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Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei

luxemburgische Partei
Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei
Parti ouvrier socialiste luxembourgeois
Luxemburger Sozialistische Arbeiterpartei
Logo LëtzebuergerSozialisteschArbechterpartei.svg
Franz Fayot (2016)
Partei­vorsitzender Franz Fayot
General­sekretär Tom Jungen
Stell­vertretende Vorsitzende Dan Biancalana,
Paulette Lenert
Schatz­meisterin Christine Schweich
Gründung Januar 1902
Haupt­sitz 68, rue de Gasperich
1617 Luxembourg
Jugend­organisation JSL
Aus­richtung Sozialdemokratie
Farbe(n) Rot
Parlamentssitze
10/60
Internationale Verbindungen Progressive Allianz
Sozialistische Internationale
Europaabgeordnete
1/6
Europapartei SPE
EP-Fraktion S&D
Website www.lsap.lu

Die Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei (deutsch Luxemburger Sozialistische Arbeiterpartei, französisch Parti ouvrier socialiste luxembourgeois), kurz LSAP, ist eine sozialdemokratische Partei in Luxemburg. Sie bildet seit der Kammerwahl 2013 zusammen mit der Demokratischen Partei (DP) und den Grünen eine Dreier-Koalition. Etienne Schneider wurde Vize-Premierminister, Verteidigungsminister sowie Wirtschaftsminister. Außenminister ist der ehemalige Parteipräsident und Vize-Premierminister Jean Asselborn. Parteipräsident war von Oktober 2004 bis März 2014 der Bürgermeister von Düdelingen, Alex Bodry. Im März 2014 wurde Claude Haagen mit 77,66 % aller Stimmen zum neuen Parteipräsidenten gewählt.[1]

Inhaltsverzeichnis

OrganisationsstrukturBearbeiten

Die rechtliche Basis bilden die Statuten der Partei, wie sie am 26. März 2017 beschlossen wurden. Sie ersetzten damit die vorhergehende, mehrfach modifizierte Fassung aus dem Jahre 1991. Oberstes Organ ist der Landeskongress, der mindestens einmal jährlich im ersten Quartal einberufen wird.

Sektionen und BezirkeBearbeiten

Die untere organisatorische Ebene bilden die Sektionen, die als Ortsvereine die Parteimitglieder einer oder mehrerer Gemeinden umfassen, und die in vier Bezirke (Nord, Ost, Süd, und Zentrum) gruppiert sind.

  • Bezirk Nord mit 6 Sektionen, Präsidentin ist Tina Koch.[2]
  • Bezirk Osten mit 7 Sektionen, Präsidentin ist Tess Burton.
  • Bezirk Süden mit 21 Sektionen, Präsidentin ist Simone Asselborn-Bintz.
  • Bezirk Zentrum mit 15 Sektionen, Präsidentin ist Cécile Hemmen.

UnterorganisationenBearbeiten

Innerhalb der LSAP bestehen drei Unterorganisationen:

  • Die Sozialistischen Frauen (FS) der weiblichen Parteimitglieder; Präsidentin ist Sylvie Jansa.
  • Die Sozialistische Jugend (JSL). Präsident ist Georges Sold.
  • Das Gemengeforum (GF) der kommunalen Amts- und Mandatsträger; Präsident ist Tom Jungen, der Bürgermeister der Gemeinde Roeser.

ParteivorstandBearbeiten

Die Parteileitung besteht aus einem 21-köpfigen Vorstand mit 15 auf einem Parteitag gewählten (zuletzt am 22. Januar 2019)[3][4] und 6 weiteren Mitgliedern ex officio:

  • Dem fünfköpfigen Präsidium, bestehend aus Präsident Franz Fayot, Vizepräsidentin Paulette Lenert, Vizepräsident Dan Biancalana, Generalsekretär Tom Jungen und Generalkassiererin Christine Schweich.
  • Zehn weiteren Vorstandsmitgliedern, jeweils zur Hälfte Frauen und Männer: Claudia Dall’Agnol, Sandie Lahure, Danielle Becker-Bauer, Nathalie Schmit und Aurore Rössler sowie Marc Angel, Régis Moes, Carlo Feiereisen, Jean-François Wirtz und Max Leners.
  • Den Vorsitzenden der vier Bezirke.
  • Den Vorsitzenden der Sozialistischen Frauen und der Sozialistischen Jugend

Weitere GremienBearbeiten

Der fünfköpfige Beirat setzt sich aus ehemaligen Amts- und Mandatsträgern zusammen und fungiert als obere Disziplinarkammer, die Verstöße von Mitgliedern gegen Satzung und Grundsätze behandelt und Strafen bis hin zum Parteiausschluss beschließen kann. Mitglieder sind Ginette Jones, Jean-Pierre Klein, Roger Negri, Jacqueline Reiter und Camille Weiler.

Die elfköpfige Kontrollkommission überwacht die Tätigkeit sämtlicher Parteigremien. Ihr gehören sieben vom Landeskongress gewählte Mitglieder an, hinzu kommen jeweils eines aus jedem der Bezirke, die dort Vorstandsmitglied sein müssen. Sie bildet zugleich die Wahlkommission bei der Wahl der Spitzenkandidaten für die Kammer- und Europawahl.

Parteipräsidenten seit 1945Bearbeiten

 
Logo der Jugendorganisation JSL

Parteinahe StiftungenBearbeiten

Der LSAP nahe stehen zwei Stiftungen, die beide nach früheren Vorsitzenden benannt sind:

  • Die Robert-Krieps-Stiftung fördert die staatsbürgerliche und politische Bildung und unterstützt Recherche und Debatten über politische, soziale und kulturelle Themen.
  • Die Lydie-Schmit-Stiftung bewahrt das Andenken an die Mitgründerin der Sozialistischen Frauen. Sie vergibt Stipendien an Studenten aus sozial schwachen Familien.

WahlergebnisseBearbeiten

EuropawahlenBearbeiten

Jahr Stimmenanteil Parlamentssitze
1979 21,6 % 11
1984 29,9 % 2
1989 25,4 % 2
1994 24,8 % 2
1999 23,6 % 2
2004 22,1 % 1
2009 19,4 % 1
2014 11,7 % 1

1 Bei der Europawahl 1979 in Luxemburg trat die Rechtsabspaltung Parti social-democrate (PSD) gegen die LSAP an. Die PSD erreichte 7,0 Prozent, errang aber keinen Sitz.

LiteraturBearbeiten

  • Fayot, Ben: Sozialismus in Luxemburg. Von den Anfängen bis 1940, herausgegeben vom Centre de recherches et d’études socialistes (CERES), 1979, Luxemburg, 484 Seiten
  • Fayot. Ben: Sozialismus in Luxemburg. Von 1940 bis zu Beginn der achtziger Jahre, o. J.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. wort.lu: Claude Haagen zum neuen Parteivorsitzenden der LSAP gewählt, vom 30. März 2014
  2. Tina Koch übernimmt das Ruder der LSAP Norden. Tageblatt, 3. Februar 2019, abgerufen am 7. Februar 2019.
  3. LSAP setzt auf Zusammenarbeit und parteiinternen Dialog – Franz Fayot neuer Parteipräsident. Pressemitteilung der LSAP vom 23. Januar 2019 auf deren Website, abgerufen am 3. Februar 2019.
  4. „Ein wichtiger Tag für die LSAP“ Lëtzebuerger Journal, 22. Januar 2019, abgerufen am 4. Februar 2019.

Koordinaten: 49° 35′ 35″ N, 6° 7′ 13″ O