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GeographieBearbeiten

Die Gemeinde im Regionalen Naturpark Ballons des Vosges liegt im Thurtal in den Vogesen, etwa 30 Kilometer von Mülhausen entfernt.

Nachbargemeinden von Saint-Amarin sind Lautenbachzell im Norden, Geishouse im Osten, Moosch im Südosten, Malmerspach im Süden, Mitzach im Südwesten sowie Ranspach im Westen. Die Siedlungen von Malmerspach und Ranspach sind mit Saint-Amarin inzwischen zusammengewachsen.

GeschichteBearbeiten

Im 7. Jahrhundert gründete der Mönch Amarinus († 676) ein Kloster und nannte es Doroangus. Um das Kloster entwickelte sich eine kleine Siedlung, die wie das ganze Thurtal Ende des 9. Jahrhunderts Eigentum des Klosters Murbach wurde. Ein vom Kloster eingesetzter Vogt verwaltete die Klostergüter bis zur Französischen Revolution 1789. Der Name Saint-Amarin wurde 1135 das erste Mal erwähnt. Eine Klosterkirche wurde zwischen 1050 und 1100 errichtet.

Der Dreißigjährige Krieg dezimierte die Bevölkerung erheblich. Die einsetzende Industrialisierung Ende des 18. Jahrhunderts führte dazu, dass viele Bewohner gleichzeitig Handwerker und Bauern waren, die Landwirtschaft also nur noch im Nebenerwerb betrieben. Diese Phase war in den 1950er Jahren beendet.[1]

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Saint-Amarin als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Thann im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 2.203[2] 1.982 2.013 2.035 2.305 2.400 2.440 2.464

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche Saint-Projet
  • Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1758.
  • Von Schloss Friedburg aus dem 13. Jahrhundert sind nur noch Ruinen zu sehen.
  • Das Musée Serret zeigt Exponate zur Geschichte des Ortes und seiner Umgebung sowie Werke regionaler Künstler und ist während der Sommermonate nachmittags (außer am Dienstag) geöffnet.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Catherine Lefèbvre (1753–1835), Wäscherin in Saint-Amarin, Herzogin von Danzig
  • Robert Großmann (1884–1938), geboren in Saint-Amarin, Verwaltungsjurist, Landrat in Neuwied

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1064–1069.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Saint-Amarin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Website der Ville de Saint-Amarin
  2. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Thann