Bd. 33, hrsg. von Manuel Risco (1781), S. 465–468, bzw. Cartulario de Albelda, hrsg. von Antonio Ubieto Arteta (1981), Nr. 3, S. 13.
  5. Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Vol. 1 (1945), S. 255 und 159. (Memento des Originals vom 3. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cema.unizar.es

WeblinksBearbeiten

VorgängerAmtNachfolger
Fortún GarcésKönig von Navarra
905–925
Jimeno