Winfried Aufenanger

deutscher Leichtathletiktrainer, Bundestrainer der Marathonläufer des DLV

Winfried „Aufi“ Aufenanger (* 4. Januar 1947 in Kassel; † 10. Oktober 2021 ebenda)[1] war bis 2001 zwanzig Jahre lang ein deutscher ehrenamtlicher Verbandstrainer der Marathonläufer des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV).

Winfried Aufenanger Leichtathletik
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 4. Januar 1947
Geburtsort KasselDeutschland
Beruf Polizist
Sterbedatum 10. Oktober 2021
Sterbeort KasselDeutschland
Karriere
Verein PSV Grün-Weiß Kassel (bis 2018)
Laufteam Kassel (seit 2019)
Medaillenspiegel
Deutsche Meisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
Bronze Baunatal 1979 Crosslauf Langstrecke Mannschaft
letzte Änderung: 13. Oktober 2021

LebenBearbeiten

Aufenanger leitete als Polizeibeamter das 3. Polizeirevier in Kassel Nord und später das 2. Polizeirevier in Vellmar.[2][3]

Als langjähriger Marathon-Bundestrainer agierte er bei Meisterschaften bis hin zu fünf Teilnahmen an den Olympischen Spielen. Er ist Mitbegründer des Kasseler Citylaufes und rief den Kassel-Marathon ins Leben, der erstmals am 10. Juni 2007 stattfand. Nach dem Aus der Askina-Sportfeste war er 2013 Organisationsleiter des wiederbelebten Sport-Meetings des PSV Grün-Weiß Kassel.[4]

Aufenanger trainierte bis 2018 die Leichtathletikabteilung des Vereins PSV Grün-Weiß Kassel, zu deren Gründungsmitgliedern er 1977 gehörte.[5][6] Zu seinen dort betreuten Athleten gehörten im Verlauf der Jahre u. a. Ralf Salzmann, Silke Optekamp, Simret Restle, Anna Hahner, Lisa Hahner, Julian Flügel, Jens Nerkamp, Ybekal Daniel Berye, Thordis Arnold und Melat Yisak Kejeta.[7][8]

Endes des Jahres 2018 verließ der 71-Jährige den PSV Grün-Weiß Kassel und gründete seinen eigenen Verein, das Laufteam Kassel.[9] Mit ihm wechselten neben rund 40 weiteren Athleten auch Nerkamp und Kejeta.[10][11][12]

Er war verheiratet und Vater des CDU-Politikers Michael Aufenanger.[13] Ferner war er Großvater von drei Enkelinnen. Er lebte in Ahnatal-Weimar.

Winfried Aufenanger wurde 2021 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.[14]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Trauer um Winfried Aufenanger: Er ist im Alter von 74 Jahren gestorben. In: hna.de. 11. Oktober 2021, abgerufen am 13. Oktober 2021.
  2. Wolfgang Weising: Langstrecke in Deutschland – quo vadis? (Memento vom 2. Januar 2015 im Internet Archive), LAUFZEIT 3/01, S. 16/17
  3. Winfried Aufenanger: Der „Macher“ wird 60. German Road Races vom 4. Januar 2007, abgerufen am 13. November 2020
  4. Topläufer im Auestadion. In: hna.de. 13. August 2013, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  5. Wer sind wir? In: leichtathletik.psv-kassel.de. Abgerufen am 11. Oktober 2021.
  6. Wieder Leichtathletik-Abteilung bei Grün-Weiß. In: HNA. 28. Juni 1977, S. 24.
  7. Winfried Aufenanger feiert 70. Geburtstag. In: leichtathletik.de. 4. Januar 2017, abgerufen am 12. April 2018.
  8. Ins Hoch gerumpelt. Der Dopingfall Simret Restle-Apel ist nicht nur das Privatproblem einer Wiesbadener Läuferin, SZ, 9. Juni 2012, S. 46
  9. Paukenschlag in der Leichtathletik: Marathon-Chef Aufenanger gründet neuen Verein – und verlässt PSV. In: hna.de. 10. November 2018, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  10. Wechselgeschichten und ein Karriereende (Memento vom 3. Dezember 2018 im Internet Archive)
  11. Vereinswechsel 2018/2019. (PDF, 56 kB) In: hlv.de. Abgerufen am 18. Dezember 2018.
  12. 40 Neuzugänge für Aufenangers Laufteam in Kassel. In: hna.de. 19. November 2018, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  13. Michael Aufenanger (CDU) läuft jeden Tag im Wald. In: hna.de. 20. Oktober 2020, abgerufen am 23. November 2010.
  14. Ministerpräsident Volker Bouffier ehrt sechs Menschen mit dem Hessischen Verdienstorden. In: hessen.de. 20. Juli 2021, abgerufen am 3. September 2021.