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Wyssokoje (Kaliningrad, Bagrationowsk)

Ort im Rajon Bagrationowsk, Oblast Kaliningrad, Russland

Wyssokoje (russisch Высокое, deutsch Tiefenthal, litauisch Tifentalis) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad und gehört zur Landgemeinde Dolgorukowskoje im Rajon Bagrationowsk.

Siedlung
Wyssokoje / Tiefenthal
Высокое
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Bagrationowsk
Frühere Namen Tiffenthal (vor 1595),
Tieffenthal (vor 1785),
Tiefenthal (bis 1947)
Bevölkerung 29 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40151
Postleitzahl 238427
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 203 822 003
Geographische Lage
Koordinaten 54° 30′ N, 20° 23′ OKoordinaten: 54° 29′ 45″ N, 20° 22′ 57″ O
Wyssokoje (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Wyssokoje (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Wyssokoje liegt 21 Kilometer nordwestlich der Rajons- und ehemaligen Kreisstadt Bagrationowsk (Preußisch Eylau) am Westufer des Flüsschens Stradick (russisch: Kornewka). Etwas abseits gelegen ist der Ort über Medowoje (Tykrigehnen) an einer Nebenstraße zu erreichen, die von Bagrationowsk über Krasnosnamenskoje (Dollstädt) und Slawskoje (Kreuzburg) bis nach Swetloje (Kobbelbude) an der russischen Fernstraße R 516 (ehemalige Reichsautobahn Berlin–KönigsbergBerlinka“) führt.

GeschichteBearbeiten

Das vor 1946 Tiefenthal[2] genannte Dorf wurde 1874 in den neu geschaffenen Amtsbezirk Sollnicken[3] (heute russisch: Medowoje) eingegliedert und gehörte bis 1945 zum Landkreis Preußisch Eylau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 lebten hier 325 Einwohner[4]. Ihre Zahl betrug 1933 noch 311 und 1939 nur noch 257[5].

In der Folge des Zweiten Weltkrieges kam Tiefenthal innerhalb des nördlichen Ostpreußens zur Sowjetunion und erhielt 1947 die russische Bezeichnung „Wyssokoje“. Bis zum Jahr 2008 war er in den Dorfsowjet bzw. Dorfbezirk Puschkinski eingegliedert und ist seither – aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] – eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Dolgorukowskoje.

KircheBearbeiten

Vor 1945 war die Einwohnerschaft Tiefenthals fast ausschließlich evangelischer Konfession. Der Ort war in das Kirchspiel Kreuzburg (heute russisch: Slawskoje) eingepfarrt und gehörte zum Kirchenkreis Preußisch Eylau (Bagrationowsk) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Arno Stritzel.

Heute liegt Wyssokoje im Einzugsbereich der beiden neu gebildeten evangelischen Gemeinden in Mamonowo (Heiligenbeil) bzw. der Dorfkirchengemeinde in Gwardeiskoje (Mühlhausen). Beides sind Filialgemeinden der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg), die zur Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) gehört.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Tiefenthal
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Sollnicken
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Preußisch Eylau
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Preußisch Eylau (russ. Bagrationowsk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 253 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)

WeblinksBearbeiten