Hauptmenü öffnen

Piast Gliwice (offiziell Gliwicki Klub Sportowy Piast Gliwice) ist ein oberschlesischer Sportklub aus der Großstadt Gliwice (deutsch: Gleiwitz). Der Verein ist seit 2012 Bestandteil der höchsten polnischen Spielklasse im Profifußball, der Ekstraklasa. 2019 wurde Piast erstmals Polnischer Fußballmeister.

Piast Gliwice
Logo des Vereins
Basisdaten
Name Gliwicki Klub Sportowy
Piast Gliwice
Sitz Gliwice
Gründung 1945
Farben rot – blau
Präsident PolenPolen Paweł Żelem
Website piast-gliwice.eu
Erste Mannschaft
Cheftrainer PolenPolen Waldemar Fornalik
Spielstätte Stadion Miejski,
Gliwice
Plätze 10.037
Liga Ekstraklasa
2018/19 1. Platz, Meister
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Piast Gliwice wurde am 18. Juni 1945 gegründet. Die traditionellen Vereinsfarben setzen sich aus rot und blau zusammen. Die Mannschaft erreichte in den Jahren 1978 und 1983 das polnische Pokalfinale. Im Jahre 1957 debütierte der Verein in der 2. Liga, wo er auch 32 Jahre lang verweilte. Die beste Zeit in seiner Zweitligaangehörigkeit hatte der Club zwischen 1975 und 1983, als man zu den besten vier Teams der Liga gehörte. In der Saison 2007/08 war Piast Gliwice einer der Favoriten für den Aufstieg in die Ekstraklasa und wurde am 24. Mai 2008 nach einem 1:0-Auswärtssieg bei Polonia Warszawa mit dem Aufstieg belohnt. Am 9. August 2008 gewann Piast Gliwice das historische erste Spiel der Ekstraklasa-Ära gegen Cracovia Kraków mit 2:0. Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen konnte Piast am 29. Spieltag den Klassenerhalt vorzeitig sichern und beendete die erste Saison in der Ekstraklasa auf dem 11. Tabellenplatz. In der darauffolgenden Saison musste nach Platz 16 wieder der Abstieg in die zweite Liga angetreten werden. Im Mai 2012 konnte der Verein den erneuten Aufstieg in die Ekstraklasa feiern und stieg letztendlich sogar als Erstplatzierter zusammen mit Pogoń Szczecin in die Erstklassigkeit auf. Anders als in den Jahren zuvor konnte der Verein sich auch nach der Aufstiegssaison gut platzieren und erreichte am Ende der Saison 2012/2013 gar den 4. Platz, der dem Verein aus Oberschlesien die Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2013/14 bescherte. Für Furore sorgte Piast Gliwice in der Saison 2015/16 als man erstmals die Herbstmeisterschaft gewinnen konnte und unter Radoslav Látal als Überraschung der Saison attraktiven Offensiv-Fußball spielte. Am Ende der Saison wurde man Vizemeister und qualifizierte sich für die 2. Runde der UEFA Europa League 2016/17, in der man an IFK Göteborg scheiterte.

In der Saison 2018/19 sicherte sich Piast Gliwice recht überraschend erstmals die polnische Meisterschaft, nachdem die vom ehemaligen polnischen Nationaltrainer Waldemar Fornalik betreute Mannschaft nach der Vorrunde mit sieben Punkten Rückstand auf Legia Warschau und Lechia Gdańsk nur den dritten Platz belegt hatte. [1] In der anschließenden Meisterrunde holten die Oberschlesier dann aus sieben Spielen 19 von möglichen 21 Punkten und lagen am Saisonende vier Punkte vor Warschau und fünf Punkte vor Gdańsk. Der Titelgewinn berechtigt Piast zur erstmaligen Teilnahme an der UEFA Champions League, wobei man aufgrund des schwachen Abschneidens der polnischen Mannschaften in den Vorjahren bereits in der 1. Qualifikationsrunde in den Wettbewerb einsteigen muss.

StadionBearbeiten

Seine Fußballheimspiele trug Piast Gliwice im Stadion GKS Piast aus. Dieses verfügte über 6.000 Plätze, davon 5.000 Sitzplätze. Da das Stadion jedoch nicht den Sicherheitsmaßnahmen und Kriterien der Ekstraklasa entsprach, musste der Verein zeitweise mit seinen Heimspielen ins Stadion von Odra Wodzisław ausweichen. Am 28. September 2010 unterzeichnete die Clubführung mit dem polnischen Bauunternehmen Polimexem Mostostal S.A. einen Kontrakt über den Bau eines neuen Stadions. Das Stadion Miejski entstand an derselben Stelle wie das Alte. Es ist baugleich mit der Benteler Arena in Paderborn. Das Stadion hat zunächst ein Fassungsvermögen von 10.037 Zuschauern, bei Bedarf kann man dieses auf ca. 15.000 erhöhen. Somit ist zugleich das erste Stadion in Oberschlesien, welches den Vorgaben der UEFA entspricht. Es sind Plätze für 192 VIP, 30 Kommentatoren, 50 Presse, 30 Behinderte und 20 Betreuer vorhanden. Die Kosten für die neue Arena betrugen 54 Mio. Złoty, was ca. 13,7 Mio. Euro entspricht. Der ganze Betrag wurde aus der Stadtkasse bezahlt. Durch den Bau des Stadions absolvierte der Verein sieben seiner acht ersten Saisonspiele 2011/12 auswärts. Die Fertigstellung war Ende 2011. Das Eröffnungsspiel fand am 5. November 2011 vor 10.000 Zuschauern gegen Wisła Płock statt und endete mit einem 2:1-Sieg für Piast.

ErfolgeBearbeiten

NamensänderungenBearbeiten

  • 18. Juni 1945 – KS Piast Gliwice
  • 23. Mai 1946 – KSM Piast Gliwice
  • 5. März 1949 – ZS Metal Piast Gliwice
  • 1. November 1949 – ZKS Stal Gliwice
  • 11. März 1951 – ZKS Stal GZUT Gliwice
  • 15. März 1955 – ZKS Piast Gliwice
  • 20. Januar 1957 – KS Piast Gliwice
  • 1. Januar 1961 – SKS Piast Gliwice
  • 15. März 1964 – GKS Piast Gliwice
  • 17. Oktober 1983 – MC-W GKS Piast Gliwice
  • 12. September 1989 – CWKS Piast-Bumar Gliwice
  • 4. April 1990 – KS Bumar Gliwice
  • 11. Mai 1990 – KS Bumar Łabędy
  • 1. Juli 1990 – KS Bumar Gliwice
  •  ??.??.1991 – KS Piast-Bumar Gliwice
  • 1. Juli 1992 – MC-W GKS Piast Gliwice
  • 1. August 1995 – KS Bojków Gliwice
  • 15. September 1995 – KS Piast Bojków Gliwice
  • 2. September 1996 – GKS Piast Gliwice

Die erste MannschaftBearbeiten

Die Seniorenmannschaft von Piast Gliwice spielt in der Saison 2018/19 in der Ekstraklasa, der höchsten Spielklasse des polnischen Fußballverbandes.

Aktueller Kader 2018/19Bearbeiten

(Stand: 31. Oktober 2018)

Nr. Position Name
1 Polen  TW Jakub Szmatuła
2 Danemark  AB Mikkel Kirkeskov
3 Polen  MF Tomasz Jodłowiec
4 Polen  AB Jakub Czerwiński
5 Polen  AB Marcin Pietrowski
6 Monaco  AB Tom Hateley
7 Polen  ST Aleksander Jagiełło
9 Polen  ST Piotr Parzyszek
10 Polen  MF Patryk Dziczek
11 Spanien  ST Jorge Félix
12 Polen  TW Karol Dybowski
13 Polen  TW Michal Bodys
14 Estland  MF Konstantin Vassiljev
15 Polen  AB Adam Tymiński
17 Ecuador  ST Joel Valencia
Nr. Position Name
18 Polen  MF Patryk Sokołowski
19 Polen  ST Mateusz Mak
20 Polen  AB Martin Konczkowski
21 Spanien  MF Gerard Badía
22 Polen  AB Tomasz Mokwa
23 Polen  AB Sebastian Pociecha
24 Polen  AB Damian Byrtek
25 Serbien  AB Aleksandar Sedlar
26 Slowakei  TW František Plach
27 Tschechien  ST Michal Papadopulos
29 Polen  MF Remigiusz Borkala
77 Polen  ST Denis Gojko
88 Slowenien  AB Uroš Korun
Polen  MF Aleksander Sopel
Kamerun  ST Karsten Ayong

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2013/14 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Aserbaidschan  FK Qarabağ Ağdam 3:4 1:2 (A) 2:2 n. V. (A)
2016/17 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Schweden  IFK Göteborg 0:3 0:3 (H) 0:0 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 4 Spiele, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 3:7 Tore (Tordifferenz −4)

TrainerBearbeiten

SpielerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Polnischer Meister Gleiwitz, Artikel auf spiegel.de, abgerufen am 20. Mai 2019