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Leichtathletik Kassel-Marathon
Austragungsort Kassel
DeutschlandDeutschland Deutschland
Erste Austragung 2007
Rekorde
Distanz 42,195 km
Streckenrekord Männer: 2:12:51 h
KeniaKenia Edwin Kosgei, 2018
Frauen: 2:35:23 h h
KeniaKenia Salome Jerono Biwott, 2012
Website Offizielle Website

Der Kassel-Marathon ist ein Marathon, der seit 2007 in Kassel stattfindet und zu den größten und schnellsten in Deutschland gehört. Er wird von der Abteilung Leichtathletik des PSV Grün-Weiß Kassel ausgerichtet und von der AS-Event GmbH veranstaltet. Cheforganisator ist Winfried Aufenanger, der auch den Kasseler Citylauf mitbegründete. Zum Programm gehören auch ein Halbmarathon, ein Minimarathon über 4,2195 km für Jugendliche, Walking-Wettbewerbe sowie Marathon-Staffeln, bei denen vier Läufer je ein Viertel der Marathonstrecke bewältigen.

Inhaltsverzeichnis

OrganisationBearbeiten

 
Start des Halbmarathons in der Damaschkestraße (2016)
 
Staffelwechselpunkt in der Mombachstraße (2016)
 
Zielbereich im Auestadion (2016)

Von 1972 bis 1998 gab es mit dem KSV Hessen Kassel Marathon eine Vorgängerveranstaltung, bei der es viermal rund um das Bundesgartenschau-Gelände und die Aue ging.[1] 1991 siegten Matthias Körner in 2:23:49 h und Ursula Starke in 2:56:18 h.[2]

2007 bis 2009: Der 21,097 km lange Kurs hat Start und Ziel auf dem Gelände der Messehallen Kassel und führt gegen den Uhrzeigersinn um die Innenstadt durch die Stadtteile Waldau, Bettenhausen, Wesertor, Nordstadt, Rothenditmold, Kirchditmold, Vorderer Westen, Innenstadt und die Karlsaue. Er wurde von den Halbmarathonläufern einmal und von den Marathonläufern zweimal durchlaufen. Die Strecke hat einen längeren Anstieg auf der Wolfhager Straße mit ca. 50 Höhenmetern sowie einige kürzere Anstiege.

Seit 2010 findet der Kassel Marathon auf einer Ein-Runden-Strecke statt. Auf einem Teil dieser Strecke wird der Halbmarathon gelaufen. Der Strecke des Kassel-Marathons eilt der Ruf voraus viele Höhenmeter zu besitzen, obwohl sie im Vergleich zu anderen Marathonläufen wie zum Beispiel der Strecke des Frankfurt-Marathons weniger Höhenmeter aufweist.

2007 fanden die hessischen Marathonmeisterschaften im Rahmen des Kassel-Marathons statt. 2008 war der Zieleinlauf in der Rothenbach-Halle. Nach Schätzungen der Polizei waren rund 70.000 Zuschauer am Streckenrand.[3]

2011 und 2012 fanden während des Kassel Marathons die deutschen Halbmarathonmeisterschaften im Inlineskaten statt.

2014 wurde unter anderem beim Kassel-Marathon der Dokumentarfilm The Long Distance gedreht.

Seit 2016 wird der Kassel-Marathon nicht mehr im Frühjahr, sondern im Herbst ausgetragen, wodurch sich die Veranstalter einen Zuwachs der Teilnehmerzahlen erhoffen. Während die Teilnehmeranzahl beim Mini-Marathon durch den neuen Termin zurückging, stieg sie beim Marathon an.

Bei der elften Austragung 2017 mussten bei den Männern die fünf Top-Athleten im Marathon disqualifiziert werden, da sie bei Kilometer 19 falsch geleitet worden und so von der vorgesehenen Strecke abgewichen waren.[4] Im Halbmarathon wurden sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen neue Streckenrekorde erzielt.

StatistikBearbeiten

StreckenrekordeBearbeiten

Marathon

Halbmarathon

SiegerlistenBearbeiten

MarathonBearbeiten

Datum Männer Zeit (h) Frauen Zeit (h)
16. Sep. 2018 Kenia  Edwin Kosgei -2- 2:12:51 Kenia  Brendah Kebeya 2:36:43
01. Okt. 2017 Deutschland  Maciek Miereczko 2:27:39 Kenia  Daisy Langat 2:39:30
18. Sep. 2016 Kenia  Edwin Kosgei 2:15:46 Athiopien  Sintayehu Kibebo 2:42:14
17. Mai 2015 Kenia  Kiprotich Kirui -2- 2:14:13 Deutschland  Simret Restle 2:37:49
04. Mai 2014 Kenia  Kiprotich Kirui -1- 2:14:10 Kenia  Caroline Kwambai 2:43:59
12. Mai 2013 Kenia  Hosea Kiplagat Twei 2:15:21 Athiopien  Zherfe Boku 2:38:40
20. Mai 2012 Tansania  Joseph Lwabe 2:14:47 Kenia  Salome Jerono Biwott 2:35:23
22. Mai 2011 Kenia  Julius Muriuki Wahome 2:13:00 Kenia  Jacqueline Nytepi Kiplimo 2:40:01
16. Mai 2010 Kenia  Joel Chepkopol 2:12:55 Kenia  Ecler Loywapet -2- 2:38:53
10. Mai 2009 Kenia  Joseph Biwott 2:13:11 Kenia  Ecler Loywapet -1- 2:37:36
01. Juni 2008 Kenia  Pharis Irungu Kimani 2:15:36 Kenia  Beatrice Omwanza -2- 2:40:24
10. Juni 2007 Kenia  Francis Kiprop 2:16:50 Kenia  Beatrice Omwanza -1- 2:42:21

HalbmarathonBearbeiten

Datum Männer Zeit (h) Frauen Zeit (h)
2018 Deutschland  Karl Junghannß 1:05:28 Deutschland  Sandra Morchner 1:17:12
2017 Athiopien  Chalachew Tiruneh 1:06:42 Athiopien  Melat Yisak Kejeta 1:11:37
2016 Deutschland  Simon Jakob 1:11:42 Deutschland  Jasmin Beer 1:23:16
2015 Deutschland  Johannes Wennmacher 1:11:48 Deutschland  Ramona Wied 1:22:44
2014 Deutschland  Markus Jahn -3- 1:13:53 Deutschland  Rebecca Gessat 1:23:29
2013 Deutschland  Markus Jahn -2- 1:12:53 Deutschland  Silke Optekamp -2- 1:17:59
2012 Deutschland  Markus Jahn -1- 1:11:30 Deutschland  Kathrin Kreil -2- 1:24:20
2011 Deutschland  Thomas Thyssen -2- 1:11:52 Deutschland  Silke Optekamp -1- 1:19:33
2010 Deutschland  Michael Wagner 1:14:26 Deutschland  Katrin Kreil -1- 1:22:56
2009 Deutschland  Thomas Thyssen -1- 1:11:53 Deutschland  Hannah Menne -2- 1:25:38
2008 Deutschland  Ulrich Benz 1:13:17 Deutschland  Hannah Menne -1- 1:28:34
2007 Deutschland  Johannes Jungton 1:14:47 Deutschland  Katja Funck 1:29:10

Entwicklung der FinisherzahlenBearbeiten

Läufer im Ziel

Jahr Marathon Frauen Halbmarathon Frauen
2018 366 56 2125 733
2017 301 44 1292 660
2016 350 69 1618 759
2015 382 61 1785 782
2014 352 41 1861 817
2013 461 76 2597 734
2012 493 60 2732 766
2011 543 65 2636 748
2010 709 85 2672 756
2009 573 73 2810 786
2008 638 82 2715 793
2007 1155 164 2301 706

Inlineskating-WettbewerbBearbeiten

Jahr Sieger Zeit (Min.) Siegerin Zeit (Min.)
2012 Deutschland  Stefan Rumpus 39:16 Deutschland  Katja Ulbrich -2- 43:37
2011 Deutschland  Pascal Ramali 34:51 Deutschland  Katja Ulbrich -1- 41:46
2010 Deutschland  Patrick Naerger 40:38 Vereinigte Staaten  Arimbo Achu 49:48
2009 Kolumbien  Christian Diaz Granados 35:35 Kolumbien  Cecilia Baena 42:32
2008 Belgien  Bart Swings 34:27 Deutschland  Tina Strüver 40:49
2007 Italien  Elio Cuncu 33:38 Deutschland  Jana Gegner 38:56

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bernd Neumann: So ist der Marathon in meiner Heimatstadt. In: Trailrunning. 22. Mai 2011
  2. Association of Road Racing Statisticians: Marathon List for 1991
  3. „Power to go“: Kimani und Omwanza gewinnen zweiten E.ON Mitte Kassel, Meldung auf der Website des Veranstalters, 1. Juni 2008
  4. Veranstalter bezieht Stellung zum Chaos-Marathon: „Es ist klar unser Verschulden“ (Memento des Originals vom 8. März 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hessenschau.de (2. Oktober 2017)