NBA.svg National Basketball Association
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Dauer 17. Oktober 1974 — 25. Mai 1975
Saisonspiele je Team 82
Anzahl der Teams 18
Top Seed
Beste Bilanz Boston Celtics / Washington Bullets
Saison MVP Bob McAdoo (Buffalo Braves)
Top scorer Bob McAdoo (Buffalo Braves)
Playoffs
Eastern Conference-Champion Washington Bullets
Western Conference-Champion Golden State Warriors
Finals
NBA-Meister Golden State Warriors
Finals MVP Rick Barry (Golden State Warriors)

Die NBA-Saison 1974/75 war die 29. Saison der National Basketball Association (NBA). Sie begann am Donnerstag, den 17. Oktober 1974 und endete regulär nach 738 Spielen am Sonntag, den 6. April 1975. Die Postseason begann am Dienstag, den 8. April und endete am Sonntag, den 25. Mai mit 4—0 Finalsiegen der Golden State Warriors über die Washington Bullets.

SaisonnotizenBearbeiten

AbschlusstabellenBearbeiten

Pl. = Rang,  = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern ConferenceBearbeiten

Atlantic DivisionBearbeiten

Boston
New York
Philadelphia
Buffalo
Atlanta
Cleveland
Houston
Washington
New Orleans
Detroit
Milwaukee
Chicago
Kansas City
Omaha
Phoenix
Golden State
Los Angeles
Seattle
Portland
NBA 1974/75: Pacific Division in Rot und Midwest Division in Grün sowie Kansas City/Omaha in Violett; Central Division in Gelb und Atlantic Division in Blau. New Orleans betritt die Bühne.
Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div.
1. Boston Celtics 82 60—22 .732 28—13 32—90 17—90
2. Buffalo Braves 82 49—33 .598 11 30—11 19—22 15—11
3. 0New York Knickerbockers0 82 40—42 .488 20 23—18 17—24 09—17
4. Philadelphia 76ers 82 34—48 .415 26 20—21 14—27 11—15

Central DivisionBearbeiten

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div.
1. Washington Bullets 82 60—22 .732 36—50 24—17 22—80
2. Houston Rockets 82 41—41 .500 19 29—12 12—29 16—14
3. 000Cleveland Cavaliers000 82 40—42 .488 20 29—12 11—30 17—13
4. Atlanta Hawks 82 31—51 .378 29 22—19 09—32 11—19
5. New Orleans Jazz 82 22—59 .280 37 20—21 09—21 08—14

Western ConferenceBearbeiten

Midwest DivisionBearbeiten

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div.
1. Chicago Bulls 82 47—35 .573 29—12 18—23 11—15
2. Kansas City/Omaha Kings 82 44—38 .357 3 29—12 15—26 17—90
3. Detroit Pistons 82 40—42 .488 7 26—15 14—27 10—16
4. Milwaukee Bucks 82 38—44 .463 9 25—16 13—28 14—12

Pacific DivisionBearbeiten

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div.
1. 00Golden State Warriors00 82 48—34 .585 30—11 17—24 19—11
2. Seattle Supersonics 82 43—39 .524 5 24—17 19—22 18—12
3. Portland Trailblazers 82 38—44 .463 10 28—13 10—31 16—14
4. Phoenix Suns 82 32—50 .390 16 22—19 10—31 12—18
5. Los Angeles Lakers 82 30—52 .366 18 21—20 09—32 10—20

EhrungenBearbeiten

Führende Spieler in EinzelwertungenBearbeiten

Kategorie Spieler Mannschaft Wert
Punkte/Spiel Bob McAdoo Buffalo Braves 34,5 PpS
Wurfquote Don Nelson Boston Celtics 53,9 %
Freiwurfquote Rick Barry Golden State Warriors 90,4 %
Assists/Spiel Kevin Porter Washington Bullets 8,0 ApS
Rebounds/Spiel Wes Unseld Capital Bullets 14,8 RpS
Steals/Spiel Rick Barry Golden State Warriors 2,85 SpS
Blocks/Spiel ◀︎ Kareem Abdul-Jabbar Milwaukee Bucks 3,26 BpS

70 Spiele oder 1400 Punkte erforderlich.
300 Körbe erforderlich. Nelson nahm 785 Schüsse und traf 423 mal.
120 verwandelte Freiwürfe erforderlich. Barry traf 394 von 436.
70 Spiele oder 400 Assists erforderlich.
70 Spiele oder 800 Rebounds erforderlich.
70 Spiele oder 125 Steals erforderlich.
◀︎ 70 Spiele oder 100 Blocks erforderlich.

  • Mit 330 begingen Bob Dandridge von den Milwaukee Bucks und Phil Jackson von den New York Knicks die meisten Fouls. Kevin Porter von den Washington Bullets war mit 12 mal am häufigsten fouled out.
  • Seit der Saison 1969/70 werden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ nicht länger die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt, sondern die Quote pro Spiel.[4]
  • Bob McAdoo von den Buffalo Braves stand in 82 Einsätzen 43,2 Minuten pro Spiel auf dem Parkett. Er hatte mit insgesamt 3539 Minuten auch die insgesamt längste Einsatzzeit.
  • Den besten Punkteschnitt der Saison hatte Bob McAdoo mit 34,5 Punkten pro Spiel. Bei 2831 Punkten in 82 Einsätzen hatte er die meisten Punkte und mit 51,2 % die sechstbeste Wurfquote.
  • Don Nelson warf 1109 Punkte in 79 Spielen und damit 14,0 Punkte pro Spiel.
  • Rick Barry verwandelte mit der besten Freiwurfquote die insgesamt fünftmeisten Freiwürfe. Mit 652 bei einer Quote von 87,2 % warf Tiny Archibald von den Kansas City Omaha Kings die meisten Freiwürfe.
  • Kevin Porter gewährte bei der besten Quote von 8,0 Assists pro Spiel mit 650 Assists die insgesamt meisten der Liga in 81 Spielen.
  • Wes Unseld hatte 1077 Rebounds in 73 Spielen. Die meisten Rebounds insgesamt hatte Bob McAdoo mit 1155 (14,1 Rps). John Drew von den Atlanta Hawks errang 357 Offensivrebounds und Sam Lacey von den Kansas City/Omaha Kings 921 Defensivrebounds.
  • Rick Barry hatte neben der besten Stealrate von 2,9 SpS auch die meisten Steals insgesamt mit 228 in 80 Spielen. Seine Golden State Warriors kamen gegen die Lakers am 25. März 1975 auf 25 Steals, die zweitmeisten eines einzelnen Teams. Zusammen eroberten beide Teams 39 Bälle, nur am 21. Januar stahlen dieselben Teams 40 Bälle.
  • Elmore Smith hatte mit 216 die meisten Shotblocks in 74 Spielen bei einer Quote von 2,9 BpS. Kareem Abdul-Jabbar blockte insgesamt 212 Korbwürfe in 65 Spielen. Er sollte die Liga viermal in Blocks anführen, was ebenfalls lediglich Mark Eaton und Marcus Cambry gelingen sollte. Abdul-Jabbar hatte in seiner gesamten Karriere 3189 Blocks, übertroffen bislang nur von Hakeem Olajuwon und Dikembe Mutombo (Stand: 2020).

Playoffs-BaumBearbeiten

  Eröffnungsrunde Conference-Halbfinals Conference-Finals NBA-Finals
                                     
   
  W1  Golden State 4  
    W4  Seattle Supersonics 2  
W4  Seattle Supersonics 2
W5  Detroit Pistons 1  
  W1  Golden State 4  
Western Conference
  W2  Chicago Bulls 3  
   
   
  W2  Chicago Bulls 4
    W3  KC/Omaha Kings 2  
 
   
  W1  Golden State 4
  E2  Washington Bullets 0
   
   
  E3  Buffalo Braves 3
    E2  Washington Bullets 4  
 
   
  E2  Washington Bullets 4
Eastern Conference
  E1  Boston Celtics 2  
E5  New York Knicks 1  
E4  Houston Rockets 2  
  E4  Houston Rockets 1
    E1  Boston Celtics 4  
 

Playoffs-ErgebnisseBearbeiten

Die Playoffs begannen am 8. April und wurden in der Eröffnungsrunde, in der der Viertplatzierte der Conference gegen den Fünftplatzierten um die Chance, in der nächsten Runde auf den Erstplatzierten zu treffen, spielten, nach dem Modus Modus „Best of Three“ ausgetragen. In den Conference-Halbfinals, den Conference-Finals und den NBA-Finals galt der „Best of Seven“-Ausscheidungs-Modus.

Kevin Porter von den Washington Bullets gewährte 124 Assists in der Postseason, Teamkamerad Wes Unseld errang 276 Rebounds. Rick Barry von den Golden State Warriors erzielte 479 Punkte. Seine Steals waren ebenso bemerkenswert: Am 14. April gelangen ihm 8 gegen die Seattle Supersonics, übertroffen nur von Allen Iverson. Seine 19 Steals in sechs Playoffspielen wurden mit Derek Fisher ebenfalls nur von einem Spieler um 2 übertroffen. Die 22 Warriorssteals am 14. April und die 81 Teamsteals in der Sechs-Spiele-Serie gegen die Sonics bleiben Spitze und die 55 Finalsteals seiner Warriors wurden lediglich von den Trailblazers in den 1977er Playoffs geschlagen.

Larry McNeill von den Kansas City/Omaha Kings hatte gegen die Bulls am 13. April eine Wurfquote von 100 %. Lediglich Nene wiederholte das Kunststück einer 100er-Quote bei 12 Körben, die höchste Anzahl von Körben bei dieser Quote (Stand: 2020).

Eastern Conference-EröffnungsrundeBearbeiten

Houston Rockets 2, New York Knickerbockers 1
Dienstag, 8. April: Houston 99 — 84 New York
Donnerstag, 10. April: New York 106 — 96 Houston
Sonnabend, 12. April: Houston 118 — 86 New York

Western Conference-EröffnungsrundeBearbeiten

Detroit Pistons 2, Seattle Supersonics 1
Dienstag, 8. April: Seattle 90 — 77 Detroit
Donnerstag, 10. April: Detroit 122 — 106 Seattle
Sonnabend, 12. April: Seattle 100 — 93 Detroit

Eastern Conference-HalbfinalsBearbeiten

Boston Celtics 4, Houston Rockets 1
Montag, 14. April: Boston 123 — 106 Houston
Mittwoch, 16. April: Boston 112 — 106 Houston
Sonnabend, 19. April: Houston 117 — 102 Boston
Dienstag, 22. April: Houston 117 — 122 Boston
Donnerstag, 24. April: Boston 128 — 115 Houston

Washington Bullets 4, Buffalo Braves 3
Donnerstag, 10. April: Washington 102 — 113 Buffalo
Sonnabend, 12. April: Buffalo 106 — 120 Washington
Mittwoch, 16. April: Washington 111 — 96 Buffalo
Freitag, 18. April: Buffalo 108 — 102 Washington
Sonntag, 20. April: Washington 97 — 93 Buffalo
Mittwoch, 23. April: Buffalo 102 — 96 Washington
Freitag, 25. April: Washington 115 — 96 Buffalo

Western Conference-HalbfinalsBearbeiten

Golden State Warriors 4, Seattle Supersonics 2
Montag, 14. April: Golden State 123 — 96 Seattle
Mittwoch, 16. April: Golden State 99 — 100 Seattle
Donnerstag, 17. April: Seattle 96 — 105 Golden State
Sonnabend, 19. April: Seattle 111 — 94 Golden State
Dienstag, 22. April: Golden State 124 — 100 Seattle
Donnerstag, 24. April: Seattle 96 — 105 Golden State

Chicago Bulls 4, Kansas City/Omaha Kings 2
Mittwoch, 9. April: Chicago 95 — 89 Kansas City/Omaha
Sonntag, 13. April: Kansas City/Omaha 102 — 95 Chicago
Mittwoch, 16. April: Chicago 93 — 90 Kansas City/Omaha
Freitag, 18. April: Kansas City/Omaha 104 — 100 Chicago (n. V.)
Sonntag, 20. April: Chicago 104 — 77 Kansas City/Omaha
Mittwoch, 23. April: Kansas City/Omaha 89 — 101 Chicago

Eastern Conference-FinalsBearbeiten

Washington Bullets 4, Boston Celtics 2
Sonntag, 27. April: Boston 95 — 100 Washington
Mittwoch, 30. April: Washington 117 — 92 Boston
Sonnabend, 3. Mai: Boston 101 — 90 Washington
Mittwoch, 7. Mai: Washington 119 — 108 Boston
Freitag, 9. Mai: Boston 103 — 99 Washington
Sonntag, 11. Mai: Washington 98 — 92 Boston

Western Conference-FinalsBearbeiten

Golden State Warriors 4, Chicago Bulls 3
Sonntag, 27. April: Golden State 107 — 89 Chicago
Mittwoch, 30. April: Chicago 90 — 89 Golden State
Sonntag, 4. Mai: Golden State 108 — 101 Chicago
Dienstag, 6. Mai: Chicago 111 — 106 Golden State
Donnerstag, 8. Mai: Golden State 79 — 89 Chicago
Sonntag, 11. Mai: Chicago 72 — 86 Golden State
Mittwoch, 14. Mai: Golden State 83 — 79 Chicago

NBA-FinalsBearbeiten

Golden State Warriors vs. Washington BulletsBearbeiten

Der Sieg der Warriors war überraschend, die Bullets wurden stärker eingeschätzt. Bestleistungen legten aber beide auf.

Wes Unseld errang die meisten (bekannten) Defensivrebounds einer Vier-Spiele-Finalserie. Teamkamerad Elvin Hayes blockte 11 Schüsse, genau wie Warrior George Johnson. Dies gelang nur drei weiteren Spielern. Johnsons Teamkamerad Rick Barry eroberte 14 mal den Ball in vier Spielen.

Golden State als Team errang 72 Offensiv- und 143 Defensivrebounds und hatte 32 Blocks in den Finals. Beide Teams hatten die meisten Steals einer Vierer-Serie mit 55 und 45 sowie die meisten Steals zweier Teams in einem Finalspiel am 23. Mai. Am 25. Mai leisteten sich beide Teams zusammen 60 Ballverluste (31 und 29). Golden States 17 Steals vom 23. Mai wurden 2008 von den Boston Celtics um einen übertroffen (Stand: 2020).

Die Finalergebnisse:
Sonntag, 18. Mai: Washington 95 — 101 Golden State
Dienstag, 20. Mai: Golden State 92 — 91 Washington
Dienstag, 23. Mai: Golden State 109 — 101 Washington
Sonntag, 25. Mai: Washington 95 — 96 Golden State

Die Golden State Warriors werden mit 4—0 Siegen zum dritten Mal und zum ersten Mal an ihrer neuen Wirkungsstätte NBA-Meister.

Die Meistermannschaft der Golden State WarriorsBearbeiten

Golden State Warriors
Captain Rick Barry, Butch Beard, Steve Bracey, Bill Bridges,[Anm. 1] Derrek Dickey, Charles Dudley, Charles Johnson, George T. Johnson, Frank Kendrick, Jeff Mullins, Clifford Ray, Phil Smith, Jamaal Wilkes

Head Coach Al Attles

AnmerkungenBearbeiten

  1. Bill Bridges kam nach 17 Spielen von den Los Angeles Lakers für 15 Spiele. Zum Personal gehörten außerdem Trainer Dick D'Oliva, Assistenzcoach Joe Roberts, General Manager Dick Vertlieb, Assistenzmanager Hal Childs, Direktor des Spielerpersonals Bob Feerick und Besitzer Franklin Mieuli.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. N. N.: Season Review: 1974-75. The Warriors pull off perhaps the biggest upset in NBA history. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 24. August 2017. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  2. N. N.: 1974 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  3. N. N.: 1975 NBA All-Star Game. East 108, West 102. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  4. Official NBA-Guide 2016-2017, herausgegeben von Brad Weinstein. Auf: NBA—Website; New York, 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch).

Siehe auchBearbeiten