Kirchhain

hessische Stadt im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Kirchhain ist eine Stadt im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Wappen Deutschlandkarte
Kirchhain
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kirchhain hervorgehoben

Koordinaten: 50° 49′ N, 8° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 90,95 km2
Einwohner: 16.246 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35274
Vorwahl: 06422
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 011
Stadtgliederung: 13 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 6/8
35274 Kirchhain
Website: www.kirchhain.de
Bürgermeister: Olaf Hausmann (SPD)
Lage der Stadt Kirchhain im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg)BiedenkopfBreidenbachSteffenbergAngelburgBad EndbachDautphetalGladenbachLohraFronhausenWetter (Hessen)LahntalRauschenbergWohratalCölbeWeimar (Lahn)MarburgEbsdorfergrundNeustadt (Hessen)KirchhainAmöneburgStadtallendorfNordrhein-WestfalenLandkreis Waldeck-FrankenbergSchwalm-Eder-KreisLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild
Kirchhain von oben (2013)

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Kirchhain liegt in Mittelhessen am Nord(ost)rand des Amöneburger Beckens an den Flüssen Ohm, Wohra und Klein. Die Kernstadt liegt etwa 12 km östlich von Marburg, nordöstlich der Einmündung der Wohra in die Ohm, an der sich west- und südlich Kirchhains zum Schutz der am Fluss gelegenen Ortschaften das Hochwasserrückhaltebecken Kirchhain/Ohm ausbreitet.

Die höchste Erhebung des Stadtgebietes ist der 380 m ü. NN hohe, mit einem Aussichtsturm versehene Burgholz im Norden, an dessen Gipfel sich auch der gleichnamige Ortsteil befindet. Der Burgholz ist der südwestlichste Ausläufer der Gilserberger Höhen, die den Norden der Oberhessischen Schwelle bilden und entlang der Rhein-Weser-Wasserscheide den Kellerwald nach Süden abdachen. Auch der nordöstlichste Ortsteil Emsdorf liegt, auf etwa 300 m Höhe, innerhalb dieses Höhenzuges, an dessen Südhängen sich auch noch von Talhöhe aus der nordöstliche Ortsteil Langenstein (bis 270 m) und der äußerste Norden von Kirchhain-Stadt (bis etwa 280 m) in Richtung Kirchhainer Stadtwald ziehen.

Nordwestlich der Kernstadt, jenseits der Wohra und an den Flanken des Südlichen Burgwalds liegen die Ortsteile Himmelsberg und Sindersfeld in Höhen von je um 280 m. Hier befindet sich auch der Staatsforst Rauschenberg, zu dem auch der nördliche Großteil des Waldes bei Burgholz (nördlich des Stadtwaldes) gehört.

Östlich der Kernstadt führt die Bundesstraße 454 in Richtung Stadtallendorf unmittelbar über den zur Oberhessischen Schwelle zählenden Neustädter Sattel, der vergleichsweise sanft ansteigt.

Die Gebiete westlich und südlich der Stadt sind durch die Ackerflächen und Auenlandschaften des Amöneburger Beckens geprägt, die nur durch den Basaltkegel der Amöneburg, 3 km südlich der Kirchhainer Kernstadt, unterbrochen werden. Hier liegen – neben Großteilen der Kernstadt – alle bisher nicht aufgeführten Ortsteile auf Höhen von etwa 190 bis 220 m, wobei sich die westlichen Ortsteile bereits in unmittelbarer Nähe der Lahnberge befinden, während die nördlichen Ortsteile Betziesdorf, Anzefahr und Stausebach mit dem (südlichen) Burgwald benachbart sind.

NachbargemeindenBearbeiten

Cölbe Rauschenberg
Marburg   Stadtallendorf
Ebsdorfergrund Amöneburg

Alle Nachbargemeinden gehören zum Landkreis Marburg-Biedenkopf.

StadtgliederungBearbeiten

 
Stadtgebiet von Kirchhain mit Lage der zwölf Ortsteile

Neben der Kernstadt Kirchhain mit ca. 8300 Einwohnern verteilen sich weitere 8900 Einwohner auf die zwölf Stadtteile:

GeschichteBearbeiten

ÜberblickBearbeiten

 
Der Menhir von Langenstein

Bereits zu prähistorischer Zeit verliefen durch das heutige Stadtgebiet Kirchhains Fern- und Verbindungswege. Seit der frühen Jungsteinzeit lassen sich dort fast kontinuierlich Siedlungen nachweisen. Der Menhir von Langenstein ist das herausragende Zeugnis dieser Epoche. Der Höhepunkt des Siedlungsausbaues lag in der jüngeren Eisenzeit (5. Jahrhundert v. Chr.).

Erste territoriale Bildungen entstanden jedoch erst im 12. Jahrhundert n. Chr. Im Jahr 1146 erfolgte die erste bekannte Erwähnung der Siedlung unter dem Namen „Werplohen“.[2] Die Region gehörte seinerzeit zur Landgrafschaft Thüringen bzw. ab 1247 Hessen, während die benachbarte Amöneburg und weite Teile des Umlandes im Besitz der Erzbischöfe von Mainz waren. Immer wieder kam es seit dieser Zeit zu Auseinandersetzungen zwischen den Mainzern und Hessen um die Landeshoheit. Ab dem 13. Jahrhundert förderten daraufhin die Landgrafen von Hessen den Ausbau Kirchhains als hessisches Bollwerk gegen das mainzische Amöneburg, um die Region kontrollieren zu können. Kirchhain entwickelte sich fortan zum wirtschaftlichen Zentrum des Amöneburger Beckens. Die Stadtrechte erhielt Kirchhain vermutlich vor 1348, als offizielles Stadtgründungsjahr wird jedoch mangels früherer urkundlicher Nachweise erst das Jahr 1352 angesehen.

 
Kirchhain – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Seit dem 15. Jahrhundert bildeten die wichtigen Handelsstraßen „Lange Hessen“ und Köln-Leipziger-Handelsstraße in Kirchhain einen Straßenknoten und begünstigten damit die weitere wirtschaftliche Erschließung der Stadt. Die gute Verkehrsanbindung führte im Dreißigjährigen Krieg dazu, dass Kirchhain einige Male besetzt wurde, zeitweilig Hauptquartier verschiedener Armeen war und damit unter der häufigen Einquartierung von Truppen zu leiden hatte. 1636 waren in und um die Stadt etwa 12.000–14.000 Soldaten untergebracht. Für die damalige Stadtbevölkerung von ca. 1.000 Einwohnern war dies eine enorme Belastung. Über den Krieg in und um Kirchhain berichtet auch Caspar Preis in seiner Stausebacher Ortschronik.

Ebenfalls unter den Kriegswirren zu leiden hatte Kirchhain im Siebenjährigen Krieg, denn auch hier führte die gute Verkehrslage immer wieder Truppen in die Stadt.

Von 1807 bis 1813 war Kirchhain Verwaltungssitz des Kantons Kirchhain im Königreich Westphalen. Folgende Beschreibung wird hierzu gegeben: „Kirchhain, Stadt und Kantonshauptort, am dem Einflusse der Wohra in die Ohm. Sie zählt 1 Burgsitz, 1 lutherische und 1 reformierte Kirche, mit 403 Häusern und 1.977 Menschen.“[3]

Von 1821 an war Kirchhain Kreisstadt des neu geschaffenen Kreises Kirchhain, bis dieser 1932 mit dem Kreis Marburg zusammengelegt wurde.

Von der jüdischen Bevölkerung Kirchhains, die vom Ende des 16. Jahrhunderts im Ort ansässig war, ist Elchanan Henle Kirchhain, der bekannteste. Sein Grabstein ist auf dem jüdischen Friedhof Kirchhains erhalten.

StolpersteineBearbeiten

Ab dem Jahr 2015/16 wurden die ersten Stolpersteine im Stadtgebiet zum Gedenken an die jüdische Bevölkerung bzw. die Opfer des Holocaust in der NS-Zeit gesetzt. Dies ist vor allem dem Engagement einiger Schüler und Lehrer der Alfred-Wegener Schule aus Kirchhain zu verdanken.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Februar 1971 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständigen Gemeinden Anzefahr, Betziesdorf, Burgholz, Himmelsberg, Kleinseelheim, Niederwald und Schönbach auf freiwilliger Basis als Stadtteile eingegliedert.[4] Am 31. Dezember 1971 kamen Langenstein, Sindersfeld und Stausebach hinzu. Emsdorf und Großseelheim folgten durch Landesgesetz am 1. Juli 1974.[5][6] Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[7]

Staats- und Verwaltungsgeschichte im ÜberblickBearbeiten

Die folgende Liste zeigt die Staaten, in denen Kirchhain lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[2][8]

Gerichte seit 1821Bearbeiten

Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz entfültig getrennt. In Kirchhain wurde der Kreis Kirchhain für die Verwaltung eingerichtet und das Justizamt Kirchhain war als Gericht für Kirchhain zuständig.[12] Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Kirchhain.[13][14] Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1879 blieb das Amtsgericht unter seinem Namen bestehen.

BevölkerungBearbeiten

Einwohnerstruktur 2011Bearbeiten

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Kirchhain 16.182 Einwohner. Darunter waren 885 (5,5 %) Ausländer, von denen 245 aus dem EU-Ausland, 551 aus anderen europäischen Ländern und 89 aus anderen Staaten kamen.[15] Von den deutschen Einwohnern hatten 9,3 % einen Migrationshintergrund.[16] Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 9,1 %. Nach dem Lebensalter waren 2907 Einwohner unter 18 Jahren, 6684 zwischen 18 und 49, 3330 zwischen 50 und 64 und 3261 Einwohner waren älter.[17] Die Einwohner lebten in 6896 Haushalten. Davon waren 2087 Singlehaushalte, 1933 Paare ohne Kinder und 2198 Paare mit Kindern, sowie 561 Alleinerziehende und 117 Wohngemeinschaften. In 1425 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 4593 Haushaltungen leben keine Senioren.[17]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Quelle: Historisches Ortslexikon[2]
• 1577: 251 Hausgesesse, darunter 6 Burggeseß
• 1592: 240 Hausgesesse
• 1612: 258 Pesttote
• 1629: 249 Haushalte
• 1681: 190 hausgesessene Mannschaften
• 1747: 286 Haushalte
• 1838: Familien: 337 nutzungsberechtigte, 21 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 19 Beisassen.
Kirchhain: Einwohnerzahlen von 1786 bis 2020
Jahr  Einwohner
1786
  
1.528
1800
  
?
1834
  
1.844
1840
  
1.788
1846
  
1.859
1852
  
1.843
1858
  
1.721
1864
  
1.660
1871
  
1.693
1875
  
1.684
1885
  
1.796
1895
  
1.958
1905
  
2.340
1910
  
2.421
1925
  
2.648
1939
  
3.049
1946
  
4.284
1950
  
4.559
1956
  
4.789
1961
  
5.524
1967
  
6.634
1972
  
12.467
1975
  
15.086
1980
  
15.321
1985
  
15.457
1990
  
15.643
1995
  
16.287
2000
  
16.344
2005
  
16.405
2010
  
16.204
2011
  
16.182
2015
  
16.294
2020
  
16.239
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [2]; 1972:[18]; Hessisches Statistisches Informationssystem[19]; Zensus 2011[15]
Ab 1972 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Historische ReligionszugehörigkeitBearbeiten

Quelle: Historisches Ortslexikon[2]
• 1861: 0440 evangelisch-reformierte, 1198 evangelisch-lutherische, ein unierter, 59 katholische, 49 jüdische Einwohner
• 1885: 1554 evangelische, 101 katholische und 141 jüdische Einwohner
• 1961: 4065 evangelische, 1336 römisch-katholische Einwohner
• 1987: 9743 evangelische (= 64,47 %), 4233 katholische (= 28,01 %), 1137 sonstige (= 7,52 %) Einwohner[20]
• 2011: 9020 evangelische (= 55,9 %), 4350 katholische (= 26,9 %), 180 orthodoxe (= 1,1 %), 340 andersgläubig (= 2,1 %), 2100 sonstige[Anm. 1] (= 13,0 %) Einwohner[21]

Historische ErwerbstätigkeitBearbeiten

Quelle: Historisches Ortslexikon[2]
• 1786: 60 Bäcker, 18 Schneider, 58 Schuhmacher, 17 Leineweber, 10 Metzger, 16 Lohgerber, 5 Schmiede, 6 Schlosser, ein Wagner, zwei Bender, 6 Krämer, drei Sattler, ein Eulner oder Ziegelbrenner, drei Hutmacher, 4 Schreiner, ein Drechsler, drei Fenstermacher, zwei Strumpfweber, 4 Wollstrumpfstricker, 4 Zimmerleute, 4 Maurer und Weißbinder, 6 Wirte, drei Weinschenker, 27 Branntweinbrenner und -schenker, drei Seifensieder, ein Kürschner, 24 Bierbrauer, ein Braumeister, zwei Brauknechte, 4 Lederhändler, 4 Chirurgen, ein Apotheker, 5 Lohnschäfer, 39 Tagelöhner und -innen; 6 Juden, die mit Vieh, Geldwechseln und sonstige Sachen Gewerbe treiben.
• 1838: Familien: 63 Ackerbau, 200 Gewerbe, 48 Tagelöhner.
• 1961: Erwerbspersonen: 158 Land- und Forstwirtschaft, 1138 Produzierendes Gewerbe, 536 Handel und Verkehr, 578 Dienstleistungen und Sonstiges.

PolitikBearbeiten

StadtverordnetenversammlungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[22] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[23][24][25][26]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2021
      
Insgesamt 37 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 37,4 14 46,1 17 38,8 14 40,3 15 47,1 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,2 11 36,2 13 39,9 15 40,6 15 39,3 15
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 13,1 5 7,7 3 14,6 5 9,6 4 7,4 3
BLK Bürgerliste Kirchhain 8,7 3
FDP Freie Demokratische Partei 5,4 2 5,1 2 3,8 2 5,7 2
Linke Die Linke 4,2 2 4,9 2 2,8 1
UWG Unabhängige Wählergemeinschaft 3,9 1 6,2 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Ungültige Stimmen in % 2,8 3,4 2,9 2,9 2,5
Wahlbeteiligung in % 53,3 57,7 50,5 53,6 60,5
 
Rathaus

BürgermeisterBearbeiten

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Kirchhain neben dem Bürgermeister acht ehrenamtliche Stadträte angehören. Bürgermeister ist seit dem 1. August 2016 Olaf Hausmann (SPD).[27][28] Seine direkt gewählten Amtsvorgänger waren:

  • 2004 bis 2016 Jochen Kirchner
  • 1998 bis 2004 Klaus Hesse (SPD)

WappenBearbeiten

Am 11. November 1986 genehmigte das Hessische Ministerium des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:[29]

Blasonierung: „In Rot ein silberner Spangenhelm mit goldenen Helmdecken und zwei silbernen Büffelhörnern als Helmzier, die außen mit je sechs silbernen Lindenzweigen besteckt sind, zwischen den Büffelhörnern ein goldenes ‚K‘.“
Wappenbegründung: Das heutige Wappen zeigt Helm und Kleinod der Grafen von Hessen. Alle historischen Siegel und Wappenbilder zeigten die gleiche Zusammensetzung, teilweise mit kleinen Ergänzungen, wie dem Buchstaben K, einem Löwenkopf oder einem kleinen Kreuz. Letzteres weist wahrscheinlich darauf hin, dass die Stadt von 1350 bis 1370 eine Leihgabe des Deutschen Ordens war. Der Löwenkopf war der des hessischen Löwen, der Buchstabe K offensichtlich der Anfangsbuchstabe der Stadt. Im 18. Jahrhundert wurde der kleine Löwenkopf fälschlicherweise in einen Ochsenkopf umgewandelt. Im frühen 19. Jahrhundert wurden schließlich alle kleinen Ergänzungen entfernt und bis zur Gebietsreform in den 1970er Jahren verwendete die Stadt das Wappen ohne den Buchstaben K. Ein anderes Wappen wurde 1956 vorgeschlagen und im Hessischen Wappenbuch veröffentlicht. Es zeigte einen silbernen Löwen in Rot und ein kleines silbernes Viertel mit einem schwarzen Kreuz. Dargestellt wurde damit die älteste Form des hessischen Löwen und das Kreuz des Deutschen Ordens. Dieser Vorschlag wurde von der Stadt nicht angenommen und stattdessen in den 1970er Jahren der Buchstabe K hinzugefügt. Dadurch wurde auch eine Verwechslung mit dem Wappen von Kirtorf vermieden, das eine ähnliche Darstellung zeigt.

Das Stadtwappen in der heutigen Form wurde vom Heraldiker Heinz Ritt aus Bad Nauheim entworfen.

FlaggeBearbeiten

Hiss- und Bannerflagge


Die nichtamtliche Flagge der Stadt Kirchhain besteht aus einer von Rot, Weiß, Rot, Weiß, Rot längsgeteilten Flaggenbahn und einem schwarzen Kreuz im Flaggenhaupt. Aus älteren Schriftstücken ist überliefert, dass die Flagge im Vorfeld der Jubiläumsfeier „600 Jahre Stadtrechte“ in 1952 (zunächst vereinzelt) als Fahnenschmuck für Hausfassaden entstanden ist. Die Gestaltung fand dann offensichtlich Gefallen in der Bevölkerung und vermehrt Nachahmer. Inzwischen ist die Flagge als inoffizielle „Stadtfahne“ der Stadt Kirchhain etabliert.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Kirchhain unterhält mit folgender Stadt eine Städtepartnerschaft:

Außerdem unterhält Kirchhain mit folgender Stadt eine Städtefreundschaft:

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MärkteBearbeiten

Begünstigt durch die Lage an den alten Handelsrouten ist Kirchhain eine traditionelle Marktstadt. Bis heute werden viele Märkte in Kirchhain gehalten. Die größten Märkte mit mehreren zehntausend Besuchern sind der Ostermarkt am Wochenende vor Ostern und der Martinsmarkt, der am letzten Oktoberwochenende abgehalten wird. Am ersten Adventswochenende findet gemeinsam mit dem Weihnachtsmarkt der Kirchhainer Kunstmarkt statt; der Neujahrsmarkt wird am letzten Werktag vor Silvester veranstaltet.[30]

Parks und GrünanlagenBearbeiten

 
Ehrenmal im Annapark

Am nordwestlichen Rand der Kirchhainer Altstadt befindet sich der Annapark, ein ehemaliger (1828 bis 1899) Friedhof, der vom Marburger Brauereibesitzer Bopp als Park hergerichtet und nach seiner Frau benannt wurde. Neben der Skulptur „Die Wartende“ (von Hermann Pohl, Kassel)[31] befindet sich dort seit Juni 2015 die Bronzeskulptur Lesendes Mädchen (Spitzname „Anneliese“) des Münsterländer Bildhauers Bernhard Kleinhans. Dessen Witwe, eine gebürtige Kirchhainerin, hatte sie der Stadt gestiftet.[32]

NaturräumeBearbeiten

In der Nähe der Kernstadt Kirchhains befindet sich das Naturerlebnisgebiet Erlensee. Einige Bereiche davon gehören zum Naturschutzgebiet Brießelserlen. Dieses ist ein beliebter Rückzugsort für Vögel. Darüber hinaus bietet der Erlensee auch für Spaziergänger und Naturliebhaber einige Attraktionen. So gibt es hier eine Info- und Akustikstation in der Tierstimmen und Klangbilder anzuhören sind, einen Baum-des-Jahres-Pfad, wo alle seit 1989 gekürten Bäume des Jahres als gepflanzte Exemplare zu bewundern sind, eine Beobachtungsplattform und einen Jahreszeitenpfad an dem zur jeweiligen Jahreszeit passend Schautafeln mit Informationen zum Erlensee und der heimischen Flora und Fauna aufgehängt sind. Des Weiteren versteht sich der Erlensee als außerschulischer Lernort an dem ganzjährig auf Wunsch Führungen angeboten werden. Für Blinde wurde ein Leit- und Führsystem rund um den See erbaut.

Im Kirchhainer Ortsteil Himmelsberg befindet sich eine einst als Tanzlinde fungierende alte Sommerlinde, die sogenannte Linde zu Himmelsberg. Sie wird auch als 1000-jährige Linde bezeichnet und ist seit 1971 Naturdenkmal. 2001 erschien ihr Motiv auf einer Sondermarke der Deutschen Post.

MuseenBearbeiten

Das Kleine Dachmuseum in den Vereinsräumen der Kurhessischen Bürgergarde Kirchhain e.V. (Bahnhofstraße) beherbergt eine heimat- und militärgeschichtliche Sammlung zur Geschichte Kirchhains.[33]

Die Geschichte Großseelheims wird im Heimatmuseum Großseelheim präsentiert. In dem Museum können unter anderem eine komplett eingerichtete Schmiede und eine Schusterwerkstatt besichtigt werden.[34]

BauwerkeBearbeiten

  • Kernstadt

In der Kernstadt Kirchhains befindet sich der historische Stadtkern mit einigen sehenswerten Bauwerken.[35][36] Dazu zählen unter anderem das um 1450 in Fachwerk erbaute Rathaus, Wahrzeichen der Stadt am Rande des Marktplatzes, und das 1612 erbaute Haus „Zum blauen Löwen“, das Geburtshaus des Dichters Eberhard Werner Happel. Darüber hinaus sind in der Altstadt die Stadtmauerreste mit dem Hexenturm, wo früher Frauen als „Hexen“ inhaftiert wurden, bevor sie zur Aburteilung nach Marburg kamen, und das heute in den Bau eines Alten- und Pflegeheims integrierte Burgtor als Rest der ehemaligen Stadtburg sehenswert. Daneben lohnt in der Kernstadt auch ein Besuch der evangelischen Stadtkirche St. Michael aus dem 15. Jahrhundert, der katholischen Kirche St. Elisabeth und des Torsos der ehemaligen Synagoge.

 
Skulptur La Goutte von Luigi Colani am Skulpturenpfad Kirchhain

Seit 2006 existiert der Skulpturenpfad, der die Verbindung der Menschen mit der Natur als zentrales Thema aufgreift. Er erstreckt sich über ca. zwei Kilometer und verläuft vom Erlensee über den Annapark bis zum Bahnhof. Seit seiner Einweihung im Rahmen des Kulturherbstes der Region Burgwald wurde der Pfad um weitere Exponate ergänzt. Die „Freilichtsammlung“ umfasst mittlerweile Skulpturen und Plastiken heimischer sowie international renommierter Künstler. Darunter z. B. die Skulpturen Geloest (von Ortrud Sturm), Jede Menge Grazien (von Werner Berges) oder die Großplastik La Goutte (von Luigi Colani).[31][37]

In Anzefahr zählen das Semmekreuz, die barocke katholische Pfarrkirche St. Michael und die Gebäude der Ordensmühle an der Ohm zu den historisch bedeutendsten Zeugnissen. Darüber hinaus erinnert ein Gedenkstein an die Ausgrabungen im oberen Teil des Kiefernweges. Bei den Ausgrabungen wurden mehrere Urnengräber freigelegt. Sie sind heutzutage jedoch nicht mehr zu sehen.[38]

Als Wahrzeichen des Ortsteils gilt die 1789 erbaute spätbarocke Pfarrkirche.

Westlich des Ortsteils sind einige Reste der Hunburg zu sehen. Sie wurden 1936 bei Ausgrabungen freigelegt. Darüber hinaus ist auch noch der Katharinenbrunnen erhalten. Er versorgte zunächst die Burg mit Wasser und dann später die Burgholzer Bürger. Als Kleinod in Burgholz gilt das restaurierte Spritzenhaus.[39]

Die katholische Kirche Mariae Himmelfahrt in Emsdorf wurde im barocken Stil erbaut und zählt zu den schönsten Barockkirchen Oberhessens. Besonders sehenswert sind ihre Altäre sowie ihr Deckengemälde.[40]

Langenstein besitzt mit der evangelischen St.-Jakobi-Kirche eine von zwei Kirchen in Deutschland, die ein sogenanntes doppeltes freischwebendes sechseckiges wabenförmiges Netzgewölbe haben. Sie ist somit ein herausragendes Kulturdenkmal. Des Weiteren ist der Lange Stein sehenswert. Er zählt zu den bedeutendsten Menhiren Hessens, wenn nicht sogar Deutschlands.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortsteils zählen die Kirche St. Matthäus und das Sühnekreuz. Die Kirche ist eine der wenigen Jugendstilkirchen der Region.

Größte Sehenswürdigkeit des Ortsteils ist die spätgotischen Kirche St. Mariae Himmelfahrt. Um die Kirche herum sind einige alte Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert und jünger platziert. Des Weiteren befinden sich nördlich von Stausebach einige teilweise rekonstruierte bronzezeitliche Hügelgräber.

Panorama der Stadt Kirchhain. Blick nach Süden Richtung Amöneburg
Von links nach rechts sind die Ortsteile Kleinseelheim, Bauerbach (zu Marburg), Großseelheim, Schönbach, Niederwald, Anzefahr, Betziesdorf (im Hintergrund), Stausebach und Kirchhain sowie Himmelsberg (links dahinter) zu erkennen

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

BildungBearbeiten

Die Alfred-Wegener-Schule ist mit über 1000 Schülern die größte Schule im Stadtgebiet und liegt nordwestlich des Stadtzentrums. Zu ihr gehören zwei Schulsporthallen und ein Stadion. Direkt angrenzend befinden sich die beruflichen Schulen sowie eine Großsporthalle (Heinrich-Weber-Halle), die vom Landkreis Marburg-Biedenkopf betrieben wird. Darüber hinaus gibt es eine Grundschule in der Kernstadt sowie in den meisten Stadtteilen.

WirtschaftstrukturBearbeiten

In der Kernstadt befindet sich der Bahnhof Kirchhain. Vom Bahnhofsvorplatz aus verläuft, in Richtung Süden bis zum Marktplatz, die Kirchhainer Fußgängerzone, eine Einkaufsstraße mit zahlreichen Einzelhandelsläden, darunter Warenhäuser, Boutiquen, Elektronikgeschäfte und Gastronomiebetriebe. In Richtung Emsdorf gibt es ein großes Neubaugebiet; dort befinden sich außer einer großen Anzahl neu gebauter Ein- und Mehrfamilienhäuser auch ein Neubau des Altenhilfezentrums und die Heilpädagogische Gemeinschaft.

Die Gebiete am östlichen und westlichen Ende des Stadtgebietes sind als Industriegebiete ausgewiesen, wobei der Industriepark Kirchhain das größere von beiden ist. Die beiden größten herstellenden Betriebe sind die Marburger Tapetenfabrik und der Solaranlagenhersteller Wagner & Co, der im Jahr 2008 in Kirchhain die erste energieneutrale Fabrik zur weitgehend automatisierten Produktion von Solarkollektoren eröffnete.

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof

Kirchhain ist über die Anschlussstellen Kirchhain-West, Kirchhain-Mitte und Kirchhain-Ost an die Schnellstraße B 62 und an die B 454 angebunden und somit ans Bundesfernstraßennetz angebunden.

Ab dem Busbahnhof am Bahnhof Kirchhain gibt es zahlreiche Busverbindungen innerhalb Kirchhains, in alle Stadtteile, sowie zu vielen umliegenden Städten, wie zum Beispiel Marburg.

Zugverbindungen bestehen ab dem Bahnhof Kirchhain über die Main-Weser-Bahn Richtung Frankfurt und Kassel. In Kirchhain halten der Main-Weser-Express, der Kasseler Flügelzug des Main-Sieg-Expresses und der Mittelhessen-Express. Das Empfangsgebäude stammt von 1849 und von Julius Eugen Ruhl.[41]

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Das Amtsgericht Kirchhain hat seinen Sitz in der Stadt.

PersönlichkeitenBearbeiten

In Kirchhain geborene PersönlichkeitenBearbeiten

 
Heinrich Scheffer

Persönlichkeiten, die in Kirchhain gelebt oder gewirkt habenBearbeiten

  • Heinrich Horch (1652–1729), separatistischer Mystiker innerhalb des radikalen Pietismus, wohnhaft in Kirchhain von 1708 bis zu seinem Tod[42]
  • Friedrich Cranz (1792–1840), Verwaltungsbeamter und ehemaliger Landrat im Kreis Kirchhain, verstorben in Kirchhain
  • Ludwig Vogel (1920–2014), römisch-katholischer Priester, Kaplan in Kirchhain-Anzefahr
  • Gustava Schefer-Viëtor (1932–2016), Pädagogin, Erziehungswissenschaftlerin, Geschlechterforscherin und Feministin, arbeitete fünf Jahre als Lehrerin in Kirchhain
  • Mathias Schröder (* 1941), Arzt, Schriftsteller und Drehbuchautor, aufgewachsen in Kirchhain
  • Friedrich Bohl (* 1945), Politiker (CDU), von 1991 bis 1998 Bundesminister für besondere Aufgaben Chef des Bundeskanzleramts, wohnhaft in Kirchhain[44]
  • Werner Meuser (* 1952), Weltmeister im Segelfliegen, wohnhaft in Kirchhain[42]
  • Reiner Cunz (* 1958), Historiker und Numismatiker, aufgewachsen in Kirchhain
  • Andreas Blank (1961–2001), Romanist und Sprachwissenschaftler, verstorben in Kirchhain
  • Gabriela Lesch (* 1964), Mittelstreckenläuferin, wohnhaft in Kirchhain
  • Maximilian Schwetz (* 1991) ehemaliger professioneller Triathlet

LiteraturBearbeiten

  • Hermann Dippel, Paul Koch: Kirchhain einst und jetzt. Marburg 2001, ISBN 3-89445-282-X.
  • Heinrich Grün: Chronik der Stadt Kirchhain. Kirchhain 1952.
  • W.G. Soldan, H. Heppe: Geschichte der Hexenprozesse. Band 2, hg. von Max Bauer, Hanau/Main, Nachdruck der 3. Auflage von 1911, S. 96–98.
  • Georg Hassel, Geographisch statistischer Abriss des Königreich Holland, im Verlage des Landes, Weimar 1809, S. 491
  • Brigitte Beier, Neue Chronik der Weltgeschichte, Chronik Verlag 2007, S. 483
  • Literatur über Kirchhain nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie

WeblinksBearbeiten

Commons: Kirchhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Kirchhain – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2021 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d e f Kirchhain, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Georg Hassel: Geographisch statistischer Abriss des Königreich Holland, im Verlage des Landes, Weimar 1809, S. 491
  4. Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 54 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  5. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 7 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 402 und 404.
  7. Hauptsatzung. (PDF; 193 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Kirchhain, abgerufen im November 2020.
  8. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  9. Georg Landau: Beschreibung des Kurfürstenthums Hessen. T. Fischer, Kassel 1842, S. 413 (online bei HathiTrust’s digital library).
  10. Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 115 f. (online bei Google Books).
  11. Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 74..
  12. Neueste Kunde von Meklenburg/ Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und den freien Städten, aus den besten Quellen bearbeitet. im Verlage des G. H. G. privil. Landes-Industrie-Comptouts., Weimar 1823, S. 158 ff. (online bei HathiTrust’s digital library).
  13. Verordnung über die Gerichtsverfassung in dem vormaligen Herzogthum Nassau und den vormals Großherzoglich Hessischen Gebietstheilen mit Ausschluß des Oberamtsbezirks Meisenheim vom 26. Juni 1867. (PrGS 1867, S. 1094–1103)
  14. Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 26. Juni d. J. in dem vormaligen Herzogthum Nassau und den vormals Großherzoglich Hessischen Gebietstheilen, mit Ausschluß des Oberamtsbezirks Meisenheim, zu bildenden Gerichte (Pr. JMBl. S. 218–220)
  15. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit (Gruppen):  Stadt Kirchhain. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im April 2022.
  16. Bevölkerung nach Migrationshintergrund und -erfahrung:  Stadt Kirchhain. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im April 2022.
  17. a b Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 28 und 68;.
  18. Kommunalwahlen 1972; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 4. August 1972. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 33, S. 1424, Punkt 1025 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,9 MB]).
  19. Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.
  20. Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 80;.
  21. Bevölkerung nach Religion (ausführlich):  Stadt Kirchhain. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im April 2022.
  22. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  23. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  24. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  25. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  26. Ergebnis der Gemeindewahl am 18. März 2001. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2001.
  27. Direktwahlen in Kirchhain. (Memento vom 24. März 2016 im Internet Archive) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt.
  28. Olaf Hausmann im Internet zu seiner Amtseinführung, abgerufen am 28. Juli 2016.
  29. Genehmigung eines Wappens der Stadt Kirchhain, Landkreis Marburg-Biedenkopf vom 1. Dezember 1986. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1986 Nr. 48, S. 2270, Punkt 1153 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF]).
  30. Stadt Kirchhain: Märkte in Kirchhain, abgerufen am 15. August 2017
  31. a b Irmgard Bott: "Kunst und Natur entdecken" – Flyer zum Skulpturenpfad Kirchhain. (PDF) Magistrat der Stadt Kirchhain, abgerufen am 19. Juli 2017.
  32. Zur Anna im Anna-Park gesellt sich die Anneliese (Memento vom 6. Juli 2015 im Internet Archive)
  33. Die Kurhessische Bürgergarde Kirchhain e. V. abgerufen im August 2017
  34. Heimatmuseum Großseelheim abgerufen im August 2017
  35. Stadt Kirchhain: Für unsere Gäste, abgerufen im August 2017.
  36. Marburg Stadt und Land: Historische Altstadt Kirchhain, abgerufen im August 2017.
  37. Kerstin Ebert: Der Skulpturenpfad Kirchhain – Kunst und Natur entdecken. (PDF; 587 kB) Stadtverwaltung Kirchhain, abgerufen am 19. Juli 2017.
  38. Chronik der Gemeinde Anzefahr, abgerufen im August 2017.
  39. Unser Burgholz: Sehenswürdigkeiten (Memento des Originals vom 9. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.unser-burgholz.de, abgerufen im August 2017.
  40. Die Kirche Mariae Himmelfahrt in Emsdorf (Memento des Originals vom 18. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.katholische-kirche-emsdorf.de, abgerufen im August 2017.
  41. Siegfried Lohr: Planungen und Bauten des Kasseler Baumeisters Julius Eugen Ruhl 1796–1871. Ein Beitrag zur Baugeschichte Kassels und Kurhessens im 19. Jahrhundert. Masch. Diss. Darmstadt [1982], S. 352.
  42. a b c Stadt Kirchhain: Bedeutende Kirchhainer, abgerufen im August 2017.
  43. Forschungsstelle Kulturimpuls: Biographie Lisa de Boor (Memento des Originals vom 29. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/biographien.kulturimpuls.org, abgerufen im August 2017.
  44. Munzinger-Archiv: Biographie Friedrich Bohl, abgerufen im August 2017.

AnmerkungenBearbeiten

  1. Keiner öffentlich rechtlichen Religionsgemeinschaft angehörig.