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Mitte (Kassel)

Stadtteil in Kassel, Hessen, Deutschland

Der Stadtteil Mitte der nordhessischen Großstadt Kassel umfasst die Innenstadt, die bis zur Schönen Aussicht im Südwesten und bis zum Kulturbahnhof im Norden geht.[1] Sie wird umfasst vom Innenstadtring, der nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gebaut wurde und der die Innenstadt als Insel von den angrenzenden Bereichen des Hauptbahnhofs, der nördlichen Innenstadt zwischen Lutherplatz, Nordstadt und Wesertor isoliert.

Wappen von Kassel
Mitte
Stadtteil von Kassel
Lage von Mitte in Kassel
Koordinaten 51° 18′ 49″ N, 9° 29′ 40″ OKoordinaten: 51° 18′ 49″ N, 9° 29′ 40″ O.
Höhe 200 m ü. NHN
Fläche 1,95 km² (18/23)
Einwohner 7943 (31. Dez. 2013) (12/23)
Bevölkerungsdichte 4073 Einwohner/km² (19/23)
Ausländeranteil 15,7 % (31. Dez. 2010) (5/23)
Postleitzahlen 34117, 34119, 34121
Vorwahl 0561
Website Stadtteilinfo Mitte
Politik
Ortsvorsteher Herr Christof Stefaniak (Grüne)
Sitzverteilung (Ortsbeirat)
Ortsbeirat Mitte 2016.svg
  • SPD: 3 Sitze
  • Grüne: 3 Sitze
  • FW: 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz
  • CDU: 1 Sitz
  • Quelle: Stadtverwaltung im Internet
    Der Königsplatz im Zentrum Kassels um 1900 (Photochrom)

    Die Altstadt von Kassel im heutigen Stadtteil Mitte gehörte vor den Kriegszerstörungen ab 1943 und den Abrissen der Nachkriegszeit zu den bedeutendsten Mitteleuropas.[2] Wenige Gebäude des alten Stadtzentrums sind nach der Bombardierung Kassels erhalten geblieben. Der in den 1950er und 1960er Jahren erfolgte Neuaufbau ist bis heute prägend. Manche Nachkriegsensembles stehen unter Denkmalschutz, etwa an der Treppenstraße.

    Der Stadtteil Mitte lässt sich weiter untergliedern in die Oberneustadt unterhalb des Brüder-Grimm-Platzes, den Ständeplatz und den Bereich des Lutherplatzes oberhalb des vom Hauptbahnhof verlaufenden Straßenzuges über den Kreuzungsbereich Stern bis zum ehemaligen, eigentlichen Kern der mittelalterlichen Stadt dem Altmarkt.

    Seit 1961 wurden Fußgängerzonen eingerichtet. In der Innenstadt entstanden Einkaufszentren wie 1991 die Kurfürstengalerie, 1995 die Königs-Galerie und 2002 City-Point.[3]

    Inhaltsverzeichnis

    Plätze und BauwerkeBearbeiten

    BauwerkeBearbeiten

    Am Friedrichsplatz befindet sich das Fridericianum, das als Ausstellungsort zeitgenössischer Kunst genutzt wird, die documenta-Halle von Jochem Jourdan und das Staatstheater des documenta-Gründers Arnold Bode. Das documenta Archiv befindet sich im Gebäude der ehemaligen Gerhart Hauptmann-Schule und heutigen Dock4, das in den 1990er Jahren als Kulturhaus entwickelt wurde. Im Bereich des Entenangers befindet sich die Markthalle im Marstall, die auch das Stadtarchiv der Stadt beheimatet. Neben dem Marstall liegt die Brüderkirche, dem ältesten noch bestehenden Bauwerk der Stadt aus dem 13. Jahrhundert mit Renthofgebäude, das zur Zeit der Frühreformation im einsetzenden 15. Jahrhundert als Kanzleigebäude genutzt wurde. Der Bereich des Altmarkts, früher der Marktplatz der Stadt, ist von der Martinskirche geprägt, die im Zentrum der Stadt bis in die Neuzeit als Hauptkirche Bedeutung hatte. Auf der gegenüberliegenden Seite der Kurt-Schumacher-Straße steht das 1962 von Walter Grüning erbaute Hansahaus. Die zerstörten Rümpfe der Lutherkirche befinden sich unweit davon entfernt als zwischen 1966 und 1970 von Ernst Rall und Heinz Kies interpretierten Betonformen. Daneben um den Kirchhof die seit den 1980er Jahren offene und persekutierte Drogenszene, der dort Unterstand gewährt wird. Das ehemalige Stadtbad Mitte neben dem ehemaligen Haus der Kirche bot ebenfalls aus der Phase des Wiederaufbaus einen zentralen Ort für Freizeit.

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Mitte (Kassel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Mitte. In: Stadtportal Kassel. Stadt Kassel, documenta-Stadt; vertreten durch den Magistrat, 18. Juli 2014, abgerufen am 18. August 2015.
    2. Wie Kassels Altstadt neu entstehen könnte, Hauptsache Kultur, Hessischer Rundfunk, 26. März 2015
    3. Historische Entwicklung des Stadtteils Mitte. In: Stadtportal Kassel. Stadt Kassel, documenta-Stadt; vertreten durch den Magistrat, 16. Oktober 2009, abgerufen am 18. August 2015.