Gerbamont

französische Gemeinde

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Gerbamont
Wappen von Gerbamont
Gerbamont (Frankreich)
Gerbamont
Region Grand Est
Département (Nr.) Vosges (88)
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Gemeindeverband Hautes Vosges
Koordinaten 48° 0′ N, 6° 45′ OKoordinaten: 48° 0′ N, 6° 45′ O
Höhe 409–1023 m
Fläche 9,74 km²
Einwohner 357 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km²
Postleitzahl 88120
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Gerbamont
im Département Vosges

Gerbamont (1796 noch mit der Schreibweise Gerbamont le Jol)[1] ist eine französische Gemeinde mit 357 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges und zum Gemeindeverband Hautes Vosges.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Gerbamont liegt in den Vogesen, 15 Kilometer östlich der Stadt Remiremont.

Das fast 10 km² umfassende Gemeindegebiet von Gerbamont erstreckt sich über ein Hochtal, dass von den Bouchot-Nebenflüssen La Goutte Mathias und Ruisseau de Peute Goutte gebildet wird und in Richtung Westen über einen niedrigen Sattel zum Moselottetal öffnet. Das verstreute Siedlungsgebiet zieht sich vornehmlich an West- und Nordwesthängen entlang. Etwa die Hälfte des Gemeindeareals besteht aus Wäldern, der größte zusammenhängende Forst ist der Forêt de Noire Goutte im Nordosten. Hier wird mit dem 1028 m hohen Roche Saint-Jacques der höchste Punkt der Gemeinde erreicht. Nahe der Goutte Mathias-Quelle im Süden der Gemeinde erfolgt der Übergang über den Sattel Col du Haut de Fouchure (790 m) zum Tal des Ruisseau de Basse-sur-le-Rupt, der in Richtung Westen zum Tal der Moselotte führt.

Aus klimatischen Gründen gibt es nur in den tiefer gelegenen Talregionen einige Ackerflächen, es dominieren stattdessen Wiesen- und Weidegebiete bis in Höhenlagen von 700 Metern über dem Meer.

Nachbargemeinden von Gerbamont sind Sapois im Norden, Rochesson im Osten, Basse-sur-le-Rupt im Süden sowie Vagney im Westen.

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet zwischen Vagney und Gérardmer wurde durch Rodungen ab dem 7. Jahrhundert langsam besiedelt. Dabei spielten wie im gesamten Vogesenraum Mönche und Klostergründungen eine zentrale Rolle. Gerbamont war Teil des großflächigen Ban de Vagney, zu dem auch die heute selbständigen Gemeinden Vagney, Sapois, Basse-sur-le-Rupt, Saint-Amé und Saulxures zählten. Der Ban de Vagney war je zur Hälfte den Herzögen von Lothringen und dem Kapitel von Remiremont unterstellt.

Die Kapelle Saint-Desle (nach dem Heiligen Deicola, auch Deel, Deicolus, Deille, Delle oder Dichul genannt) wurde 1716 gebaut. Für zwei Jahrhunderte war Gerbamont ein kleiner Wallfahrtsort.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2018
Einwohner 276 286 249 238 297 310 340 357

Im Jahr 1876 wurde mit 433 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von annuaire-mairie[2] und INSEE[3].

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kapelle Saint-Del
  • Wegkreuz

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In Gerbamont sind neben einem Sägewerk kleinere Handwerksbetriebe ansässig. In den letzten Jahren sind die touristischen Angebote in Gerbamont erweitert worden. So sind viele einzeln stehende Ferienhäuser entstanden. In der Gemeinde Gerbamont sind 19 Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Milchwirtschaft, Pferde-, Rinder- und Geflügelzucht, Schweine-, Schaf- und Ziegenhaltung).[4] Ein Teil der Bewohner pendelt in die nahegelegenen Industrieorte.

VerkehrsanbindungBearbeiten

Gerbamont ist durch Nebenstraßen mit seinen vier Nachbargemeinden verbunden. Ein Anschluss an die autobahnartig ausgebaute RN 66 von Épinal nach Mülhausen besteht 15 Kilometer westlich von Gerbamont.

BelegeBearbeiten

  1. Ortsname auf cassini.ehess.fr
  2. Gerbamont auf annuaire-mairie
  3. Gerbamont auf INSEE
  4. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

Commons: Gerbamont – Sammlung von Bildern