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Thomas L. Kemmerich

deutscher Politiker, MdL
Thomas Kemmerich (2011)
Kemmerich mit Rainer Brüderle beim Bundestagswahlkampf 2013

Thomas Karl Leonard Kemmerich (* 20. Februar 1965 in Aachen) ist ein deutscher Politiker (FDP) und seit November 2015 Landesvorsitzender der FDP Thüringen. Er war von 2009 bis 2014 Mitglied des Thüringer Landtags und gehört seit 2017 dem Deutschen Bundestag an.

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Thomas L. Kemmerich besuchte das Pius-Gymnasium in Aachen, legte 1984 das Abitur ab, studierte Rechtswissenschaften in Bonn und schloss 1989 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Parallel absolvierte er eine kaufmännische Lehre im Groß- und Einzelhandel, die er 1987 abschloss, und besuchte Kurse in Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen.

Nach der politischen Wende kam Thomas L. Kemmerich 1989 nach Erfurt und machte sich dort als Unternehmensberater selbstständig. Er beriet landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen aus dem Handwerk. Ab 1991 wandelte Thomas L. Kemmerich das Dienstleistungskombinat Betriebsteil „Friseur & Kosmetik“ sowie die Produktionsgenossenschaft (PGH) des Frieseurhandwerks aus Weimar, Rudolstadt, Auerbach und Sömmerda zur Friseur Masson GmbH um. 2000 wurde das Unternehmen in die Friseur Masson AG umgewandelt, deren Vorstandsvorsitzender Thomas L. Kemmerich wurde[1]. 2011 firmierte das Unternehmen zu der neuen Marke masson®Friseure.

Thomas L. Kemmerich ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Er lebt und arbeitet in Erfurt und Weimar.

PolitikBearbeiten

Seit Ende 2006 ist Kemmerich Thüringer Landesvorsitzender der FDP-nahen Vereinigung Liberaler Mittelstand, der er seit November 2011 auch als Bundesvorsitzender vorsteht. Seit 2007 ist er zudem FDP-Kreisvorsitzender in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt. Bei den Kommunalwahlen in Thüringen 2009 führte er die Partei zurück in den Erfurter Stadtrat und wurde dort ihr Fraktionsvorsitzender. Bei der Landtagswahl 2009 zog er über Platz 3 der FDP-Landesliste auch in den Landtag ein und begleitete dort als Wirtschaftspolitischer Sprecher das Ressort „Wirtschaft, Arbeit, Technologie“.

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Erfurt am 22. April 2012 trat Kemmerich als FDP-Kandidat an. Mit 2,6 % der Stimmen erhielt er die wenigsten Stimmen aller sieben angetretenen Kandidaten.[2]

Bei der Landtagswahl in Thüringen 2014 schied die FDP wieder aus dem Landtag aus, wodurch auch Kemmerich, der auf Platz 4 der FDP-Landesliste kandidiert hatte, sein Mandat verlor. Er gehört weiterhin dem Erfurter Stadtrat an und ist dort Mitglied einer gemeinsamen Fraktion von FDP, Freien Wählern und Piraten.

Nach dem Rücktritt von Franka Hitzing als FDP-Landesvorsitzende wurde Kemmerich am 29. November 2015 auf einem Sonderparteitag in Stadtroda mit 85 von 143 gültigen Stimmen (59 Prozent) zu ihrem Nachfolger gewählt.[3]

Zur Bundestagswahl 2017 trat Kemmerich als FDP-Kandidat im Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II und als Spitzenkandidat auf der Landesliste der FDP in Thüringen an und wurde in den 19. Deutschen Bundestag gewählt. Dort ist er Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie[4] und im Unterausschuss Regionale Wirtschaftspolitik und ERP-Wirtschaftspläne[5] sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Unternehmenswebsite (Memento des Originals vom 21. Oktober 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.masson-friseure.de Abgerufen am 30. November 2015
  2. Wahlergebnis beim Thüringer Landeswahlleiter
  3. Thomas Kemmerich ist neuer Thüringer FDP-Chef. Die Welt, 29. November 2015, abgerufen am 29. November 2015.
  4. Pressemitteilung: Besetzung Bundestagsausschüsse. In: fdpbt.de. Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, 14. Januar 2018, abgerufen am 25. Januar 2018.
  5. Unterausschuss Regionale Wirtschaftspolitik und ERP-Wirtschaftspläne. Abgerufen am 3. März 2019.