Hauptmenü öffnen

Angelburg

hessische Gemeinde im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Angelburg
Angelburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Angelburg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 49′ N, 8° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 381 m ü. NHN
Fläche: 16,72 km2
Einwohner: 3566 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 213 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35719
Vorwahl: 06464
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
35719 Angelburg
Website: www.angelburg.de
Bürgermeister: Thomas Beck (SPD)
Lage der Gemeinde Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg)BiedenkopfBreidenbachSteffenbergAngelburgBad EndbachDautphetalGladenbachLohraFronhausenWetter (Hessen)LahntalRauschenbergWohratalCölbeWeimar (Lahn)MarburgEbsdorfergrundNeustadt (Hessen)KirchhainAmöneburgStadtallendorfNordrhein-WestfalenLandkreis Waldeck-FrankenbergSchwalm-Eder-KreisLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild
Das untere Gansbachtal bei Frechenhausen, im Hintergrund der Schwarzenberg und die Sackpfeife. Der Flusslauf ist links der Ortschaft, aber noch unterhalb der Landesstraße 3042 erkennbar

Angelburg ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Marburg-Biedenkopf im nordwestlichen Mittelhessen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet befindet sich etwa 12 km südlich von Biedenkopf im Gansbachtal nördlich des Schelder Waldes, dessen Nordende durch den Berg Angelburg (609 m ü. NN) gebildet wird.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde ist im Norden und Osten vom Gebiet der Gemeinde Steffenberg umgeben. Das Gebiet der Gemeinde Bad Endbach grenzt mit deren Ortsteil Bottenhorn ebenfalls östlich an. Im Süden stößt das Gemeindegebiet an die Gemeinde Siegbach, sowie im Westen an die Gemeinde Eschenburg (beide im Lahn-Dill-Kreis).

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

GeschichteBearbeiten

Am 1. April 1972 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen die beiden ehemals selbständigen Gemeinden Frechenhausen und Lixfeld zur neuen Gemeinde Angelburg zusammengeschlossen. Am 1. Juli 1974 wurde durch Landesgesetz Angelburg mit Gönnern zu erweiterten Großgemeinde Angelburg zusammengeschlossen.[2][3] Am 11. Oktober 2015 fand eine Abstimmung über eine Gemeindefusion von Angelburg und Steffenberg statt.[4] Eine Mehrheit der Angelburger sprach sich für einen Zusammenschluss aus, während der Vorschlag auf Steffenberger Seite jedoch abgelehnt wurde.[5]

PolitikBearbeiten

Die Gemeinde ist Mitglied im interkommunalen Verein Lahn-Dill-Bergland und in vielen weiteren kommunalen Zweckverbänden und Vereinen. Wichtigster Zweckverband für die Zukunftsentwicklung der Gemeinde ist der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland, der alle Städte und Gemeinden des Hessischen Hinterlandes umfasst und mit der nordrhein-westfälischen Stadt Bad Laasphe eine gemeinsame Entwicklung vorantreibt.

Am 11. Oktober 2015 fand eine Abstimmung über eine Gemeindefusion von Angelburg und Steffenberg statt. Dabei sprach sich eine knappe Mehrheit der Angelburger (51,7 %) für die Fusion aus, wohingegen die Bevölkerung Steffenbergs ebenfalls knapp (52,7 %) gegen den Zusammenschluss votierte.[6]

GemeindevertretungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[7] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,1 8 47,5 11 46,0 10 46,1 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,3 7 26,5 6 29,4 7 28,2 6
BGL/FWG Bürgerliste/Freie Wählergemeinschaft Angelburg 35,6 8 26,0 6 24,6 6 21,3 5
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 49,0 69,0 46,6 59,0

BürgermeisterBearbeiten

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2011 Thomas Beck SPD 55,4
Reiner Haffer 44,6
Wahlbeteiligung in % 66,7
2004 Norbert Mai SPD 86,4
Wahlbeteiligung in % 46,3
1998 Norbert Mai SPD 93,8
Wahlbeteiligung in % 63,8
1993 Norbert Mai SPD 51,3
Heinz Schmidt BGL + FWG 14,3
Hartmut Hild 34,4
Wahlbeteiligung in % 79,8

Bei der Wahl am 27. März 2011 traten Thomas Beck (SPD), Reiner Haffer und Heiko Valentin (beide parteilos) an. Keiner der Kandidaten konnte die absolute Mehrheit erringen, sodass es am 10. April 2011 zur Stichwahl kam. Dort setzte sich Thomas Beck mit 55,4 % gegen Reiner Haffer (44,6 %) durch.[10]
Thomas Beck löste am 15. Juni 2011 den bis dahin amtierenden Bürgermeister Norbert Mai nach 18 Jahren Amtszeit ab.

WappenBearbeiten

Das Gemeindewappen zeigt im geteilten Schild oben, in blau, den von silber (weiß) und rot geteilten hessischen Löwen; unten in silber drei rote Sterne.

Der Löwe bezieht sich auf die frühe hessische Landeshoheit, die drei Sterne stehen für die drei Ortsteile der Gemeinde.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Die Angelburg, der für die Gemeinde namensgebende Berg, mit dem Fernsehturm Angelburg

Auf der Angelburg steht der 171 Meter hohe Fernsehturm Angelburg. Bemerkenswert ist, dass die Angelburg nicht auf Angelburger Gemarkung liegt, sondern zur Nachbargemeinde Eschenburg gehört.

VerkehrBearbeiten

Die Haltepunkte Lixfeld, Frechenhausen und Gönnern lagen an der Scheldetalbahn. Diese ist stillgelegt.

PersönlichkeitenBearbeiten

Persönlichkeiten, die in Angelburg gewirkt und gelebt habenBearbeiten

  • Heinrich Teutsch „Erzvater“ (1889–1967), Maschinenmeister, Autodidakt, Mineraloge, Betreiber des einstigen Erzbergwerkes in Gönnern (Bleiglanz) im Einmannbetrieb.
  • Karl Schmidt (1903–1971), Former auf der Schelderhütte, Sozialdemokrat und Gewerkschafter, Antifaschist, erster sozialdemokratischer Bürgermeister in Gönnern von 1946–1952. Schmidt wurde zuvor von der amerikanischen Militärverwaltung im September 1945 als Bürgermeister eingesetzt.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 17 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350–351.
  4. Bericht über Fusionsabstimmung (Memento vom 14. November 2015 im Internet Archive)
  5. Steffenberger lehnen Gemeindefusion ab. (Memento vom 27. November 2015 im Webarchiv archive.is) In: hessenschau.de
  6. Aus zwei mach eins. Gemeindefusion: Angelburg will, Steffenberg nicht (Memento vom 12. Oktober 2015 im Internet Archive), Hinterländer Anzeiger vom 11. Oktober 2015, via mittelhessen.de; letzter Zugriff: 20. März 2016.
  7. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  10. Gemeinde Angelburg: http://angelburg.de/politik/buergermeisterwahl-2011/ (Link nicht abrufbar)