Entre-deux-Eaux

französische Gemeinde

Entre-deux-Eaux ist eine französische Gemeinde im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges und zum 2017 gegründeten Gemeindeverband Saint-Dié-des-Vosges.

Entre-deux-Eaux
Wappen von Entre-deux-Eaux
Entre-deux-Eaux (Frankreich)
Entre-deux-Eaux
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Saint-Dié-des-Vosges-2
Gemeindeverband Saint-Dié-des-Vosges
Koordinaten 48° 14′ N, 7° 0′ OKoordinaten: 48° 14′ N, 7° 0′ O
Höhe 372–734 m
Fläche 8,47 km2
Einwohner 503 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 59 Einw./km2
Postleitzahl 88650
INSEE-Code

Blick auf Entre-deux-Eaux

GeografieBearbeiten

Die 503 Einwohner (1. Januar 2017) zählende Gemeinde Entre-deux-Eaux liegt etwa acht Kilometer südöstlich der Stadt Saint-Dié-des-Vosges am Rande der Vogesen in einem Seitental der Meurthe. Durch das Gemeindegebiet fließt der Bach Ruisseau de la Mie in Ost-West-Richtung. Das nördlich und südlich des Bachlaufes ansteigende stark bewaldete Gelände erreicht Höhen von über 500 m über dem Meer, während das Dorf Entre-deux-Eaux auf etwa 420 m Höhe liegt. Die höchste Erhebung bildet die Tête de la Behouille mit 734 m im äußersten Osten der Gemeinde. Eine weitere markante Landmarke ist die Bergkuppe des 535 m hohen Bois de la Planchette im Norden der Gemeinde. Zu Entre-deux-Eaux gehören die Ortsteile Remémont, La Planchette, Le Moncel und Fouchifol.

Nachbargemeinden von Entre-deux-Eaux sind Remomeix im Norden, Coinches im Nordosten, La Croix-aux-Mines im Osten, Mandray im Süden, Saint-Léonard im Südwesten, Saulcy-sur-Meurthe im Westen sowie Sainte-Marguerite im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname (frei übersetzt etwa: Zwischen zwei-Gewässern) erschien erstmals 1316 als Entre-Dous-Awes in einer Urkunde als Teil der heutigen Nachbargemeinde Mandray. Die Niedere, Mittlere und Hohe Gerichtsbarkeit lag in den Händen des Kapitels von Sankt Didel. Ab 1667 besaß Entre-deux-Eaux eine eigene Vikariatsstelle in Abhängigkeit von den Pfarreien in Fraize und Saulcy. Das Patronatsrecht hatte weiterhin das Kapitel St. Didel. Die Kirche Saint-Vincent entstand im 18. Jahrhundert – anfangs ein Anhang der Pfarrei in Mandray. 1835 entstanden das Rathaus (Mairie) und die Schule. Eine weitere Schule wurde 1875 im großen Ortsteil Remémont erbaut. Bei der Bildung der bis heute bestehenden Gemeindestrukturen im Jahr 1790 kam Entre deux Eaux (damals noch ohne Bindestrich geschrieben) zunächst in den Kanton Saint-Léonard, ab 1801 zum Kanton Fraize.[1]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 330
1968 321
1975 317
1982 402
1990 454
1999 450
2006 463
2012 526

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Saint-Vincent mit gotischem Chor
  • mehrere Flurkreuze
  • Bergwerksruinen

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In der Gemeinde sind traditionell Waldnutzung und Landwirtschaft (insbesondere Viehzucht und Milchverarbeitung) ansässig[2], was sich auch im Wappen der Gemeinde manifestiert.

VerkehrsanbindungBearbeiten

Die Gemeinde Entre-deux-Eaux liegt abseits der überregional bedeutsamen Verkehrswege. Eine Straße (D 58B) verbindet die Gemeinde mit Saint-Léonard und Saulcy-sur-Meurthe im verkehrsreichen Meurthetal. Eine weitere Straßenverbindung führt nach Remomeix an der Route nationale 59. In der acht Kilometer entfernten Stadt Saint-Dié-des-Vosges bestehen Bahnanschlüsse nach Nancy, Épinal, Paris und Straßburg.

BelegeBearbeiten

  1. Geschichtsabriss auf vosges-archives.com. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. März 2016; abgerufen am 8. November 2015 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vosges-archives.com
  2. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

Commons: Entre-deux-Eaux – Sammlung von Bildern