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Buhl (Haut-Rhin)

französische Gemeinde

GeografieBearbeiten

Buhl liegt am Flüsschen Lauch im Regionalen Naturpark Ballons des Vosges. Als Départementsstraße dient die D430. Sie durchquert eine Florival genannte Talschaft, die sich in Richtung Südosten nach Guebwiller erstreckt. Buhls Nachbardörfer sind Murbach im Südwesten (dazwischen liegt der Ortsteil Rimlishof), die Siedlung Hugstein mit Burgruine im Südosten und Schweighouse (Ortsteil von Lautenbach) im Norden. Auf beiden Seiten ist das Gebiet stark bewaldet, im Osten durch einen Ausläufer des Forêt communal de Orschwihr (Gemeindewald von Orschwihr).

Der Bahnhof Buhl lag an der Bahnstrecke Bollwiller–Lautenbach.

GeschichteBearbeiten

Buhl wurde das erste Mal schriftlich unter dem Namen Bühele erwähnt im Jahr 1135. Spätere Schreibweisen waren Buohele, Buohile, Bühel, seit dem 16. Jahrhundert dann Bühl.

1227 ließ Hugo (Hugues) de Rothenbourg, Abt des Klosters Murbach, eine Burg errichten, um den Eingang zum Murbachtal zu schützen.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Buhl als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Gebweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.[1]

Anzahl Einwohner
Jahr 180118261861190519361962196819751982199019992006
Einwohner 6309752.0903.3522.6352.9312.9453.0482.6742.7553.0793.190
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot eine silberne Triangel.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der neoromanischen Kirche Saint-Jean-Baptiste (Johannes der Täufer) aus dem 19. Jahrhundert ist ein Altarretabel aus der zweiten Hälfte der 1490er Jahre zu sehen, das von Nachfolgern und Nachahmern des Martin Schongauer stammt. Es wurde während der Französischen Revolution aus einem Colmarer Kloster nach Buhl gebracht, um es vor Zerstörung zu schützen.

Am Eingang zum Murbachtal steht die Ruine der Burg Hugstein aus dem 13. Jahrhundert. Ihre Überreste befinden sich nicht nur auf dem Gemeindegebiet von Buhl, sondern auch auf dem von Guebwiller, denn die Grenze zwischen den beiden Gemeinden verläuft genau durch die Mitte des Bergfrieds.[2]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Maurice Koechlin (1856–1946), ein französischer Ingenieur, der maßgeblich am Bau des Eiffelturms beteiligt war, ist in Buhl geboren.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 471–475.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Buhl (Haut-Rhin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Gebweiler
  2. Jean-Marie Nick: Le Hugstein auf chateauxforts-alsace.org, Zugriff am 17. November 2011.