Hauptmenü öffnen

Weimar (Ahnatal)

Ortsteil von Ahnatal, Landkreis Kassel, Hessen, Deutschland

Weimar ist ein Ortsteil der Gemeinde Ahnatal im nordhessischen Landkreis Kassel.

Weimar
Gemeinde Ahnatal
Koordinaten: 51° 21′ 58″ N, 9° 23′ 37″ O
Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 11,64 km²[1]
Einwohner: 4098 (1970)[1]
Bevölkerungsdichte: 352 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 34292
Vorwahl: 05609
Karte
Weimar von oben
Evangelische Kirche

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Weimar, das sich in das Dorf Weimar und das nordöstliche Wohngebiet Kammerberg aufteilt, liegt etwas nördlich des Hohen Habichtswaldes wenige Kilometer nordwestlich von Kassel und etwas westlich von Heckershausen, dem anderen Ortsteil Ahnatals. Westlich von Weimar erhebt sich der Hangarstein, südöstlich fließt der Fulda-Zufluss Ahne.

GeschichteBearbeiten

Für das Jahr 1097 findet sich die erste Erwähnung des Ortes in einem Verzeichnis des Mainzer St. Albansstift in der diesen eine Kapelle zu Weimar übertragen wurde. 1302 verkauft das Mainzer Stift den Herrenhof samt Patronatsrecht an das Kloster Ahnaberg.[1]

GebietsreformBearbeiten

Am 1. August 1972 wurden die beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Heckershausen und Weimar, im Zuge der Gebietsreform in Hessen, kraft Landesgesetz zur Großgemeinde Ahnatal zusammengeschlossen.[2][3]

Historische OrtsnamenBearbeiten

In erhaltenen Urkunden wurde Weimar unter den folgenden Namen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[1] Wimar (1097); villa Winmare (1146) (Kloster Hersfeld); Alb. De Wimare (1146) (Hersfeld); Wimar (1209); Wimmare (1252) (Kloster Hasungen); Winmar (1349); Weinmar (1585)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

In Weimar liegt das Freizeitgelände Bühl, ein ehemaliger Basaltsteinbruch und heutiger Natursee, der durch Funde von gediegenem Eisen um das Jahr 1900 in mineralogischen Kreisen Aufsehen erregte. Etwa drei Kilometer nördlich von Weimar steht das Schloss Wilhelmsthal, das zur Gemeinde Calden gehört.

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Ahnatal-Weimar

Die Kreisstraße 30, die aus Richtung Westen vom Caldener Ortsteil Fürstenwald kommt, führt durch Weimar zum östlichen Ahnataler Ortsteil Heckershausen. Von dieser Straße zweigt in Weimar die K 29 ab, die südsüdwestwärts zur Bundesstraße 251 (BrilonKassel) führt und über diese Anbindung zur einiges westlich verlaufenden Bundesautobahn 44 hat.

Weimar hat eine Haltestelle an der auch von der RegioTram Kassel bedienten Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar.

LiteraturBearbeiten

  • Carl W. Hochhuth: Statistik der evangelischen Kirche im Regierungsbezirk Cassel, Provinz Hessen-Nassau, Königreich Preußen. Verlag Döll, Kassel 1872, S. 56.
  • Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen. Verlag Elwert, Marburg 1974, ISBN 3-7708-0509-7, S. 501 (Nachdr. d. Ausg. Marburg 1926).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Weimar, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 18. Januar 2016). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen (GVBl. II 330-17) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 225, § 8 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.