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Die DTM-Saison 2013 war die 27. Saison der DTM und die 14. seit Neugründung der Serie im Jahr 2000. Die Saison begann am 5. Mai in Hockenheim und ging am 20. Oktober an gleicher Stelle zu Ende. Meister wurde erstmals Mike Rockenfeller in einem Audi RS 5 DTM des Team Phoenix. Den Herstellertitel konnte BMW erfolgreich verteidigen.

DTM-Saison 2013
Audi RS5 DTM (R17) of Team Phoenix (10074901546).jpg
Champions
Fahrer: DeutschlandDeutschland Mike Rockenfeller
Hersteller: DeutschlandDeutschland BMW
Team: DeutschlandDeutschland Audi Sport Team Phoenix
Saisondaten
Anzahl Rennen: 10
< Saison 2012

Saison 2014 >

Inhaltsverzeichnis

Sportliche und technische ÄnderungenBearbeiten

HerstellerBearbeiten

Audi benannte zur Saison 2013 die zuvor unter dem Namen Audi A5 DTM eingesetzten Fahrzeuge in Audi RS 5 DTM um.

TeamsBearbeiten

BMW erhöhte sein Aufgebot von sechs auf acht Fahrzeuge. Das BMW-Team-MTEK stieg im Zuge dessen in die DTM ein.

Mercedes reduzierte seine Fahrzeuge von acht auf sechs. Im Zuge dessen trennte man sich von Persson Motorsport.[1]

ReglementBearbeiten

Zur Saison 2013 setzte die DTM das bereits aus der Formel 1 bekannte Drag Reduction System (DRS) ein, das das Umklappen des Heckflügels ermöglicht und damit den Luftwiderstand senkt. Bei einem Abstand zum Vordermann von maximal zwei Sekunden – gemessen an der Start-Ziel-Linie – durfte der Hinterherfahrende das DRS in dieser Runde einmal an einer beliebigen Stelle einsetzen. In den ersten und letzten drei Runden eines Rennens sowie den ersten drei Runden nach einer Safety-Car-Phase durfte DRS nicht eingesetzt werden.[2]

Ebenfalls aus der Formel 1 bekannt war eine zweite, weichere Reifenmischung, die einmal im Rennen eingesetzt werden musste. Dieser „Option-Reifen“ ermöglichte um 1 bis 1,5 Sekunden schnellere Rundenzeiten, baute aber wesentlich schneller ab als der Standardreifen.[3]

Die bisherige Boxenstoppfenster-Regelung entfiel, jeder Pilot musste allerdings weiterhin zwei Pflichtboxenstopps pro Rennen absolvieren. In den ersten und letzten drei Runden eines Rennens durfte nicht gestoppt werden. Ein beispielsweise durch einen Reifenschaden notwendiger Stopp zählte dann nicht als Pflichtboxenstopp.[2]

Technisch blieben die Fahrzeuge im Vergleich zur Vorsaison unverändert. Lediglich der Hinterreifen wurde von 310 auf 320 mm verbreitert.[4]

Teams und FahrerBearbeiten

Alle Teams verwendeten Reifen von Hankook.

Team Fahrzeug Nr. Fahrer Rennen
Deutschland  BMW-Team-Schnitzer BMW M3 DTM 2012 01 Kanada  Bruno Spengler[5] 1–10
02 Deutschland  Dirk Werner[5] 1–10
Deutschland  EURONICS / THOMAS SABO Mercedes AMG DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 03 Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett[6] 1–10
04 Spanien  Roberto Merhi[7] 1–10
Deutschland  Audi Sport Team Rosberg Audi RS 5 DTM 2012 05 Italien  Edoardo Mortara[8] 1–10
06 Portugal  Filipe Albuquerque[8] 1–10
Belgien  BMW-Team-RBM BMW M3 DTM 2012 07 Brasilien  Augusto Farfus[5] 1–10
08 Vereinigte Staaten  Joey Hand[5] 1–10
Deutschland  STIHL / AMG Mercedes DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 09 Deutschland  Christian Vietoris[9] 1–10
10 Kanada  Robert Wickens[7] 1–10
Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline Audi RS 5 DTM 2012 11 Schweden  Mattias Ekström[8] 1–10
12 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green[8] 1–10
Deutschland  BMW-Team-RMG BMW M3 DTM 2012 15 Deutschland  Martin Tomczyk[5] 1–10
16 Vereinigtes Konigreich  Andy Priaulx[5] 1–10
Deutschland  stern / AMG Mercedes DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 17 Spanien  Daniel Juncadella[9] 1–10
18 Deutschland  Pascal Wehrlein[10] 1–10
Deutschland  Audi Sport Team Phoenix Audi RS 5 DTM 2012 19 Deutschland  Mike Rockenfeller[8] 1–10
20 Spanien  Miguel Molina[11] 1–10
Deutschland  BMW-Team-MTEK BMW M3 DTM 2012 21 Deutschland  Marco Wittmann[5] 1–10
22 Deutschland  Timo Glock[12] 1–10
Deutschland  Audi Sport Team Abt Audi RS 5 DTM 2012 23 Deutschland  Timo Scheider[8] 1–10
24 Frankreich  Adrien Tambay[8] 1–10

Änderungen bei den FahrernBearbeiten

Die folgende Auflistung enthält alle Fahrer, die an der DTM-Saison 2012 teilgenommen haben und in der Saison 2013 nicht für dasselbe Team wie 2012 starteten.

Fahrer, die ihr Team gewechselt haben:

Fahrer, die in die DTM einsteigen bzw. zurückkehren:

Fahrer, die die DTM verlassen haben:

Rennkalender und ErgebnisseBearbeiten

Der Rennkalender wurde im Vergleich zur Vorsaison leicht modifiziert. Das Rennen auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia gehörte in diesem Jahr nicht mehr zum Rennkalender, dafür wurde der Moscow Raceway in der russischen Stadt Wolokolamsk erstmals in den DTM-Kalender aufgenommen.

Nr. Datum Rennstrecke Sieger Zweiter Dritter Pole-
Position
Schnellste
Rennrunde
Gesamtführender
Fahrer
Gesamtführender
Hersteller
01 5. Mai Deutschland  Hockenheim Brasilien  Augusto Farfus Deutschland  Dirk Werner Deutschland  Christian Vietoris Deutschland  Timo Scheider Brasilien  Augusto Farfus Brasilien  Augusto Farfus Deutschland  BMW
02 19. Mai Vereinigtes Konigreich  Brands Hatch Deutschland  Mike Rockenfeller Kanada  Bruno Spengler Kanada  Robert Wickens Deutschland  Mike Rockenfeller Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett Deutschland  Mike Rockenfeller
03 2. Juni Osterreich  Spielberg Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Marco Wittmann Deutschland  Timo Glock Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Marco Wittmann Kanada  Bruno Spengler
04 16. Juni Deutschland  Klettwitz Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Christian Vietoris Deutschland  Christian Vietoris Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Mike Rockenfeller
05 14. Juli Deutschland  Nürnberg [# 1] Kanada  Robert Wickens Deutschland  Christian Vietoris Kanada  Robert Wickens Deutschland  Christian Vietoris
06 4. August Russland  Wolokolamsk Deutschland  Mike Rockenfeller Schweden  Mattias Ekström Brasilien  Augusto Farfus Deutschland  Mike Rockenfeller Frankreich  Adrien Tambay
07 18. August Deutschland  Nürburg Kanada  Robert Wickens Brasilien  Augusto Farfus Deutschland  Christian Vietoris Brasilien  Augusto Farfus Deutschland  Pascal Wehrlein
08 15. September Deutschland  Oschersleben Brasilien  Augusto Farfus Deutschland  Mike Rockenfeller Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Vereinigte Staaten  Joey Hand
09 29. September Niederlande  Zandvoort Brasilien  Augusto Farfus Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Timo Scheider Deutschland  Marco Wittmann Deutschland  Marco Wittmann Deutschland  Audi
10 20. Oktober Deutschland  Hockenheim Deutschland  Timo Glock Spanien  Roberto Merhi Kanada  Bruno Spengler Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Christian Vietoris Deutschland  BMW
  1. Der erste Platz beim Rennen auf dem Norisring wurde nicht vergeben, nachdem der Sieger Mattias Ekström nachträglich disqualifiziert wurde.

MeisterschaftsergebnisseBearbeiten

PunktesystemBearbeiten

Punkte wurden an die ersten 10 klassifizierten Fahrer in folgender Anzahl vergeben:

Platz  1.   2.   3.   4.   5.   6.   7.   8.   9.   10. 
Punkte 25 18 15 12 10 8 6 4 2 1

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Hersteller HO1
Deutschland 
BRH
Vereinigtes Konigreich 
RBR
Osterreich 
LAU
Deutschland 
NOR
Deutschland 
MOS
Russland 
NÜR
Deutschland 
OSC
Deutschland 
ZAN
Niederlande 
HO2
Deutschland 
Punkte
01 Deutschland  M. Rockenfeller Audi 8 1 4 2 5 1 4 2 2 16 142
02 Brasilien  A. Farfus BMW 1 DNF 6 12 16 3 2 1 1 11 116
03 Kanada  B. Spengler BMW 5 2 1 7 6 19 14 21* 13 3 82
04 Deutschland  C. Vietoris Mercedes 3 8 7 3 3 10 3 18 17 7 77
05 Kanada  R. Wickens Mercedes DNF 3 12 4 2 12 1 DNF 15 18 70
06 Vereinigtes Konigreich  G. Paffett Mercedes 4 6 9 1 18* 5 17 6 9 9 69
07 Schweden  M. Ekström Audi DNF 7 5 8 DSQ 2 13 7 4 4 68
08 Deutschland  M. Wittmann BMW 9 4 2 21* 10 15 7 12 5 DSQ 49
09 Deutschland  T. Glock BMW DNF 13 3 14 13 16 18 15 19 1 40
10 Deutschland  T. Scheider Audi 6 9 16 20 DNF 9 DNF 5 3 13 37
11 Vereinigtes Konigreich  J. Green Audi 14 15 18 5 19* 6 9 3 14 12 35
12 Vereinigte Staaten  J. Hand BMW 7 5 DNF 15 8 7 DNF 16 7 20 32
13 Deutschland  D. Werner BMW 2 12 8 13 11 8 15 13 21* 8 30
14 Frankreich  A. Tambay Audi DNF 18 11 11 15 4 6 9 6 14 30
15 Spanien  R. Merhi Mercedes 10 16 20 10 7 14 19 14 DNF 2 26
16 Spanien  D. Juncadella Mercedes 12 20 13 6 4 18 DNF 17 18 10 21
17 Spanien  M. Molina Audi 15 11 14 16 14 DNF 8 8 10 5 19
18 Portugal  F. Albuquerque Audi 16 17 17 18 12 13 11 4 8 DNF 16
19 Deutschland  M. Tomczyk BMW 13 14 DNF 19 DNF 17 5 20* 11 19 10
20 Vereinigtes Konigreich  A. Priaulx BMW 17* 19 19 22 9 20 16 19 20 6 10
21 Italien  E. Mortara Audi DNF 21* 15 9 17* DNF 12 10 16 15 3
22 Deutschland  P. Wehrlein Mercedes 11 10 10 17 20* 11 10 11 12 17 3
Pos. Fahrer Hersteller HO1
Deutschland 
BRH
Vereinigtes Konigreich 
RBR
Osterreich 
LAU
Deutschland 
NOR
Deutschland 
MOS
Russland 
NÜR
Deutschland 
OSC
Deutschland 
ZAN
Niederlande 
HO2
Deutschland 
Punkte
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

HerstellerwertungBearbeiten

Pos. Hersteller HO1
Deutschland 
BRH
Vereinigtes Konigreich 
RBR
Osterreich 
LAU
Deutschland 
NOR
Deutschland 
MOS
Russland 
NÜR
Deutschland 
OSC
Deutschland 
ZAN
Niederlande 
HO2
Deutschland 
Punkte
1 Deutschland  BMW 61 40 70 6 15 25 34 25 41 52 369
2 Deutschland  Audi 12 33 22 34 10 65 26 65[# 1] 58 22 347
3 Deutschland  Mercedes 28 28 9 61 51 11 41 8 2 27 266
  1. Laut Reglement flossen nur die Punkte der besten sechs Fahrzeuge in die Herstellerwertung ein (acht Fahrzeuge in den Punkten)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mercedes-Teams: Persson ist raus. Motorsport-Total.com, 11. Februar 2013, abgerufen am 11. Februar 2013.
  2. a b DTM präzisiert Reglement: Boxenstopp-Fenster fällt. Motorsport-Total.com, 9. April 2013, abgerufen am 29. Mai 2013.
  3. DRS & Option-Reifen: Reglement wird konkret. Motorsport-Total.com, 29. März 2013, abgerufen am 29. Mai 2013.
  4. DTM-Autos 2013: Technische Daten. Motorsport-Total.com, 2. Mai 2013, abgerufen am 29. Mai 2013.
  5. a b c d e f g Markus Lüttgens und Stefanie Szlapka: Wittmann sichert sich BMW-Cockpit. Motorsport-Total.com, 1. Dezember 2012, abgerufen am 13. Januar 2012.
  6. Roman Wittemeier: Paffett: Der Entwickler bei Mercedes. Motorsport-Total.com, 17. Juni 2011, abgerufen am 25. Januar 2013.
  7. a b René Fagnan: Mercedes confirms Merhi et Wickens for 2013. auto123.com, 3. Oktober 2012, abgerufen am 25. Januar 2013 (englisch).
  8. a b c d e f g Audi bestätigt sieben Fahrer für 2013. Nummer 8 hofft. Motorsport-Magazin.com, 19. Dezember 2012, abgerufen am 25. Januar 2013.
  9. a b Mercedes-Kader steht: Gary, Ralf und die jungen Wilden. Motorsport-Total.com, 20. Februar 2013, abgerufen am 20. Februar 2013.
  10. Karin Sturm: Schumacher beendet DTM-Karriere. Wechsel in andere Position. Motorsport-Magazin.com, 16. März 2013, abgerufen am 16. März 2013.
  11. Audi: Molina darf 2013 noch einmal ran. Frey vom DTM-Boliden in den Sportwagen. Motorsport-Magazin.com, 4. Februar 2013, abgerufen am 4. Februar 2013.
  12. BMW verpflichtet Glock. Motorsport-Total.com, 25. Januar 2013, abgerufen am 25. Januar 2013.