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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birresborn
Birresborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birresborn hervorgehoben
Koordinaten: 50° 11′ N, 6° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Gerolstein
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 20,88 km2
Einwohner: 1115 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54574
Vorwahlen: 06594, 06599 (Rom)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 204
Adresse der Verbandsverwaltung: Kyllweg 1
54568 Gerolstein
Website: www.birresborn.de
Ortsbürgermeister: Gordon Schnieder (CDU)
Lage der Gemeinde Birresborn im Landkreis Vulkaneifel
ScheidHallschlagOrmontKerschenbachReuthStadtkyllJünkerathSchüllerGönnersdorfEschFeusdorfLissendorfBirgelSteffelnWiesbaumBerndorfHillesheim (Eifel)OberbettingenBasbergKerpen (Eifel)ÜxheimNohnOberehe-StroheichWalsdorfDohm-LammersdorfDuppachKalenborn-ScheuernRockeskyllPelmBerlingenHohenfels-EssingenGerolsteinNerothBirresbornKopp (Vulkaneifel)MürlenbachDensbornSalmDreis-BrückBetteldorfDaunDockweilerHinterweilerKirchweilerKradenbachNerdlenSarmersbachGefellHörscheidDarscheidUtzerathSchönbachSteiningenSteinebergDemerathWinkel (Eifel)ImmerathStrotzbüschMückelnStrohnGillenfeldEllscheidSaxlerUdlerMehrenSchalkenmehrenÜdersdorfBrockscheidBleckhausenOberstadtfeldWallenbornNiederstadtfeldWeidenbachSchutzMeisburgDeudesfeldBorlerBongardBoxbergNeichenBeinhausenKatzwinkelHörschhausenBerenbachKötterichenHöchstbergKaperichLirstalOberelzArbachRetterathUersfeldMannebachBerebornKolverathSassenGunderathHorperathUeßMosbruchKelbergGelenbergBodenbachReimerathWelcherathBrücktalKirsbachDreesNitzLandkreis Mayen-KoblenzLandkreis Cochem-ZellLandkreis Bernkastel-WittlichEifelkreis Bitburg-PrümNordrhein-WestfalenLandkreis AhrweilerBelgienKarte
Über dieses Bild

Birresborn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an. Birresborn ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Birresborn liegt etwa sechs Kilometer südlich von Gerolstein auf 350 m ü. NHN im Kylltal.

Zu Birresborn gehören auch Sauerwasser, das Jagdhaus Waldfries und der Ortsteil Rom.[3]

Nachbargemeinden sind (von Norden im Uhrzeigersinn): Gerolstein sieben Kilometer, Michelbach (Ortsteil von Gerolstein) vier Kilometer, Salm acht Kilometer, Mürlenbach vier Kilometer, Kopp vier Kilometer und Büdesheim neun Kilometer.

 
Birresborn, Luftaufnahme (2015)

BergeBearbeiten

GewässerBearbeiten

  • Kyll
  • Fischbach
  • Schlemmbach

MineralquellenBearbeiten

 
Lindenquelle

Adonis QuelleBearbeiten

Die Adonis Quelle liegt inmitten des Orts und ist seit November 2003 wegen Verunreinigung geschlossen. Der ebenfalls vorhandene Quelltempel in der Nähe der Kyllbrücke, in dem bis zuletzt kostenlos das Mineralwasser der Adonis Quelle getrunken und auch abgefüllt werden konnte, ist seither geschlossen.[6][7]

LindenquelleBearbeiten

Die Lindenquelle liegt ca. vier Kilometer nördlich von Birresborn auf dem Weg nach Gerolstein. Der hier noch verbliebene Quellpavillon steht unter Denkmalschutz und ist seit dem 3. Juli 2009[8] restauriert und auch das Mineralwasser sprudelt wieder. Von den Verunreinigungen der Adonisquelle ist die Lindenquelle nicht betroffen. Hier kann nun ganzjährig kostenlos Wasser getrunken werden.[9]

NaturschutzgebieteBearbeiten

  • Vulkan Kalem
  • Eishöhlen und Fischbachtal
  • Im Felst
  • Hundsbachtal

Vorlage:Panorama/Wartung/Para4

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname lässt sich frühestens bis ins 8. Jahrhundert zurückdatieren[10] und geht wahrscheinlich auf das althochdeutsche bür=Wohnung, Haus zurück. Er taucht gesichert zum ersten Mal am 13. August 762 als Birgisburias in Carasco in einer Schenkungsurkunde König Pippins des Jüngeren für das Kloster Prüm auf[11].

Der Birresborner Bereich des Kylltales war während der römischen Epoche wahrscheinlich noch nicht besiedelt. Aufgrund der umfangreicheren archäologischen Funde auf den umliegenden Hügeln ist für diese jedoch von römerzeitlicher Besiedlung auszugehen.

15. Juni 1871 0 Birresborn wird mit der Eröffnung der Eifelbahn zwischen Gerolstein und Trier an das deutsche Schienennetz angebunden.
14. Mai 1908 0 Die Birresborner Lindenquelle wird als gemeinnützig anerkannt.
20. Februar 1914 0 Staatliche Anerkennung der Mineralquellen als Heilquellen. (siehe auch Heilwasser).
25. Dezember 1944 0 Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wird ein großer Teil von Birresborn durch einen Luftangriff der Alliierten zerstört.
7. November 1970 0 Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wird Birresborn zusammen mit 14 weiteren Gemeinden vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.[12]
11. November 2003 0 Der Mineralbrunnen Birresborner Phönix Sprudel wird auf Grund von Verunreinigungen geschlossen.[7]
24. Mai 2009 0 Die Gemeinde feiert ein „Historisches Dorffest“ mit mehr als 3.500 Besuchern aus dem In- und Ausland.
26. Mai 2013 0 Die Gemeinde feiert ihr 1250-jähriges Jubiläum im Rahmen eines „Waldfestes“ – der Wald stellt die wichtigste Einnahmequelle für Birresborn dar.[13]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Birresborn besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[14]

Wahl SPD CDU WGR WGR Gesamt
2014 4 3 9 16 Sitze
2009 6 4 6 16 Sitze
2004 5 11 16 Sitze
1999 5 10 1 16 Sitze

OrtsbürgermeisterBearbeiten

Amtsantritt Ende der Amtszeit Name Bemerkungen
29. Nov. 1952 09. Juni 1970 0Josef Stadtfeld
10. Juni 1970 09. Okt. 1970 0Peter Wirtz 0zurückgetreten
09. Okt. 1970 22. Okt. 1970 0Hans Heinen 0als 1. Beigeordneter nach dem Rücktritt von Wirtz0
23. Okt. 1970 30. Nov. 1982 0Anton Karls
01. Dez. 1982   2009 0Josef Bach[15]
  2009   2014 0Michael Zander[16]
  2014 0Gordon Schnieder (CDU)[17]0

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau über einem silbernen Dreiberg, darin ein schräglinkes grünes Eichenblatt, ein silberner Springbrunnen mit viergeteiltem Wasserstrahl.“
Wappenbegründung: Der Springbrunnen weist auf „Born“ (Brunnen) im Ortsnamen sowie auf die Mineral- und Heilquellen hin, der Dreiberg mit dem Eichenblatt symbolisiert die waldreiche und bergige Umgebung des Ortes.

VerkehrBearbeiten

SchienenverkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Birresborn liegt an der Eifelstrecke (KölnEuskirchen–Gerolstein–Trier). Es handelt sich um einen Bedarfshalt, der von folgenden Zügen des Schienenpersonennahverkehrs bedient wird:[18]

Linie Bezeichnung Linienverlauf Taktfrequenz
RB 22 Eifel-Express Köln Messe/DeutzKölnEuskirchenJünkerathGerolsteinBirresbornBitburg-ErdorfEhrangTrier
(Köln Messe/Deutz – Gerolstein als RE 22)
60 min
(in der HVZ Verstärker Gerolstein–Trier)

Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT).

StraßenBearbeiten

Birresborn liegt unmittelbar an der Landesstraße 24.

SchulenBearbeiten

  • Grundschule Birresborn (1. – 4. Klasse)

KircheBearbeiten

 
Nikolauskirche

Birresborn ist ein Ort mit Bürgern vorwiegend katholischer Konfession. Der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Birresborn gehören auch noch die Gemeinden St. Matthias Kopp, St. Lucia Mürlenbach und Maria Magdalena Densborn an. Die Pfarrgemeinde gehört zum Bistum Trier.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • 2004, 6. November: Peter Peters (1924–2009)[20]
  • 2015, 1. Juni: Josef Bach[21]

In Birresborn geborenBearbeiten

  • Theodor Baums (* 1947), Professor für Wirtschaftsrecht an der Universität Frankfurt am Main
  • Alois Bach (* 1951), Brigadegeneral a. D.

Weitere mit Birresborn verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

  • Patrick Schnieder (* 1968), deutscher Politiker (CDU) und Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2009
  • Christian Humberg (* 1976), Autor, Übersetzer, Lektor und Journalist, hat von 1976 in Birresborn gelebt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Birresborn – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 115 (PDF; 3 MB).
  4. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  5. a b Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise) (Maßstab 1:2.500)
  6. Eintrag zu Quellhaus der Adonis-Quelle in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 20. September 2015.
  7. a b Birresborner - Wasser aus einer anderen Zeit. Pressespiegel. 10. November 2013, abgerufen am 20. Februar 2014.
  8. Einweihung des Quelltempel am früheren Mineralbrunnen. In: et Blättchen. 26. Juni 2009, abgerufen am 20. Februar 2014.
  9. Eintrag zu Lindenquelle – Quellpavillion in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 20. September 2015.
  10. Heinz Peter Brogiato: Birgisburias in Carasco – Ortsname und Siedlungsanfänge von Birresborn. In: Heimatjahrbuch 1989. Landkreis Vulkaneifel, abgerufen am 5. April 2019 (Die teilweise verbreitete Übersetzung des Ortsnamens mit „guter Brunnen“ ist falsch, vgl. zum Ortsnamen und zur Entstehung der Siedlung den in den Weblinks genannten Artikel.).
  11. Regesta Imperii RI I n. 95 vom 13. August 762 (online; abgerufen am 30. Juli 2017).
  12. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 150 (PDF; 2,8 MB).
  13. Waldfest – 1250 Jahre Birresborn. (PDF) Rund um die Eishöhlen in Birresborn. 26. Mai 2013, abgerufen am 4. Juli 2016.
  14. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  15. Hätte nie gedacht, dass es so lange wird. Josef Bach ist seit exakt 25 Jahren Ortsbürgermeister. In: Trierischer Volksfreund. 30. November 2007, abgerufen am 20. Februar 2014.
  16. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister
  17. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister
  18. Kursbuch der Deutschen Bahn. Abgerufen am 25. September 2018.
  19. Arno Sauer: Die Kyllbrücke in Birresborn – Ein Gewölbebauwerk von historischem Wert. In: Heimatjahrbuch 1987. Landkreis Vulkaneifel, S. 201, abgerufen am 5. April 2019.
  20. Johannes Burggraf: Peter Peters ist Ehrenbürger von Birresborn. In: Website Birresborn. 6. November 2004, abgerufen am 20. Februar 2014.
  21. Gordon Schnieder: Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Josef Bach. In: Website Birresborn. 1. Juni 2015, abgerufen am 2. Juni 2015.