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Soultzmatt (deutsch Sulzmatt) ist eine französische Gemeinde mit 2421 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie war Sitz der Communauté de communes de la Vallée Noble, die zum 1. Januar 2013 aufgelöst wurde. Nun gehört die Gemeinde zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Région de Guebwiller.

Soultzmatt
Wappen von Soultzmatt
Soultzmatt (Frankreich)
Soultzmatt
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Wintzenheim
Gemeindeverband Région de Guebwiller
Koordinaten 47° 58′ N, 7° 14′ OKoordinaten: 47° 58′ N, 7° 14′ O
Höhe 236–773 m
Fläche 19,57 km2
Einwohner 2.421 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 124 Einw./km2
Postleitzahl 68570
INSEE-Code
Website www.ville-soultzmatt.fr

Blick auf Soultzmatt

Zur Gemeinde gehört auch das nordwestlich gelegene Dorf Wintzfelden, weshalb die Gemeinde sich selbst Soultzmatt-Wintzfelden nennt.

Soultzmatt ist ein Ort an der Elsässer Weinstraße. Hier liegt am Fuß der Lage Grand Cru Zinnkoepflé mit 420 m. ü. M. der höchste Punkt der gesamten Weinstraße.

GeografieBearbeiten

Soultzmatt liegt im Tal des Ohmbaches (auch Vallée Noble genannt) in den Südvogesen zwischen den Städten Colmar und Guebwiller. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges. Im Südosten grenzt der Ort direkt an das Dorf Westhalten an. Weitere Nachbargemeinden sind Osenbach im Nordwesten und Orschwihr im Süden.

GeschichteBearbeiten

Im Südosten der Gemeinde findet sich am Ufer des Ohmbachs das Schloss Wagenburg. Es wurde von der Familie Stör erbaut und gelangte später an die Familie von Jakob Körner und Rosina Moyserin. Deren einzige Tochter Ursula († 1604) brachte das Schloss in ihre Ehe mit Johann Christian von Breitenlandenberg († 1616).[1] Heute befindet es sich im Besitz der Familie Ingold und dient als Weingut.[2]

Während des Ersten Weltkriegs kämpfte rumänisches Militär an der Seite der Franzosen gegen Deutschland. 678 rumänische Gefallene und verstorbene Kriegsgefangene aus dem Elsass und aus Lothringen fanden auf dem größten rumänischen Soldatenfriedhof Frankreichs in Soultzmatt ihre letzte Ruhe.[3]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 1.990 2.057 2.040 1.924 1.997 2.138 2.244 2.377

WirtschaftBearbeiten

In Sulzmatt befindet sich das Getränkeunternehmen Lisbeth – Les Sources de Soultzmatt, welches Mineralwasser sowie die mit regionalem Zucker hergestellte Elsass-Cola vertreibt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die gotische Kirche St. Sebastian wurde ab 1309 errichtet, neben einem romanischen Turm, der etwa 1130 erbaut wurde.
  • Das Rathaus (frz. Mairie) der Gemeinde wurde zwischen 1912 und 1914 erbaut.
  • Der Menhir Langenstein wird etwa auf das Jahr 560 v. Chr. datiert.
  • Kapelle Saint-Nicolas

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Partnergemeinden von Soultzmatt sind seit 1965 Talheim im deutschen Landkreis Heilbronn, seit 1985 Saint-Porchaire im französischen Département Charente-Maritime und seit 2011 die belgische Gemeinde Vresse-sur-Semois in Wallonien.[4]

EhrenbürgerBearbeiten

  • Robert Ehrenfried (1920–2015), Bürgermeister der Partnergemeinde Talheim 1946–1977, Initiator der Partnerschaft und Ehrenbürger Talheims
  • Rainer Gräßle, Bürgermeister der Partnergemeinde Talheim seit 2002

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1027–1032.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Soultzmatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Theobald Walter: Die Grabschriften des Bezirkes Oberelsaß von den ältesten Zeiten bis 1820. Verlag der J. Boltzeschen Buchhandlung, Gebweiler 1904, S. 85, archive.org
  2. Eintrag zu Soultzmatt in der privaten Datenbank „Alle Burgen“.
  3. Sehenswürdigkeiten in Soultzmatt-Wintzfelden@1@2Vorlage:Toter Link/static.reseaudespetitescommunes.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)
  4. Präsentation der Gemeinde@1@2Vorlage:Toter Link/static.reseaudespetitescommunes.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)