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Galbiate ist eine Gemeinde in der Provinz Lecco in der italienischen Region Lombardei mit 8545 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017).

Galbiate
Kein Wappen vorhanden.
Galbiate (Italien)
Galbiate
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Lecco (LC)
Lokale Bezeichnung Galbiaa
Koordinaten 45° 49′ N, 9° 23′ OKoordinaten: 45° 48′ 50″ N, 9° 23′ 0″ O
Höhe 371 m s.l.m.
Fläche 16,14 km²
Einwohner 8.545 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 529 Einw./km²
Postleitzahl 23851
Vorwahl 0341
ISTAT-Nummer 097036
Volksbezeichnung Galbiatesi
Schutzpatron Johannes (Apostel) (27. Dezember)
Website Galbiate
Gemeinde Galbiate in der Provinz Lecco
Villa Bertarelli
Bahnhof Barro-Galbiate

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Galbiate liegt etwa 6 km südlich der Provinzhauptstadt Lecco und 40 km nordöstlich der Millionen-Metropole Mailand, am Fuß des Monte Barro (922 m, Aussichtsberg auf 5 Seen: Lago di Lecco, Teil des Comersees, im Norden, Lago d'Annone und Lago di Pusiano im Westen, Lago di Garlate und Lago di Olginate im Osten).

Die Gemeinde umfasst die Fraktionen Bartesate, Ponte Azzone Visconti, Sala al Barro und Villa Vergano. Die Nachbargemeinden sind Cortenova, Lierna, Mandello del Lario, Parlasco, Pasturo, Perledo, Primaluna, Taceno und Varenna.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • San Giovanni Evangelista, Pfarrkirche
  • Kirche San Michele: Im Ortsteil San Michele, 3,4 km nördlich vom Zentrum Galbiates am Osthang des Monte Barro gelegen, steht die gleichnamige unvollendete Kirche nach einem Projekt des bedeutenden Mailänder Barockarchitekten Attilio Arrigoni (1640–1704), der in Mailand den Palazzo Sormani Andriani und die Rotonda della Besana erbaut hat. Der eindrucksvolle Rohbau blieb ohne Ausstattung und ohne Dach, weil der Gemeinde das Geld ausgegangen war.
  • Monte Barro: der Regionalpark "Parco naturale del Monte Barro" wurde wegen seiner außerordentlichen Lage (in der letzten Eiszeit Inselberg im Gletscherstrom, der von Bernina und Ortler kam und fast bis Monza reichte) zum Naturpark von Europäischer Bedeutung erklärt. Die Besonderheiten der Flora (mehr als 1000 Arten auf knapp 7 km², darunter rare präglaziale Arten) und der Fauna werden in einem kleinen Museum erklärt, das sich im ehemaligen Eremo auf halber Höhe des Berges befindet. Wenige Minuten höher gibt es einen Pflanzenlehrpfad. Der Bau war ursprünglich Teil eines hochmittelalterlichen Befestigungssystems und wurde in der Renaissance umgebaut (Kapelle San Vittore). Die einst als Herberge benutzten Bauteile wurden in der ersten Hälfte des 20. Jh. als Luftheilstätte benutzt und sind heute das Zentrum des Naturparks in einem Hain von 200-300jährigen riesigen Buchen. Auf dem Anstiegsweg zum Monte Barro einige Reste von Befestigungstürmen aus ostrogotischer Zeit.
  • Museo etnografo dell'Alta Brianza, ein kleines Museum der bäuerlichen Kultur, im Ortsteil Camporeso.
  • Villa Bertarelli.

Söhne und TöchterBearbeiten

  • Renato Corti (* 1936), römisch-katholischer Geistlicher, Kardinal und Altbischof von Novara

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 331.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Galbiate Online
  • Galbiate auf tuttitalia.it/lombardia

WeblinksBearbeiten

  Commons: Galbiate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Galbiate auf lombardia.indettaglio.it (italienisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.