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Grebenstein

hessische Stadt im Landkreis Kassel
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grebenstein
Grebenstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grebenstein hervorgehoben
Koordinaten: 51° 27′ N, 9° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 49,85 km2
Einwohner: 5757 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km2
Postleitzahl: 34393
Vorwahl: 05674
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 010
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
34393 Grebenstein
Website: https://grebenstein.de/
Bürgermeister: Danny Sutor (parteilos)
Lage der Stadt Grebenstein im Landkreis Kassel
Bad KarlshafenGutsbezirk ReinhardswaldTrendelburgTrendelburgHofgeismarHofgeismarOberweserOberweserWahlsburgReinhardshagenLiebenauGrebensteinImmenhausenFuldatalEspenauVellmarCaldenBreunaZierenbergZierenbergAhnatalHabichtswaldWolfhagenNaumburgBad EmstalSchauenburgBaunatalFuldabrückLohfeldenSöhrewaldHelsaKaufungenNiesteNiestetalKasselKarte
Über dieses Bild

Grebenstein (plattdeutsch: Grebensteen) ist eine Kleinstadt im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Grebenstein – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

LageBearbeiten

Grebenstein liegt westlich des Reinhardswalds zwischen Kassel und Hofgeismar am Fluss Esse. Über der Stadt steht die Ruine der Burg Grebenstein.

NachbargemeindenBearbeiten

Grebenstein grenzt im Norden an die Stadt Hofgeismar, im Nordosten an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald, im Osten an die Stadt Immenhausen, im Südosten an die Gemeinde Espenau, im Süden und Westen an die Gemeinde Calden, sowie im Nordwesten an die Stadt Liebenau (alle im Landkreis Kassel).

GliederungBearbeiten

Die Stadt Grebenstein besteht aus den folgenden Stadtteilen:

Außerdem gehören zu Grebenstein noch eine Anzahl kleinerer Weiler und Einzelgehöfte wie Ellixen.

GeschichteBearbeiten

Grebenstein wurde 1272 erstmals als Grevensteine urkundlich erwähnt.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Oktober 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Burguffeln, Schachten und Udenhausen eingegliedert.[2]

PolitikBearbeiten

StadtverordnetenversammlungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
   
Insgesamt 31 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 54,4 17 53,4 17 57,4 18 56,7 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,5 10 30,6 9 29,8 9 31,4 10
FDP Freie Demokratische Partei 12,1 4 8,9 3 12,8 4 12,0 4
BWA Bürger Wahl Alternative 7,1 2
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 54,5 52,1 53,8 61,0

BürgermeisterBearbeiten

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Grebenstein neben dem Bürgermeister sieben ehrenamtliche Stadträte angehören. Bürgermeister ist seit 1. Oktober 2010 Danny Sutor.[6] Er wurde im März 2016 wiedergewählt.[7] Sein direkt gewählter Amtsvorgänger war:

  • 1992 bis 2010 Armin Kölling (SPD)

Weitere Amtsvorgänger bis 1898 siehe unter[8].

PartnerschaftenBearbeiten

Grebenstein unterhält eine Ringpartnerschaft mit der französischen Gemeinde Lezoux in der Auvergne, mit der niederländischen Gemeinde Lopik in der Polderlandschaft nördlich des Lek und mit der italienischen Gemeinde Sarsina in der Emilia-Romagna.

 
Einer der historischen Türme der Stadtmauer von Grebenstein
 
Die Altstadt Grebenstein vom Burgberg gesehen

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

  • Ackerbürgermuseum im „Haus Leck“, Schachtener Str. 11, erbaut 1431
  • Alte Meierei, Schachtener Straße 4, erbaut um 1780

MusikBearbeiten

  • TMG Turn- und Musikgemeinschaft 1980 Grebenstein e. V.
  • Volkschor Grebenstein
  • Männerchor 1840 Grebenstein

BauwerkeBearbeiten

  • historische Altstadt mit den mittelalterlichen Türmen der Stadtbefestigung, dem Rathaus, der evangelischen Stadtkirche (früher: Liebfrauenkirche) sowie zahlreichen Fachwerkhäusern, die teilweise über mittelalterlichen Kellern stehen
  • Ruine der Burg Grebenstein (auf dem Burgberg am Südrand der Stadt) aus dem 13. Jahrhundert
  • einstiger Standort der Burg Haldessen (nahe dem Hof Oberhaldessen) aus dem 14. Jahrhundert
  • Die ehemalige Grebensteiner Landwehr zwischen Grebenstein und Hofgeismar ist heute nur noch an wenigen Stellen zu erkennen, sei es als Gehölz oder als Spuren von Wallgräben; zwischen Grebenstein und Friedrichsthal, nahe der L 3233 finden sich noch Spuren in Form von Grabenresten. Die fünf ehemaligen Warten, die die Landwehr sicherten, sind alle verschwunden.

Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Grebenstein.

NaturparksBearbeiten

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Grebenstein

Grebenstein liegt an der Bundesstraße 83.

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Kassel–Warburg und wird von der RegioTram (Linie RT1) angefahren. Regional-Express-Züge der Verbindung Kassel-Hagen halten seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 nicht mehr in Grebenstein. Die Stadt Grebenstein gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an.

Der 27,92 km lange Abschnitt der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Grebenstein über Hümme nach Bad Karlshafen, der am 30. März 1848 eröffnet wurde, war die erste Eisenbahn im Kurfürstentum Hessen. 1872 wurde die Strecke nach einem Eisenbahnunfall aus der Stadt heraus verlegt und um sie herum neu trassiert.

Persönlichkeiten mit Bezug auf GrebensteinBearbeiten

  • Ludwig der Junker (1305–1345), dritter Sohn des Landgrafen Otto I. von Hessen; 1328–1345 Herr zu Grebenstein
  • Hermann I. von Hessen (nach 1305–1368/1370), vierter Sohn des Landgrafen Otto I.; 1349–1368/70 Herr zu Grebenstein
  • Landgraf Hermann II. von Hessen (1341–1413), Sohn Ludwig des Junkers; geboren 1341 auf Burg Grebenstein
  • Wilhelm Pfeffer (1845–1920), Botaniker, geboren in Grebenstein
  • Dietrich von Schachten (um 1445 – 1503), Autor einer Reisebeschreibung nach Palästina im Jahre 1491, als Begleiter des Landgrafen Wilhelm I. von Hessen; geboren in Schachten, Amtmann zu Grebenstein
  • Karl Schomburg (1791–1841), Oberbürgermeister von Kassel; geboren in Grebenstein
  • Curt Badinski (1890–1966), Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg; geboren in Grebenstein
  • Claudia Schreiber (* 1958), Autorin, geboren in Schachten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 398.
  3. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Grebenstein (Memento des Originals vom 24. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-hessen.de
  7. https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/grebenstein-ort78316/grebenstein-entscheidet-ueber-buergermeister-sutors-zweite-amtszeit-6177058.html
  8. Stadt Grebenstein: Die Bürgermeister Grebensteins von 1898 bis heute (Memento des Originals vom 14. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-grebenstein.de, abgerufen am 28. Juli 2016.