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Lech Posen

polnischer Fußballverein
(Weitergeleitet von Lech Poznań)

Lech Posen (offiziell: KKS Lech Poznań) ist ein polnischer Fußballverein aus Posen (polnisch Poznań). Mit sieben polnischen Meisterschaften und fünf Pokalsiegen gehört Lech Posen zu den erfolgreichsten Mannschaften Polens. Der 1922 gegründete Verein ist benannt nach Lech, dem legendären Gründer Polens.

Lech Posen
Logo
Basisdaten
Name KKS Lech Poznań Spółka Akcyjna
Sitz Posen
Gründung 19. März 1922
Farben blau-weiß
Präsident PolenPolen Karol Klimczak
Website lechpoznan.pl
Erste Mannschaft
Cheftrainer PolenPolen Adam Nawałka
Spielstätte Stadion Poznań
Plätze 42.837
Liga Ekstraklasa
2018/19 8. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ
Lech Posen 2015
Lech Posen 2015

GeschichteBearbeiten

Der Verein wurde am 19. März 1922 als Lutnia Dębiec in Dębiec (deutsch Dembsen), das heute zur Stadt Posen gehört, gegründet.[1]

Er feierte seine größten Erfolge in den Jahren von 1982 bis 1993, in denen die Mannschaft fünfmal polnischer Meister wurde und dreimal den polnischen Pokalwettbewerb gewann. Im Jahr 2004 knüpften die Posener erstmals wieder an diese erfolgreiche Zeit an, als sie den Pokal zum vierten Mal gewannen. Nach der Fusion des Teams im Sommer 2006 mit Amica Wronki, konnte sich Lech Posen erstmals wieder auf den vorderen Rängen der Ekstraklasa festsetzen.[2] / Am 19. Mai 2009 gelang der Mannschaft nach einem 1:0-Sieg gegen Ruch Chorzów im Stadion Śląski der insgesamt fünfte Pokalsieg. Nach der Saison 2008/09 trat Jacek Zieliński das Erbe von Franciszek Smuda als Cheftrainer an. Vor der Saison 2009/10 konnte Zieliński schließlich nach Elfmeterschießen gegen Wisła Krakau mit dem Superpuchar Polski seinen ersten Titel mit Lech Posen holen. Nach 17 Jahren konnte der Verein, dessen Beiname Kolejorz lautet, wieder den Gewinn der polnischen Meisterschaft feiern und kann somit in der Saison 2010/11 an der Qualifikation zur UEFA Champions League 2010/11 teilnehmen. 2015 gelang der siebte Gewinn der Meisterschaft.

EuropapokalBearbeiten

Weniger erfolgreich verliefen die Auftritte der Posener in der UEFA Champions League (bis 1991 Europapokal der Landesmeister) und im Europapokal der Pokalsieger, in denen Lech Posen spätestens im Achtelfinale regelmäßig scheiterte. Das bitterste Aus kam für die Mannschaft am 9. November 1988, als sie gegen den FC Barcelona, der letztendlich auch den Europapokal gewann, zum zweiten Mal ein 1:1 erkämpfen konnten und vor heimischer Kulisse erst mit 4:5 im Elfmeterschießen scheiterten. 2008 qualifizierte sich Lech Posen nach langer Abstinenz wieder für die UEFA Europa League und erreichte nach dem Qualifikationsspiel gegen Chazar Lenkoran und dem Erstrundenspiel gegen Austria Wien die Gruppenphase. Dort traf man auf ZSKA Moskau, Feyenoord Rotterdam, Deportivo La Coruña sowie den AS Nancy und konnte als Gruppendritter ins Finale der letzten 32 Mannschaften einziehen. Endstation war in der Zwischenrunde, als man gegen Udinese Calcio ausschied und somit das Achtelfinale verpasste.

Nach der Meisterschaft in der polnischen Liga 2009/10 nahm Lech Posen bei der Qualifikation zur UEFA Champions League 2010/11 teil und traf dort in der zweiten Runde auf den Vertreter Azerbaidschans İnter Baku. Dort konnte nach einem Elfmeterschießen die dritte Runde erreicht werden, wo man jedoch an Sparta Prag scheiterte (0:1 und 0:1). Durch einen 0:1-Auswärtssieg und ein torloses Remis vor heimischem Publikum in den Play-Offs der UEFA Europa League 2010/11 gegen den ukrainischen Vertreter Dnipro Dnipropetrowsk schaffte Lech Posen den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Nachdem man nach vier Spieltagen durch Siege gegen den FC Red Bull Salzburg und Manchester City die Tabelle anführte, sicherte sich Lech Posen mit einem 1:1 im eigenen Stadion gegen Juventus Turin den vorzeitigen Einzug in das Sechzehntelfinale. Dort konnte man zwar im Hinspiel im heimischen Stadion den portugiesischen Vertreter Sporting Braga mit 1:0 besiegen, verlor aber das Rückspiel in Braga mit 0:2 und schied somit aus dem Turnier aus.

StadionBearbeiten

Die Heimspielstätte von Lech Posen ist das 42.837 Zuschauer fassende Stadion Poznań. Das 1980 erbaute Stadion wurde 2010 für die UEFA Europameisterschaft 2012 stark ausgebaut. In der Saison 2014/15 lag die durchschnittliche Zuschauerzahl in der Ekstraklasa bei 20.054 Zuschauern, wobei die Topspiele gegen den Erzrivalen Legia Warschau mit 41.545 Zuschauern und gegen Wisła Krakau mit 41.556 Zuschauern die mit Abstand meisten Fans anzogen.

ErfolgeBearbeiten

Auf nationaler EbeneBearbeiten

Im Superpokal stehen sich der Meister und Pokalsieger des jeweiligen Spieljahres gegenüber.

Auf internationaler EbeneBearbeiten

Aktueller Kader 2018/19Bearbeiten

(Stand: 17. September 2018)

Nr. Position Name
1 Bosnien und Herzegowina  TW Jasmin Burić
2 Polen  AB Robert Gumny
3 Argentinien  AB Vernon De Marco
4 Norwegen  AB Thomas Rogne
5 Griechenland  AB Dimitris Goutas
6 Polen  MF Łukasz Trałka
7 Polen  MF Maciej Gajos
8 Polen  ST Paweł Tomczyk
10 Schweiz  MF Darko Jevtić
11 Spanien  ST Dioni
13 Montenegro  AB Nikola Vujadinović
14 Polen  ST Hubert Sobol
17 Polen  ST Maciej Makuszewski
18 Rumänien  MF Mihai Răduț
19 Polen  MF Tomasz Cywka
Nr. Position Name
22 Ukraine  AB Volodymyr Kostevych
24 Portugal  ST João Amaral
25 Portugal  MF Pedro Tiba
26 Polen  AB Rafał Janicki
28 Polen  AB Maciej Orłowski
29 Polen  ST Kamil Jóźwiak
30 Slowakei  TW Matúš Putnocký
32 Danemark  ST Christian Gytkjær
33 Polen  TW Karol Szymański
34 Polen  ST Tymoteusz Klupś
35 Polen  AB Wiktor Pleśnierowicz
36 Polen  TW Bartosz Przybysz
35 Polen  AB Marcin Wasielewski
77 Polen  AB Piotr Tomasik

Bekannte SpielerBearbeiten

FanfreundschaftenBearbeiten

Fanfreundschaften existieren mit Arka Gdynia und KS Cracovia, zusammen bekannt als Wielka Triada (Große Triade).[3] Darüber hinaus gibt es ebenfalls eine Freundschaft zwischen dem KKS Lech Posen und KSZO Ostrowiec Świętokrzyski.

Lech-CupBearbeiten

Der Lech-Cup (polnisch: Puchar Lecha) ist eines der prestigeträchtigsten Hallenfußballturniere für Kinder unter 12 Jahren in Europa.[4] Das Turnier wird seit 2006 ausgetragen. Dort wurde es erstmals nur für polnische Vereine ausgetragen und seit 2007 internationalisiert. An der Fußballveranstaltung, die jungen Spielern erste internationale Erfahrungen auf europäischen Niveau bietet, nehmen bzw. nahmen Vereine aus allen Regionen Europas teil: u. a. die D-Jugend-Spieler europäischer Top-Clubs und die Heimmannschaft Lech Posen. Organisiert wird das Turnier von Lech Posen. Viele heutige Fußballprofis hatten als Jugendliche am Turnier teilgenommen.

RivalitätenBearbeiten

Der größte Rivale von Lech Posen in sportlicher Hinsicht, wie auch im Sinne der Fankultur, ist ohne Zweifel Legia Warschau. Deutlich wird dies besonders, wenn beide Mannschaften aufeinander treffen.

BasketballabteilungBearbeiten

Die Basketballabteilung von Lech Posen gewann elfmal die polnische Meisterschaft, zuletzt 1990. Aus finanziellen Gründen wurde die Abteilung 1997 allerdings aufgelöst.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lech Poznań obchodzi 91. urodziny. Na początku była Lutnia Dębiec, sport.pl, 19. März 2013, abgerufen am 17. September 2018 (polnisch)
  2. Sport.pl: Amica przejmuje Lecha Poznań
  3. TKWM, Wielka Triada, Polonia z "Pasami". Zgody, których nic nie złamie? auf tvn24.pl, 29. September 2013, abgerufen am 17. September 2018 (polnisch).
  4. herthabsc.de:Herthas U12 gewinnt den Lech-Cup in Posen