National Basketball Association
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Dauer 16. Oktober 1964 — 25. April 1965
Saisonspiele je Team 80
Anzahl der Teams 9
Top Seed
Beste Bilanz Boston Celtics
Saison MVP Bill Russell (Boston Celtics)
Top scorer Wilt Chamberlain (San Francisco Warriors / Philadelphia 76ers)
Playoffs
Eastern Division-Champion Boston Celtics
Western Division-Champion Los Angeles Lakers
Finals
NBA-Meister Boston Celtics

Die NBA-Saison 1964/65 war die 19. Saison der National Basketball Association (NBA). Sie begann am Freitag, den 16. Oktober 1964 mit dem Spiel der Detroit Pistons bei den Philadelphia 76ers und endete regulär nach 360 Spielen am Sonntag, den 21. März 1965. Die Postseason begann am Mittwoch, den 24. März und endete am Sonntag, den 25. April mit 4—1 Finalsiegen der Boston Celtics über die Los Angeles Lakers.

SaisonnotizenBearbeiten

AbschlusstabellenBearbeiten

Pl. = Rang,  = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Neutr. = Bilanz auf neutralem Boden, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern DivisionBearbeiten

New York
Philadelphia
Boston
Cincinnati
Baltimore
Detroit
St. Louis
San Francisco
Los Angeles
NBA 1964/65: Western Division in Rot, Eastern Division in Blau.
Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Boston Celtics 80 62—18 .775 27—30 27—11 08—40 20—10
2. Cincinnati Royals 80 48—32 .600 14 25—70 17—21 06—40 16—14
3. Philadelphia 76ers 80 40—40 .500 22 13—12 09—21 18—70 14—16
4. New York Knickerbockers 80 31—49 .388 31 15—20 09—21 07—80 10—20

Western DivisionBearbeiten

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Los Angeles Lakers 80 49—31 .613 25—13 21—16 03—20 25—15
2. St. Louis Hawks 80 45—35 .563 4 26—14 15—17 04—40 28—12
3. Baltimore Bullets 80 37—43 .463 12 23—14 12—19 02—10 22—18
4. Detroit Pistons 80 31—49 .388 18 13—17 11—20 07—12 18—22
5. 0San Francisco Warriors0 80 17—63 .213 32 10—26 05—31 02—60 07—33

EhrungenBearbeiten

Führende Spieler in EinzelwertungenBearbeiten

Kategorie Spieler Mannschaft Wert
Punkte Wilt Chamberlain San Francisco Warriors / Philadelphia 76ers 2534
Wurfquote Wilt Chamberlain San Francisco Warriors / Philadelphia 76ers 51,0 %
Freiwurfquote Larry Costello Philadelphia 76ers 87,7 %
Assists Oscar Robertson Cincinnati Royals 861
Rebounds Bill Russell Boston Celtics 1878

220 Körbe nötig. Chamberlain nahm 2083 Schüsse und traf 1063 mal.
210 Freiwürfe nötig. Costello traf 243 von 277.

  • Bill Russell stand mit 3466 Minuten in 78 Spielen am längsten auf dem Spielfeld.
  • Mit 345 beging Bailey Howell von den Baltimore Bullets die meisten Fouls. Satch Sanders von den Boston Celtics war mit 15 mal am häufigsten fouled out.
  • Bis zur Saison 1968/69 wurden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt und nicht die Quote pro Spiel.[4]
  • Wilt Chamberlain, der während der Saison von San Francisco Warriors zu den Philadelphia 76ers wechselte, hatte mit 2534 Punkten in 73 Spielen auch den besten Punkteschnitt der Saison mit 34,7 Punkten pro Spiel.
  • Larry Costello verwandelte die neunundzwanzigstmeisten Freiwürfe. Oscar Robertson hatte mit 665 Verwandlungen eine Freiwurfquote von 83,9 %. Die sechste Saison in Folge von neun Spielzeiten insgesamt bekam Wilt Chamberlain die meisten Freiwürfe zugesprochen: 880 von denen er 46,4 % in Punkte umwandeln konnte. Er hat mit 11.862 überhaupt die zweitmeisten Freiwurfversuche aller Zeiten nach Karl Malone.
  • Oscar Robertson gewährte 11,5 Assists pro Spiel.
  • Insgesamt kamen sechs Spieler auf eine vierstellige Zahl an Rebounds. Bill Russells 1878 Abpraller bedeuteten eine Quote von 24,1 Rebounds pro Spiel. Rekordrebounder Wilt Chamberlain kam auf 1673 Rebounds und auf die einzig weitere Quote von über 20 Rebounds pro Spiel (22,9 RpS).

Playoffs-BaumBearbeiten

  Division-Halbfinals     Division-Finals     NBA-Finals
                           
  Western Division     W1  Los Angeles Lakers 4      
  W2  St. Louis Hawks 1     W2  Baltimore Bullets 2    
  W3  Baltimore Bullets 3       W1  Los Angeles Lakers 1
      E1  Boston Celtics 4
  Eastern Division     E1  Boston Celtics 4    
  E2  Cincinnati Royals 1     E3  Philadelphia 76ers 3    
  E3  Philadelphia 76ers 3    

Playoffs-ErgebnisseBearbeiten

Die Playoffs begannen am 24. März und wurden in der ersten Runde nach dem Modus „Best of Five“ ausgetragen, die Division-Finals und die NBA-Finals nach dem Modus „Best of Seven“. Die Divisionssieger hatten ein Freilos in der ersten Runde.

Bill Russell von den Boston Celtics gewährte 76 Assists und errang 302 Rebounds. Jerry West von den Los Angeles Lakers erzielte 447 Punkte in der Postseason.

Nie standen Spieler in einer 4-Spiele-Serie länger auf dem Feld als Wilt Chamberlain, Jerry Lucas und Oscar Robertson in den Eastern Division-Halbfinals, nämlich 195 Minuten. Zum höchsten Minutenschnitt reichte es jedoch nicht, 48,75 Minuten pro Spiel wurden sowohl von Chamberlain selbst als auch von Kareem Abdul-Jabbar übertroffen. Chamberlain ging in den Eastern Division-Finals gegen Boston mit der zweitbesten Leistung in einer Siebener-Serie auch nochmal über 341 Minuten. Er hatte mit 220 die meisten Rebounds.

Den besten Punkteschnitt einer Playoff-Serie erreichte Jerry West in den Western Division-Finals mit 46,3 Punkten pro Spiel. Seine 278 Punkte und 86 verwandelten Freiwürfe sind Spitzenwerte einer Sechs-Spiele-Serie. Er kam in der gleichen Serie sechsmal in Folge auf über 40 Punkte. Das ist keinem anderen jemals gelungen (Stand: 2020).

Eastern Division-HalbfinalsBearbeiten

Philadelphia 76ers 3, Cincinnati Royals 1
Mittwoch, 24. März: Cincinnati 117 — 119 Philadelphia (n. V.)
Freitag, 26. März: Philadelphia 120 — 121 Cincinnati
Sonntag, 28. März: Cincinnati 94 — 108 Philadelphia
Mittwoch, 31. März: Philadelphia 119 — 112 Cincinnati

Western Division-HalbfinalsBearbeiten

Baltimore Bullets 3, St. Louis Hawks 1
Mittwoch, 24. März: St. Louis 105 — 108 Baltimore
Freitag, 26. März: St. Louis 129 — 105 Baltimore
Sonnabend, 27. März: Baltimore 131 — 99 St. Louis
Dienstag, 30. März: Baltimore 109 — 103 St. Louis

Eastern Division-FinalsBearbeiten

Boston Celtics 4, Philadelphia 76ers 3
Sonntag, 4. April: Boston 108 — 98 Philadelphia
Dienstag, 6. April: Philadelphia 109 — 103 Boston
Donnerstag, 8. April: Boston 112 — 94 Philadelphia
Freitag, 9. April: Philadelphia 134 — 131 Boston (n. V.)
Sonntag, 11. April: Boston 114 — 108 Philadelphia
Dienstag, 13. April: Philadelphia 112 — 106 Boston
Donnerstag, 15. April: Boston 110 — 109 Philadelphia

Western Division-FinalsBearbeiten

Los Angeles Lakers 4, Baltimore Bullets 2
Sonnabend, 3. April: Los Angeles 121 — 115 Baltimore
Montag, 5. April: Los Angeles 118 — 115 Baltimore
Mittwoch, 7. April: Baltimore 122 — 115 Los Angeles
Freitag, 9. April: Baltimore 114 — 112 Los Angeles
Sonntag, 11. April: Los Angeles 120 — 112 Baltimore
Dienstag, 13. April: Baltimore 115 — 117 Los Angeles

NBA-FinalsBearbeiten

Boston Celtics vs. Los Angeles LakersBearbeiten

Mit 617 Punkten sahen die Finals von 1965 die meisten Punkte und mit 243 Feldtoren die meisten Körbe einer Fünf-Spiele-Finalserie. Ebenso die meisten Würfe (568) und die meisten verwandelten Freiwürfe (146), davon 51 Rekordfreiwürfe durch Jerry West. Bill Russell hatte mit 70,2 % die beste Wurfquote einer Fünfer-Serie. Die Celtics erzielten am 18. April die zweitmeisten Punkte eines Finalspiels, übertroffen nur durch sich selbst am 27. Mai 1985.

Die Finalergebnisse:
Sonntag, 18. April: Boston 142— 110 Los Angeles
Montag, 19. April: Boston 129 — 123 Los Angeles
Mittwoch, 21. April: Los Angeles 126 — 105 Boston
Freitag, 23. April: Los Angeles 99 — 112 Boston
Sonntag, 25. April: Boston 129 — 96 Los Angeles

Die Boston Celtics werden mit 4—1 Siegen zum achten Mal und zum siebenten Mal Mal in Folge NBA-Meister. In keiner der anderen großen Sportligen wie National Football League, Major League Baseball und National Hockey League wurde die Meisterschaft bislang mehr als viermal verteidigt.

Die Meistermannschaft der Boston CelticsBearbeiten

Boston Celtics
Ron Bonham, Mel Counts, John Havlicek, Tom Heinsohn, K. C. Jones, Sam Jones, Willie Naulls, Bob Nordmann,[Anm. 1] Bill Russell, Tom Sanders, Larry Siegfried, John Thompson, Gerry Ward

Head Coach Red Auerbach

AnmerkungenBearbeiten

  1. Bob Nordmann und Gerry Ward absolvierten lediglich drei Spiele. Zum Personal gehörten außerdem Trainer Buddy LeRoux und Präsident Lou Pieri.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. N. N.: Season Review: 1964-65. Wilt Chamberlain's trade to Philadelphia can't stop the Celtics. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 24. August 2017. Abgerufen am 20 .August 2020 (in Englisch).
  2. N. N.: 1964 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  3. N. N.: 1965 NBA All-Star Game. East 124, West 123. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  4. Official NBA-Guide 2016-2017, herausgegeben von Brad Weinstein. Auf: NBA—Website; New York, 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch).

Siehe auchBearbeiten