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Obermühle ist ein Ort von Nürnberg in der Nordwestlichen Außenstadt und gehört zum statistischen Bezirk 79.

Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 31′ 57″ N, 11° 0′ 10″ O
Höhe: 290 m ü. NHN
Postleitzahl: 90427
Vorwahl: 0911
Obermühle

GeographieBearbeiten

Die Einöde liegt an der Gründlach und ist vom Schwemm- und Mühlweiher umgeben. Etwas weiter südlich liegt das Waldgebiet Irrgarten.[1]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1430/40 als „obern mule pei den weyhern gelegen“ erstmals urkundlich erwähnt. Den Ortsnamen erhielt sie zur Unterscheidung von der Mittelmühle und der Königs- bzw. Untere Mühle, die beide weiter östlich an der Gründlach liegen.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Obermühle zu Kleingründlach. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Die Grundherrschaft über die Mühle hatte der Nürnberger Eigenherr von Haller inne.[3] Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Obermühle die Hausnummer 77 des Ortes Großgründlach.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Obermühle dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Großgründlach zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Großgründlach an.[4]

Am 1. Juli 1972 wurde die Obermühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingemeindet.

BaudenkmalBearbeiten

  • Kleingründlacher Str. 1: Obermühle

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885
Einwohner 10 8 * 8 7
Häuser[5] 1 1 1
Quelle [6] [7] [8] [9] [10]
* Ort wird zu Großgründlach gerechnet.

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Großgründlach) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Hedwig (Großgründlach) gepfarrt.

VerkehrBearbeiten

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nordwestlich nach Kleingründlach und südöstlich nach Großgründlach.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Obermühle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Obermühle im BayernAtlas
  2. W. Wiessner, S. 71.
  3. H. H. Hofmann, S. 156.
  4. H. H. Hofmann, S. 228.
  5. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1885 als Wohngebäude.
  6. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 67 (Digitalisat).
  7. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 90 (Digitalisat).
  8. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1028, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  9. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1192, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  10. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1123 (Digitalisat).