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Calden

hessische Gemeinde im Landkreis Kassel
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Calden
Calden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Calden hervorgehoben
Koordinaten: 51° 25′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 237 m ü. NHN
Fläche: 54,84 km2
Einwohner: 7550 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km2
Postleitzahl: 34379
Vorwahlen: 05674, 05677
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 005
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Holländische Straße 35
34379 Calden
Website: www.calden.de
Bürgermeister: Maik Mackewitz (parteilos)
Lage der Gemeinde Calden im Landkreis Kassel
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Über dieses Bild

Calden ist eine Gemeinde im nordhessischen Landkreis Kassel (Deutschland).

Bekannt ist sie vor allem durch das Schloss Wilhelmsthal und durch den 1970 eröffneten Flughafen Kassel-Calden, der nach Aus- bzw. Neubau seit April 2013 als Regionalflughafen besteht und seit 2015 die Eigenbezeichnung Kassel Airport trägt.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde Calden liegt mit ihrem auf der Langen- und Staufenbergplatte gelegenen Kernort rund zwölf Kilometer (Luftlinie) nordwestlich der Innenstadt von Kassel. Das Hauptdorf wird von der Calde durchflossen, deren Wasser über den Suderbach nordostwärts in die Esse fließt. Zu den Fließgewässern der Gemeinde gehören auch der Esse-Zufluss Jungfernbach beim südlichen Schloss Wilhelmsthal und die Nebelbeeke, die etwa nordwärts durch die westlichen Ortsteile Ehrsten, Meimbressen und Westuffeln fließt und in die durch den Ortsteil Obermeiser verlaufende Warme mündet.

Die höchste Stelle der Gemeinde ist mit 430 m ü. NHN der Gipfel des südwestlich von Fürstenwald gelegenen Postenbergs, einem Nordausläufer des zum Habichtswälder Bergland gehörenden und etwas außerhalb des Gemeindegebiets gelegenen Hohen Dörnberg (578,7 m), und die niedrigste nördlich von Obermeiser auf etwa 170 m am Ausfluss der Warme aus dem Gemeindegebiet. Das Hauptdorf liegt auf etwa 230 (an der Calde) bis 285 m (auf der Wilhelmsthaler Höhe) Höhe. Etwa 10 bis 15 km östlich bis nordöstlich liegt der „sagenumwobene“ Reinhardswald.

NachbargemeindenBearbeiten

Calden grenzt im Norden an die Stadt Liebenau, im Osten an die Stadt Grebenstein, im Südosten an die Gemeinde Espenau, im Südosten an die Stadt Vellmar, im Süden an die Gemeinde Ahnatal, im Westen an die Stadt Zierenberg, sowie im Nordwesten an die Gemeinde Breuna (alle im Landkreis Kassel).

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Calden gliedert sich in diese sechs Ortsteile:

GeschichteBearbeiten

Im Bereich zwischen den Ortsteilen Calden und Ehrsten wurden bedeutende archäologische Funde aus der Jungsteinzeit gemacht. In Calden befinden sich das Galeriegrab Calden I und II aus dem 2. Jahrtausend v. Chr., sowie das Caldener Erdwerk und zahlreiche Grabanlagen.

Als ältester Ortsteil wurde Ehrsten im Jahr 817 erstmals urkundlich erwähnt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1970 Calden mit der bis dahin selbständige Nachbargemeinde Meimbressen zusammengeschlossen.[2] Am 1. Februar 1971 kam Westuffeln hinzu. Fürstenwald folgte am 1. April 1972. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung kraft Landesgesetz von Ehrsten und Obermeiser am 1. August 1972 abgeschlossen.[3][4]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 31 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 47,4 15 54,6 17 43,6 14 48,4 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,8 7 23,5 7 20,7 6 19,7 6
FWG Freie Wählergemeinschaft 28,7 9 21,8 7 10,1 3 10,2 3
FDP Freie Demokratische Partei 1,3 0 1,3 1
Bürgerforum Bürgerforum Calden 24,4 8 20,4 6
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 54,0 53,1 54,5 60,5

BürgermeisterBearbeiten

Der parteilose Berufssoldat Maik Mackewitz wurde im Oktober 2014 im zweiten Wahlgang zum neuen Bürgermeister von Calden gewählt. Amtsinhaber Andreas Dinges (parteilos) hatte das Amt 18 Jahre inne.

PartnerschaftenBearbeiten

Die Gemeinde Calden unterhält seit dem 22. Mai 1992 partnerschaftliche Beziehungen zu Ráckeve in Ungarn.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Johannes-Kirche Calden
 
Ortsteil Meimbressen

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Calden gehören (alphabetisch sortiert):

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Gemeindegebiet von Calden liegt der Flughafen Kassel-Calden (Kassel Airport). Die Gemeinde ist an der Betreibergesellschaft mit einem Anteil von 6 Prozent beteiligt.

Das Gemeindegebiet ist insbesondere auf der Bundesstraße 7 (Ortsumfahrung in Bau; 2016–2022) zu erreichen, die aus Richtung Kassel im Südosten kommend durch Vellmar und unter anderem durch das Hauptdorf führend und den Flughafen passierend weiter in das nordwestlich gelegene Warburg verläuft; in Kassel, Vellmar und Calden wird die B 7 Holländische Straße genannt.

Es führen vier Buslinien des Nordhessischen Verkehrsverbunds durch Calden: 46, 47, 100, 130. Alle kreuzen sich nur am Flughafen Kassel-Calden an der Haltestelle Flughafen Kassel Terminal, Calden, sodass dort der Hauptumsteigepunkt ist.

Am Südwestrand des Ortsteils Fürstenwald liegt am Abschnitt Zierenberg–Fürstenwald–Weimar der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar der Bahnhof Calden-Fürstenwald mit einem Gleis.[9] Auf der Strecke verkehrt die RT4 der RegioTram Kassel, die nach Südosten durch Ahnatal und Vellmar und unter anderem auf den Gleisen der Holländischen Straße zum Kasseler Hauptbahnhof oder in Richtung Südwesten durch Zierenberg nach Wolfhagen fährt.[10]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Calden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Calden – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Zusammenschluß der Gemeinden Calden und Meimbressen im Landkreis Hofgeismar zur Gemeinde „Calden“ vom 5. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 109, Punkt 107 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen (GVBl. II 330-17) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 225, § 10 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 398 und 399.
  5. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  8. Caldener Tiergarten, auf geschichte-calden.de
  9. Stationskataster des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV), auf stationskataster.de
  10. Fahrplanbuch der KVG: RT4, auf kvg.de (PDF; 70 KB)