Gail Devers

US-amerikanische Leichtathletin
Gail Devers Leichtathletik

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Gail Devers 2011

Voller Name Yolanda Gail Devers
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 19. November 1966
Geburtsort Seattle, Vereinigte Staaten
Größe 160 cm
Gewicht 55 kg
Karriere
Disziplin Sprint, Hürdenlauf
Bestleistung 10,82 s (100 m)
12,33 s (100 m Hürden)
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 5 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
Hallen-WM 4 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Panamerikanische Spiele 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Barcelona 1992 100 m
Gold Atlanta 1996 100 m
Gold Atlanta 1996 4 × 100 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
Silber Tokio 1991 100 m Hürden
Gold Stuttgart 1993 100 m
Silber Stuttgart 1993 100 m Hürden
Gold Göteborg 1995 100 m Hürden
Gold Athen 1997 4 × 100 m
Gold Sevilla 1999 100 m Hürden
Silber Edmonton 2001 100 m Hürden
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
Gold Toronto 1993 60 m
Gold Paris 1997 60 m
Gold Birmingham 2003 60 m Hürden
Gold Budapest 2004 60 m
Silber Budapest 2004 60 m Hürden
Logo der Pan American Games Panamerikanische Spiele
Gold Indianapolis 1987 100 m
Gold Indianapolis 1987 4 × 100 m

Yolanda Gail Devers (* 19. November 1966 in Seattle, Washington) ist eine ehemalige Leichtathletin aus den Vereinigten Staaten.

BiografieBearbeiten

Devers war eine vielversprechende Medaillenhoffnung bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, doch dann bekam sie Gesundheitsprobleme. Sie litt unter anderem an starker Migräne und verlor einen Teil ihrer Sehkraft. Zwar qualifizierte sie sich für den 100-Meter-Hürdenlauf, kam aber nur bis ins Halbfinale. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. 1990 wurde bei ihr Morbus Basedow diagnostiziert und Devers begann eine Bestrahlungstherapie.

Devers erholte sich sehr rasch und nahm das Training wieder auf. Bei den Weltmeisterschaften 1991 gewann sie Silber über 100 Meter Hürden. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gewann Devers den 100-Meter-Lauf äußerst knapp vor der Jamaikanerin Juliet Cuthbert. In ihrer eigentlich stärkeren Disziplin, dem 100-Meter-Hürdenlauf, führte sie bis kurz vor Schluss, strauchelte aber an der letzten Hürde und kam als Fünfte ins Ziel. Bei den Weltmeisterschaften 1993 gewann Devers sowohl über 100 Meter als auch über 100 Meter Hürden. Den Hürden-Weltmeistertitel konnte sie 1995 verteidigen.

Die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta verliefen für Devers fast exakt gleich wie vier Jahre zuvor. Im 100-Meter-Rennen setzte sie sich erneut in einem Fotofinish durch (diesmal vor Merlene Ottey). In ihrer eigentlichen Paradedisziplin 100 Meter Hürden verpasste sie erneut eine Medaille und wurde Vierte. Mit der 4-mal-100-Meter-Staffel gewann Devers eine zweite Goldmedaille.

Danach konzentrierte sich Devers auf die Hürden und gewann 1999 erneut den Weltmeistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney musste sie vor dem Halbfinale verletzt aufgeben. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wollte sie noch einmal eine Medaille über 100 Meter und 100 Meter Hürden gewinnen, scheiterte jedoch jeweils in den Vorläufen.

Zu ihren Markenzeichen gehörten insbesondere äußerst lange und bunte Fingernägel.

Persönliche BestleistungenBearbeiten

  • 60 m – 6,95 s
  • 100 m – 10,82 s
  • 200 m – 22,71 s
  • 400 m – 52,66 s
  • 800 m – 2:11,07 min
  • 100 m Hürden – 12,33 s
  • 400 m Hürden – 59,26 s
  • Weitsprung – 6,77 m
  • Dreisprung – 12,97 m

WeblinksBearbeiten