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Die DTM-Saison 2011 war die zwölfte Saison der DTM. Der erste Lauf fand am 1. Mai 2011 auf dem Hockenheimring statt. Das Saisonfinale fand am 23. Oktober ebenfalls auf dem Hockenheimring statt.[1]

DTM-Saison 2011
DTM Brands Hatch 2011 DSC 6811 (6112652871).jpg
Champions
Fahrer: DeutschlandDeutschland Martin Tomczyk
Team: DeutschlandDeutschland Abt Sportsline
Saisondaten
Anzahl Rennen: 11
< Saison 2010

Saison 2012 >

Insgesamt wurden an 11 Wochenenden Rennen in Deutschland, in den Niederlanden, Österreich, Großbritannien und in Spanien gefahren.[1] Davon wurden 10 zur DTM-Meisterschaft gezählt. Die Läufe am Rennwochenende (16./17. Juli) in München wurden nicht zur DTM-Meisterschaft gezählt.

Gesamtsieger wurde Martin Tomczyk im Audi A4 DTM mit 72 Punkten.[1]

Änderungen 2011Bearbeiten

ReifenBearbeiten

Nach dem Ausstieg des Reifenherstellers Dunlop aus der DTM zum Saisonende 2010 übernahm Hankook ab 2011 die Reifenausrüstung der Teams.[2] Neben Slicks (Ventus F200) stand ein einziger Regenreifen (Ventus Z207) zur Verfügung.

StarterfeldBearbeiten

Folgende Fahrer sind in der Saison gestartet:

Nr. Fahrer Team Fahrzeug Rennwochenende Bild
2 Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett Thomas Sabo/
Mercedes-Benz Bank AMG-Mercedes
AMG-Mercedes C-Klasse 2009 alle  
3 Kanada  Bruno Spengler alle  
4 Deutschland  Timo Scheider Audi Sport Team Abt Audi A4 DTM 2009 alle  
5 Vereinigtes Konigreich  Oliver Jarvis alle  
6 Deutschland  Ralf Schumacher Salzgitter/
AMG-Mercedes
AMG-Mercedes C-Klasse 2009 alle  
7 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green alle  
8 Schweden  Mattias Ekström Audi Sport Team Abt Sportsline Audi A4 DTM 2009 alle  
9 Deutschland  Mike Rockenfeller 1–3, 5–11  
Danemark  Tom Kristensen 4
10 Vereinigtes Konigreich  Susie Stoddart
Vereinigtes Konigreich  Susie Wolff[# 1]
Junge Sterne/
TV-Spielfilm AMG-Mercedes
AMG-Mercedes C-Klasse 2008 alle  
11 Deutschland  Christian Vietoris alle  
14 Deutschland  Martin Tomczyk Audi Sport Team Phoenix Audi A4 DTM 2008 alle  
15 Schweiz  Rahel Frey alle  
16 Deutschland  Maro Engel Deutsche Post/
GQ AMG-Mercedes
AMG-Mercedes C-Klasse 2008 alle  
17 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard alle  
18 Portugal  Filipe Albuquerque Audi Sport Team Rosberg Audi A4 DTM 2008 alle  
19 Italien  Edoardo Mortara alle  
20 Niederlande  Renger van der Zande Stern AMG-Mercedes AMG-Mercedes C-Klasse 2008 alle  
22 Spanien  Miguel Molina Audi Sport Team Abt Junior Audi A4 DTM 2008 alle  
Anmerkungen
  1. Susie Stoddart heiratete vor dem letzten Saisonrennen Toto Wolff und nahm seinen Nachnamen an.

Änderungen bei den FahrernBearbeiten

Die folgende Auflistung enthält alle Fahrer, die an der DTM-Saison 2010 teilgenommen haben und in der Saison 2011 nicht für dasselbe Team wie 2010 starteten.

Fahrer, die ihr Team gewechselt haben:

Fahrer, die in die DTM einstiegen bzw. zurückkehrten:

Fahrer, die die DTM verlassen haben:

Fahrer, die noch keinen Vertrag für ein Renncockpit 2011 besitzen:

Änderungen während der SaisonBearbeiten

Rennkalender und ErgebnisseBearbeiten

Der Rennkalender umfasste zehn Meisterschafts-Rennen. Die DTM kehrte auf den Red Bull Ring (ehemals A1-Ring) zurück. Außerdem fand eine nicht zur Meisterschaft zählende Veranstaltung im Olympiastadion München statt. Dort wurde nach dem System des Race of Champions gefahren. Ursprünglich war ein Rennen in Shanghai auf dem Shanghai Pudong Street Circuit für den 6. November als Saisonfinale geplant. Das Rennen wurde allerdings vor Saisonbeginn abgesagt. Es wurde von den chinesischen Motorsportbehörden nicht genehmigt, da an diesem Wochenende bereits die Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf dem chinesischen Guangdong International Circuit eine Veranstaltung hatte.[4]

Nr. Datum Rennstrecke Distanz
(km)
Sieger Zweiter Dritter Pole-
Position
Schnellste
Rennrunde
01 1. Mai Deutschland  Hockenheim 173,812 Kanada  Bruno Spengler Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Ralf Schumacher Kanada  Bruno Spengler Kanada  Bruno Spengler
02 15. Mai Niederlande  Zandvoort 176,587 Deutschland  Mike Rockenfeller Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Martin Tomczyk Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mike Rockenfeller
03 5. Juni Osterreich  Spielberg 164,388 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Ralf Schumacher Vereinigtes Konigreich  Oliver Jarvis Deutschland  Martin Tomczyk Kanada  Bruno Spengler
04 19. Juni Deutschland  Lausitz 180,856 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Timo Scheider Kanada  Bruno Spengler Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Timo Scheider
05 3. Juli Deutschland  Nürnberg 188,600 Kanada  Bruno Spengler Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Deutschland  Martin Tomczyk Kanada  Bruno Spengler Vereinigtes Konigreich  Jamie Green
06 16. Juli Deutschland  München[# 1]   Italien  Edoardo Mortara Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mike Rockenfeller  
17. Juli   Kanada  Bruno Spengler Italien  Edoardo Mortara Niederlande  Renger van der Zande
07 7. August Deutschland  Nürburg 177,821 Schweden  Mattias Ekström Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mike Rockenfeller Schweden  Mattias Ekström Vereinigtes Konigreich  David Coulthard
08 4. September Vereinigtes Konigreich  Brands Hatch 189,042 Deutschland  Martin Tomczyk Schweden  Mattias Ekström Italien  Edoardo Mortara Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Martin Tomczyk
09 18. September Deutschland  Oschersleben 184,800 Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Martin Tomczyk Italien  Edoardo Mortara Spanien  Miguel Molina Schweden  Mattias Ekström
10 2. Oktober Spanien  Valencia 180,225 Schweden  Mattias Ekström Portugal  Filipe Albuquerque Deutschland  Martin Tomczyk Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Timo Scheider
11 23. Oktober Deutschland  Hockenheim 173,812 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Deutschland  Martin Tomczyk Spanien  Miguel Molina Spanien  Miguel Molina Vereinigtes Konigreich  Jamie Green
Anmerkungen
  1. Die Veranstaltung im Münchener Olympiastadion zählt nicht zur Meisterschaft.

RennberichteBearbeiten

1. Rennen: Hockenheimring Baden-WürttembergBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 1:03:07,244
2 Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline + 3,696
3 Deutschland  Ralf Schumacher Deutschland  Salzgitter AMG Mercedes + 3,883
PP Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 1:34,270
SR Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 1:35,230

Das erste DTM-Saisonrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg fand am 1. Mai 2011 statt und ging über eine Distanz von 38 Runden à 4,574 km, was einer Gesamtdistanz von 173,812 km entspricht.

Bruno Spengler gewann das Rennen von der Pole-Position startend vor Mattias Ekström und Ralf Schumacher, der seine erste Podest-Platzierung in der DTM erzielte.

Gary Paffett zeigte in dem Rennen einige Überholmanöver und verbesserte sich vom 18. Platz startend auf die sechste Position.

2. Rennen: Circuit Park ZandvoortBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:05:28,514
2 Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG + 1,423
3 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix + 1,865
PP Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 1:31,805
SR Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:33,410

Das zweite DTM-Saisonrennen auf dem Circuit Park Zandvoort fand am 15. Mai 2011 statt und ging über eine Distanz von 41 Runden à 4,307 km, was einer Gesamtdistanz von 176,587 km entspricht.

Mike Rockenfeller gewann das Rennen vor Bruno Spengler und Martin Tomczyk. Es war Rockenfellers erster Sieg in seinem 44. DTM-Rennen.

3. Rennen: Red Bull Ring SpielbergBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix 55:55,117
2 Deutschland  Ralf Schumacher Deutschland  Salzgitter AMG Mercedes + 0,462
3 Vereinigtes Konigreich  Oliver Jarvis Deutschland  Audi Sport Team Abt + 2,749
PP Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix 1:40,001
SR Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 1:26,298

Das dritte DTM-Saisonrennen auf dem Red Bull Ring fand am 5. Juni 2011 statt und ging über eine Distanz von 38 Runden à 4,326 km, was einer Gesamtdistanz von 164,388 km entspricht.

Martin Tomczyk gewann das Rennen vor Ralf Schumacher und Oliver Jarvis. Für Schumacher war es das beste Resultat seiner DTM-Karriere.

Das Qualifying fand bei regnerischen Verhältnissen statt.

4. Rennen: LausitzringBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix 1:10:52,902
2 Deutschland  Timo Scheider Deutschland  Audi Sport Team Abt + 5,436
3 Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG + 14,300
PP Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 1:19,119
SR Deutschland  Timo Scheider Deutschland  Audi Sport Team Abt 1:20,160

Das vierte DTM-Saisonrennen auf dem EuroSpeedway Lausitz fand am 19. Juni 2011 statt und ging über eine Distanz von 52 Runden à 3,478 km, was einer Gesamtdistanz von 180,856 km entspricht.

Martin Tomczyk gewann das Rennen vor Timo Scheider und Bruno Spengler, der von der Pole Position gestartet war. Es war Tomczyks zweiter Sieg in Folge.

Aufgrund eines Unfalls beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2011 trat Mike Rockenfeller nicht zum Rennen an. Ihn ersetzte Tom Kristensen bei Abt Sportsline.[3] Persson-Pilotin Susie Stoddart musste wegen Problemen mit der Bremse komplett auf einen Start verzichten.

5. Rennen: NorisringBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 1:04:43,617
2 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Deutschland  AMG Mercedes + 0,499
3 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix + 1,493
PP Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG 48,222
SR Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Deutschland  AMG Mercedes 54,588

Das fünfte DTM-Saisonrennen auf dem Norisring in Nürnberg fand am 3. Juli 2011 statt und ging über eine Distanz von 64 Runden à 2,300 km, was einer Gesamtdistanz von 147,200 km entspricht. Das Rennen wurde aufgrund anhaltender, starker Regenfälle vorzeitig abgebrochen. Eigentlich waren 82 Runden geplant, die einer Gesamtdistanz von 188.600 km entsprochen hätten.

Bruno Spengler, der von der Pole Position gestartet war, gewann das Rennen vor Jamie Green und Martin Tomczyk.

Bei regnerischen Verhältnissen startete das Feld hinter dem Safety Car. Dennoch schied lediglich Gary Paffett bis zum Rennende aus. Alle anderen Piloten erreichten hinter dem Safety Car das Ziel. Dieses war aufgrund der großen Aquaplaning-Gefahr erneut auf die Strecke gekommen. Nachdem 75 Prozent des Rennens absolviert waren, brach die Rennleitung die Fahrt auf dem Stadtkurs in der 64. Runde ab.

6. Rennen: NürburgringBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:11:19,980
2 Kanada  Bruno Spengler Deutschland  Mercedes-Benz Bank AMG + 5,533
3 Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline + 7,906
PP Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:32,066
SR Vereinigtes Konigreich  David Coulthard Deutschland  Deutsche Post AMG Mercedes 1:25,558

Das sechste DTM-Saisonrennen auf dem Nürburgring in Nürburg fand am 7. August 2011 statt und ging über eine Distanz von 49 Runden à 3,629 km, was einer Gesamtdistanz von 177,821 km entspricht.

Mattias Ekström gewann das Rennen von der Pole-Position startend vor Bruno Spengler und Mike Rockenfeller.

Ekström behielt die Führung beim Start und fuhr ungefährdet an der Spitze des Feldes. Hinter ihm übernahm zunächst Rockenfeller die zweite Position vor Spengler. Rockenfeller blieb bis zur vorletzten Runde vor Spengler, bis er sich vor der ersten Kurve verbremste. Hinter den ersten drei Piloten ereigneten sich einige Positionskämpfe.[5]

7. Rennen: Brands HatchBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix 1:15:37,956
2 Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline + 2,023
3 Italien  Edoardo Mortara Deutschland  Audi Sport Team Rosberg + 11,723
PP Deutschland  Mike Rockenfeller Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 42,090
SR Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix 49,805

Das siebte DTM-Saisonrennen in Brands Hatch, Kent, Vereinigtes Königreich fand am 4. September 2011 statt und ging über eine Distanz von 88 Runden à 1,929 km, was einer Gesamtdistanz von 169,752 km entspricht. Das Rennen wurde vorzeitig beendet, da das Zeitlimit erreicht wurde. Ursprünglich war eine Distanz von 98 Runden à 1,929 km, was einer Gesamtdistanz von 189,042 km entspricht, geplant.

Das Rennen fand unter durchgängig regnerischen Bedingungen statt. Beim Start behielt Pole-Setter Mike Rockenfeller zunächst die Führung. In der elften Runde musste er sich jedoch Markenkollegen Martin Tomczyk geschlagen geben, der beim Start von Platz drei zwischenzeitlich auf Position fünf zurückgefallen war.

Tomczyk behielt die Führung bis zum Ende und übernahm dadurch die Führung in der Meisterschaft von Bruno Spengler, der Siebter wurde. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Mattias Ekström und Edoardo Mortara, der zum ersten Mal bei einem DTM-Rennen auf dem Podest stand. Audi erzielte damit einen Dreifachsieg.[6]

8. Rennen: Motorsport Arena OscherslebenBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:16:14,996
2 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix + 42,167
3 Italien  Edoardo Mortara Deutschland  Audi Sport Team Rosberg + 43,376
PP Spanien  Miguel Molina Deutschland  Audi Sport Team Abt Junior 1:22,371
SR Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:38,831

Das achte DTM-Saisonrennen in der Motorsport Arena Oschersleben in Oschersleben fand am 18. September 2011 statt und ging über eine Distanz von 45 Runden à 3,696 km, was einer Gesamtdistanz von 166,320 km entspricht. Das Rennen wurde vorzeitig beendet, da das Zeitlimit erreicht wurde. Ursprünglich war eine Distanz von 50 Runden à 3,696 km, was einer Gesamtdistanz von 184,800 km entspricht, geplant.

Das Rennen fand unter regnerischen Bedingungen statt und es wurden zwei Einführungsrunden gefahren. Pole-Setter Miguel Molina hatte zwar den besten Start, verlor jedoch schon in der ersten Kurve die Führung an Bruno Spengler, da er zu spät bremste. Dahinter kam es zu turbulenten Duellen, wovon insbesondere die hinten startenden Gary Paffett, Martin Tomczyk und Christian Vietoris profitierten. In der achten Runde gelang es schließlich Mattias Ekström, der immer schneller wurde, an dem führenden Spengler vorbeizufahren. Ekström führte das Rennen ab diesem Zeitpunkt boxenstoppbereinigt durchgängig an.

Zwei Runden nach seinem ersten Boxenstopp nahm das Rennen für Spengler eine negative Wendung. Er fuhr hart über die Randsteine und beschädigte sich dabei seine Aufhängung. Er fiel dadurch aus den Punkterängen und gab schließlich drei Runden vor dem Rennende an der Box auf.

Ekström gewann das Rennen schließlich mit über 40 Sekunden Vorsprung auf Tomczyk und Edoardo Mortara, wodurch Audi den zweiten Dreifachsieg in Folge erzielte. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Paffett und Vietoris, die beide aus der letzten Startreihe gestartet waren. Vietoris fuhr bei diesem Rennen seine ersten DTM-Punkte überhaupt ein und Pole-Setter Molina gelang es, in dieser Saison erstmals zu punkten.

In der Meisterschaft baute Tomczyk den Vorsprung auf Spengler auf neun Punkte aus, wodurch er den Titel beim darauf folgenden Rennen aus eigener Kraft gewinnen kann.[7]

9. Rennen: ValenciaBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:10:45,452
2 Portugal  Filipe Albuquerque Deutschland  Audi Sport Team Rosberg + 18,103
3 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix + 33,950
PP Schweden  Mattias Ekström Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 1:30,608
SR Deutschland  Timo Scheider Deutschland  Audi Sport Team Abt 1:32,267

Das neunte DTM-Saisonrennen auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia fand am 2. Oktober 2011 statt und ging über eine Distanz von 45 Runden à 4,005 km, was einer Gesamtdistanz von 180,225 km entspricht.

Bereits vor dem Start des Rennens gab es Diskussionen um die Mercedes-Fahrzeuge von David Coulthard und Renger van der Zande, die in der Qualifikation die Plätze drei und vier belegten. Die Heckflügel beider Fahrzeuge entsprachen nicht dem Reglement und so entschied die Rennleitung, beide ans Ende des Feldes zu setzen.[8] Da ihre Teams gegen die Entscheidung Protest einlegten, durften beide Fahrer ihre Position behalten, wurden aber direkt nach dem Rennen disqualifiziert.

Beim Start behielt Mattias Ekström die Führung, die er boxenstoppbereinigt bis zum Ende des Rennens behielt. Filipe Albuquerque, der als Zweiter ins Rennen gegangen war, musste sich zunächst gegen Coulthard verteidigen, belegte danach aber ungefährdet bis zum Schluss die Position hinter Ekström.

Der Tabellenführer Martin Tomczyk, der bei diesem Rennen in der Lage war, die Meisterschaft für sich vorzeitig zu entscheiden, machte bereits beim Start einige Plätze gut und kam durch seine Strategie an den Mercedes-Piloten Coulthard und van der Zande vorbei auf die dritte Position.

Da Coulthard und van der Zande aus der Wertung genommen wurden, kam es schließlich zu einem Sechsfachsieg für Audi.

Weil Bruno Spengler, der Zweite in der Fahrerwertung, nur zwei Punkte holte und Ekström nur bei einem 0-Punkte-Rennen von Tomczyk die Titelchancen aufrechterhalten hätte können, reichte Tomczyk der dritte Platz, um seinen ersten DTM-Meistertitel einzufahren. Er ist der erste Pilot, der in einem Jahreswagen DTM-Meister wurde.[9]

10. Rennen: Hockenheimring Baden-WürttembergBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Deutschland  AMG Mercedes 1:00:45,734
2 Deutschland  Martin Tomczyk Deutschland  Audi Sport Team Phoenix + 7,620
3 Spanien  Miguel Molina Deutschland  Audi Sport Team Abt Junior + 10,142
PP Spanien  Miguel Molina Deutschland  Audi Sport Team Abt Junior 1:32,717
SR Vereinigtes Konigreich  Jamie Green Deutschland  AMG Mercedes 1:34,114

Das zehnte DTM-Saisonrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg in Hockenheim fand am 23. Oktober 2011 statt und ging über eine Distanz von 38 Runden à 4,574 km, was einer Gesamtdistanz von 173,812 km entspricht.

Den Sieg sicherte sich Mercedes-Pilot Jamie Green vor dem bereits feststehenden DTM-Champion Martin Tomczyk und Miguel Molina, der von der Pole Position aus gestartet war und bei diesem Rennen seine erste Podiumsplatzierung in der DTM einfuhr.

Durch einen sechsten Platz schob sich Mattias Ekström im Kampf um die Vizemeisterschaft noch an Bruno Spengler vorbei, der als Neunter keine Punkte holte.

MeisterschaftsergebnisseBearbeiten

PunktesystemBearbeiten

Punkte wurden an die ersten 8 klassifizierten Fahrer in folgender Anzahl vergeben:

Platz  1.   2.   3.   4.   5.   6.   7.   8. 
Punkte 10 8 6 5 4 3 2 1

FahrerwertungBearbeiten

Insgesamt kamen 16 Fahrer in die Punktewertung.[1]

Platz Fahrer HOC1
Deutschland 
ZAN
Niederlande 
RBR
Osterreich 
LAU
Deutschland 
NOR
Deutschland 
MÜN[# 1]
Deutschland 
NÜR
Deutschland 
BRH
Vereinigtes Konigreich 
OSC
Deutschland 
VAL
Spanien 
HOC2
Deutschland 
Punkte
1 Deutschland  Martin Tomczyk 5 3 1 1 3 13 6 5 1 2 3 2 72
2 Schweden  Mattias Ekström 2 8 DNF 11 7 7 5 1 2 1 1 6 52
3 Kanada  Bruno Spengler 1 2 4 3 1 2 1 2 7 13* 7 9 51
4 Deutschland  Timo Scheider 4 5 7 2 4 14 13 4 16 DNF 4 7 36
5 Vereinigtes Konigreich  Jamie Green 7 4 6 6 2 9 7 6 8 11 10 1 35
6 Deutschland  Mike Rockenfeller 11 1 5 INJ 14 3 10 3 6 6 9 4 31
7 Vereinigtes Konigreich  Gary Paffett 6 9 8 4 DNF 10 11 8 4 4 8 5 25
8 Deutschland  Ralf Schumacher 3 11 2 12 6 5 16 DNF 5 DNF 13 11 21
9 Italien  Edoardo Mortara 14 6 16 DNF 5 1 2 7 3 3 16* 13 21
10 Vereinigtes Konigreich  Oliver Jarvis 9 10 3 5 15 8 15 10 9 9 6 8 14
11 Spanien  Miguel Molina 16 14 11 16* 12 DNQ 9 12 DNF 8 5 3 11
12 Portugal  Filipe Albuquerque 17 DNF 12 8 16 12 12 9 11 DNF 2 10 9
13 Deutschland  Maro Engel 8 7 14 10 9 16 DNQ 15 10 7 15 14 5
14 Deutschland  Christian Vietoris 13 15 15 9 11 11 4 13 13 5 12 DNF 4
15 Danemark  Tom Kristensen       7               2
16 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard 10 16 9 13 8 6 8 17 12 10 DSQ 17 1
17 Niederlande  Renger van der Zande 18* 13 10 14 10 4 3 11 15 DNF DSQ 12 0
18 Vereinigtes Konigreich  Susie Stoddart
Vereinigtes Konigreich  Susie Wolff
12 12 13 DNS 13 DNQ 14 14 14 DNF 11 15 0
19 Schweiz  Rahel Frey 15 17 17 15 17 15 DNQ 16 17* 12 14 16 0
Platz Fahrer HOC1
Deutschland 
ZAN
Niederlande 
RBR
Osterreich 
LAU
Deutschland 
NOR
Deutschland 
MÜN
Deutschland 
NÜR
Deutschland 
BRH
Vereinigtes Konigreich 
OSC
Deutschland 
VAL
Spanien 
HOC2
Deutschland 
Punkte
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung
Anmerkungen
  1. Die Veranstaltung in München zählte nicht zur Meisterschaft.

TeamwertungBearbeiten

Platz Team Nr. HOC1
Deutschland 
ZAN
Niederlande 
RBR
Osterreich 
LAU
Deutschland 
NOR
Deutschland 
MÜN[# 1]
Deutschland 
NÜR
Deutschland 
BRH
Vereinigtes Konigreich 
OSC
Deutschland 
VAL
Spanien 
HOC2
Deutschland 
Punkte
1 Deutschland  Audi Sport Team Abt Sportsline 08 2 8 DNF 11 7 7 5 1 2 1 1 6 85
09 11 1 5 7 14 3 10 3 6 6 9 4
2 Deutschland  Thomas Sabo/
Mercedes-Benz Bank AMG-Mercedes
02 6 9 8 4 DNF 10 11 6 4 4 8 5 76
03 1 2 4 3 1 2 1 2 7 13* 7 9
3 Deutschland  Audi Sport Team Phoenix 14 5 3 1 1 3 13 6 5 1 2 3 2 72
15 15 17 17 15 17 15 DNQ 16 17* 12 14 16
4 Deutschland  Salzgitter/
AMG-Mercedes
06 3 11 2 12 6 5 16 DNF 5 DNF 13 11 56
07 7 4 6 6 2 9 7 6 8 11 10 1
5 Deutschland  Audi Sport Team Abt 04 4 5 7 2 4 14 13 4 16 DNF 4 7 50
05 9 10 3 5 15 8 15 10 9 9 6 8
6 Deutschland  Audi Sport Team Rosberg 18 17 DNF 12 8 16 12 12 9 11 DNF 2 10 30
19 14 6 16 DNF 5 1 2 7 3 3 16* 13
7 Deutschland  Audi Sport Team Abt Junior 22 16 14 11 *16* 12 DNQ 9 12 DNF 8 5 3 11
8 Deutschland  Deutsche Post/
GQ AMG-Mercedes
16 8 7 14 10 9 16 DNQ 15 10 7 15 14 6
17 10 16 9 13 8 6 8 17 12 10 DSQ 17
9 Deutschland  Junge Sterne/
TV-Spielfilm AMG-Mercedes
10 12 12 13 DNS 13 DNQ 14 14 14 DNF 11 15 4
11 13 15 15 9 11 11 4 13 13 5 12 DNF
10 Deutschland  Stern AMG-Mercedes 20 18 13 10 14 10 4 3 11 15 DNF DSQ 12 0
Platz Team Nr. HOC1
Deutschland 
ZAN
Niederlande 
RBR
Osterreich 
LAU
Deutschland 
NOR
Deutschland 
MÜN
Deutschland 
NÜR
Deutschland 
BRH
Vereinigtes Konigreich 
OSC
Deutschland 
VAL
Spanien 
HOC2
Deutschland 
Punkte
Anmerkungen
  1. Die Veranstaltung in München zählte nicht zur Meisterschaft.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d DTM – Internetseite: 2011: Tomczyks Überraschungs-Coup. Auf: www.dtm.com, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  2. Motorsport-Total – Internetseite: Hankook löst Dunlop ab 2011 als Reifenhersteller ab. Auf: www.motorsport-total.com, 19. November 2010, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  3. a b Motorsport-Total – Internetseite: Comeback: Kristensen vertritt Rockenfeller. Auf: www.motorsport-total.com, 16. Juni 2011, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  4. Motorsport-Total – Internetseite: DTM 2011 ohne Schanghai: Finale wieder in Hockenheim! Auf: www.motorsport-total.com, 1. April 2011, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  5. Motorsport-Total – Internetseite: Ekström ist wieder da: Sieg am Nürburgring. Auf: www.motorsport-total.com, 7. August 2011, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  6. Motorsport-Total – Internetseite: Dreifachsieg für Audi: Tomczyk im Regen souverän. Auf: www.motorsport-total.com, 4. September 2011, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  7. Motorsport-Total – Internetseite: Oschersleben: Ekström als Sieger, Tomczyk als Gewinner. Auf: www.motorsport-total.com, 18. September 2011, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  8. Motorsport-Total – Internetseite: Coulthard und van der Zande: Rückversetzung oder nicht? Auf: www.motorsport-total.com, 1. Oktober 2011, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  9. Motorsport-Total – Internetseite: Ekström siegt, Tomczyk ist Meister! Auf: www.motorsport-total.com, 2. Oktober 2011, abgerufen am 18. Dezember 2018.