National Basketball Association
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Dauer 16. Oktober 1963 — 24. April 1964
Saisonspiele je Team 80
Anzahl der Teams 9
Top Seed
Beste Bilanz Boston Celtics
Saison MVP Oscar Robertson (Cincinnati Royals)
Top scorer Wilt Chamberlain (San Francisco Warriors)
Playoffs
Eastern Division-Champion Boston Celtics
Western Division-Champion San Francisco Warriors
Finals
NBA-Meister Boston Celtics

Die NBA-Saison 1963/64 war die 18. Saison der National Basketball Association (NBA). Sie begann am Mittwoch, den 16. Oktober 1963 und endete regulär nach 360 Spielen am Mittwoch, den 18. März 1964. Die Postseason begann am Sonnabend, den 21. März und endete am Sonntag, den 26. April mit 4 — 1 Finalsiegen der Boston Celtics über die San Francisco Warriors.

SaisonnotizenBearbeiten

AbschlusstabellenBearbeiten

Pl. = Rang,  = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Neutr. = Bilanz auf neutralem Boden, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern DivisionBearbeiten

New York
Philadelphia
Boston
Cincinnati
Baltimore (Ex-Chicago)
Detroit
St. Louis
San Francisco
Los Angeles
NBA 1963/64: Eastern Division in Blau, Western Division in Rot. Die Chicago Zephyrs ziehen nach Baltimore.
Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Boston Celtics 80 59—21 .738 26—40 21—17 12—00 25—11
2. Cincinnati Royals 80 55—25 .688 4 26—70 18—18 11—00 27—90
3. Philadelphia 76ers 80 34—46 .425 25 18—12 12—22 04—12 13—23
4. New York Knickerbockers 80 22—58 .275 37 10—25 08—27 04—60 07—29

Western DivisionBearbeiten

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. 0San Francisco Warriors0 80 48—32 .600 25—14 21—15 02—30 29—17
2. St. Louis Hawks 80 46—34 .575 2 27—12 17—19 02—30 30—16
3. Los Angeles Lakers 80 42—38 .525 6 24—12 15—21 03—50 24—22
4. Baltimore Bullets 80 31—49 .388 17 20—19 08—21 03—90 16—24
5. Detroit Pistons 80 23—57 .288 25 09—21 06—25 08—11 13—33

EhrungenBearbeiten

Führende Spieler in EinzelwertungenBearbeiten

Kategorie Spieler Mannschaft Wert
Punkte Wilt Chamberlain San Francisco Warriors 2948
Wurfquote Jerry Lucas Cincinnati Royals 52,7 %
Freiwurfquote Oscar Robertson Cincinnati Royals 85,3 %
Assists Oscar Robertson Cincinnati Royals 868
Rebounds Bill Russell Boston Celtics 1930

210 Körbe nötig. Lucas nahm 1035 Schüsse und traf 545 mal.
210 Freiwürfe nötig. Robertson traf 800 von 938.

  • Wilt Chamberlain von den San Francisco Warriors stand mit 3698 Minuten in 80 Spielen am längsten auf dem Spielfeld. Er führte die Liga damit seit 1959/60 zum fünften Mal in Folge in der längsten Serie an.
  • Mit 325 beging Wayne Embry von den Cincinnati Royals die meisten Fouls. Zelmo Beaty von den St. Louis Hawks und Gus Johnson von den Baltimore Bullets waren mit jeweils elfmal am häufigsten fouled out.
  • Bis zur Saison 1968/69 wurden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt und nicht die Quote pro Spiel.[4]
  • Chamberlains 2948 Punkte ergaben auch den besten Punkteschnitt der Saison mit 36,9 Punkten pro Spiel.
  • Oscar Robertson hatte nicht nur die beste Freiwurfquote, sondern verwandelte auch die mit Abstand meisten Freiwürfe. Bob Pettit hatte mit 608 beinahe 200 verwandelte Freiwürfe weniger. In der Fünf-Spiele-Playoff-Serie gegen die Philadelphia 76ers verwandelte er 62 Freiwürfe. Erst 2017 verwandelte James Harden vier mehr.
  • Oscar Robertson gewährte 11,0 Assists pro Spiel.
  • Insgesamt kamen acht Spieler auf über 1000 Rebounds. Bill Russells 1930 Abpraller bedeuteten eine Quote von 24,7 Rebounds pro Spiel. Wilt Chamberlain kam trotz Hannums taktischer Defensivausrichtung auf 1787 Rebounds und auf die einzig weitere Quote von über 20 Rebounds pro Spiel (22,3 RpS).

Playoffs-BaumBearbeiten

  Division-Halbfinals     Division-Finals     NBA-Finals
                           
  Western Division     W1  San Francisco Warriors 4  
  W2  St. Louis Hawks 3     W2  St. Louis Hawks 3    
  W3  Los Angeles Lakers 2         W1  San Francisco Warriors 1
      E1  Boston Celtics 4
  Eastern Division     E2  Cincinnati Royals 1    
  E2  Cincinnati Royals 3     E1  Boston Celtics 4  
  E3  Philadelphia 76ers 2  

Playoffs-ErgebnisseBearbeiten

Die Playoffs begannen am 21. März und wurden in der ersten Runde nach dem Modus „Best of Five“ ausgetragen, die Division-Finals und die NBA-Finals nach dem Modus „Best of Seven“. Die Divisionssieger hatten ein Freilos in der ersten Runde.

Guy Rodgers von den San Francisco Warriors gewährte 90 Assists, Teamkamerad Wilt Chamberlain errang 302 Rebounds und erzielte 416 Punkte in der Postseason.

Allein in den sieben Spielen der Western Division-Halbfinals schoss Chamberlain 113 Feldtore. Die Freiwurfquote der Warriors, die schon in der regulären Saison bei 63,8 % lag und nur einmal in der NBA-Geschichte unterboten wurde, fiel in den Playoffs auf sogar unerreichte 58,2 %.

Eastern Division-HalbfinalsBearbeiten

Cincinnati Royals 3, Philadelphia 76ers 2
Sonntag, 22. März: Cincinnati 127 — 102 Philadelphia
Dienstag, 24. März: Philadelphia 122 — 114 Cincinnati
Mittwoch, 25. März: Cincinnati 101 — 89 Philadelphia
Sonnabend, 28. März: Philadelphia 129 — 120 Cincinnati
Sonntag, 29. März: Cincinnati 130 — 124 Philadelphia

Western Division-HalbfinalsBearbeiten

St. Louis Hawks 3, Los Angeles Lakers 2
Sonnabend, 21. März: St. Louis 115 — 104 Los Angeles
Sonntag, 22. März: St. Louis 106 — 90 Los Angeles
Mittwoch, 25. März: Los Angeles 107 — 105 St. Louis
Sonnabend, 28. März: Los Angeles 97 — 88 St. Louis
Montag, 30. März: St. Louis 121 — 108 Los Angeles

Eastern Division-FinalsBearbeiten

Boston Celtics 4, Cincinnati Royals 1
Dienstag, 31. März: Boston 103 — 87 Cincinnati
Donnerstag, 2. April: Boston 101 — 90 Cincinnati
Sonntag, 5. April: Cincinnati 92 — 102 Boston
Dienstag, 7. April: Cincinnati 102 — 93 Boston
Donnerstag, 9. April: Boston 109 — 95 Cincinnati

Western Division-FinalsBearbeiten

San Francisco Warriors 4, St. Louis Hawks 3
Mittwoch, 1. April: San Francisco 111 — 116 St. Louis
Freitag, 3. April: San Francisco 120 — 85 St. Louis
Sonntag, 5. April: St. Louis 113 — 109 San Francisco
Mittwoch, 8. April: St. Louis 109 — 111 San Francisco
Freitag, 10. April: San Francisco 121 — 97 St. Louis
Sonntag, 12. April: St. Louis 123 — 95 San Francisco
Donnerstag, 16. April: San Francisco 105 — 95 St. Louis

NBA-FinalsBearbeiten

Boston Celtics vs. San Francisco WarriorsBearbeiten

Die Finals sahen antiklimaktische Rekorde. Trotz der mit 211 meisten Freiwürfe einer Fünf-Spiele-Finalserie, erzielten die Warriors die niedrigste Freiwurfquote aller Fünf-Spiele-Finals mit 61,6 % und dabei leisteten sich die Celtics mit 146 die zweitmeisten Fouls aller Zeiten. Allein im ersten Spiel der Serie kam es zur bis dahin niedrigsten Freiwurfquote zweier Teams in einem Finalspiel: Die 46 von 85 verwandelten Freiwürfe setzten sich aus den Quoten 47,8 % und 61,5 % zu einer Gesamtquote von 54,1 % zusammen.

Die Finalergebnisse:
Sonnabend, 18. April: Boston 108— 96 San Francisco
Montag, 20. April: Boston 124 — 101 San Francisco
Mittwoch, 22. April: San Francisco 115 — 91 Boston
Freitag, 24. April: San Francisco 95 — 98 Boston
Sonntag, 26. April: Boston 105 — 99 San Francisco

Die Boston Celtics werden mit 4 — 1 Siegen zum siebenten Mal und zum sechsten Mal in Folge NBA-Meister. In keiner der anderen großen Sportligen wie National Football League, Major League Baseball und National Hockey League wurde die Meisterschaft bislang fünfmal verteidigt.

Die Meistermannschaft der Boston CelticsBearbeiten

Boston Celtics
John Havlicek, Tom Heinsohn, K. C. Jones, Sam Jones, Jim Loscutoff, Clyde Lovellette, Johnny McCarthy, Willie Naulls, Frank Ramsey, Bill Russell, Tom Sanders, Larry Siegfried

Head Coach Red Auerbach[Anm. 1]

AnmerkungenBearbeiten

  1. Zum Personal gehörten außerdem Trainer Buddy LeRoux, Vizepräsident Lou Pieri und Präsident Walter Brown.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. N.N.: Season Review: 1963-64. The Celtics set a U.S. major pro sports record with their sixth straight title. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 24. August 2017. Abgerufen am 20 .August 2020 (in Englisch).
  2. N.N.: 1963 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  3. N.N.: 1964 NBA All-Star Game. East 111, West 107. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  4. Official NBA-Guide 2016-2017, herausgegeben von Brad Weinstein. Auf: NBA-Website; New York, 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch).

Siehe auchBearbeiten