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Christoph Meyer (Politiker)

deutscher Politiker (FDP), MdA
Christoph Meyer 2017

Christoph Meyer (* 30. August 1975 in Berlin) ist ein deutscher Politiker der FDP aus dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Seit März 2018 ist er Landesvorsitzender der FDP Berlin. Dieses Amt hatte er bereits 2010 bis 2012 inne. Von 2009 bis 2011 war er Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. 2017 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt.

Ausbildung und BerufBearbeiten

Meyer besuchte das Walther-Rathenau-Gymnasium (damals noch Walther-Rathenau-Oberschule) in Berlin-Grunewald und erwarb 1994 die Allgemeine Hochschulreife. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank AG in Berlin. Ab 1996 studierte Meyer Rechtswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) sowie an der Freien Universität Berlin und legte 2004 sein Erstes juristisches Staatsexamen ab. 2007 absolvierte er das Zweites juristische Staatsexamen und ist seit 2008 als Rechtsanwalt in Berlin zugelassen. Seit Herbst 2012 ist Christoph Meyer für die DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. KG tätig.[1]

PolitikBearbeiten

Meyer ist seit 1993 Mitglied der FDP. Von 2000 bis 2001 war Meyer Bürgerdeputierter der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Januar 2002 rückte er für den zuvor ausgeschiedenen Abgeordneten Günter Rexrodt in das Berliner Abgeordnetenhaus nach. In der 15. Wahlperiode des Berliner Parlaments war Christoph Meyer rechtspolitischer Sprecher und vertrat die FDP-Fraktion im Hauptausschuss und im Untersuchungsausschuss Tempodrom. 2006 zog Meyer als Spitzenkandidat der FDP Charlottenburg-Wilmersdorf erneut in das Berliner Abgeordnetenhaus ein. Bis zum Frühjahr 2009 war er stellv. Vorsitzender der Fraktion sowie Sprecher für kulturelle Angelegenheiten und Vertreter im Sonderausschuss Restitution. Im April 2009 übernahm Meyer von dem langjährigen Fraktionsvorsitzenden Martin Lindner den Vorsitz der Abgeordnetenhausfraktion, nachdem jener erfolgreich für den Deutschen Bundestag kandidiert hatte.

Im März 2010 wurde Meyer auf einem Landesparteitag der Berliner FDP zum Landesvorsitzenden gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Markus Löning an, der für das Amt nicht erneut kandidierte.[2][3] Im Mai 2011 wurde er als Beisitzer in den Bundesvorstand der FDP gewählt, dem er bis März 2013 angehörte. Beim Landesparteitag im März 2018 kandidierte er erneut und übernahm das Amt von Sibylle Meister, die nicht erneut antrat.[4]

Als Spitzenkandidat und Landesvorsitzender erzielte er am 18. September 2011 das mit 1,8 Prozent schlechteste Berliner FDP-Ergebnis aller Zeiten. Bei dieser Wahl schied die FDP nicht nur aus dem Abgeordnetenhaus aus, sondern verlor auch alle ihre Mandate auf Bezirksebene, bei welcher lediglich eine Drei-Prozent-Hürde gilt.

Bei der Bundestagswahl 2017 erzielte Meyer im Bundestagswahlkreis Berlin-Charlottenburg – Wilmersdorf mit 14,9 % des landesweit beste Zweitstimmenergebnis der FDP[5] und zog über deren Landesliste in den Deutschen Bundestag ein.[6] Meyer ist außerdem Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.

Kurz nachdem Meyer bei der Bundestagswahl 2017 sein Bundestagsmandat errang, wurde bekannt, dass er den ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Lars Lindemann angestellt hatte. In der Folge kündigte Meyer das Beschäftigtenverhältnis, um den Vorwurf der Vetternwirtschaft zu entkräften.[7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://cmeyer.2017.fdp.de/
  2. Christoph Meyer zum FDP-Fraktionschef gewählt. In: Berliner Morgenpost. vom 31. März 2009.
  3. Werner van Bebber: Christoph Meyer ist neuer Chef der Berliner FDP. In: Der Tagesspiegel vom 19. März 2010 (online).
  4. Christoph Meyer führt die FDP Berlin. In: fdp-berlins Webseite! 9. März 2018 (fdp-berlin.de [abgerufen am 12. März 2018]).
  5. Bundestagswahl 2017 Berlin - Interaktiver Wahlatlas. Abgerufen am 4. Oktober 2017.
  6. Diese Berliner ziehen in den Bundestag ein. Abgerufen am 4. Oktober 2017.
  7. Berlin FDP-Abgeordneter beschäftigt Lobbyist im Bundestag Berliner Morgenpost 29. Januar 2018