National Basketball Association
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Dauer 16. Oktober 1962 — 24. April 1963
Saisonspiele je Team 80
Anzahl der Teams 9
Top Seed
Beste Bilanz Boston Celtics
Saison MVP Bill Russell (Boston Celtics)
Top scorer Wilt Chamberlain (San Francisco Warriors)
Playoffs
Eastern Division-Champion Boston Celtics
Western Division-Champion Los Angeles Lakers
Finals
NBA-Meister Boston Celtics

Die NBA-Saison 1962/63 war die 17. Saison der National Basketball Association (NBA). Sie begann am Dienstag, den 16. Oktober 1962 und endete regulär nach 360 Spielen am Sonntag, den 17. März 1963. Die Postseason begann am Dienstag, den 19. März und endete am Mittwoch, den 24. April mit 4—2 Finalsiegen der Boston Celtics über die Los Angeles Lakers.

SaisonnotizenBearbeiten

AbschlusstabellenBearbeiten

Pl. = Rang,  = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Neutr. = Bilanz auf neutralem Boden, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern DivisionBearbeiten

New York
Syracuse
Boston
Cincinnati
Chicago
Detroit
St. Louis
Los Angeles
San Francisco (Ex-Philadelphia)
NBA 1962/63: Western Division in Rot, Eastern Division in Blau. Die Warriors ziehen nach San Francisco, Cincinnati wechselt in den Osten.
Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Boston Celtics 80 58—22 .725 25—50 21—16 12—10 25—11
2. Syracuse Nationals 80 48—32 .600 10 23—50 13—19 12—80 21—15
3. Cincinnati Royals 80 42—38 .525 16 23—10 15—19 04—90 20—16
4. New York Knickerbockers 80 21—59 .263 37 12—22 05—28 04—90 08—30

Western DivisionBearbeiten

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div.
1. Los Angeles Lakers 80 53—27 .663 27—70 20—17 06—30 33—13
2. St. Louis Hawks 80 48—32 .600 5 30—70 13—18 07—40 29—17
3. Detroit Pistons 80 34—46 .425 19 14—16 08—19 12—11 19—27
4. 0San Francisco Warriors0 80 31—49 .388 22 13—20 11—25 07—40 18—28
5. Chicago Zephyrs 80 25—55 .313 28 17—17 03—23 05—15 13—27

EhrungenBearbeiten

Führende Spieler in EinzelwertungenBearbeiten

Kategorie Spieler Mannschaft Wert
Punkte Wilt Chamberlain San Francisco Warriors 3586
Wurfquote Wilt Chamberlain San Francisco Warriors 52,8 %
Freiwurfquote Larry Costello Syracuse Nationals 88,1 %
Assists Guy Rodgers San Francisco Warriors 825
Rebounds Wilt Chamberlain San Francisco Warriors 1946

210 Körbe nötig. Chamberlain nahm 2770 Schüsse und traf 1463 mal.
210 Freiwürfe nötig. Costello traf 288 von 327.

  • Wilt Chamberlain von den San Francisco Warriors stand mit 3806 Minuten in 80 Spielen am längsten auf dem Spielfeld.
  • Mit 312 beging Zelmo Beaty von den St. Louis Hawks die meisten Fouls. Frank Ramsey von den Boston Celtics war mit insgesamt 13 mal am häufigsten fouled out.
  • Bis zur Saison 1968/69 wurden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt und nicht die Quote pro Spiel.[4]
  • Chamberlains 3586 Punkte ergaben auch den besten Punkteschnitt aller Zeiten mit 44,8 Punkten pro Spiel.
  • Larry Costello trat Dolph Schayes’ Nachfolge an und hatte die beste Freiwurfquote. Er verwandelte die siebzehntmeisten Freiwürfe.
  • Guy Rodgers gewährte 10,4 Assists pro Spiel. Am 14. März egalisierte er Bob Cousys 28 Assists aus einem Spiel von 1959. Lediglich Kevin Porter (29) und Scott Skiles (30) assistierten bisher häufiger (Stand: 2020).
  • Insgesamt kamen sechs Spieler auf über 1000 Rebounds. Wilt Chamberlains 1946 Bretter bedeuteten eine Quote von 24,3 Rebounds pro Spiel.

Playoffs-BaumBearbeiten

  Division-Halbfinals     Division-Finals     NBA-Finals
                           
  Western Division     W1  Los Angeles Lakers 4  
  W2  St. Louis Hawks 3     W2  St. Louis Hawks 3    
  W3  Detroit Pistons 1         W1  Los Angeles Lakers 2
      E1  Boston Celtics 4
  Eastern Division     E3  Cincinnati Royals 3    
  E2  Syracuse Nationals 2     E1  Boston Celtics 4  
  E3  Cincinnati Royals 3  

Playoffs-ErgebnisseBearbeiten

Die Playoffs begannen am 19. März und wurden in der ersten Runde nach dem Modus „Best of Five“ ausgetragen, die Division-Finals und die NBA-Finals nach dem Modus „Best of Seven“. Die Divisionssieger hatten ein Freilos in der ersten Runde.

Bob Cousy von den Celtics gewährte in seinen Abschiedsplayoffs 116 Assists, Bill Russell errang 326 Rebounds und Elgin Baylor von den Lakers erzielte 424 Punkte in der Postseason.

In den fünf Spielen der Eastern Division-Halbfinals leistete sich Larry Costello, der Führende der Freiwurfwertung, 27 persönliche Fouls, was vor und nach ihm nur jeweils zwei weiteren Spielern gelang. Oscar Robertson stand mit 243 Minuten am bisher längsten auf dem Playoff-Parkett einer Fünfer-Serie.

Beide Divisions-Finals gingen über die gesamte Distanz, der Eastern Division-Neuling Cincinnati kam sogar auf 2 Playoff-Auswärtssiege, die die Celtics auszugleichen hatten. In jener Sieben-Spiele-Serie verwandelten die Celtics als Team auch bisher unerreichte 333 Würfe.

Eastern Division-HalbfinalsBearbeiten

Cincinnati Royals 3, Syracuse Nationals 2
Dienstag, 19. März: Syracuse 123 — 120 Cincinnati
Donnerstag, 21. März: Cincinnati 133 — 115 Syracuse
Sonnabend, 23. März: Syracuse 121 — 117 Cincinnati
Sonntag, 24. März: Cincinnati 125 — 118 Syracuse
Dienstag, 26. März: Syracuse 127 — 131 Cincinnati (n. V.)

Western Division-HalbfinalsBearbeiten

St. Louis Hawks 3, Detroit Pistons 1
Mittwoch, 20. März: St. Louis 118 — 99 Detroit
Freitag, 22. März: St. Louis 122 — 108 Detroit
Sonntag, 24. März: Detroit 107 — 103 St. Louis
Dienstag, 26. März: Detroit 100 — 104 St. Louis

Eastern Division-FinalsBearbeiten

Boston Celtics 4, Cincinnati Royals 3
Donnerstag, 28. März: Boston 132 — 135 Cincinnati
Freitag, 29. März: Cincinnati 102 — 125 Boston
Sonntag, 31. März: Boston 116 — 121 Cincinnati
Mittwoch, 3. April: Cincinnati 110 — 128 Boston
Sonnabend, 6. April: Boston 125 — 120 Cincinnati
Sonntag, 7. April: Cincinnati 109 — 99 Boston
Mittwoch, 10. April: Boston 142 — 131 Cincinnati

Western Division-FinalsBearbeiten

Los Angeles Lakers 4, St. Louis Hawks 3
Sonntag, 31. März: Los Angeles 112 — 104 St. Louis
Dienstag, 2. April: Los Angeles 101 — 99 St. Louis
Donnerstag, 4. April: St. Louis 125 — 112 Los Angeles
Sonnabend, 6. April: St. Louis 124 — 114 Los Angeles
Sonntag, 7. April: Los Angeles 123 — 100 St. Louis
Dienstag, 9. April: St. Louis 121 — 113 Los Angeles
Donnerstag, 11. April: Los Angeles 115 — 100 St. Louis

NBA-FinalsBearbeiten

Boston Celtics vs. Los Angeles LakersBearbeiten

Seit dem 9. April 1959 erzielte Elgin Baylor in jedem seiner Finalspiele bis zum letzten dieser Serie 30 oder mehr Punkte, insgesamt 13 mal in Folge. Bill Russell errang seit den Finals 1960 in jedem Spiel 20 oder mehr Rebounds, 15 mal in Folge (Stand: 2020).

Die Finalergebnisse:
Sonntag, 14. April: Boston 117— 114 Los Angeles
Dienstag, 16. April: Boston 113 — 106 Los Angeles
Mittwoch, 17. April: Los Angeles 119 — 99 Boston
Freitag, 19. April: Los Angeles 105 — 108 Boston
Sonntag, 21. April: Boston 119 — 126 Los Angeles
Mittwoch, 24. April: Los Angeles 109 — 112 Boston

Die Boston Celtics werden mit 4—2 Siegen zum sechsten Mal und zum fünften Mal in Folge NBA-Meister.

Die Meistermannschaft der Boston CelticsBearbeiten

Boston Celtics
Kapitän Bob Cousy, Gene Guarilia, John Havlicek, Tom Heinsohn, K. C. Jones, Sam Jones, Jim Loscutoff, Clyde Lovellette, Frank Ramsey, Bill Russell, Tom Sanders, Dan Swartz,

Head Coach Red Auerbach[Anm. 1]

AnmerkungenBearbeiten

  1. Zum Personal gehörten außerdem Trainer Buddy LeRoux, Schatzmeister Lou Pieri und Präsident Walter Brown.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. N. N.: Season Review: 1962-63. Bob Cousy leads Boston to the championship in his final season. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 23. August 2017. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  2. N. N.: 1962 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  3. N. N.: 1963 NBA All-Star Game. East 115, West 108. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).
  4. Official NBA-Guide 2016-2017, herausgegeben von Brad Weinstein. Auf: NBA—Website; New York, 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch).

Siehe auchBearbeiten