National Basketball Association
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Dauer 13. Oktober 1967 — 2. Mai 1968
Saisonspiele je Team 82
Anzahl der Teams 12
Top Seed
Beste Bilanz Philadelphia 76ers
Saison MVP Wilt Chamberlain (Philadelphia 76ers)
Top scorer Dave Bing (Detroit Pistons)
Playoffs
Eastern Division-Champion Boston Celtics
Western Division-Champion Los Angeles Lakers
Finals
NBA-Meister Boston Celtics

Die NBA-Saison 1967/68 war die 22. Saison der National Basketball Association (NBA). Sie begann am Freitag, den 13. Oktober 1967 mit dem Spiel der Seattle SuperSonics bei den San Francisco Warriors und endete regulär nach 492 Spielen am Mittwoch, den 20. März 1968. Die Postseason begann am Freitag, den 22. März und endete am Donnerstag, den 2. Mai mit 4—2 Finalsiegen der Boston Celtics über die Los Angeles Lakers.

SaisonnotizenBearbeiten

AbschlusstabellenBearbeiten

Pl. = Rang,  = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Neutr. = Bilanz auf neutralem Boden, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern DivisionBearbeiten

New York
Philadelphia
Boston
Cincinnati
Baltimore
Detroit
Chicago
St. Louis
San Francisco
Los Angeles
Seattle
San Diego
NBA 1967/68: Western Division in Rot, Eastern Division in Blau. Wegen neuer Franchises in Seattle und San Diego wechseln die Pistons in den Osten.
Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Philadelphia 76ers 82 62—20 .756 27—80 25—12 10—00 29—11
2. Boston Celtics 82 54—28 .659 8 28—90 20—16 06—30 24—16
3. New York Knickerbockers 82 43—39 .524 19 20—17 21—16 02—60 19—21
4. Detroit Pistons 82 40—42 .488 22 21—11 12—23 07—80 15—25
5. Cincinnati Royals 82 39—43 .476 23 18—12 13—23 08—80 18—22
6. Baltimore Bullets 82 36—46 .439 26 17—19 12—23 07—40 15—25

Western DivisionBearbeiten

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. St. Louis Hawks 82 56—26 .683 25—70 22—13 09—60 31—90
2. Los Angeles Lakers 82 52—30 .634 4 30—11 18—19 04—00 28—12
3. 0San Francisco Warriors0 82 43—39 .524 13 27—14 16—23 00—20 24—16
4. Chicago Bulls 82 29—53 .354 27 11—22 12—23 06—80 11—29
5. Seattle Supersonics 82 23—59 .280 33 09—19 07—24 07—16 15—21
6. San Diego Rockets 82 15—67 .183 41 08—33 04—26 03—80 11—29

EhrungenBearbeiten

Führende Spieler in EinzelwertungenBearbeiten

Kategorie Spieler Mannschaft Wert
Punkte Dave Bing Detroit Pistons 2142
Wurfquote Wilt Chamberlain Philadelphia 76ers 59,5 %
Freiwurfquote Oscar Robertson Cincinnati Royals 87,3 %
Assists Wilt Chamberlain Philadelphia 76ers 702
Rebounds Wilt Chamberlain Philadelphia 76ers 1952

220 Körbe nötig. Chamberlain nahm 1370 Schüsse und traf 819 mal.
220 Freiwürfe nötig. Robertson traf 576 von 660.

  • Wilt Chamberlain stand mit 3836 Minuten in 82 Spielen zum achten und letzten Mal am längsten auf dem Spielfeld. Niemand führte die Liga bisher öfter in dieser Kategorie an.
  • Mit 366 beging Bill Bridges von den St. Louis Hawks die meisten Fouls. Joe Strawder von den Detroit Pistons und John Tresvant, der während der Saison von den Pistons zu den Cincinnati Royals wechselte, waren mit jeweils 18 Malen am häufigsten fouled out.
  • Bis zur Saison 1968/69 wurden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt und nicht die Quote pro Spiel.[4]
  • Oscar Robertson von den Cincinnati Royals hatte mit 1896 Punkten in 65 Spielen den besten Punkteschnitt der Saison mit 29,2 Punkten pro Spiel. Seine Wurfquote betrug 50,0 %.
  • Oscar Robertson verwandelte mit der besten Freiwurfquote auch die insgesamt meisten Freiwürfe.
  • Wilt Chamberlain gewährte 8,6 Assists pro Spiel. Oscar Robertson kam mit 633 Assists in 65 Spielen auf eine Quote von 9,7. Chamberlain übertraf dafür Robertsons Serie von sieben Spielen mit einem Triple-Double in Folge um 2. Nur Russell Westbrook verzeichnete 2019 sogar elf Spiele in Folge ein Triple-Double. Oscar Robertson bleibt der Spieler mit den meisten (181) Triple-Doubles in seiner Karriere (Stand: 2020).
  • Insgesamt kamen neun Spieler auf eine vierstellige Zahl an Rebounds. Wilt Chamberlains 1952 Abpraller bedeuteten eine Quote von 23,8 Rebounds pro Spiel. Der fünftplatzierte Nate Thurmond kam mit 1121 auf die zweite Quote von über 20 Rebounds pro Spiel (22,0 RpS).

Playoffs-BaumBearbeiten

  Division-Halbfinals Division-Finals NBA-Finals
                           
  W1 St. Louis Hawks 2        
W3 San Francisco Warriors 4  
W3 San Francisco Warriors 0
Western Division
  W2 Los Angeles Lakers 4  
W2 Los Angeles Lakers 4
W4 Chicago Bulls 1  
W2 Los Angeles Lakers 2
  E2 Boston Celtics 4
E4 Detroit Pistons 2    
E2 Boston Celtics 4  
E2 Boston Celtics 4
Eastern Division
  E1 Philadelphia Sixers 3  
E3 New York Knickerbockers 2
  E1 Philadelphia Sixers 4  

Playoffs-ErgebnisseBearbeiten

Die Playoffs begannen am 22. März und wurden in der ersten Runde, den Division-Finals und den NBA-Finals nach dem Modus Modus „Best of Seven“ ausgetragen. Da jede Division nun sechs Teilnehmer besaß, gab es für die Divisionssieger nicht länger ein Freilos in der ersten Runde wie noch Jahre zuvor, stattdessen wurden sie mit den Divisionsdritten gepaart und die Zweiten mit den Vierten.

Spielertrainer Bill Russell von den Boston Celtics errang 434 Rebounds in der Postseason. Teamkamerad John Havlicek gewährte 142 Assists und erzielte 493 Punkte.

Wilt Chamberlains Einsatzquote von 49,33 Minuten pro Spiel in der Serie gegen die New York Knickerbockers ist die langwierigste aller Zeiten. Al Attles’ 22 Fouls in der Vier-Spiele-Serie der San Francisco Warriors gegen die Los Angeles Lakers wurden bislang ebenfalls nur von Doc Rivers, Zydrunas Ilgauskas und Dwight Howard begangen. Beide Teams leisteten sich auch die meisten Disqualifikationen einer Vierer-Serie.

Eastern Division-HalbfinalsBearbeiten

Philadelphia 76ers 4, New York Knickerbockers 2
Freitag, 22. März: Philadelphia 118 — 110 New York
Sonnabend, 23. März: New York 128 — 117 Philadelphia
Mittwoch, 27. März: Philadelphia 138 — 132 New York (n. 2. V.)
Sonnabend, 30. März: New York 107 — 98 Philadelphia
Sonntag, 31. März: Philadelphia 123 — 107 New York
Montag, 1. April: New York 97 — 113 Philadelphia

Boston Celtics 4, Detroit Pistons 2
Sonntag, 24. März: Boston 123 — 116 Detroit
Montag, 25. März: Detroit 126 — 116 Boston
Mittwoch, 27. März: Boston 98 — 109 Detroit
Donnerstag, 28. März: Detroit 110 — 135 Boston
Sonntag, 31. März: Boston 110 — 96 Detroit
Montag, 1. April: Detroit 103 — 111 Boston

Western Division-HalbfinalsBearbeiten

San Francisco Warriors 4, St. Louis Hawks 2
Freitag, 22. März: St. Louis 106 — 111 San Francisco
Sonnabend, 23. März: St. Louis 111 — 103 San Francisco
Dienstag, 26. März: San Francisco 124 — 109 St. Louis
Freitag, 29. März: San Francisco 108 — 107 St. Louis
Sonntag, 31. März: St. Louis 129 — 103 San Francisco
Dienstag, 2. April: San Francisco 111 — 106 St. Louis

Los Angeles Lakers 4, Chicago Bulls 1
Sonntag, 24. März: Los Angeles 109 — 101 Chicago
Montag, 25. März: Los Angeles 111 — 106 Chicago
Mittwoch, 27. März: Chicago 104 — 98 Los Angeles
Freitag, 29. März: Chicago 87 — 93 Los Angeles
Sonntag, 31. März: Los Angeles 122 — 99 Chicago

Eastern Division-FinalsBearbeiten

Boston Celtics 4, Philadelphia 76ers 3
Freitag, 5. April: Philadelphia 118 — 127 Boston
Mittwoch, 10. April: Boston 106 — 115 Philadelphia
Donnerstag, 11. April: Philadelphia 122 — 114 Boston
Sonntag, 14. April: Boston 105 — 110 Philadelphia
Montag, 15. April: Philadelphia 104 — 122 Boston
Mittwoch, 17. April: Boston 114 — 106 Philadelphia
Freitag, 19. April: Philadelphia 96 — 100 Boston

Western Division-FinalsBearbeiten

Los Angeles Lakers 4, San Francisco Warriors 0
Freitag, 5. April: Los Angeles 133 — 105 San Francisco
Mittwoch, 10. April: Los Angeles 115 — 112 San Francisco
Donnerstag, 11. April: San Francisco 124 — 128 Los Angeles
Sonnabend, 13. April: San Francisco 100 — 106 Los Angeles

NBA-FinalsBearbeiten

Boston Celtics vs. Los Angeles LakersBearbeiten

Spielertrainer Bill Russell und Teamkamerad John Havlicek standen mit 292 und 291 Minuten am bisher längsten in einer Sechs-Spiele-Finalserie auf dem Feld. Russells 292 Minuten wurden auch in den Playoffs lediglich von Wilt Chamberlain im selben Jahr um vier Minuten übertroffen. Russells und Havliceks Quoten lagen bei über 48 Minuten pro Spiel und wurden bislang lediglich von Kareem Abdul-Jabbar in den Finals 1974 übertroffen (Stand: 2020).

Die Finalergebnisse:
Sonntag, 21. April: Boston 107 — 101 Los Angeles
Mittwoch, 24. April: Boston 113 — 123 Los Angeles
Freitag, 26. April: Los Angeles 119 — 127 Boston
Sonntag, 28. April: Los Angeles 119 — 105 Boston
Dienstag, 30. April: Boston 120 — 117 Los Angeles (n. V.)
Donnerstag, 2. Mai: Los Angeles 109 — 124 Boston

Die Boston Celtics werden mit 4—2 Siegen zum zehnten Mal NBA-Meister.

Die Meistermannschaft der Boston CelticsBearbeiten

Boston Celtics
Wayne Embry, Mal Graham, John Havlicek, Bailey Howell, Johnny Jones, Sam Jones, Don Nelson, Bill Russell, Tom Sanders, Larry Siegfried, Tom Thacker, Rick Weitzman[Anm. 1]

Head Coach Bill Russell

AnmerkungenBearbeiten

  1. Zum Personal gehörten außerdem Trainer Joe DeLauri, General Manager Red Auerbach, Vorstandsvorsitzender Marvin Kratter und Präsident Clarence Adams.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. N. N.: Season Review: 1967-68. Bill Russell leads the Celtics back to championship glory as player-coach. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 24. August 2017. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  2. N. N.: 1967 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  3. N. N.: 1968 NBA All-Star Game. East 144, West 124. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  4. Official NBA-Guide 2016—2017, herausgegeben von Brad Weinstein. Auf: NBA—Website; New York, 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch).

Siehe auchBearbeiten