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Gleißbühl

Stadtteil von Nürnberg, Bayern, Deutschland

Gleißbühl ist ein Stadtteil von Nürnberg und als statistischer Distrikt 020 ein Teil des Bezirks 2 Marienvorstadt in der Altstadt und engeren Innenstadt.

Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 27′ 10″ N, 11° 2′ 58″ O
Höhe: 300–310 m ü. NHN
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 02 Marienvorstadt in Nürnberg

LageBearbeiten

Gleißbühl liegt in der Nähe des ehemaligen Marientors östlich der Stadtmauer in der Marienvorstadt von Nürnberg und wird von der Pegnitz tangiert.[1]

GeschichteBearbeiten

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Gleißbühl, das auch Scherleinsgarten genannt wurde, 5 Haushalte. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Oberämtern Schwabach und Burgthann bestritten wurde. Grundherren waren der Nürnberger Eigenherr von Kreß (1 Herrenhaus, 2 Häuser uns mehrere Gartenhäuser) und das Kriegsamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Wachhaus).[2]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Gleißbühl dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer an. 1825 wurde Gleißbühl nach Nürnberg eingemeindet.[3] 1857 erwarb die Stadt die Grundstücke und es entstand hier die Marienvorstadt.[4][5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001824 001840
Einwohner 37 37 51
Häuser[6] 9 7 4
Quelle [7] [3] [8]

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession nach St. Peter (Nürnberg) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession in die Frauenkirche (Nürnberg).

InfrastrukturBearbeiten

Die Gleißbühlstraße verbindet den Rathenauplatz mit dem Hauptbahnhof. Der U-Bahnhof Wöhrder Wiese der Linien 2 und 3 befindet sich an dieser Straße, ebenso wie das Druckhaus der Nürnberger Zeitungsverlage.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gleißbühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gleißbühl im BayernAtlas
  2. H. H. Hofmann, S. 149.
  3. a b H. H. Hofmann, S. 238f.
  4. http://www.nuernberg-aha.de/nuernberg-stadtteile/marienvorstadt.html
  5. Seite im Archiv
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1900 als Wohngebäude.
  7. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 30 (Digitalisat). Dort als Glaisbühl aufgelistet.
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 16 (Digitalisat).