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Weigelshof ist ein Stadtteil von Nürnberg und gehört zum PLZ-Bezirk 90491 sowie zum statistischen Bezirk 90 St. Jobst.

Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 26′ 48″ N, 11° 3′ 32″ O
Höhe: 315 m ü. NHN
Postleitzahl: 90491
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 81
Herrensitz Weigelshof

LageBearbeiten

Weigelshof liegt im Osten der Stadt Nürnberg. Südlich grenzt der Rechenberg mit der Regiomontanus-Sternwarte an.[1]

Zum Stadtteil zählen folgende Straßen: Bismarckstraße, Clausewitzstraße, Harzstraße, Lutzstraße, Nettelbeckstraße, Rechenbergallee, Scharnhorststraße, Schillstraße und Yorckstraße.[2]

GeschichteBearbeiten

1390 gehörte der Hof den Nürnberger Patriziern Weigel. 1507 gestattete der Nürnberger Rat Fabian Haller den Bau eines Lusthäuschens neben dem Weigelhof. Seit dem 16. Jahrhundert war das Anwesen in Besitz der Rech. 1552 wurde dieser in der Folge des Zweiten Markgrafenkriegs zerstört und 1568 von Karl Pfinzing wieder aufgebaut.[3]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Weigelshof 3 Haushalte (1 Hof, 1 Gut, 1 Nebenhaus). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Grundherr war der Nürnberger Eigenherr Kisslung.[4]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weigelshof dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Erlenstegen zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Erlenstegen an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Weigelshof in die neu gebildete Ruralgemeinde Rennweg umgemeindet. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 3 Anwesen von 1820 bis 1835 dem Patrimonialgericht Weigelshof. Mit der Eingliederung des Ortes Rennweg in die Stadt Nürnberg im Jahr 1865 hieß die Ruralgemeinde Schoppershof. 1899 wurde diese nach Nürnberg eingemeindet.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001824 001840 001861 001871 001885
Einwohner 48 41 53 58 94 81
Häuser[6] 11 8 16 12
Quelle [7] [5] [8] [9] [10] [11]

ReligionBearbeiten

Der Ort war seit der Reformation überwiegend protestantisch. Ursprünglich waren die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession nach St. Jobst (Nürnberg) gepfarrt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Weigelshof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Weigelshof im BayernAtlas
  2. Woxikon
  3. G. Voit, S. 1163.
  4. H. H. Hofmann, S. 184.
  5. a b H. H. Hofmann, S. 242f.
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1885 als Wohngebäude.
  7. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 100 (Digitalisat).
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 212 (Digitalisat).
  9. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1066, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  10. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1232, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  11. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1166 (Digitalisat).