Hauptmenü öffnen

Dervio ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Lecco in der Region Lombardei mit 2627 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017).

Dervio
Kein Wappen vorhanden.
Dervio (Italien)
Dervio
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Lecco (LC)
Lokale Bezeichnung Dérf
Koordinaten 46° 5′ N, 9° 18′ OKoordinaten: 46° 5′ 0″ N, 9° 18′ 0″ O
Höhe 220 m s.l.m.
Fläche 11 km²
Einwohner 2.627 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 239 Einw./km²
Postleitzahl 23824
Vorwahl 0341
ISTAT-Nummer 097030
Volksbezeichnung Derviesi
Schutzpatron Simon Petrus und Paulus von Tarsus (29. Juni)
Website Dervio
Dervio, Aussicht von Monte Bregagno
Dervio, Aussicht von Monte Bregagno
Die Gemeinde Dervio innerhalb der Provinz Lecco
Dervio
Corenno Plinio

GeographieBearbeiten

Dervio liegt circa 25 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Lecco und 70 km nördlich der Millionen-Metropole Mailand, an der Mündung des Varronetales und am Fuße des Monte Legnoncino und Monte Legnone. Es wird vom Fluss Varrone durchflossen, auf dessen Delta es ruht. Die Gemeinde umfasst die Fraktionen Corenno Plinio, Castello, Monastero, Borgo, La Foppa, Pianezzo, Monte, Roncacci, Villa, Balma und Ronchi di Vesgallo.

Die Gemeinde ist in vier Ortsteile unterteilt: Borgo, in welchem früher die Fischer wohnten, Villa, welches in aussichtsreicher Höhe liegt, Castello, wo es eine Turmruine aus dem 3. Jahrhundert und Spuren älterer Türme gibt, und Corenno Plinio, das mittelalterliche Dorf.

Die Nachbargemeinden sind Bellano, Cremia (CO), Dorio, Valvarrone, Pianello del Lario (CO), San Siro (CO), Sueglio und Vendrogno.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1936 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 2019
Einwohner 966 1020 1170 1570 1696 1775 1846 2168 2285 2736 2817 2782 2742 2681 2592

GeschichteBearbeiten

Grabbeigaben aus der römisch-gallischen Kultur zeugen von einer frühen Besiedlung. Im Mittelalter zählte die Pfarrei von Dervio zu den größten des Ostufers.

WirtschaftBearbeiten

Das Dorf ist ein beliebter Urlaubsort, Kunsthandwerkszentrum und verfügt über Firmen in den Bereichen Metallverarbeitung, Keramik, Papierherstellung, Feldspatgewinnung sowie eine eigene Werft.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo
  • Kirche Santi Quirico e Giulitta
  • Oratorium San Leonardo
  • Villa Galperti
  • Castello di Corenno Plinio
  • Die Burgruine von Castelvedro stammt aus dem 5. bis 6. Jahrhundert. Sie war Teil eines Abwehrsystems am Seeufer, um die Einfälle der Barbaren aus Raetia (Graubünden) abwehren zu können.
  • Torre di Orezia

BildergalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 340.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Dervio Online

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dervio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dervio auf lombardiabeniculturali.it/architetture/
  • Dervio auf tuttitalia.it/lombardia/
  • Dervio auf comuni-italiani.it/
  • Dervio auf lombardia.indettaglio.it (italienisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.