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GeografieBearbeiten

Brunoy liegt an der Yerres, etwa 20 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Paris. Die Nachbargemeinden sind Yerres im Westen und Norden, Villecresnes im Nordosten, Mandres-les-Roses im Osten, Épinay-sous-Sénart im Südosten, Soisy-sur-Seine im Süden und Montgeron im Südwesten.

GeschichteBearbeiten

Ab dem 5. Jahrhundert siedelten sich Franken in der Region an. Childebert I. erbte das Königreich von Paris beim Tode seines Vaters Chlodwig I. im Jahre 511. Im Testament von Dagobert I. aus dem Jahre 638 taucht zum ersten Mal der Name von Brunoy auf, und zwar auf lateinisch Brennadum.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das an den Ufern der Yerres liegende Feudalschloss umgebaut. Nach der Französischen Revolution wurde es abgebrochen. Mitte des 18. Jahrhunderts residierte in diesem Schloss eine extravagante Persönlichkeit: der Marquis (Markgraf) Armand-Louis Joseph Pâris de Montmartel (1748–1781). Er veranstaltete makabre Rituale. Beim Tode seines Vaters Jean Pâris de Monmartel kleidete er die Stadt ganz in schwarz: Diener, Schloss, Bäume, Brunnen und Pferde. Selbst Kühe und Hühner wurden schwarz bemalt. Sein seltsames Verhalten und seine Geldverschwendung führten zum Verfall – so musste er schließlich die Besitztümer verkaufen und endete 1781 im Freitod.

1815 verlieh Ludwig XVIII. den Titel Marquis von Brunoy an Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington. Zahlreiche wohlhabende Bürger wählten Brunoy als ihren Zweitwohnsitz. Das 19. Jahrhundert war die Epoche der Schlösser und schönen Anwesen. Als Beispiel kann das Schloss von Réveillon genannt werden, das heute das Haus der Kunst (Maison des arts) beherbergt. Der Maler Jean-Baptiste Corot malte in Brunoy mehrere Bilder.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2013
14.848 16.031 22.727 23.899 24.468 23.642 25.981 26.066

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Brunoy

StädtepartnerschaftenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Brunoy wird von der Eisenbahnlinie RER D bedient. Die Route nationale 6 tangiert die Stadt im Südwesten.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de l’Essonne. Flohic Éditions, Paris 2001, Band 1, ISBN 2-84234-126-0, S. 159–167.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brunoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien